Gartenhaus-Fundament bauen

Betonfundament gießen und Wände exakt montieren

Fundamente sind nicht nur bei großen Häusern aus Stein, sondern auch bei kleinen Häusern aus Holz die elementare Grundlage. Als ideal haben sich millionenfach auf der ganzen Welt Betonfundamente erwiesen. Auch für Heimwerker ist der Bau eines Betonfundamentes kein allzu großes Problem, ein wenig Fachwissen selbstverständlich vorausgesetzt. Wie die meisten Fertiggartenhaushersteller bietet auch Joda Fundamentpläne für die Maße und die Verschalung des Betongusses an.

Die Vorarbeiten sind relativ einfach, müssen aber mit großer Sorgfalt durchgeführt werden. Messfehler und Fehler in der Ausrichtung der Schalkonstruktion sind später "in Beton gegossen" und nur mit sehr großem Aufwand korrigierbar, möglich ist sogar die Notwendigkeit eines kompletten Neuaufbaus. Bei der Auswahl der Materialien für die Schalkonstruktion sollte großer Wert auf die Stabilität gelegt werden: Beton ist eine sehr schwere und dennoch flüssige Masse, die starken Druck auf die Konstruktion ausüben kann. Brechende oder rutschende Schalbretter lassen den Beton auf den Rasen fließen – das möchte wirklich niemand erleben!

Fundamentvorbereitungen

Ein Kleinbagger erleichtert den notwendigen Aushub für das Gartenhaus-Fundament ungemein. Insbesondere bei schweren Böden, die von Steinen und Wurzeln durchsetzt sind, ist die Maschinenkraft sehr willkommen.

Nachdem der Aushub nach den Plänen des Herstellers fertig ist, werden die Schalbretter für den Betonguss in den Boden gesteckt. Hier muss mit äußerster Präzision vorgegangen werden: Abweichungen "in Beton" lassen sich später nicht mehr korrigieren. Auch muss die Verschalungskonstruktion eine ausreichende Festigkeit aufweisen: Nicht selten brechen schlecht ausgeführte Verschalungen und der Beton ergießt sich auf die Wiese.

Als Füllmaterial für das Gartenhaus-Fundament wird Kies verwendet. So wird weniger Beton für den Guss benötigt und das Fundament erhält eine solide Grundlage. Nach dem Aufbau der Verschalung wird der Kies eingefüllt und gleichmäßig verteilt.

Weiterführende Informationen zum Thema Beton anrühren und mischen findet man auf bau-welt.de

Betonfundament gießen

Zum Gießen des Betonfundamentes empfiehlt sich die Verwendung von fertigem Fließbeton. Dieser wird komplett angemischt mit einem LKW angeliefert und lässt sich über Rohrleitungssysteme direkt an die Baustelle pumpen. Selbstverständlich kann man auch Beton selbst anmischen. Hierzu sind allerdings genaue Kenntnisse erforderlich.

In die stabil ausgebaute und mit Kies befüllte Schalkonstruktion wird der Fließbeton eingefüllt und mit einem Schaber, einer Latte oder ähnlichem sorgfältig in alle Ecken verteilt. Wenn die Schalkonstruktion fertig und der Beton gerade verlaufen ist, ist das Fundament fertig. Nun muss es noch durchtrocknen.

Videoanleitung: Fundament legen und betonieren

Ob für eine Terrasse oder ein Gartenhaus: Das Fundament als solider Untergrund ist die Basis für viele Jahre Stabilität. Im folgenden Video wird das Fundament legen in zwei Schritte unterteilt: Rollierung und Schalungskasten.

Punktfundament für kleine Gartenhäuser

Für ein kleines Gartenhaus, in dem später Werkzeug und Gartengeräte untergebracht werden, eignet sich ebenfalls ein Punktfundament. Die Stützen sollten mindestens einen Durchmesser von 30 x 30 cm haben und benötigen einen festen Untergrund. Im ersten Schritt stecken Sie die Positionen der Fundamentpfosten ab und heben die Stelle 80 cm tief aus. Anschließend wird aus Wasser, Zement und Kies der Beton gemischt. Bei 10 kg Zement werden beispielsweise 40 Kilogramm Kies und 5 Liter Wasser benötigt.

Den angemischten Beton geben Sie anschließend in die Ausschachtungen. Da keine zusätzliche Platte verwendet wird, sollte sich die Betonoberkante mindestens 5 cm über dem Boden befinden. Anschließend wird der Beton glatt gestrichen und nivelliert. Abhängig von den Witterungsverhältnissen ist er nach 2-3 Tagen ausgehärtet, jedoch sollte er frühenstens nach 2 Wochen belastet werden. Auf den Punktfundamenten werden später die Bodenbalken montiert, unter denen Dachpappe ausgelegt wird, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.

