Zucchini im Garten

Das schnellwachsende Kürbisgewächs pflanzen und pflegen

Zucchini

Die Zucchini (Cucurbita pepo) entstammt der Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse und wurde durch Züchtungen aus dem Gartenkürbis entwickelt. Botaniker bezeichnen Zucchini als einhäusig, das bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze wachsen.

Die Kulturpflanzen entwickeln unterschiedliche Formen und Farben. Die wohl bekannteste Zucchini erinnert in ihrer Gestalt an eine Gurke, ist länglich und grün. Doch auch rundliche, gelbe oder gestreifte Exemplare lassen sich leicht im Gemüsebeet anbauen und in der Küche weiterverarbeiten. Zucchini schmeckt aber auch roh besonders lecker, etwa geraspelt als Salat und sogar die formschönen Blüten können verzehrt werden.

Wenn auch Sie das beliebte Gartengemüse anbauen möchten, sollten Sie zu resistenten Sorten greifen. Hier erfahren Sie wichtige Informationen zum Anbau und zur Pflege von Zucchini.

Beliebte Zucchinisorten für die Gartenpflanzung

Wenn Hobbygärtner sich für den Anbau von Zucchini entscheiden, stehen sie vor der Qual der Wahl, denn es gibt so viele unterschiedliche Zucchinisorten, dass eine Entscheidung nur schwer zu treffen ist. Zudem reichen für eine kleine Familie zwei Zucchinipflanzen vollkommen aus: Die Ernte wird ansonsten so ergiebig, dass viele Früchte weggeschmissen oder verschenkt werden müssen, denn eingefroren und wieder aufgetaut verliert Zucchini ihre Bissfestigkeit und ihr Aroma.

Entscheiden Sie sich zudem bewusst für krankheitsresistente Zucchiniarten, die dank unterschiedlicher Neuzüchtungen im Fachhandel erhältlich sind. Sie sind deutlich pflegeleichter und robuster.

Zucchini im Beet
Gelbe Zucchini bilden einen schönen Farbkontrast im Gemüsebeet.

Die Zucchinisorte Dundoo bildet dunkelgrüne, längliche Früchte und lässt sich besonders früh ernten. Diese Sorte soll gegen alle bekannten Zucchinikrankheiten resistent sein und wird daher besonders gerne als klassische Zucchiniform angebaut.

Außergewöhnlicher präsentiert sich die Sorte Gold Rush F1 (Goldrausch), die leuchtend gelbe, längliche Zucchini bildet, die mit ihrern intensiven Farben einen tollen Kontrast zu den dunkelgrünen Blättern darstellen. Die Reifezeit dieser Sorte beträgt rund 55 Tage.

Die Früchte der Sorte Bianco di Trieste sind hellgrün, beinahe weiß und verfügen über ein besonders ausgeprägtes Aroma. Bereits nach 45 Tagen können die Zucchini geerntet und roh genossen werden. Bei schlechten Standortvoraussetzungen empfehlen Experten die Pflanzung der Sorte Partenon F1, die selbst bei kühler Witterung und schlechten Bodenverhältnissen noch gute Ernteerträge verspricht.

Voraussetzungen und Standort der Zucchini

Zucchini
Die Zucchini verfügt über männliche und weibliche Blüten und gedeiht an einem sonnigen Standort.

Zucchinipflanzen werden aufgrund ihrer großen Blätter sehr ausladend und benötigen einen bewusst gewählten Standort im Gemüsebeet. Als Richtwert gilt eine ca. 2 Quadratmeter große Anbaufläche für eine Zucchini, allerdings reichen auch zwei Pflanzen für eine Familie aus.

Tipp: Bei einem kleinen Garten können eine buschförmige Sorte wie Gold Rush oder kriechende Pflanzen der Sorte Tondo do Nizza gewählt werden. Letztere wachsen an einer Rankhilfe in die Höhe.

Für alle Zucchinisorten wird ein sonniger Standort mit warmer, tiefengelockerter Erde gewählt. Optimal gedeihen die Kürbisgewächse in einem Hochbeet, doch auch im gewöhnlichen Gemüsebeet fühlen sie sich wohl, solange sie ausreichend Platz haben und genügend Nährstoffe vorfinden.

Aussaat und Pflanzung

Zucchini vorgezogen
Zucchini kann aus Samen leicht vorgezogen werden.

Nach den Eisheiligen werden Ende Mai vorgezogene Jungpflanzen in das vorbereitete Gemüsebeet gesetzt. Jetzt ist der Boden ausreichend warm und es drohen keine Nachtfröste mehr. Halten Sie einen Pflanzabstand von mindestens 80 Zentimetern zwischen einzelnen Pflanzen ein.

