Zierapfel (Malus)

Zierapfelsorten und Zierapfel schneiden

Zieräpfel wachsen dann, wenn die Äpfel der Apfelbäume bereits geerntet wurden und lassen den herbstlichen Garten mit ihren roten und gelben Mini-Äpfeln in bunten Farben erstrahlen. Der Zierapfelbaum oder Zwergapfelbaum ist in verschiedenen Sorten erhältlich und erfreut den Hobby-Gärtner gleich zweimal im Jahr:

Im Mai blüht er in weißen, rosafarbenen oder roten Blüten und im Herbst trägt er rote, orange oder gelbe Zieräpfel, die sogar essbar sind, jedoch ein bitteres Aroma als die herkömmlichen Apfelsorten haben. Dennoch sind sie vitaminreich, haben einen hohen Pektingehalt und werden zur Herstellung von Marmelade oder Gelee verwendet.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die verschiedenen Zierapfelsorten und finden Tipps zum Pflanzen und Schneiden.

Kleiner Überblick der Malus-Sorten

Der Zierapfel gehört wie die Apfelbäume zur Gattung Malus und ist in verschiedenen gezüchteten Sorten erhältlich. Zu den bekanntesten Malus-Sorten gehören:

  • Wintergold: Vier bis sechs Meter hoher Strauch mit weißen bis rosafarbenen Blüten und gelben Äpfeln
  • Red Sentinel: Kleinbaum mit einer Höhe von ca. vier bis fünf Metern mit weißen Blüten und roten, säuerlichen Äpfeln
  • Butterball: Vier bis sechs Meter hoher Kleinbaum mit weiß-rosafarbenen Blüten und gelben Äpfeln, die sich unter der Sonne rötlich färben
  • Japanischer Zierapfel: Fünf bis acht Meter hoher Kleinbaum mit weiß-dunkelrosafarbenen Blüten und roten Äpfeln
  • Cardinal: Strauch mit einer Höhe von vier bis fünf Metern, kräftigen pinken Blüten und dunkelroten Früchten
Malus Wintergold hat goldgelbe Äpfel
Weiß-rosafarbene Blüten schmücken den japanischen Zierapfel

Zierapfelbaum pflanzen: Der richtige Standort

Wer Zieräpfel im eigenen Garten pflanzen möchte, hat die Wahl zwischen Zierapfelbäumen und -sträuchern. Der ideale Pflanzzeitpunkt ist der Herbst, jedoch können die Setzlinge oder Jungbäume bis in den April gepflanzt werden. Wichtig ist dabei ein frostfreier Boden, damit der Baum tiefe Wurzeln bilden kann, bevor der Winter einsetzt.

Der ideale Standort für Zwerg- und Zierapfelbäume ist ein sonniger bis halbschattiger Platz im Garten. Je nach Sorte erreichen die Bäume und Sträucher eine Höhe zwischen 60 cm und zwölf Meter. Trockenheit und Hitze verträgt der Zierapfel nicht, sodass sich seine Blütezeit verkürzt und die Blüten sowie Blätter verblassen. Ebenso sind die Blüten für Wind anfällig, weshalb ein windgeschützter Standort empfehlenswert ist.

Neben dem Pflanzen eines Zierapfel-Hochstammes im Garten können sie ebenfalls als Kübelpflanze auf den Balkon gestellt werden. Dafür eignen sich vor allem kleinere Sorten mit einer Wuchshöhe von bis zu einem Meter.

Bei beiden Anbau-Methoden ist auf einen durchlässigen, sandig bis lehmigen Boden zu achten, der möglichst pH-neutral und nährstoffreich sein sollte.

Tipps für bodendeckende Pflanzen unter Zierapfelbäume

Wer den Boden unter den Zierapfelbäumen bepflanzen möchte, wählt beispielsweise Walderdbeeren. Diese Pflanzen sind anspruchslos und wachsen im lichten Schatten unter Gehölzen. Walderdbeeren tragen von Mai bis in die Sommermonate weiße Blüten und entwickeln im Herbst kleine, aromatische Erdbeeren. Die bodendeckenden Stauden sind pflegeleicht und wachsen im Laufe der Zeit zu einem dunkelgrünen Teppich heran, der bis zum ersten Frost Beeren trägt.

