Kleintierstall: Unterschlupf und Freigehege

Auch die kleinen Mitbewohner brauchen ein Zuhause. Ob Kaninchen oder Mehrschweinchen, alle brauchen einen Stall, der ihnen ausreichend Platz und genügend Rückzugsmöglichkeiten bietet. Günstige Kleintierställe sind oft von minderer Qualität und meist recht einfach gestaltet.

Wenn Sie Ihrem Nager etwas mehr bieten möchten, ist unser Kleintierstall die ideale Grundlage. Im Inneren des Stalls gelangen die Tiere über eine Rampe auf eine zweite Ebene oder durch die Türe über eine weitere Rampe ins Freigehege. Von außen können Sie durch die beiden mit Acrylglas verkleideten Fensteröffnungen ins Innere schauen. Unter dem aufklappbaren Dach befindet sich ein Fach in dem Futter trocken gelagert werden kann.

Die Grundfläche des Stalls richtet sich nach dem Maß der Kunststoffwanne die Sie kaufen. Die von uns verwendete Wanne ist eine so genannte Werkstattwanne aus dem Industriebedarf (www.industrieware.de). Die Außenmaße der Wanne sind 88 x 60 x 10 cm. Die gesamt Konstruktion ist aus preisgünstigen, 15 mm dicken Kleintierstall Baufurniersperrholz-Platten (BFU) offen zusammengeschraubt. Sie sollten auf jeden Fall Edelstahlschrauben verwenden. Das Dach wurde mit handelsüblicher Dachpappe verkleidet. Auf die Tür und auf das Freigehege wurde mit Krampen verzinktes Drahtgeflecht genagelt. Die Ecken des Freigeheges werden mit Kulissenscharnieren zusammengehalten. Bei diesen Scharnieren kann der Stift, der das Band zusammenhält, herausgezogen werden. Damit ist das Freigehege schnell und einfach zerlegbar.

Mit freundlicher Genehmigung von Festool

Maschinenliste

  • Stichsäge
  • Akkuschrauber
  • Tischkreissäge
  • Evtl. Handkreissäge
  • Evtl. Kantenfräse

 

 

Werkzeugliste

  • Zange
  • Hammer
  • Zwingen
  • Vorstecher
  • Feuerzeug
  • Evtl. Streichmaß
  • Evtl. Ziehklinge

Materialliste

Vorsicht vor Katzen

Wenn in Ihrer Nachbarschaft räuberische Katzen unterwegs sein sollten, müssen Sie den an sich offenen Kleintierstall mit einem Drahtgeflecht oder einem Netz schützen. So müssen Ihre Kleintiere nicht in Angst leben und Sie können Sie beruhigt an der frischen Luft herumtollen lassen.

1. Schritt: Teile zusägen

Sägen Sie die einzelnen Positionen aus der Materialliste auf das angegeben Maß zu. Die Oberkanten der beiden Seitenteile (Pos. 5 + 6) abschrägen (10 Grad). In beide Giebelseiten wird unten jeweils ein Ausschnitt gesägt, der später die Beine des Stalls ergibt.

 

 

Zeichnen Sie den Ausschnitt an und sägen Sie ihn mit einer Stich- oder einer Tauchsäge aus. Falls Sie eine Tauchsäge verwenden, müssen Sie auf der Führungsschiene unbedingt Rückschlagsicherungen fest spannen, da sonst die Säge durch den Rückschlag beim Eintauchen aus der Führung springen kann.

 

 

 

Spannen Sie die Schiene zusätzlich noch auf dem Werkstück fest. Um das genaue Höhenmaß zu  ermitteln, stellen Sie die Seiten auf die Giebelwand (Pos. 2) auf und zeichnen Sie die Oberkante an.

2. Schritt: Verschraubungen

Die Wände werden mit Edelstahlschrauben (3,5 x 45) offen miteinander verschraubt. Um die Schraubenlöcher schneller anzuzeichnen, markieren Sie diese zunächst mit einem Streichmaß parallel zur Kante und bohren mit einem 3,5 mm Bohrer die Löcher für die Schrauben in einem Abstand von circa 200 mm.

Verschrauben Sie die Außenwände. In die beiden niedrigen Ecken kommen zwei dreieckige Winkelaussteifungen; auch diese werden von außen festgeschraubt. Um dem Boden zusätzlichen Halt zu geben, werden Leisten (Pos. 17) in den Stall eingeschraubt, auf denen der Boden (Pos. 15) aufliegt. Der Boden wird von oben auf diese Leisten aufgelegt und von allen Seiten (von außen) mit dem Stall verschraubt. Legen Sie dann die Führungsschiene genau an den beiden Linien an und sägen Sie die Giebelwand ab.Anschließend zeichnen Sie die Unterkante des Ausschnittes für die Flügeltüre auf der Giebelwand an, legen die flache Giebelwand (Pos. 4) an dieser Kante an und übertragen Sie die Schräge darauf. Um der Kunststoffwanne eine Auflage zu schaffen, werden rechts und links zwei Sperrholzstreifen (Pos. 14) eingeschraubt. Schieben Sie dann die Wanne ein und schrauben Sie darüber als Abdeckung noch eine weitere Holzleiste (Pos. 10 + 11). Dadurch wird verhindert, dass Schmutz seitlich an der Wanne vorbei fällt.

3. Schritt: Türe und Dach montieren und streichen

Oben in den Stall werden zwei Bretter (Pos. 7 + 8) geschraubt. Diese ergeben gemeinsam ein Fach, in dem Futter trocken gelagert werden kann. Zeichnen Sie die Fenster und die Türe an. Bohren Sie in den Ecken jeweils ein Loch (mind. 8 mm), damit Sie mit der Stichsäge die Ausschnitte sägen können. Damit die Türe bündig am Stall anliegt, werden mit der Stichsäge zwei Ausschnitte in die hohe Seite gesägt.

