Zierkürbisse

Zierkürbisse von Speisekürbissen unterscheiden lernen und essbare Sorten erkennen

In Deutschland gibt es zahlreiche Kürbissorten. Die runden Früchte werden für die verschiedensten Speisen verwendet oder als saisonale Herbstdekoration genutzt. Doch nicht jeder Kürbis ist genießbar: Sollte ein Zierkürbis tatsächlich ausschließlich zur Dekoration verwendet werden? Viele Zierkürbisse dienen tatsächlich einem rein dekorativen Zweck. Dennoch gibt es auch unter den Zierkürbissen einige Sorten, die roh oder aber auch gekocht essbar sind. Einige Früchte müssen voll ausgereift, andere können noch roh sein, bevor sie in der Küche weiterverarbeitet werden. Zudem lassen sich einige Zierkürbissorten sogar vollständig, das heißt mitsamt der Schale verwerten.

Doch Achtung: Einige Zierkürbisse sind durchaus als giftig zu bezeichnen. Sie enthalten den Giftstoff Cucurbitacin und gehören nicht auf den Teller.

Wir haben für Sie eine Sammlung beliebter Zierkürbisse zusammengestellt.

Wie unterscheidet man einen Zierkürbis von einem Speisekürbis?

Bei den meisten Kürbissen handelt es sich um Speisekürbisse. Dagegen besitzen Zierkürbisse unterschiedliche Farben und Formen und sind meistens kleiner als viele Gemüsekürbisse. Außerdem enthalten viele Zierkürbisse – im Gegensatz zu Speisekürbissen – den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der Übelkeit und Bauchschmerzen verursachen kann, wenn er gegessen wird.

Aus diesem Grund sind die meisten hübschen Kürbissorten nur als Herbstschmuck zu gebrauchen.

Beliebte Zierkürbisse: Kronenkürbis und Bicolor Spoon

Unter die Zierkürbisse fallen unter anderem der Kronen- oder auch Krallenkürbis. Diese Kürbissorte bildet kleine Früchte in unterschiedlichen Farben. Charakteristisch sind die langen Auswüchse, die an eine Krone oder an Krallen erinnern, und dem Zierkürbis seinen prägnanten Namen verliehen haben. Sehr junge Früchte können als Speisekürbis verwendet werden.

Der Bicolor Spoon ist häufig halb gelb und halb grün gefärbt und weist eine längliche, leicht gebogene Form auf. Große Kürbisse dieser Sorte können bis zu 5 Monate als Herbstdekoration dienen. Lassen Sie diese Zierkürbisse daher gut ausreifen, um ihre Haltbarkeit zu erhöhen. Diese Kürbissorte ist nicht zum Verzehr geeignet.

Bicolor Spoon
Rechts im Bild sehen Sie den Bicolor Spoon mit seiner charakteristischen Färbung. Neben ihm ist ein Zierkürbis der Sorte "Jack be little" abgebildet.
Zierkürbisse
Im späten Herbst zeigt sich die Form- und Farbvielfalt der Zierkürbisse.

Vollständig essbare Zierkürbisse

Zierkürbissorte Jack be little
Der orangene Zierkürbis Jack be little wird auch als Mandarinenkürbis bezeichnet.
Zierkürbissorte Baby Boo
Früchte der Sorte Baby Boo sind komplett essbar.

Zu den dekorativen Speisekürbissen gehört zum Beispiel Jack be Little, der gerne als kleiner Halloween-Kürbis genutzt wird und maximal einen Durchmesser von sechs Zentimetern erreicht. Die orangene Schale ist charakteristisch gerippt, was dem Kürbis den Beinamen Mandarinenkürbis einbrachte. Der Geschmack des Fruchtfleisches ist angenehm süßlich und erinnert an Esskastanien.

Tipp: Jack be little kann mitsamt der vergleichsweise weichen Schale verzehrt werden. Besonders gut schmeckt er gebraten aus der Pfanne – die Zubereitung erfolgt hier wie bei Bratkartoffeln.

Der kleine Baby Boo erinnert optisch an den Jack be little, erstrahlt jedoch nicht in Orange, sondern in einem reinen Weiß. Der Baby Boo lässt sich problemlos im Garten anbauen, benötigt als stark rankende Pflanze jedoch ausreichend Platz: Planen Sie für ein gesundes Pflanzenwachstum bis zu 4 m² im Gemüsebeet ein. Dabei bevorzugt diese Kürbissorte nährstoffreichen und warmen Boden. Die Reifezeit beträgt in etwa 95 Tage – die Erntezeit beginnt dann meistens im Oktober. Ausgereifte Kürbisse dieser Sorte sind im Anschluss ca. 4 Monate haltbar und können dekorativ arrangiert oder samt Schale gekocht werden.

Auch Kürbisse der Sorte Stripetti sehen nicht nur schön aus, sondern lassen sich auch zu schmackhaften Gerichten weiterverarbeiten. Die Früchte, die ursprünglich eine japanische Züchtung waren, haben eine ovale Form und werden bis zu 30 cm lang. Aufgrund ihrer Eigenart, dass das Fruchtfleisch beim Garen in lange Fäden zerfällt, spricht man bei dieser Sorte auch vom Spaghetti-Kürbis.