Blütezeit und Früchte des Zierapfels

Die meisten Zierapfelsorten blühen von Mai bis Anfang Juni und bilden im September und Oktober ihre Früchte. Gleichzeitig nehmen die Blätter ihre Herbstfärbung an, die von gelb über gelb-rot bis hin zu leuchtend rot reicht. Wie andere Laubbäume werfen einige Sorten ihre Blätter nach der Herbstfärbung an, während die Zieräpfel teilweise bis in den Winter an den Zweigen hängen bleiben.

Sind Zieräpfel essbar?

Die Miniäpfel des Zierapfelbaumes sind zwischen einem und vier Zentimeter groß und enthalten keine Giftstoffe, sodass sie essbar sind. Im Gegensatz zu Tafeläpfeln haben sie ein herbes bis bitteres Aroma und werden hauptsächlich zum Basteln von Herbstkränzen oder für selbst gemachtes Gelee und Marmelade verwendet.

Die richtige Pflege für Zieräpfel

Zieräpfelsträucher sollten gelegentlich ausgelichtet werden

Unabhängig von der Sorte dürfen Zierapfelbäume und -sträucher nicht austrocknen. Sobald die obere Erdschicht trocken ist, sollten Hobby-Gärtner die Pflanze durchdringend gießen. Dabei ist zu beachten, dass überschüssiges Wasser bei Kübelpflanzen unten austreten kann, um Staunässe zu vermeiden. Zur Vermeidung von Verfärbungen und Schimmel auf den Blättern, sollte das Laub beim Wässern nicht übergossen werden. Regelmäßiges Düngen sorgt für eine ausreichende Versorgung mit Phosphor und Stickstoff. Ansonsten sind Zierapfelbäume vergleichsweise pflegeleicht und die meisten Sorte überstehen ohne weitere Vorkehrungen den Winter.

Zierapfelbaum schneiden

In regelmäßigen Abständen erhalten jüngere Zierapfelbäume einen sog. Erziehungsschnitt, durch den sie in Form gebracht werden. Bei älteren Bäumen genügt es, diese gelegentlich aufzuasten und auszulichten. Für einen schönen Wuchs ist es ratsam, den Zierapfel zweimal im Jahr zu schneiden: Im Sommer (Anfang Juni) und im Herbst (September oder Oktober). Vor allem bei einem älteren Hochstamm werden im Sommer die unteren Zweige entfernt, sodass der Baum im oberen Bereich der Krone weiterwächst und buschiger wird. Jedoch sollten die Äste mit einem Abstand von ca. zehn Zentimetern zum Stamm abgesägt werden. Als Schutz vor Krankheiten werden die Schnittstellen anschließend mit einem Wundmittel behandelt.

Im Herbst wird die Krone des Zierapfelbaumes ausgelichtet. Auf diese Weise verhindert man, dass der Baum an den Seiten dünnere Triebe bildet und weniger Früchte trägt. Dabei entfernen Hobby-Gärtner abgestorbenes Holz und dickere Äste. Beim Auslichten sollte die Krone gleichmäßig beschnitten werden. An den Schnittstellen wird wiederum Wundmittel aufgetragen.

Ebenfalls werden Sträucher in regelmäßigen Abständen ausgelichtet. Hierbei schneidet man sich kreuzende oder deutlich herausragende Äste ca. einen Zentimeter oberhalb der Knospe ab.

Erkrankte und von Pilzen befallene Äste sowie Blätter sollten bei Bäumen und Sträuchern vollständig entfernt und in der Bio-Mülltonne – nicht auf dem Kompost – entsorgt werden.

Apfelschorf beim Zierapfel

Häufig entdecken Hobby-Gärtner braune, braun-grüne oder braun-graue Flecken auf den Mini-Äpfeln und dem Laub. Dabei handelt es sich um Apfelschorf (Venturia inaequalis), der durch den Schlauchpilz verursacht wird. Im Frühjahr befinden sich die Pilzsporen auf dem über Herbst und Winter liegen gebliebenen Laub und breiten sich durch den Wind auf den nassen Blättern in der Baumkrone aus. Im Sommer greifen die Flecken schließlich auf die Zieräpfel über. Zur Vorbeugung sind befallene Zweige, Fallobst und Laub im Herbst zu entsorgen. Ein gelegentliches Auslichten hält die Krone luftiger und beschleunigt das Abtrocknen der Blätter.

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