Bierzeltgarnitur bauen

Sie veranstalten eine große Grillparty in Ihrem Garten. Alles läuft wunderbar, bis Sie feststellen, dass nicht jeder einen Sitzplatz hat. Ihre Gartenmöbel reichen nicht aus. Jetzt suchen Sie eine Variante, auf der mehrere Leute zugleich Platz haben und die dennoch nicht so groß ist, dass Sie den halben Garten einnimmt. Die Lösung: eine Bierzeltgarnitur. Wer eine solche nicht kaufen möchte, der ist gut damit bedient, eine Biertischgarnitur selbst zu bauen.

In unserem Fall schlagen wir Ihnen eine einfache Sitzgarnitur aus Holz vor, bei der man ebenso wie bei einer Bierzeltgarnitur die Beine und Verstrebungen unter der Bank zusammenklappen kann. Die Garnitur lässt sich aus ein paar gehobelten Balkonbrettern sowie Schrauben und Scharnieren zusammenbauen.

Der Große Vorteil, wenn Sie die Sitzgarnitur selbst bauen, ist, dass Sie die Teile Ihren persönlich Wünschen anpassen können. Sie können dadurch nicht nur die Größe bestimmen, sondern auch welches Holz Sie verwenden möchten.

In unserem Beispiel verwenden wir Fichte. Zwar ist Fichte nicht das witterungsbeständigste Holz, dafür aber leicht und preiswert. Möchten Sie die Garnitur dauerhaft im Außenbereich verwenden, sollten Sie aber auf jeden Fall Schrauben und Scharniere aus Edelstahl benutzen, damit diese nicht rosten können.

Sie benötigen gerade einmal sechs bis acht Stunden für den Bau einer Biertischgarnitur und benötigen keine besonderen Vorkenntnisse. Und dieser eine Tag Arbeit wird durch viele Feste und Grillabende wieder wett gemacht, wenn Sie sehen, wie sehr sich die Arbeit gelohnt hat. Besonders toll: Sobald es zu kalt wird, können Sie die Biertischgarnitur einfach zusammenklappen und in einem Gartenhaus oder der Garage verstauen und im nächsten Jahr wieder hervorholen, wenn Sie die Grillsaison wieder einläuten.

Biertischgarnitur Werkzeugliste

  • Tauchsäge
  • Kantenfräse
  • Akkuschrauber
  • Holzbohrer 4mm
  • Holzbohrer 8mm
  • Metallsäge
  • Feile
  • Kneifzange
  • Streichmaß
  • Vorstecher
  • Zwinge

Biertischgarnitur Materialliste

Die Angaben erolgen in der Reihenfolge: Anzahl, Bezeichnung, Maße in Millimetern. Bei den Holwerkstoffen handelt sich um Fichte, bei den Metallteilen um Edelstahl.

Materialbedarf für einen Tisch

  • 5 Bretter für die Tischplatte, 2000 x 95 x 27
  • 3 Querbrett 507 x 95 x 27
  • 4 Bein 710 x 95 x 27
  • 4 Zarge 507 x 95 x 27
  • 2 Diagonalverstrebung 1054 x 95 x 27
  • 2 Sicherungsstift 100 x 8
  • 6 Scharnier 60 x 47
  • 50 Schrauben 45 x 4
  • 36 Schrauben 25 x 3,5

Materialliste für eine Bank

  • 3 Sitzfläche 200 x 95 x 27
  • 3 Querbrett 301 x 95 x 27
  • 4 Bein 435 x 95 x 27
  • 4 Zarge 301 x 95 x 27
  • 2 Diagonalverstrebung 935 x 95 x 27
  • 2 Sicherungsstift 100 x 8
  • 6 Scharnier 60 x 47
  • 40 Schrauben 45 x 4
  • 36 Schrauben 25 x 3,5

Kostruktionsskizze

Bauanleitung

Die einzelnen Bretter schneiden Sie auf das in der Materialliste angegebene Maß. Danach sollten Sie alle Kanten abrunden. Zeichnen Sie anschließend alle Borhlöcher auf den Brettern an. Für jede Verbindung genügen zwei Schrauben, die diagonal zueinander geschraubt werden. Der Abstand der Schrauben zu den Außenkanten sollte ca. 25mm betragen.

Bohren Sie jetzt die Bohrlöcher und legen danach die Bretter für die Tischplatte mit der Unterseite nach oben auf eine Ablagefläche. Nun positionieren Sie die Querbretter und verschrauben Sie mit der Tischplatte. Dasselbe machen Sie mit den Beinen. Genauso verbinden Sie auch die Sitzfläche und die Beine der Bank.

Scharniere anbringen.

Die Scharniere werden am oberen Ende der Beine angebracht. Achten Sie darauf, dass die Rollen der Scharniere ca. 3mm über die Oberkante der Beie hinausragen. Seitlich werden die Scharniere auf den Brettern vermittelt. Die Untergestelle mit den Scharnieren nacheinander auf die Querbretter stellen. Hierbei müssen die Außenkanten der Beine mit den Außenkanten der Querbretter bündig sein.

Jetzt müssen die Scharniere mit den Querbrettern verschraubt und die Scharniere an den diagonalen Verstrebungen befestigt werden. In diesem Fall wird die Rolle bündig mit der Oberkante befestigt. Die Streben sollten jetzt in der Breite mittig auf den Querbrettern sitzen. Das Scharnier der Außenkante des Querbrettes springt jeweils ca. 6mm zurück.

Klappen Sie drei Beine auf und spannen Sie einen Klotz als Anschlag an die Strebe. Drehen Sie die Bank oder den Tisch um und kontrollieren Sie den rechtwinkligen Stand. Kennzeichnen Sie die Bohrlöcher für die Fixierungsbolzen auf den Streben. Bohren Sie die Löcher möglichst senkrecht von außen durch die Verstrebungen in das untere Querbrett des Gestells.

Fertigen Sie jeweils aus einem Aluminiumstab, einem Schlüsselring und einer kleinen Kette die benötigte Anzahl Sicherungsbolzen. Schneiden Sie den Aluminiumbolzen ab, entgraten ihn mit einer Feile und bohren am oberen Ende ein Loch. Durch dieses Loch den Schlüsselring fädeln und darauf das Kettenstück auffädeln.

Der Sicherungsbolzen wird mit Hilfe einer durch die Kette geschraubten Spaxschraube an den unteren Querstreben der Gestelle fixiert. Der Bolzen muss stramm im Loch sitzen, damit er sich nicht von alleine lösen kann.

Zur Oberflächenbehandlung benutzen Sie am besten ein wasserfestes Öl oder eine Lasur für den Außenbereich.

Oberflächenbehandlung

Zur Oberflächenbehandlung benutzen Sie am besten ein wasserfestes Öl oder eine Lasur für den Außenbereich. Wir haben uns für eine farblose Oberflächenbehandlung mit wasserfestem Öl entschieden.

Tragen Sie das Öl mit einem Pinsel auf und lassen Sie es 15 Minuten einziehen. Dann wischen Sie das überschüssige Öl mit einem Lappen weg. Das Öl sollte nun über Nacht trocknen. Nachdem das Öl getrocknet ist, werden Holzfasern, die sich aufgestellt haben, mit einem Schleifpapier der 240er-Körnung weggeschliffen und die Fläche wird ein weiteres Mal mit Öl behandelt. Achtung: Öllappen können sich selbst entzünden! Deshalb nach Gebrauch entweder gut durchlüften lassen, oder vor dem Wegwerfen mit Wasser auswaschen.

Mit freundlicher Genehmigung von Festool

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