3D-Sterne falten

Zur Weihnachtszeit wird nicht nur ausgiebig geschlemmt, sondern auch viel gebastelt. Schließlich soll das ganze Haus festlich geschmückt sein. Besonders beliebt ist das Basteln von Sternen für Fenster, Türen und Weihnachtsbaum.

Man kann ganz einfach anfangen mit Papier und Schere, sich steigern zu geklebten Sternen aus Papier und anderen Materialien und schließlich bei der Königsdisziplin des Sternebastelns landen: 3D-Sterne falten.

Auch hier gibt es verschiedene Varianten. 3D-Sterne können aus mehreren Modulen oder nur aus einem einzigen Blatt Papier bestehen. Wir haben uns für letztere Option entschieden und zeigen in einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man einen beeindruckenden 3D-Stern selber falten kann. Zur besseren Nachvollziehbarkeit bitte die einzelnen Abbildungen anklicken.

Und wer nach diesem Modell noch nicht genug von Weihnachtssternen hat, der findet auf folgenden Themenseiten eine interessante Auswahl an Ideen und Anleitungen:

Material und Werkzeug

  • 1 Bogen quadratisches Papier
  • 1 Falzbein (optional)

Man kann das handelsübliche Kopierpapier mit einer Stärke von 80g/qm verwenden. Besonders schön sind allerdings zweifarbige Origami-Papiere. Bei unserem Beispiel ist das Papier von einer Seite rot und von der anderen Seiten ornamental gemustert.

Mit dem Falzbein werden die Falzen besonders präzise. Man kann aber auch ein Lineal oder nur die Finger benutzen, um die Falzen auszuführen. Entscheidend ist, dass man auf die Passgenauigkeit von Kanten oder Ecken achtet. Sorgfalt ist geboten.

Schritt 1: Quadratische Grundform falten

Das quadratische Papier zweifach in der Diagonale und in der Mitte falten. So ergeben sich acht dreieckige Felder auf dem Papierbogen. Diesen so drehen, dass die Ecken nach oben, unten und zu den Seiten zeigen (Abb. 1).

Seitliche Ecken nehmen und auf die untere Ecke legen. Die obere Ecke des Blattes ebenfalls in Richtung untere Ecke falten. Von oben betrachtet ergibt sich ein Quadrat, das nach unten hin offen ist (Abb. 2).

Abb. 1: Blatt mit Falzen
Abb. 2: Zusammengelegte Grundform

Schritt 2: Falzen für Rautenform vorbereiten

Beide seitlichen Ecken zur Mitte führen und entstehende Falzen glattstreichen (Abb. 3).

Obere Ecke über die nach-innen-gefalteten Ecken nach unten falten und entstehende Falz ebenfalls glattstreichen (Abb. 4)

Auf diese Weise bereitet man die quadratische Grundform in die Rautenform im nächsten Schritt vor (Abb. 5).

Abb. 3: Seitliche Ecken zur Mitte falten
Abb. 4: Obere Ecke nach unten falten
Abb. 5: Quadrat mit Falzen für die Rautenform

Schritt 3: Rautenform falten

Untere Ecke an der offenen Seite der quadratischen Grundform greifen und nach oben falten (Abb 6. u. 7). Die entstehenden Kanten glattstreichen.

Die Rückseite der quadratischen Grundform ebenfalls auf die zuvor beschriebene Weise falten, sodass aus dem Quadrat eíne Raute entsteht (Abb. 8).

Abb. 6: Untere Ecke greifen
Abb. 7: Untere Ecke nach oben falten
Abb. 8: Faltung auf der Rückseite wiederholen

Schritt 4: Rautenform zum Stern öffnen

Die oberen Spitzen der Rautenform auf Vorder- und Rückseite greifen und nach unten klappen (Abb. 9). Es steht eine Form, die einem Flugdrachen ähnelt (Abb. 10).

Bei dieser Drachenform die unteren Spitzen greifen und die Form zu einem Stern öffnen (Abb. 11).

Abb. 9: Obere Spitzen nach unten klappen
Abb. 10: Drachenform öffnen
Abb. 11: Stern mit vier Spitzen

Schritt 5: Stern zu einem Dreieck falten

Die vier Spitzen des Sternes nach unten falten, sodass die Falzen um die Mitte herum ein Quadrat bilden (Abb. 12).

Anschließend die Spitzen des Sternes zueinander führen und dabei die Mitte des Sterns nach innen in der Form versenken (Abb. 13). Die dabei entstehende Form ähnelt einer Schultüte oder einem Dreieck (Abb. 14).

Abb. 12: Falzen im Quadrat
Abb. 13: Stern zusammenschieben
Abb. 14: Tüte oder Dreieck

Schritt 6: Äußere Strahlen des Sterns falten

Alle Spitzen des Dreiecks nach oben falten. Die Spitzen sollten dabei ein wenig über die obere Kante der Form hinausschauen (Abb. 16).

Die neue Form sieht aus wie ein Papierschiffchen oder ein spitzer Hut mit hoher Krempe (Abb. 18). Man kann bereits die äußeren Strahlen des fertigen 3D-Sterns erkennen.

Abb. 15: Spitze greifen
Abb. 16: Spitze über die obere Kante hinaus falten
Abb. 17: Faltung auf allen Seiten wiederholen

Schritt 7: Innere Strahlen des Sterns falten

Untere Ecken des "Schiffchens" auf allen vier Seiten der Form zur Mitte falten. Auch hier wieder die Kanten sorgfältig glätten.

Es entsteht eine Form, die einem Ahornblatt ähnelt (Abb. 19).

Abb. 18: Untere Ecken zur Mitte falten
Abb. 19: Ahornblatt

Schritt 8: Stern öffnen

Die äußeren Spitzen des Ahornblattes greifen und die Form zu einem Stern öffnen (Abb. 20).

Zunächst sieht man nur ein Quadrat und vier dahinter liegende Strahlen. Es ist die Rückseite des 3D-Sterns (Abb. 21).

Abb. 20: Form öffnen
Abb. 21: Rückseite des 3D-Sterns

Schritt 9: 3D-Effekt steigern

Um den 3D-Effekt zu steigern, werden die vier Seitenkanten des Quadrats zur Mitte etwas eingeknickt (Abb. 22). Dadurch liegt fertige Stern nicht flach auf, sondern ragt plastisch in den Raum hinein.

Eine Steigerung der Plastizität des 3D-Sterns erreicht man außerdem durch das Aufstellen der inneren Strahlen des Sterns (Abb. 24). Dieser 3D-Stern sieht beeindruckend aus und eignet sich für verschiedendste Weihnachtsdekorationen.

Abb. 22.: Kanten einknicken
Abb. 23: Rückseite des 3D-Sterns
Abb. 24: Vorderseite des 3D-Sterns

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Von: Nga Tran

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