Traumfänger selber basteln

Traumfänger basteln

Traumfänger (Dreamcatcher) sind indianischen Ursprungs und sollen uns schöne Träume und einen guten Schlaf bescheren. Schlechte Träume bleiben in ihnen hängen und werden von der Morgensonne zerstört, so die Legende.

Traumfänger selbst zu machen bringt Spaß und sind auch schön zu basteln für Kinder. Sie sind außerdem eine gute Do it yourself-Idee für dekorative und persönliche Geschenke – in wenigen Stunden hergestellt. Ob der Traumfänger groß oder klein, aus Naturmaterialien gemacht oder kunterbunt werden soll, entscheidet allein der persönliche Geschmack oder der des Beschenkten. Traumfänger ganz klein, als Miniatur bebastelt, ergeben Anhänger für eine Traumfänger-Kette oder für Traumfänger-Ohrringe, die gerade ziemlich aktuell sind.

Für Puristen machen wir eher einen Traumfänger weiß und ganz schlicht. Für die Kleinen ist der Traumfänger rosa - was sonst ;-). In unserer Anleitung machen wir keinen Traumfänger Schmuck und auch keine Outdoor-Version, aber ein durchaus mittelgroßes Exemplar. Er soll nicht nur ein Dreamcatcher, sondern auch ein Eyecatcher werden.

Werkzeugliste und Materialbedarf

Benötigte Werkzeuge:

  • Akkuschrauber (Bohrmaschine)
  • Bohrer etwa 3,5 mm
  • Pinsel
  • Nadel

Matrerialbedarf:

  • Stickrahmen Durchmesser 30,5 cm – 14 €
  • Glasperlen 6 und 8 mm bunt – 6 €
  • Federn (Marabu, Perlhuhn, natur und bunt) – 8 €
  • Schnüre, Perlschnüre, Bänder – 6 €
  • weiße Farbe
  • Klebstoff
Materialbedarf für einen Traumfänger

Wir entscheiden uns für einen Ring aus einem Stickrahmen, weiß als Grundton mit ein paar farbigen Akzenten. Dazu kombinieren wir Material, dass wir bestellen und welches, das wir zuhause haben.

Es gibt aber auch fertige Traumfänger Bastelsets, die sich ebenfalls gut verwenden und nach Lust und Laune ergänzen lassen.

Materialbedarf für einen Traumfänger

1. Schritt: Stickrahmen anzeichnen und bohren

Man kann die Schnur auch um den Stickrahmen wickeln, aber das funktioniert besser bei umwickelten Reifen oder, wenn man Traumfänger aus Weide oder Weinreben macht. In unserem Fall ist der Ring ganz glatt und daran würde unsere weiße Schnur zu sehr rutschen.

Zum Bohren messen wir im ersten Schritt den Umfang des Stickrahmens und teilen das Maß gleichmäßig auf. Es sollte sich ein Bohrabstand von etwa 5 cm ergeben. Dieser kann größer oder kleiner ausfallen, sollte jedoch rundherum gleichmäßig sein. Zusätzlich kann die halbe Höhe des Stickrahmens markiert werden, um alle Bohrungen gleichmäßig zu setzen. Wer ein gutes Augenmaß hat, kann darauf aber gerne verzichten.

Je 5 cm bohren
Je 5 cm bohren
Gebohrter Stickrahmen
Gebohrter Stickrahmen

2. Schritt: Ring weiß streichen

Ehe unser Traumfänger mit Farbe versehen werden kann, kontrollieren wir die Oberfläche und vor allem die Bohrungen, ob ein Anschliff mit Sandpapier oder Schmirgelleinen nötig ist. Das beseitigt Ausplatzungen an den Bohrungen und entfernt scharfe Kanten, die den Faden später beschädigen können.

Entsprechend unserem Plan, geben wir dem Ring anschließend einen weißen Grundton mit Kreidefarbe, die entsprechend der Herstellerangaben trocken muss. Abschließend geben wir eine dünne Schicht Klarlack aus der Dose darüber, um die Farbe ein wenig zu versiegeln. Wieder so lange trocknen lassen, wie auf der Dose angegeben. 

