Alpenveilchen

Alpenveilchen als Zimmerpflanze richtig pflegen

Alpenveilchen im Blumentopf

Alpenveilchen (Cyclamen persicum) sind beliebte Winterblüher, die mit ihren außergewöhnlichen Blüten zu begeistern wissen. Dank moderner Züchtungen sind die unterschiedlichsten Blütenfarben und Blattmuster im Handel erhältlich, sodass ein Alpenveilchen jedes Raumambiente optimal ergänzt und zugleich aufwertet.

Die knollenbildenden Pflanzen können im Außen- und Innenbereich sowie im Beet als auch im Topf gehalten werden. Jedoch eignen sich die schönen Zierpflanzen nicht für ungeübte Blumenfreunde, da sie in ihrer Pflege besonders anspruchsvoll sind und kleinste Fehler nur sehr schlecht ertragen. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie sich vorab über die gezielte und vorallem richtige Pflege von Alpenveilchen informieren, um den Pflanzen ein gesundes Wachstum zu ermöglichen.

Wir geben Ihnen im Folgenden wissenswerte Tipps zur Pflege als Zimmerpflanze und verraten, wie Sie viele Jahre Freude an formschönen Blüten haben können.

Farbenvielfalt der Alpenveilchen

Die auffällig geformten Blüten der Alpenveilchen sitzen einzeln an langen Stielen und entwicklen durch ihre zurückgeschlagene Optik eine ganz eigene Dynamik und Eleganz. Das Farbspektrum reicht dabei von Purpurrot über Rosa bis hin zu Reinweiß. Unterschiedliche Blütenformen sind auf neue Züchtungen zurückzuführen, so können Blütenblätter gekräuselt oder glatt sowie einfarbig oder kontrastreich ausfallen. Sogar die grünen Blätter des Alpenveilchens zeigen sich mit auffälligen oder eher schlichten Musterungen und werden so selbst zum Blickfang.

Wenn Sie Cyclamen als Zimmerpflanze halten, sollten Sie die Pflanze nach der Blütenphase, also über den Sommer, nach draußen stellen, sodass die Pflanze im Sonnenschein viel Energie aufnehmen und in die Knolle leiten kann. Erst im kühlen Herbst holen Sie das Alpenveilchen wieder in die Wohnung, wenn es seine ersten Blütenknospen gebildet hat. So unterstützen Sie ein gesundes Pflanzenwachstum des Winterblühers.

Standort und Pflanzsubstrat

Alpenveilchen als Zimmerpflanze
Alpenveilchen gedeihen an halbschattigen, kühlen Standorten besonders gut.

Die Winterblüher eignen sich nicht für eine Kultivierung im beheizten Wohnzimmer – hier fällt die Raumtemperatur zu hoch und die Luftfeuchtigkeit zu gering aus. Idealerweise stellen Sie Ihr Alpenveilchen auf eine helle, jedoch nicht vollsonnige Fesnterbank in einem nur schwach beheizten Raum, etwa auf die Fensterbank im Schlafzimmer oder Wintergarten. Am gewählten Standort sollte die Temperatur zwischen 12 und 16 °C liegen.

Alpenveilchen setzen keine bestimmten Voraussetzungen an ihr Substrat: Es sollte frisch und humos sein und nicht zu Staunässe neigen, um ein Faulen der Knolle zu vermeiden. Integrieren Sie eine Drainageschicht aus Blähton in das Pflanzgefäß und setzen Sie auf hochwertige Blumenerde auf Torf- oder Kompostbasis.

Beim Einpflanzen der Knolle sollten Sie darauf achten, dass Sie die Knolle nicht zu tief in das Substrat setzen: Das oberste Drittel der Knolle verbleibt oberirdisch. Generell müssen mehrjährige Alpenveilchen nicht umgetopft werden. Wünschen Sie dennoch ein neues Pflanzgefäß, sollten Sie die Knolle etwa acht Wochen nach der Blütephase, wenn sich der erste Neuaustrieb zeigt, in frische Erde umsetzen.

