Tomaten im eigenen Garten anbauen

Tomatenpflanzen im Garten ziehen und pflegen

Tomatenpflanze mit reifen Tomaten

Die stark wachsenden Tomatenpflanzen eignen sich ideal für den Anbau im Hausgarten oder eine Balkonpflanzung. Dabei können Hobbygärtner zwischen zahlreichen Tomatensorten wählen. Diese unterscheiden sich in Form und Geschmack.

Für eine reiche Ernte im Spätsommer sind der richtige Pflanzzeitpunkt und ein vor Witterungseinflüssen geschützter Standort ausschlaggebend. Erfahren Sie hier mehr zum Bau eines praktischen Tomatengewächshauses.

Tomaten sind sehr gesund und kalorienarm und somit der ideale Snack für zwischendurch. Im Folgenden finden Sie wichtige Tipps zum richtigen Anbau und zur gezielten Pflege von Tomatenpflanzen.

Tomatenvielfalt im Gemüsebeet

Tomaten überzeugen durch ihren intensiven Geschmack, das feste Fruchtfleisch und ihre ausgeprägte Saftigkeit. Für jeden Geschmack lässt sich die ideale Tomatenpflanze für den heimischen Anbau im Handel erwerben. Botaniker differenzieren hier zwischen vier Tomatenarten, die sich in Gestalt und Geschmack unterscheiden:

  1. Kugeltomaten
  2. Fleischtomaten
  3. Kirschtomaten
  4. Flaschentomaten

Kugeltomaten sind die bekannten runden Tomaten mit einem saftigen Fruchtfleisch, die gerne zusammen mit Mozzarella und Basilikum gereicht werden. Fleischtomaten sind deutlich saftärmer und fester. Sie finden häufige Verwendung in italienischen Pasta-Gerichten.

Kirschtomaten sind besonders klein und süß, da ihr Säuregehalt sehr gering ist. Flaschentomaten haben eine auffällig längliche Form und werden gerne zu fruchtigen Saucen verarbeitet.

Geeignete Tomatensorten für den Anbau im Garten und auf dem Balkon

Verschiedenfarbige Tomaten
Tomaten gibt es in unterschiedlichen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen.

Da Tomatenpflanzen ein unbegrenztes Wachstum aufweisen und schnell sehr hoch und ausladend werden, sollten Sie für eine Balkonpflanzung auf weniger stark wachsende Sorten zurückgreifen, die keine Rankhilfe benötigen.

Die Buschtomate eignet sich ideal für einen Anbau im Blumentopf, da sie kleiner bleibt als andere Tomatensorten. Besonders beliebt ist die hängend wachsende Sorte Tumbling Tom Yellow, die Sie gut in Blumenampeln anpflanzen können.

Für den Hausgarten bietet sich dem Hobbygärtner eine große Auswahl an ansprechenden Tomatenpflanzen, wählen Sie hier nach angestrebtem Verwendungszweck und persönlichem Geschmack.

Die Pflanzen der Kirschtomaten und Cocktailtomaten bilden besonders kleine und süße Früchte aus, die sich gut für einen schnellen Frischverzehr für zwischendurch eignen. Beliebte Sorten sind hier Dasher oder Sweet Million.

Aufgeschnittene grüne Tomate
Einige Tomatensorten bleiben auch zur Vollreife weiterhin grün.

Auch die Fleischtomaten verfügen über einen geringen Säuregehalt, sind aber generell fester und saftärmer als andere Tomaten und werden daher gerne für Gerichten aus der italienischen Küche verwendet. Für den heimischen Anbau eignen sich die Sorten Agro, Timos und Myrto besonders gut.

Für ein farbenfrohes Gemüsebeet können Sie auf bunte Tomatensorten zurückgreifen. Die Tomatensorte Orangino produziert beispielsweise orangefarbene Früchte mit einem intensiven Aroma und die Sorte Aunt Ruby's German Green überzeugt durch ihre großen und flachen Früchte, die zur Vollreife grün sind.

Tipp: Spezielle Züchtungen können bunt gestreift oder dunkel sein. Solche ausgefallenen Sorten werden in der Regel nur als Saatgut angeboten und müssen vorgezogen werden. Pflanzen Sie die Tomatensaamen ab März in einen Blumentopf, bedecken Sie diesen mit einer Frischhaltefolie und stellen Sie den Topf auf eine sonnige Fensterbank. Sind die Pflanzen groß genug, können Sie ab Mitte Mai ins Freiland gesetzt werden.