Mit Sandpapier Grat entfernen
Mit Sandpapier Grat entfernen
Weiße Kreidefarbe verwenden
Weiße Kreidefarbe verwenden

3. Schritt: Gespinst in den Traumfänger knüpfen

Wir benutzen weiße Kochschnur, wie es sie im Supermarkt für Rouladen usw. zu kaufen gibt. Als Erstes ziehen wir aus einem ganz langen Stück Schnur lauter Schlaufen von innen nach außen durch die gebohrten Löcher. Ab und zu fädeln wir eine Perle dazwischen.

Dann führen wir rund um den Ring – durch alle Schlaufen – eine weitere Schnur, die muss nur wenig länger als der Umfang des Ringes sein, denn abschließend verknoten wir diese ganz fest zusammen mit den Anfang der längeren Schnur, die innen entlang geht. Aus diesen Enden machen wir eine Schlaufe zum Aufhängen  und schneiden die überstehenden Enden ab. (Tipp: bei Knoten ist ein ganz kleiner Tropfen Sekundenkleber eine perfekte Sicherung.)

Schlaufen bilden und Perlen einsetzen
Schlaufen bilden und Perlen einsetzen
Faden straffen und verknoten
Faden straffen und verknoten

Jetzt spannen wir die innere Schnur. Ganz vom Anfang bis zum Ende. (Diese leichte Spannung halten wir die ganze Zeit während des weiteren Knüpfens aufrecht.) Nun haben wir rundherum kleine gespannte Schnurabschnitte.

Schlaufen bilden und Geflecht erstellen
Schlaufen bilden und Geflecht erstellen

Wir führen unsere Schnur von unten in der Mitte eines solchen Schnurabschnitts durch und dann noch einmal von oben vor unserer Schlaufe. Danach Spannen und dabei die Schlaufe eventuell noch etwas mittig ausrichten. Das wiederholt sich immer von Schnurabschnitt zu Schnurabschnitt, Runde um Runde:

  • von unten nach oben
  • von oben nach unten
  • spannen und ausrichten
  • nächster Schnurabschnitt
  • ab und zu eine Perle auffädeln

Das Gespinst wird dabei immer kleiner. Wenn man mag, kann man zwischendurch auch mal eine Runde in einer anderen Farbe einfügen. Auch lässt sich für eine Runde nur jeder zweite Schnurabschnitt wählen, dann ergibt sich ein etwas anderes Muster.

Wenn die Schnurlänge nicht ausreicht oder die Farbe gewechselt werden soll, einfach ein neues Stück Schnur ans Schnurende anknoten (mit einem Tropfen Sekundenkleber sichern). Auf die Knoten nähen oder kleben wir später Federn. Genauso machen wir es, wenn wir fertig sind und in der Mitte angekommen: Knoten, Kleber, abschneiden.

Die Ausrichtung der Schlaufen muss nicht exakt sein
Die Ausrichtung der Schlaufen muss nicht exakt sein
Fäden lassen durch Knoten verlängern
Fäden lassen durch Knoten verlängern

4. Schritt: Bänder flechten, auffädeln, häkeln usw.

Je nach Geschmack bereiten wir uns einige oder auch ganz viele Bänder vor.

  • flechten einen Strang aus unserer Kochschnur;
  • machen drei Stränge aus farbiger Wolle aus Luftmaschen, die mit den Fingern gehäkelt werden;
  • nehmen Bänder in weiß und blau dazwischen;
  • fädeln auf drei Schnüre einige Perlen auf und machen Knoten dazwischen.

Alle unsere Bänder knüpfen wir nun unten – gegenüber unserer Aufhängeschlaufe – an den Ring. Wir ziehen sie dazu durch unser Band, das außen herum gespannt ist und knoten sie fest.

Schnüre und farbige Bänder flechten oder häkeln
Schnüre und farbige Bänder flechten oder häkeln
Am äußeren Band anknoten
Am äußeren Band anknoten
Selbst gebastelter Traumfänger

5. Schritt: mit Federn dekorieren

Abschließend dekorieren wir unseren Traumfänger mit Federn. Sie lassen sich mit Faden festbinden, aufkleben oder annähen – wie man möchte. Wir haben einige festgebunden, andere aufgeklebt.

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