Alpenveilchen als Topfpflanze pflegen

Alpenveilchenblüte
Alpenveilchen sind Winterblüher und werden über Untersetzer gewässert.

Wie alle Knollengewächse vertragen auch die Alpenveilchen stehende Feuchtigkeit nur schlecht. Zudem leiden die Pflanzen unter einer nassen Knolle. Da diese aus dem Substrat hinausschaut, sollten Sie Ihre Topfpflanze über einen Untersetzer wässern. Geben Sie das weiche Gießwasser in den Untersetzer und entfernen Sie nach 20 Minuten das nicht aufgesogene, überschüssige Wasser, um Staunässe zu vermeiden.

Tipp: Wenn Sie die Knolle des Alpenveilchens direkt bewässern, neigt die Pflanze zum Verfaulen. Auch ein Absterben liegt im Bereich des Möglichen.

Während der Hauptwachstumsphase werden Alpenveilchen alle zwei Wochen mit schwach konzentriertem Flüssigdünger versorgt, um eine lange Blütenphase zu fördern. Während ihrer rund zweimonatigen Sommerruhe werden die Zierpflanzen hingegen nicht gedüngt oder gewässert.

Alpenveilchen vermehren und jahrelang kultivieren

Alpenveilchen
Alpenveilchen können über eine Knollenteilung vermehrt werden.

Die Knolle der Alpenveilchen kann durch Teilung vermehrt werden. Schneiden Sie die Hauptknolle hierzu mit einem scharfen Messer in mehrere Teilstücke mit jeweils einer Triebknospe. Um Fäulnis zu vermeiden, wird die großflächige Schnittstelle mit Schwefelpulver bestrichen. Anschließend werden die Teilstücke in frische Erde gesetzt und nur mäßig bewässert.

Zudem können Sie Alpenveilchen aus Samen ziehen. Diese sind Dunkelkeimer, was bedeutet, dass das Saatgut mit ausreichend Erde bedeckt werden muss, da Licht ihr Wachstum hemmt. Im Anschluss liegt die Keimtemperatur der Alpenveilchensamen bei rund 20 °C, sodass sie gut auf einer Fensterbank im Innenbereich kultiviert werden können.

Tipp: Nach der Blütenphase muss die Blume nicht auf dem Kompost entsorgt werden – entfernen Sie alte Blätter und stellen Sie das Gießen und Düngen ein. Bringen Sie die Pflanze während der Sommerruhe in ihrem Topf ins Freie, bis im Herbst der Neuaustrieb einsetzt. Jetzt wird die Pflanze in frische Erde umgetopft und wieder in die Wohnung geholt und wie gehabt gepflegt.

Alpenveilchen als Schnittblumen

Alpenveilchen
Alpenveilchensind robuste, jedoch pflegintensive Zimmerpflanzen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Schnittblumen sind Alpenveilchen ausgesprochen robust und langlebig, wenn Sie in einer Vase oder als Einzelblume in einem Blumenarrangement gehalten werden. Wenn Sie die Stängel mit einem scharfen Messer anschneiden, können Alpenveilchen bis zu 14 Tage frisch bleiben.

Verwenden Sie idealerweise abgestandenes, weiches Wasser, etwa den im Garten aufgefangenen Regen. Alternativ können Sie Leitungswasser mit einem Schuss Zitronensaft entkalken. Achten Sie zudem auf einen niedrigen Wasserstand, um ein Aufweichen und Faulen der breiten Stiele zu vermeiden. Um für eine ausreichende Wasserversorgung zu sorgen, wird alle zwei Tage frisches Wasser gereicht.

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Bildnachweis
1. "Alpenveilchen" (Originalbild) von A of DooM (A_of_DooM), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
2. "Alpenveilchen im Topf" (Alpenveilchen) von Thomas Kohler (ThomasKohler), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
3. "Geschlossene Alpenveilchenblüte" (Cyclamen) von A Yee (ArturoYee), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
4. "Bunte Alpenveilchen" (Originalbild): Monika Rosenbaum (monros), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Helle Alpenveilchen" (cyclamen) von liz west (Muffet), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

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