Basilikum (Ocimum basilicum) selber ziehen

Basilikum als Kräutergewächs pflanzen und pflegen

Basilikumpflanze

Die Gewürzpflanze Basilikum (Ocimum basilicum) entstammt der Pflanzenfamilie der Lippenblütler und wird vorwiegend als einjährige, krautige Pflanze angebaut. Dabei können Hobbyköche auf Topfpflanzen und Gartenliebhaber auf Freilandbasilikum setzen, wobei unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

Selbst bei guter Pflege lebt Basilikum als Topfpflanze meist nur wenige Wochen, bevor es eingeht. Schuld sind Kälteperioden von Zwischenlagerungen und ein stressiger Transport. Für eine Nutzung als frisches Küchengewürz sollte Basilikum daher schnellstmöglich verarbeitet werden. Alternativ lässt es sich umpflanzen oder sogar im Freien kultivieren.

Zudem können Sie zwischen unterschiedlichen Basilikumsorten für ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis wählen. Wir geben Tipps zur Basilikumpflege.

Beliebte Basilikumsorten

Das Basilikum gilt als Gewürzkraut des Südens und stammt ursprünglich aus Afrika und Asien. Mit seinen vielfältigen und intensiv schmeckenden ätherischen Ölen rundet es den Geschmack mediterraner Gerichte optimal ab und bringt aromatische Frische in leichte Nudelsaucen.

Bekannt und auch in der deutschen Küche geschätzt ist die Sorte Genovese, die es in vielen Supermärkten als Topfpflanze, Samen oder frische Schnittware zu erwerben gibt. Weitere Basilikum-Arten sind deutlich weniger verbreitet und überzeugen durch außergewöhnliche Geschmacksrichtungen.

Opal
Die Sorte "Opal" bildet rote Blätter und schmeckt besonders aromatisch.

Die Sorte Dark Opal bildet beispielsweise auffallend dunkelviolette Blätter aus, die deutlich aromatischer als die bekannten grünen Blätter sind. Im Geschmack erinnern sie an süßlichen Pfeffer. Die grünen Blätter der Sorte Cinnamon duften und schmecken angenehm nach Zimt. Die Blüte dieser Sorte ist lilafarben, daher eignet sich diese Art besonders als Nutz- und Zierpflanze im Kräutergarten.

Besonders erfrischend ist das afrikanische Basilikum der Sorte Lemon, das nach Thymian und Zitronen schmeckt. Es wird in der Küche besonders gerne zum Aromatisieren von Süßspeisen, Tees und Fleischgerichten verwendet. Die Sorte African Blue hingegen gilt als besonders robust und kältetolerant und eignet sich daher optimal für eine Freilandpflanzung.

Ansprüche und idealer Standort des Basilikums

Basilikum
Basilikum gedeiht im Topf an sonnigen Orten. Robuste Sorten können ab Mai ins Freiland gesetzt werden.

Basilikum liebt als mediterranes Gewürz warme Temperaturen und gedeiht besonders gut auf einer sonnigen Fensterbank im Innenbereich. Robuste Sorten können auch im Freiland kultiviert werden, alternativ bietet sich ein Anbau im Gewächshaus an.

Tipp: Pflanzen Sie Basilikum in ein Tomatenhaus. Hier dient er den Tomaten als natürlicher Schutz gegen den Tomatenholzwurm und Mehltau.

Über den Sommer, etwa ab Mitte Mai nach den Eisheiligen, gedeiht Basilikum auch gut an einem geschützten, aber sonnigen Platz auf dem Balkon. Gewöhnen Sie Ihre Basilikumpflanze bei einem Umzug ins Freiland langsam an das neue Klima, indem Sie vorerst einen halbschattigen und schließlich einen sonnigen Standort auswählen.

Blühender Basilikum
Nach der Blüte stellt der Basilikum sein Wachstum ein und stirbt schließlich ab.

