Horror-Kostüm selber machen

Der Sensenmann kommt

Der personifizierte Tod: Was könnte ein gruseligeres Horror-Kostüm sein als der grimmige Schnitter selbst? Ein paar Basis-Nähkenntnisse reichen, um mit dieser Anleitung und etwas Stoff ein wahrhaft gruseliges Halloween-Kostüm selber zu machen.

Die in dieser Anleitung verwendeten Schnittmuster sind bewusst einfach gehalten. So können sie leichter an die Körpergröße des Trägers und an persönliche Vorlieben angepasst werden. Schwarzen Stoff, für Halloween gerne auch etwas wärmer, lässt sich in gut sortierten Warenhäusern oder Handarbeitsgeschäften käuflich erwerben.

Materialien

  • etwa 8 m² schwarzer Stoff, Dicke und Material frei wählbar
  • Stecknadeln
  • schwarzes Garn, nähmaschinentauglich
  • scharfe, stabile Schere
  • Nähmaschine
  • 1 Besenstiel
  • 1 Stück stabile Pappe, etwa 20 x 80 cm
  • Alufolie oder Chromeffektlack aus dem Bastelgeschäft
  • Kraftkleber für Pappe und Papier

Kostüm-Zuschnitt: Vorder- und Hinterteil

Vorder- und Rückseite des Kostüms - Klick zum Vergrößern

Vorder- und Hinterteil des Horrorkostüms werden aus großen Bahnen schwarzen Stoffs ausgeschnitten. Da nicht jeder "Freund Hein" gleich groß ist, müssen unterschiedliche Mengen an Stoff einkalkuliert werden. Grundsätzlich sollte man bei einem normalgroßen Menschen von etwa 1,70-1,80 Metern mit zweieinhalb Quadratmetern Stoff pro Seite rechnen.

Zunächst muss gemessen werden: Wichtig ist insbesondere der Schulterumfang des späteren Kostümträgers und die Körpergröße. Die Kostümteile (vorne und hinten) sind symmetrisch, sie können zusammen ausgemessen und zusammen ausgeschnitten werden.

Die untere Seite des Umhangs, diese soll sich bauschen und bedrohlich im Wind wehen, hat die Breite des Schulterumfangs + 20 cm. Die obere Seite misst den halben Schulterumfang plus 10 cm, dies garantiert Bewegungsfreiheit.

Beide Umhanghälften werden sorgfältig mit einer scharfen Schere ausgeschnitten und anschließend mit Stecknadeln fixiert. Das Zusammennähen folgt zu einem späteren Zeitpunkt!

Ärmel zuschneiden

Ärmel zuschneiden - Klick zum Vergrößern

Nun werden die Ärmel ausgeschnitten. Auch diese sind unten deutlich weiter gefasst. Gemessen werden die Armlänge vom Daumen- bis zum Schulteransatz und der Oberarmumfang, fünf Zentimeter zusätzlich werden für den Saum benötigt.

An der schmalen Oberseite wird pro Ärmel der halbe Oberarmumfang plus 10 cm für Bewegungsfreiheit an Breite benötigt, an der Unterseite wird in der Breite des vollen Oberarmumfangs zugeschnitten.

Auch die Ärmel können übereinander gelegt ausgeschnitten werden, ebenfalls mit einer scharfen Schere. Insgesamt werden vier Ärmelhälften benötigt, diese werden anschließend paarweise mit Stecknadeln fixiert.

Kapuze zuschneiden

Kapuzen-Schnittmuster – Klicken zum Vergrößern

Was wäre der grimme Schnitter ohne eine furchteinflößende, das Gesicht beschattende Kapuze? Diese ist das komplizierteste Einzelteil des Kostüms. Auch sie muss doppelt ausgeführt werden, die beiden Hälften werden später zusammengenäht. Grundform der Kapuze ist ein rechtwinkliges Dreieck, das durch die Kopfhöhe des Kostümträgers bestimmt wird.

Das im Bild dargestellte Oval stellt, stark vereinfacht, den Kopf des Kostümträgers dar. Die Kopfhöhe bestimmt die Höhe des Kapuzenausschnitts, hier müssen etwa 10 cm für Saum und Krempe hinzugerechnet werden.