Alternativ werden Zucchinisamen ab Ende Mai ins freie Beet gesät. Diese leiden jedoch sehr unter Unkräutern und brauchen etwas länger, bis sie schließlich Früchte tragen.

Optimalerweise werden die Samen bereits einige Wochen zuvor im Innenbereich vorgezogen. Ausgesät wird ab Mitte April in einen ausreichend großen Blumentopf auf einer sonnigen Fensterbank. Der Blumentopf sollte einen Durchmesser von mindestens 9 Zentimetern haben, da die Keimlinge schnell sehr groß werden.

Zucchini
Ein Folientunnel fördert das Pflanzenwachstum der Zucchini.

Tipp: Pflanzen Sie die Samen nicht zu früh ein, sonst wird die Zucchini zu schnell unübersichtlich und ausladend groß, bevor sie Ende Mai ins Beet kann.

Setzen Sie pro Topf zwei Samen. Bereits nach einer Woche beginnen die Zucchinisamen zu keimen. Vergleichen Sie die beiden Pflänzchen, falls beide Samen keimen, und entfernen Sie schließlich die schwächeren Triebe, um mindstens eine gesunde und starke Zucchinipflanze pro Topf heranzuziehen.

Wenn schließlich nicht mehr mit Spätfrösten gerechnet werden muss, können die Pflanzen an ihren Bestimmungsort im Garten umziehen. Hier gedeiht das starkzehrende Gemüse in Mischkultur besonders gut, ideale Pflanzpartner sind beispielsweise Stangenbohnen, Zwiebeln oder Kapuzinerkresse.

Zucchinipflanzen pflegen

Blüte
Aus weiblichen Blüten entstehen schließlich die Früchte.

Sobald die Zucchinipflanzen ihren Standort im Beet gefunden haben und gut angewachsen sind, werden sie vergleichsweise pflegeleicht.

Die genügsamen Pflanzen sollten regelmäßig mit organischem Dünger wie Kompost oder Hornmehl versorgt werden, da sie als Starkzehrer den Boden schnell auslaugen und dann nur schlecht wachsen. Zudem sollte das Erdreich regelmäßig durchlockert werden. Zeitgleich kann konkurrierendes Unkraut entfernt werden.

Auch eine zusätzliche Mulchschicht hemmt das Unkrautwachstum und wirkt sich zudem gut auf die Bodenbeschaffenheit aus, da Wasser besser gespeichert werden kann und die Früchte nicht mit feuchter Erde in Kontakt kommen.

Tipp: Zum Wässern empfehlen Experten nicht zu kaltes Regenwasser. Vermeiden Sie ein Bewässern der Blätter, denn so kommt es schnell zu einem Pilzbefall der gesamten Pflanze.

Halten Sie die Bodenfeuchte und das Angebot an Nährstoffen konstant aufrecht, denn unter Stress produziert die Zucchini vermehrt männliche Blüten, die keine Früchte hervorbringen können. Wenn Ihre Pflanze also blüht, jedoch keine Zucchini bildet, liegt es vermutlich an einer falschen Pflege oder einem wenig optimalen Standort.

Krankheiten und Schädlinge

Mehltau auf Zucchini
Der Echte Mehltau zeigt sich durch helle Flecken und mehlige Beläge auf den Blättern der Zucchini.

Junge Zucchinipflanzen werden besonders durch Schnecken bedroht. Die zarten Blätter sind schnell angefressen und die gesamte Pflanze kann eingehen. Hier hilft es, Schneckenkorn präventiv zu verteilen oder die Schnecken in der Abenddämmerung gezielt abzusammeln.

Auch ein Folientunnel oder ein spezieller Schneckenzaun können die kriechenden Schädlinge fernhalten.

Zudem werden die großflächigen Blätter schnell von Schadpilzen infiziert. Werden Zucchini zu eng gepflanzt, können die Blätter nur schwer wieder vollständig trocknen. Die anhaltende Feuchtigkeit bildet den idealen Nährboden für Pilzsporen, die durch die Luft verbreitet werden, und an den nassen Blättern haften bleiben.

Besonders anfällig sind Zucchini für den Echten Mehltau, der sich durch mehlige Beläge und weiß-graue Flecken auf den Blättern zeigt. In der Folge sterben die Blätter ab. Der Falsche Mehltau hingegen zeigt sich durch gelb-braune Flecken und hellen Schimmel.

Stellen Sie eine Pilzerkrankung fest, werden alle betroffenen Pflanzenteile abgeschnitten und im Hausmüll entsorgt. Zudem sollten Sie an diesem Standort eine dreijährige Anbaupause einhalten, da Pilze auch im Boden mehrere Jahre überleben können.