Für ein gesundes Pflanzenwachstum benötigt Basilikum einen nährstoffreichen, lockeren Boden, der über eine ausreichende Wasserdurchlässigkeit verfügt. Ist das gewählte Substrat zu stark verdichtet, empfehlen Experten ein Untermischen von feinem Sand. Auch eine zusätzliche Drainageschicht aus Blähton im Blumentopf optimiert den natürlichen Wasserabfluss und steigert die Lebenserwartung der Gewürzpflanze.

Tipp: Verwenden Sie Qualitätsblumenerde und keine ausgeschriebene Kräutererde, da diese häufig zu nährstoffarm ist und das Wachstum hemmt.

Bei Temperaturen um 20°C gedeiht Basilikum optimal. Wird es allmählich kühler, sollten Sie die Pflanze wieder in den Innenraum holen, denn unter zwölf Grad stellt die einjährige Pflanze ihr Wachstum ein und erfriert.

Basilikum pflegen

Basilikum
Die Basilikumblätter verbrennen schnell, wenn sie bewässert werden. Befeuchten Sie daher stets nur das Substrat.

Wird Basilikum im Freiland gehalten, muss für einen ausreichenden Regenschutz gesorgt werden. Regentropfen, die auf den zarten Blättern verbleiben, wirken bei Sonneneinstrahlung wie eine Lupe und führen zu Verbrennungen. Daher gilt auch bei einer Kübelpflanzung auf dem Fensterbrett, dass stets nur das Substrat und niemals die Blätter bewässert werden, denn auch hinter Glasscheiben kann zur Mittagszeit der sogenannte Linseneffekt auftreten.

Für eine optimale Wasserversorgung kann die Erde täglich mit lauwarmem Wasser bewässert werden. Experten empfehlen jedoch eine andere Gießmethode: Entnehmen Sie alle fünf Tage den Plastiktopf aus dem Übertopf und setzen Sie den gesamten Wurzelbereich für einige Minuten in ein Wasserbad, bis keine Luftperlen mehr aufsteigen.

Lassen Sie überschüssiges Wasser gut abtropfen (Basilikum verträgt keine Staunässe) und stellen Sie die Pflanze anschließend wieder in den dekorativen Übertopf auf der Fensterbank.

Basilikum
Verteilen Sie die Sämlinge auf mehrere Töpfe für ein gesundes Wachstum.

Tipp: Lassen Sie das Substrat niemals komplett austrocknen und kontrollieren Sie es täglich auf seine Feuchtigkeit hin. Wiederholen Sie den Gießvorgang gegebenenfalls bereits nach drei Tagen. Bedenken Sie diesbezüglich, dass die Pflanze im Hochsommer deutlich mehr Wasser benötigt als im Winter.

Falls Sie auf Topfware aus dem Supermarkt zurückgreifen, verlängert ein Aufteilen der Pflanzen die Lebenserwartung. Basilikum ist eine starkzehrende Gewürzpflanze und benötigt viele Nährstoffe. Daher sollten in einem Topf höchstens fünf Triebe gezogen werden. Entnehmen Sie die Sämlinge aus dem mitgelieferten Topf und verteilen Sie diese auf weitere Gefäße mit nährstoffreicher Blumenerde. Achten Sie auch hier auf einen guten Wasserabtransport und stellen Sie die Jungpflanzen an einen hellen Standort.

Basilikum überwintern und vermehren

Basilikum
Basilikum wird auch im Freiland vorwiegend als Kübelpflanze kultiviert, um den Umzug in den Innenbereich bei kalten Temperaturen leichter zu gestalten.

Viele der hier gedeihenden Basilikumarten sind einjährige Pflanzen, die nach der Blüte absterben. Mehrjährige Pflanzen sind deutlich robuster und müssen gezielt überwintert werden.

Sobald die Tage etwas kühler werden, wird die Basilikumpflanze bei Außentemperaturen von 10°C ins Haus gestellt. Daher wird selbst kältetoleranter Basilikum häufig im Kübel gezogen. Dies erleichtert den Umzug in den Innenbereich. Hier empfiehlt sich ein sonniger und warmer Standort, Temperaturen zwischen 15-20°C sind für eine schonende und gesunde Überwinterung optimal.