Grundsätzlich gilt: Je größer das Gartenhaus ist, desto mehr Punktfundamente müssen gesetzt werden. Deshalb sollten bei größeren Häusern die oben beschriebene Betonplatte oder ein Streifenfundament errichtet werden.

Bodenkonstruktion und Wände montieren

Nach dem Durchtrocknen des Betonfundaments wird der Bodenaufbau montiert. Die Bodenplatte ist bei diesem Modell dreiteilig und muss auf dem Fundament ausgerichtet werden. Nun entscheidet sich, ob das Fundament exakt ausgeführt wurde.

Der Montageplan wird jetzt sehr wichtig: Die ersten beiden Wandelemente weisen den Weg für eine stabile Konstruktion. Wenn hier alles gerade und gut ausgerichtet ist, kann der Bau weitergehen.

Der Bau gewinnt schnell an Form: Nach der Montage der ersten Seitenwände lässt sich bereits die fertige Form des Gartenhauses erahnen. Da es sich um vorgefertigte Elemente handelt, geht die Montage rasch von der Hand.

Am Aufsatz für das Dach lässt sich die "nautische" Form bereits erahnen. Die Rundung bietet eine stabile Auflagefläche für das Dach und hat zusätzlich den Vorteil, dass Regenwasser einfach an ihr abfließen kann. 

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Heimwerker-Redaktion , d. 09-08-13 10:28:

Hallo,

vielen Dank für Ihren ausführlichen Tipp mit den Punkt- und Streifenfundamenten. Wir haben unsere Bauanleitung nun um den Abschnitt „Punktfundament für kleine Gartenhäuser“ erweitert, in dem wir den Bau eines solchen Fundaments erklären.

Viele Grüße aus der
Heimwerker-Redaktion

nisamdon , d. 08-08-13 19:57:

Also, wenn ich mir diese Beschreibung so ansehe und durchlese, dann krieg ich eher Angst davor, ein Gartenhaus aufzustellen. Es funktioniert auch ohne Beton-Flächen-Fundament. Entweder macht man Streifen- oder Punktfundamente, die sich sehr wohl vom Laien betonieren lassen. Was da beschrieben wird, ist ein Projekt für absolute Profis. Sogar wenn man das Gartenhaus (wenn es nicht allzu groß ist) auf Betonplatten stellt, die man an den Ecken fest im Boden vergräbt und auf ein Kiesbett legt, ist der Boden des Häuschens vor Feuchtigkeit geschützt und der Regen kann ablaufen. Das lässt sich von Laien auch bewerkstelligen. Punktfundamente (30 cm Durchmesser genügen für ein kleines Gartenhäuschen für Geräte) müssen nur 80 cm tief gegraben werden, weil das die Frostgrenze ist. Beton kann man in einem normalen Betonmischer (den jeder Hausbesitzer haben sollte, wenn er selber Dinge bauen will) oder in einem Mörteltrog mit der Schaufel anmischen. Das Mischverhältnis steht in jedem halbwegs guten Heimwerkerbuch. Schotter bekommt man billig frei Haus geliefert, die Körnung sollte klein sein. Und ich bin eine Frau und keine Maurerin. Eine Richtlatte ist ein absolutes MUSS beim Häuschenaufstellen. Somit steht dem Bau eines kleinen Gartenschuppens nichts im Wege. Selbst ist die Frau!!!

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Bildnachweis
1. "Fundament"von CPZ Verlag (CPZ Verlag) Copyright: [CPZ Verlag]
2. "Kinder im Bagger"von CPZ Verlag (CPZ Verlag) Copyright: [CPZ Verlag]
3. "Kiesfundament"von CPZ Verlag (CPZ Verlag) Copyright: [CPZ Verlag]
4. "Fertigbeton gießen"von CPZ Verlag (CPZ Verlag) Copyright: [CPZ Verlag]
5. "Fertiges Fundament"von CPZ Verlag (CPZ Verlag) Copyright: [CPZ Verlag]
6. "Bodenplatte aufbauen"von CPZ Verlag (CPZ Verlag) Copyright: [CPZ Verlag]
7. "Ecke aufsetzen"von CPZ Verlag (CPZ Verlag) Copyright: [CPZ Verlag]
8. "Wandaufbau"von CPZ Verlag (CPZ Verlag) Copyright: [CPZ Verlag]
9. "Dachrundung anschrauben"von CPZ Verlag (CPZ Verlag) Copyright: [CPZ Verlag]

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