Ansprüche und idealer Standort der Tomatenpflanze

Tomatenjungpflanzen in Töpfen
Vorgezogene Jungpflanzen können ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden

Für den Anbau Ihrer Tomatenpflanzen wählen Sie einen sonnigen und windgeschützten Standort im Garten oder auf dem Balkon. Da die Gemüsepflanzen sehr kälteempfindlich sind, sollten sie nicht vor den Eisheiligen, also erst ab Mitte Mai im Freiland angebaut werden.

Sind die Nächte noch kalt, schützt ein zusätzliches Vlies die zarten Jungpflanzen vor Nachtfrösten - nehmen Sie dieses Vlies tagsüber wieder ab, um einer Pilzinfektion vorzubeugen. In einem geschlossenen Gewächshaus ist natürlich auch ein früherer Pflanzzeitpunkt möglich.

Achten Sie jedoch auch hier auf ein regelmäßiges Lüften, um die Luftfeuchtigkeit so gering wie möglich zu halten.

Tomatenpflanzen müssen gezielt vor Regen geschützt werden, da die meisten Tomatensorten anfällig für die Kraut- und Braunfäule sind. Ein spezielles Tomatengewächshaus ist die ideale Lösung für kleinere Nutzgärten. Experten raten zudem zum Pflanzen resistenter Sorten.

Tomaten pflanzen

Tomaten im Beet
Tomatenpflanzen wachsen hoch und benötigen eine Rankhilfe, die sie vor dem Abknicken bewahrt.

Der Anbau von Tomaten ist nicht ganz einfach, da die Pflanzen zu den starkzehrenden Gemüsekulturen zählen und hohe Ansprüche an den Boden stellen. Für ein gesundes Pflanzenwachstum ist es daher besonders wichtig, die Erde bereits vor der Pflanzung mit ausreichend organischem Dünger und Hornspänen anzureichern.

Zudem sollten Tomatenpflanzen im Folgejahr im Beet versetzt werden, nur so ist die Grundversorgung mit Nährstoffen gesichert.

Tipp: Setzen Sie Ihre Tomatenpflanzen nicht neben Kartoffeln. Beide Gemüsearten sind anfällig für Pilzerkrankungen und können sich gegenseitig infizieren.

Auch der richtige Pflanzabstand hat Einfluss auf die Gesundheit der Tomatenpflanzen. Zu eng gesetzte Pflanzen nehmen sich gegenseitig das Licht und Pilzsporen werden schneller übertragen. Pflanzen Sie Ihre Jungpflanzen mit einem Abstand von 60-80 cm nach allen Seiten ins Gemüsebeet. Wollen Sie die Tomaten in Reihe pflanzen, ist ein Reihenabstand von bis zu 100 cm einzuhalten.

Setzten Sie unveredelte Tomatenpflanzen so in die Erde, dass der Wurzelballen für eine ausreichende Nährstoffaufnahme ca. 5 cm unter der Oberfläche liegt. Bei veredelten Tomatensorten muss die dicke Veredelungsstelle oberirdisch verbleiben.

Tomaten wachsen schnell und hoch. Bei vielen Sorten ist eine Rankhilfe notwendig, damit die Tomatenpflanzen nicht unter der Last der vielen Früchte umknicken. Setzen Sie den langen Stab idealerweise bereits vor der Pflanze ausreichend tief in das Pflanzloch ein, so werden die zarten Wurzeln nicht verletzt. Befestigen Sie abschließend die Triebe mit speziellen Pflanzenclips oder weichen Schnüren.

Tipp: An Spiralstäben halten sich die Tomatenpflanzen selber fest, sie müssen nur durch die Windungen geführt werden.

Richtige Pflege von Tomatenpflanzen

Tomaten am Strauch
Tomaten brauchen regelmäßig Feuchtigkeit und viele Nährstoffe.

Tomaten haben einen besonders hohen Nährstoffbedarf. Setzen Sie bei der Tomatenpflege daher schon vorab auf eine hochwertige Pflanzenerde, die mit Kompost angereichert wird. Arbeiten Sie zusätzlich alle 14 Tage Spezialdünger in die Erdoberfläche ein.

Tipp: Als organische Alternativen haben sich kleingeschnittene Brennnesselblätter im Pflanzloch oder ein regelmäßiges Bewässern der Erde mit Brennnesselsud bewährt.

Generell müssen Tomatenpflanzen oft gewässert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass nur der Stammgrund und nicht die oberirdische Pflanze befeuchtet wird, um die anfälligen Tomatenpflanzen vor Pilzinfektionen zu schützen. Gießen Sie zudem lieber täglich mäßig als selten und dafür stark, so beugen Sie einem Platzen der Tomaten vor.