Im Winter wird nur mäßig gegossen, weil sich die Pflanze in Winterruhe befindet. Lassen Sie das Substrat immer erst leicht antrocknen, bevor Sie es erneut mäßig befeuchten.

Falls die beheizte Luft zu trocken wird, können die Blätter mit etwas Wasser besprüht werden. Generell sind Standorte unmittelbar über der Heizung jedoch nicht gut geeignet. Eine untergelegte Styroporplatte schützt hier vor einer schädlichen Überhitzung.

Basilikum kann einfach durch Stecklinge vermehrt werden. Schneiden Sie 10 Zentimeter lange Triebe einer gesunden Mutterpflanze ab und entfernen Sie untere Blätter und Seitentriebe. Stellen Sie nun alle Stängel in Wasser, bis sich nach zwei Wochen kräftige Wurzeln gebildet haben. Jetzt lässt sich die Jungpflanze problemlos in einen Topf mit frischer Erde setzen. Halten Sie das Substrat stets feucht und vermeiden Sie Staunässe.

Neuaustrieb
Die kleinen Sämlinge gedeihen in nährstoffreicher Erde besonders gut...
Basilikum
...und sind schon nach wenigen Wochen als Basilikumpflanze zu erkennen.

Basilikum ernten und verzehren

Basilikum mit Tomate und Mozzarella
Besonders beliebte Kombination: Tomate-Mozzarella mit frischen Basilikumblättern und Balsamico.

Sobald der Basilikum Blüten bildet, stellt er sein Wachstum ein. Hobbyköche sind daher bemüht, die Ausbildung der Blüte der Gewürzpflanze zu verhindern. Dies geschieht am einfachsten durch eine regelmäßige Ernte.

Basilikumblätter werden nie einzeln, sondern immer samt Stängel geerntet.

Hierbei ist entscheidend, mindestens ca. 5 cm lange Teilstücke mit mehreren Blättern mit einer scharfen Küchenschere abzuschneiden. Auf diese Weise fördern Sie einen gesunden Neuaustrieb und die Pflanze wird besonders buschig. Fällt die Ernte großzügiger aus, wird bis auf das letzte Blatt zurückgeschnitten. Auch jetzt kann die Pflanze noch problemlos neu austreiben.

Tipp: Lassen Sie keine braunen Stängel stehen, diese führen zu einem verfrühten Absterben der Gewürzpflanze.

Frisch gepflückt und gewaschen können die Basilikumblätter weiterverarbeitet werden. Sollen sie eine warme Speise geschmacklich abrunden, werden die Blätter erst in einem letzten Schritt hinzugefügt, da sie bei hohen Temperaturen schnell bitter werden und ihre gesunden Inhaltsstoffe verlieren.

Tipp: Auch die Basilikumblüten sind essbar, erinnern in ihrem herben Geschmack aber etwas an Gras. Aus ihnen lässt sich jedoch hervorragend Basilikumblütenessig herstellen, zudem sind sie ein dekoratives Element auf dem Teller.

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Bildnachweis
1. "Basilikum" (Originalbild): Jing, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Roter Basilikum" (Image of Purple Basil) von Jessica A. Tucker, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
3. "Basilikum als Topfpflanze" (Originalbild): Karolina Grabowska (kaboompics), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Blühender Basilikum" (Originalbild): deluna, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Basilikum in Nahaufnahme" (Originalbild): Silke Mo (SiNoMo), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
6. "Junge Basilikumblätter" (basil) von sakura (sa_ku_ra), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
7. "Basilikum im Kübel" (Originalbild): akvalsk, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
8. "Junge Basilikumpflänzchen" (Originalbild): Kian MJ (Kianmjl), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
9. "Junger Basilikum in Erde" (Basil) von Iburiedpaul, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC0 1.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
10. "Tomate-Mozzarella" (Originalbild): Bella RaKo (GutundTasty), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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