Außergewöhnliche Zierkürbisse

Einen Sonderfall stellen der Gelbe Crookneck und die Bischofsmütze dar. Der Gelbe Crookneck ist nur als junge Frucht essbar und kann schließlich ein Fruchtgewicht von bis zu 1200 g erreichen. Bereits nach rund 55 Tagen Reifezeit eignet sich die noch unreife Frucht für eine Verarbeitung in der Küche. Zu Dekorationszwecken sollte der Kürbis hingegen ausgereift sein – warten Sie hier rund 90 Tage ab.

Die ursprüngliche Form der Bischofsmütze, die gerne auch als Türkenturban bezeichnet wird, war sehr bitter und daher ungenießbar. Dank zahlreicher Neuzüchtungen ist nun jedoch ein essbarer Zierkürbis entstanden, der gerne gefüllt wird oder dessen Fruchfleisch als Suppeneinlage Verwendung findet. Die Schale der Bischofsmütze enthält hingegen zahlreiche Bitterstoffe und ist ungenießbar. Die harte Schale kann mit etwas Mühe abgeschnitten und das freigelegte Fruchtfleisch in Streifen gegrillt oder gebraten werden.

Einige Speisekürbisse können zudem auch roh gegessen werden, wie etwa der Muskatkürbis, der zu den Moschus-Kürbissen zählt, oder der creme-grün-gestreifte Sweet Dumpling, der ein süßlichs Aroma besitzt. Die meisten Sorten schmecken jedoch besser, wenn sie gekocht, gebraten oder eingelegt wurden.

Yellow Crookneck
Früchte der Sorte "Yellow Crookneck" sind nur in einem frühen Wachstumsstadium essbar.
Bischofsmütze
Links im Bild sehen Sie die rote Bischofsmütze. Die Schale ist nicht verzehrbar.

Zierkürbisse als herbstliche Dekoration

Zierkürbisse auf Schale
In Kombination mit dunklen Kastanien leuchten die bunten Zierkürbisse besonders schön.

Neben den vielen essbaren Zierkürbissen gibt es natürlich auch für den Menschen ungenießbare Sorten. Diese werden im Handel häufig als "echter Zierkürbis" deklariert und enthalten den Giftstoff Cucurbitacin in hohen Mengen. Zu den nicht essbaren Zierkürbissen zählen nach zahlreichen Neuzüchtungen nur noch rund 20 Sorten, etwa Indian Mix, Pear bicolor, Flat striped und weitere.

Viele der echten Zierkürbisse sind auffällig klein und bunt und eignen sich daher optimale zu einer herbstlichen Dekoration. Arrangieren Sie die Zierkürbisse neben Kastanien, Eicheln und bunten Blättern auf einer natürlichen Schale. Alternativ lassen sich die kleinen Kürbisse auch schön aushöhlen, mit eingeschnitzten Gesichtern verzieren und abschließend mit einem Teelicht als Halloween-Dekoration beleuchten.

Ihrer Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Erleben Sie die Vielfalt der Früchte und lassen Sie sich zu saisonalen Kürbisdekorationen insprieren.

Kürbissaat

Sie möchten Zierkürbisse im eigenen Garten anbauen? Dann besuchen Sie unsere Seite zum Thema Kürbis pflanzen mit Kürbissaat. Informieren Sie sich hier über den idealen Pflanzzeitpunkt und wichtige Bodenvoraussetzungen für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Saatgut für Zierkürbisse online kaufen

Sperli Blumensamen Zierkürbis Mischung, grün

Kiepenkerl Zierkürbis-Mischung An den auffallend gurkenähnlichen Pflanzen bilden sich harte Früchte, die in Form und Farbe recht eigenartig aussehen....

Preis: EUR 1,74


Sperli-Samen Zierkürbis Gross- und kleinfrüchtige..

Zierkürbis Gross- und kleinfrüchtige Mischung SPERLING's Erntedankeinjährig, rankend, Höhe bis 1,80 m   Der Zierkürbis hat bis zum heutigen Tag...

Preis: EUR 4,29


Kürbis/Zierkürbis Kleinfrüchtige Mischung Samen

Die Formenvielfalt reicht von ballrunden über birnen- und gurkenförmigen Früchten bis hin zu den gefurchten Mandarinkürbissen. Aussaat und Kultur: Ab...

Preis: EUR 2,20


Übertrage Bewertung...

Bewertung: 2.3 von 5. 10 Bewertung(en). Zur Bewertung auf die Sterne klicken.

Kommentar hinzufügen (oder Link vorschlagen)

Haben Sie eine Anmerkung zu diesem Artikel oder möchten Sie uns eine passende Anleitung zur Verlinkung vorschlagen? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!





Sicherheitsabfrage*




* Pflichtfeld  | Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.


Bildnachweis
1. "Zierkürbisse"von Jusben / morguefile.com Copyright: [Jusben / morguefile.com]
2. "Bicolor Spoon und weiterer Zierkürbis" (Originalbild): Eukalyptus, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Vielfalt der Zierkürbisse" (Originalbild): Alexandra (Alexas_Fotos), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Jack be little" (Jack-be-little pumpkin plant) von Clayton O'Neill (Dvorak319), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
5. "Baby Boo" (Baby Boo squashes) von Leonora Enking (wallygrom), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Gelbe Crookneck" (Originalbild): JD Starnia (JDS), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
7. "Bischofsmütze und andere Zierkürbisse" (Originalbild): Hans Braxmeier (Hans), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
8. "Herbstdekoration mit Zierkürbissen" (Originalbild): Alois Hausegger (rusterche), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
9. "Kürbissaat"von dhester / morgufile.com Copyright: [dhester / morgufile.com]

Am meisten gelesen


Diskussionen im Garten-Forum