Weihnachtstern (Euphorbia pulcherrima)

So wird der Weihnachtsstern richtig gepflegt

Der Weihnachtsstern – in der Botanik Euphorbia pulcherrima genannt – gehört mit dem Weihnachtskaktus (Schlumbergera) zu den wenigen Pflanzen, die im Winter blühen. Mit prächtigen roten Blättern stellt er eine dekorative Ergänzung zum Adventskranz dar und erfreuen sich ebenso als Mitbringsel großer Beliebtheit.

Doch benötigt auch der Weihnachtsstern ein wenig Pflege, damit er das Jahr bis zum nächsten Weihnachtsfest übersteht. Denn was viele nicht wissen: es ist eine mehrjährig blühende Pflanze.

Die beliebteste aller Topfpflanzen in der dunklen, trüben Jahreszeit findet in den Wintermonaten regen Absatz: bis zu 37 Millionen Pflanzen werden alleine in Deutschland verkauft. Ursprünglich stammt der Weihnachtsstern aus Mexiko, wo er auch als Feuerblume bezeichnet wird und bei einer Temperatur von etwa 18 °C hervorragend wächst.

Die eigentlichen Blüten sind Scheinblüten. Den Reiz der Pflanzen machen die gefärbten Hochblätter aus. Sie gehören aus botanischer Sicht gar nicht zur Blüte und unterstützen sie nur beim Anlocken von Bestäubern.

Weihnachtssterne sind als Pflanze für die Fensterbank sowie als Busch, Hochstamm, Pyramide und Ampel erhältlich. Sie werden als hell- und dunkellaubige Sorten mit rot, rosa, rosa-weiß oder weiß gefärbten Hochblättern angeboten.

Damit die Pflanzen bei sehr niedrigen Außentemperaturen auf dem Weg nach Hause keinen Schaden nehmen, müssen sie gut in Papier eingepackt werden. Im Haus sollten die Pflanzen hell bei Temperaturen von 16 bis 20 Grad stehen. Sie müssen vor Zugluft geschützt und immer leicht feucht gehalten werden.

Trockenheit vertragen die Sterne nicht so gut, schnell verdrehen sie dann die Blätter. Ständig nasse Füße mögen sie allerdings auch nicht.

Mehrjährige Exoten – ganzjährig einsetzbar

Eigentlich sind diese Exoten mehrjährige Pflanzen und wachsen in ihrer Heimat in Mittel- und Südamerika zu größeren Sträuchern mit Höhen bis zu fünf Metern heran. Bei uns pflegen nur wenige Besitzer ihren Weihnachtsstern bis in die nächste Saison. Experimentierfreudige Hobbyzüchter können mit etwas Geduld und ein paar einfachen Profi-Tipps ein kleines, kräftiges Weihnachtssternchen zur Strauchgröße heranzüchten.

Im Frühjahr wird der Weihnachtsstern nach der Blüte zurückgeschnitten und in frische Qualitäts-Erde umgetopft. Der Weihnachtsstern braucht in seiner Sommerpause wenig Wasser. Vor dem Gießen die Fingerprobe machen und abgestandenes, kalkarmes Wasser verwenden. Dann gut abtropfen lassen, damit die Wurzeln nicht faulen. Etwa alle ein bis zwei Wochen düngen. Im Sommer ist ein heller, nicht zu heißer Standort im Freien ideal.

Im Frühherbst hereinholen und düngen

Nicht nur in rot schick – auch die Farbe Weiß überzeugt

Im Frühherbst, vor dem ersten Nachtfrost, wandert der Weihnachtsstern ins Zimmer. Dann kann er, mithilfe eines kleinen Tricks, wieder zum "Glühen" gebracht werden. Die Pflanze braucht im Herbst einen extremen Lichtwechsel und Wärme. Etwa im 12-Stunden-Takt, damit sich die Hochblätter bis Weihnachten wieder verfärben, sollte der Weihnachtsstern nachts vollkommen dunkel stehen; tagsüber im hellen Tageslicht.

Exotische Winterblüher brauchen vor allem das richtige Substrat und einen guten Dünger. Qualitäts-Substrate enthalten sofort lösliche Nährsalze, haben einen hohen Tongehalt und Langzeitdünger. Bei Pflanzen in Blumentöpfen und Kübeln wird dadurch die Strukturstabilität der Wurzelballen erhalten, wodurch die bedarfsgerechte Versorgung besser funktioniert. Billigerde hingegen verschlammt und versalzt auf Dauer und schädigen empfindliche Pflanzenwurzeln.

Weihnachtssterne vermehren

Der Zeitpunkt der Stecklingsvermehrung ist entscheidend. Je früher die Weihnachtssternstecklinge in die Erde kommen, desto mehr Zeit haben sie zu wachsen und groß zu werden. Anfang Mai, wenn bei uns an den Urlaub im sonnigen Süden gedacht wird, treten die ersten unbewurzelten Stecklinge die umgekehrte Reise an. Mutterpflanzenbestände der deutschen Züchter wachsen durchweg in sonnenverwöhnten Ländern wie Spanien, Portugal oder Kenia.

Die Triebspitzen der Mutterpflanzen liefern die Stecklinge, die ca. 5 cm lang sind und zwei bis drei kräftige Blätter besitzen. So haben sie genügend Kraft, um sicher neue Wurzeln zu bilden. In Töpfe oder Kulturplatten gesteckt und unter hoher Luftfeuchtigkeit kultiviert, ist das innerhalb von vier Wochen passiert. Neben den feinen, weißen Wurzeln zieren dann bereits bis zu fünf kräftige Blätter die Pflänzchen.

Der richtige Schnitt

Die frühen Stecklinge wachsen zu Stämmchen, Pyramiden oder Säulen heran. Damit sie die richtige Form bekommen, wird gestutzt, d.h. die Triebspitzen werden abgeschnitten. Das legt nicht nur den Grundstein für die spätere Form, es zwingt die Pflanze auch dazu, sich stärker zu verzweigen. Stämmchen mit dichten vieltriebigen Kronen sind in der Regel zweimal gestutzt. Dabei ist Augenmaß gefordert, damit die Form gleichmäßig wird.

Starkwüchsige Sorten wie der lebhaft rote "Coco Red", der weiße "Regina" oder der aparte hell-dunkelrosafarbene "Monet Twilight" eignen sich besonders gut für Stämmchen oder Pyramiden.

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Bildnachweis
1. "Weihnachtssterne in der Adventsfloristik"von Porto Bay Events (Flickr) Lizenz: [CC BY 2.0] Copyright: [Porto Bay Events CC BY 2.0]
2. "Weihnachtsstern in Weiß"von Landwirtschaftskammer NRW

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