 

Auf die gleiche Art werden auch die Scharniere für das Dach in der niedrigen Seite (Pos. 6) eingelassen. Unter dem Dach wird noch eine Leiste  befestigt, die im geschlossenen Zustand das Dach auf dem Stall stabilisiert.  Runden Sie alle Kanten mit einer Kantenfräse oder einem Handschleifklotz.

 

Vor dem Zusammenbau sollten Sie die Einzelteile des Stalls streichen. Achten Sie darauf, dass die verwendete Farbe für den Einsatz im Außenbereich geeignet ist und nach dem Aushärten für die Gesundheit der Tiere keine Gefahr darstellt. Durch
Abkleben können Sie bestimmte Bereiche in anderen Farben gestalten.

4. Schritt: Fenster einbauen und Dachpappe anbringen

Für die Fenster werden zwei Acrylglasscheiben zugesägt. Bohren Sie vorsichtig am Rand der Scheiben mit einem Holzbohrer 3,5 mm Löcher vor und reiben Sie diese mit einem Senker aus. Die Scheiben werden von innen vorsichtig an die Fenster geschraubt. Schrauben Sie die Scharniere an der passenden Stelle von innen auf der Türe fest.

 

Schneiden Sie dann das Drahtgitter so zu, dass es ca. 20 mm innen über die Ausschnitte übersteht, die Scharniere müssen dabei ausgespart werden. Schneiden Sie Dachpappe für die gesamte Dachfläche zu und nageln Se diese fest. Die Scharniere werden am Dach befestigt und das Dach wird auf dem Stall festgeschraubt. An Türe und Dach werden die Verschlüsse befestigt.

 

Am Ausgang wird eine Schiebetür eingebaut, die auch aus Acrylglas besteht. An der Oberseite wird das Acryl so gebogen, dass später durch ein Loch ein Schlüsselring mit einer Kette gefädelt werden kann. Dazu wird die Türe in diesem Bereich mit einem Heißluftföhn oder einem Feuerzeug erhitzt und dann im passenden Winkel auf die Arbeitsfläche gedrückt.

Bearbeitungstipp Acrylglas

Acrylglas lässt sich mit der Stich- und Tischkreissäge und normalen feinen Sägeblättern recht gut zuschneiden. Da sich der Kunststoff beim Schneiden stark erhitzt und die Hitze nur schlecht von der Kante abgeleitet wird, kommt es schnell zum Schmieren der Schnittkante. Das bedeutet dass der Kunststoff an der Schnittkante schmilzt und dadurch der Schnitt unsauber wird. Um das zu vermeiden, muss die Drehzahl der Säge ungefähr auf die mittlere Einstellung reduziert werden. Die Sägespuren können dann mit Hilfe einer Ziehklinge oder eins scharfen Handhobels beseitigt werden. Abschließend können Sie mit einem Bunsenbrenner den Kunststoff im Bereich der Kante erhitzen und zum Schmelzen bringen. Dadurch wird die Kante wieder transparent und glänzend.

5. Schritt: Tür einbauen

Die Türe läuft in zwei gefälzten Leisten (Pos. 20), der Falz sollte ca. 1 mm tiefer sein als die Türe dick ist. Unterhalb des Türausschnittes wird eine Art Balkon (Pos. 19) an den Stall geschraubt. Dieser Balkon hat auf der Rückseite einen Ausschnitt durch den die Türe nach unten rutschen kann. Dadurch steht die Tür später nicht auf dem Balkon auf und kann nicht von Krallen nach oben gehebelt werden.

 

Schrauben Sie die Führungen und den Balkon an und testen Sie, ob sich die Tür leicht öffnen und schließen lässt. Die Nullposition der Türe wird durch eine Kette festgelegt. Mit einer zweiten Schraube oberhalb der Kette kann die Tür in geöffneten Zustand eingehängt werden. Außen am Balkon und innen an der Galerie wird jeweils eine Rampe (Pos. 21 + 12) mit Scharnieren befestigt.

 

Für das Freigehege werden Kanthölzer zugeschnitten und an allen Kanten abgerundet. Die Kanthölzer werden mit je zwei Spax (5 x 100) pro Verbindung zu Rahmen zusammengeschraubt.

6. Schritt: Stall fertigstellen

Vor der Montage des Drahtgitters sollten auch alle Rahmen gestrichen werden. Um das Freigehege später einfach zusammensetzen zu können, werden Kulissenscharniere eingesetzt. Bei diesen lässt sich der Stift in der Drehachse entfernen und das Gehege kann zerlegt und verstaut werden.

 

 

Damit die Stifte nicht verloren gehen, werden sie mit Ketten direkt am Gitter der langen Seiten befestigt. Schrauben Sie zunächst alle Scharniere an den Rahmen fest und schneiden Sie dann das Gitter zu. Auch hier müssen die Scharniere teilweise wieder ausgespart werden. Mit Krampen wird das Gitter von innen auf den Rahmen festgenagelt.

 

 

Um das Freigehege auch am Stall zu befestigen, wird anstatt des einen kurzen Rahmens der Stall selbst mit dem Freigehege verbunden. Sie können zusätzlich noch einen Rahmen mit Gitter, als Abdeckung und Schutz vor Greifvögeln, über das Freigehege legen.

Bauplan-Skizze

Mit freundlicher Genehmigung von Festool

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