Zucchini ernten und verarbeiten

Zucchini geerntet
Geerntet werden Zucchini zwischen Juni und Oktober. Im Kühlschrank bleiben sie 14 Tage lang frisch.

Zucchini zählen zu schnellwachsenden Gemüsesorten und können häufig bereits nach 6 bis 8 Wochen geerntet werden, denn junge, kurze Zucchini schmecken deutlich angenehmer. Eine ideale Zucchini beträgt eine Länge zwischen 15 und 20 Zentimetern, jetzt ist die Schale angenehm weich und das Fruchtfleisch schon ausreichend fest und aromatisch.

Tipp: Wenn Sie die Zucchinipflanze regelmäßig ernten, fördern Sie eine neue Blütenbildung, wodurch wieder neue Früchte entstehen. Andersherum leidet die Ertragskraft, wenn Sie die Zucchini an der Pflanze übermäßig groß wachsen lassen.

Beim Ernten schneiden Sie die Zucchini mit einem scharfen Messer ab. Sie kann nun frisch verzehrt oder weiterverarbeitet werden. Im Kühlschrank kann die Frucht bis zu 14 Tage gelagert werden, von einem Einfrieren raten Experten jedoch ab, da sie ihre Konsistenz und ihren Geschmack verlieren. Die Enden der Zucchini werden vor dem Verzehr entfernt.

Vegetarisches Rezept: Gefülltes Zucchini-Schiffchen aus dem Ofen

Rezept
Zucchini kann vielfältig verarbeitet werden. Überbackene Gerichte aus dem Ofen schmecken besonders gut.

Zutaten (für 2 Portionen):

  • 1 große Zucchini
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100g Feta-Käse
  • 50g Walnüsse
  • 2 Scheiben Weißbrot
  • 1 Ei
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Zucchini waschen und 5 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. Nach dem Abkühlen die Zucchini der Länge nach halbieren und mithilfe eines Löffels das Innere der Frucht aushölen (nicht wegschmeißen). Es ist wichtig, dass ein stabiler Rand stehen bleibt – die halbierte Zucchini ähnelt nun einem kleinen Schiff.

In einer Pfanne das Öl erhitzen und die kleingehackten Schalotten und Knoblauchzehen glasig anbraten. Im Anschluss das entnommene Zucchinifruchtfleisch kleinhacken und ebenfalls in die Pfanne geben. Das Weißbrot ohne Rand zerbröseln und zusammen mit den Nüssen ebenfalls in der Pfanne für wenige Minuten anbraten. Abschließend das Ei und den Feta-Käse unterrühren und die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp: Alternativ kann die Füllung nach Belieben auch zusätzlich mit Hackfleisch und 5 EL Ajvar zubereitet werden.

Die Füllung in die ausgehölten Zucchinihälften geben und bei 190°C ca. 30 Minuten im vorgeheizten Backofen garen. Wenn die Zucchini im Ofen mit einer Alufolie abgedeckt wird, gart sie besonders schonend. Bei dieser Methode nach 30 Minuten die Alufolie entfernen und die Zucchini-Schiffchen noch weitere 10 Minuten überbacken lassen.

Guten Appetit!

Grillen
Vegetarische Grillrezepte mit frischem Gemüse

Auch auf dem Grill weiß die Zucchini zu begeistern. In Kombination mit weiteren Gemüsesorten oder frischen Gartenkräutern werden vegetarische Gerichte mit Zucchini zur beliebten Beilage auf der Grillparty. Lassen Sie sich inspirieren und besuchen Sie unsere umfangreiche Seite zu vegetarischen Grillrezepten.

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Bildnachweis
1. "Zucchini im Beet" (Originalbild): Krzysztof Jaracz (krzys16), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Gelbe Zucchini" (Originalbild): Lebensmittelfotos, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Zucchiniblüte" (Zucchini flower) von Christian Guthier (allispossible.org.uk), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
4. "Vorgezogene Jungpflanzen" (plants de courgette.jpg) von Une vallée dans la lune, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
5. "Zucchini unter Folientunnel" (Courgette sous abris sous P17.jpg) von Une vallée dans la lune, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Weibliche Bluete mit kleiner Zucchini" (Courgette) von Andy Rogers (cobaltfish), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
7. "Echter Mehltau auf Zucchiniblatt" (Zucchini: Powdery mildew) von Scot Nelson, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
8. "Runde Zucchini" (Originalbild): Hans Braxmeier (Hans), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
9. "Zucchini-Feta-Gericht" (Zucchini-Feta-Gericht) von Maja Dumat (blumenbiene), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
10. "Vegetarisch grillen: Gemüse auf dem Grill"von woodleywonderworks (Flickr) Lizenz: [CC BY 2.0] Copyright: [woodleywonderworks CC BY 2.0 (flickr)]

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