Tipp: Sammeln Sie Regen in großen Tonnen und nutzen Sie diesen zum Bewässern der Tomatenpflanzen, denn Regenwasser ist besonders kalkarm und pflanzenschonend

Tomaten ausgeizen

Reife Tomaten
Ein wöchentliches Ausgeizen fördert das Höhenwachstum der Tomatenpflanze.

Tomaten wachsen an Sträuchern, die schnell sehr breit und unübersichtlich werden können. Daher ist es wichtig, junge Seitentriebe unmittelbar nach ihrem Erscheinen abzuschneiden. Bei diesem Vorgang sprechen Botaniker vom Ausgeizen der Tomatenpflanze.

Diese Maßnahme fördert das Höhenwachstum Ihrer Tomatenpflanze und ermöglicht eine reiche Ernte im Spätsommer, da die Pflanze ihre Energie nicht für die Produktion von Blättern verbraucht, sondern die Energie für die Ausreifung der Früchte an den Haupttriebe aufwenden kann.

Die Tomaten werden durch die regelmäßigen Schnittarbeiten größer und die Ernte wird durch ein kontrolliertes Breitenwachstum erleichtert.

Ernte und Verzehr der Tomaten

Tomaten mit Mozzarellascheiben
Ein beliebter Klassiker: Tomate-Mozzarella mit Basilikum

Die zunächst grünen Tomaten werden Ende Juli erntereif. Sie sind nun intensiv gefärbt und lassen sich leicht vom Strauch pflücken und frisch verzehren. Wenn die Tomaten nach dem Pflücken noch nicht ausreichend süß schmecken, können sie in der Sonne noch einige Tage nachreifen.

Doch Achtung: Rohe Tomaten sind giftig und dürfen nicht gegessen werden. Vor der Vollreife enthalten die Früchte die Substanz Solanin in hoher Konzentration. Entfernen Sie vor dem Frischverzehr oder einer Weiterverarbeitung zudem den Strunk der Tomate, auch dieser enthält das Solanin und sollte nicht verspeist werden.

Gründlich gewaschen können Sie Ihre gartenfrischen Tomaten nun als knackigen Salat oder in Kombination mit Mozzarella, Basilikum und Balsamicoessig genießen. Natürlich können Sie die Tomaten auch zu einer schmackhaft-fruchtigen Nudelsauce oder zu einem herzhaften Brotaufstrich weiterverarbeiten. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Krankheiten der Tomatenpflanze

Kranke Tomate
Tomaten sind sehr anfällig für die Kraut- und Braunfäule. Infizierte Pflanzenteile müssen radikal zurückgeschnitten werden.

Besonders gefürchtet ist die Braun- und Krautfäule. Die Sporen der Pilzerkrankung werden über den Wind verbreitet und setzen sich auf feuchten Blättern von Tomaten- und Kartoffelpflanzen ab. Pflanzen Sie Tomaten und Kartoffeln daher vorzugsweise in unterschiedlichen Beeten an, so wird eine gegenseitige Infektion unterbunden.

Erste Symptome sind dunkle Verfärbungen am Stängel und ein weißer Belag an den Blattunterseiten. Später sind auch die Früchte betroffen. Ist die Pflanze einmal befallen, hilft nur noch ein radikaler Rückschnitt. Häufig kommt es auch zu einem Absterben der erkrankten Tomatenpflanze.

Da die meisten Tomatensorten sehr anfällig für Pilzerkrankungen sind, wird zu einem Anbau von resistenten Sorten im Gewächshaus oder unter einem Regenschutz geraten. Doch auch im vermeintlich sicheren Gewächshaus kann Feuchtigkeit entstehen: Durch wechselnde Temperaturen bildet sich Kondenswasser, das die Tomatenpflanzen benetzen kann und auch eine hohe Luftfeuchtigkeit ist bereits ausreichend, um fliegenden Pilzsporen eine Angriffsfläche zu bieten.

Achten Sie also auch im geschützten Innenbereich oder bei der Nutzung von speziellen Vliesstoffen im Freiland auf ein regelmäßiges Lüften und eine gezielte Bewässerung der Erde und nicht der oberirdischen Pflanzenteile.

Wenn sich die Tomaten dunkel verfärben, liegt häufig ein Kalziummangel vor. Ein kalziumhaltiger Tomatendünger kann hier helfen. Achten Sie zudem auf ein regelmäßiges Bewässern der Tomatenpflanzen - so wird eine konstante Nährstoffaufnahme gesichert und Ihre Tomaten bleiben gesund und können sich gut entwickeln.

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