Der Rest der Maße des Horrorkostüms ergibt sich aus den zuvor gemessenen Größen: Hinten wird die Kapuze im spitzen Winkel zusammengeführt, oben entsteht ein finster ins Gesicht herabhängender Zipfel. Auch hier werden beide Hälften mit der scharfen Schere ausgeschnitten und anschließend zusammengesteckt.

Der Ausschnitt für den Halsansatz ergibt sich aus der Messung der Ausschnittweite: Diese sollte den Umfang des Halses plus 5 cm an allen Seiten betragen – das Kostüm soll erschrecken, nicht würgen. Anhand des Schulterpunktes, dies ist der höchste Punkt der Schulter, wird der halbkreisförmige Ausschnitt des Kapuzenansatzes bestimmt und anschließend ausgeschnitten.

Horror-Kostüm zusammennähen

Jetzt kommt es auf die individuellen Fähigkeiten in puncto Handarbeiten an: Nun werden zunächst die Ärmel und die Kapuze zusammengenäht. An den Ärmeln sollte an der Unterseite ein zweieinhalb Zentimeter breiter Saum entstehen, dazu wird der Stoff umgelegt und vernäht. Dann wird die Kapuze zusammengenäht, auch hier wird an der Vorderseite ein Saum gelegt.

Anschließend werden die Ärmel oben rechts und links an das Vorder- und Hinterteil genäht, bis auf den Halsausschnitt können nun alle Teile des Umhangs vernäht werden. Unten wird, analog zu Ärmeln und Kapuze, ein zweieinhalb Zentimeter Saum gelegt.

Anprobe und Befestigung der Kapuze

Das Horrorkostüm oder auch "Der Tod" ist fast fertig: Das Gewand wird jetzt probeweise übergezogen. Am noch freien Halsausschnitt wird dann die Halsöffnung abgesteckt, dies ist später der Befestigungspunkt der Kapuze. Wenn das Gewand soweit passt, wird anschließend die Kapuze mit Stecknadeln provisorisch befestigt. Anschließend wird diese mit dem Gewand vernäht. Damit ist das Kostüm prinzipiell fertig – fehlt nur noch die Sense.

Schnitter-Sense basteln

Zum Schluss wird die Sense gebastelt, definitiv der leichteste Teil des Kostüms. Dafür müssen zunächst aus der stabilen Pappe zwei Sensenhälften ausgeschnitten werden, diese müssen sich am Stielansatz zum Verkleben überlappen.

Die Sensenhälften werden in längsrichtung leicht aufgerollt, um die Krümmung der Klinge zu erreichen und um sie Stabiler zu machen. Jetzt mit Kraftkleber zusammenkleben, dabei sollten an den Kanten keine Fugen entstehen, dies macht die Sense im Feiergetümmel stabiler. Gegebenenfalls muss überstehendes Material am Rand noch einmal mit einem Cuttermesser abgeschnitten werden. Man kann auch noch Scharten und Zacken in die Klinge schneiden und mit verschiedenen Farben – vorzugsweise graue und silbrige Farbtöne – das Blatt der Sense an der Schneide etwas heller machen um blanke Stellen zu simulieren und damit Dreidimensionalität anzudeuten. Gleichzeitig wird die Pappe durch die Farbe widerstandsfähiger.

Anschließend wird die Sense mit den überlappenden Enden um den Besenstiel gewickelt und fest verklebt, hier sollte nichts mehr rutschen. Zum Schluss wird die Klinge mit Chromeffektlack oder Klarlack (wenn zuvor schon Effekte aufgetragen wurden) aus dem Bastelgeschäft überzogen.

Tipp: Für eine zusätzliche Versteifung kann am oberen Rand der Klinge ein stabiler Draht zwischen die Klebeflächen eingelegt werden, bevor sie verklebt werden. Dabei sollte aus Sicherheitsgründen keine scharfe Spitze abstehen.

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Kostüme-Tom , d. 04-12-16 21:56:

Sehr coole Idee :) Gut gemacht...

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Bildnachweis
1. "Sensenmann"von Dmytro Vietrov (Fotolia.com) Copyright: [© Аrtranq]
2. "sensenmann vorder rueckseite"von Christian Sperling / heimwerker.de
3. "aermel sensenmann"von Christian Sperling / heimwerker.de
4. "kapuze schnittmuster"von Christian Sperling / heimwerker.de
5. "sense sensenmann"von Christian Sperling / heimwerker.de

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