Nützlinge im Garten

Viele Schädlinge im Garten haben natürliche Feinde, denn in der Natur gilt das Prinzip „Fressen und gefressen werden“, sodass nach dem Auftauchen von Schädlingen zeitversetzt entsprechende Organismen ausftauchen, die als Nützlinge bezeichnet werden, wenn sie den Bestand der Schädlinge dezimieren.

Erfahren Sie wissenswerte Informationen zu unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und dem natürlichen Vorkommen von Nützlingen im Hausgarten.

Eichhörnchen

Eichhörnchen können im Winter gezielt mit einem zusätzlichen Futterangebot unterstützt werden. Hierzu eignen sich spezielle Futterautomaten, die in Bäumen montiert werden. Wir geben Tipps für den richtigen Umgang mit Eichhörnchen.

Eichhörnchen im Garten

Vogelfutter

Nicht alle Wildvögel fliegen in den kalten Wintermonaten in den Süden. Viele heimische Vögel überwintern in der Heimat, hier ist das Nahrungsangebot jedoch nur gering. Daher sollte man die Wildvögel bei der Futtersuche unterstützen. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Vogelfutter selber machen.

Biene sammelt Pollen

Viele Menschen fürchten sich vor der Honigbiene. Dabei gehört das staatbildende Fluginsekt zu den friedliebenden Nützlingen im Garten, denn sie bestäubt die Blüten der vielen Blumen und produzieren den süßen Honig. Erfahren Sie mehr zum Bau eines eigenen Bienenstocks.

Bienen auf Waben

Für die Honigherstellung muss der verdeckelte Honig zunächst aus den Waben gewonnen und anschließend weiterverarbeitet werden. Wir zeigen Ihnen, auf was Sie bei der Honigernte im Sommer achten müssen. Lesen Sie hier alles über Honigschleudern: Honig selbst herstellen

Regenwurm

Regenwürmer sind nicht im Kampf gegen lästige Schädlinge einzusetzen, zählen aber zu den wirksamsten Gartenhelfern im Untergrund. Für die erfolgreiche Humus- und Kompostbildung im Garten sind ständig am Werk. Erfahren Sie hier mehr zu den Lebensgewohnheiten der nützlichen Regenwürmer.

Ameisen in Nahaufnahme

Bei der Gartenarbeit erweisen sich Ameisen als kleine, gern gesehene Nützlinge. Rund ums Haus gelten die fleißigen Tierchen jedoch als ungeliebte Schädlinge.

Hier lesen Sie Wissenswertes zur Bekämpfung der Ameisen.

Folgende Nützlinge lassen sich unterscheiden:

  • Räuber: Sie jagen und verzehren Beutetiere. Häufig erbeuten die Räuber im Larvenstadium andere Tiere, während sich die erwachsenen Tiere von Honigtau, Nektar und Pollen ernähren. Beispiele sind: Marienkäfer, Raubmilben und Schwebfliegen. In diese Kategorie fallen aber auch Spinnen und größerer Wirbeltiere wie Vögel, Fledermäuse oder Eidechsen.
  • Parasiten: Bei dieser Nützlingsgruppe wirken ausschließlich die Larven gegen Schädlinge. Sie entwickeln sich in einem Wirtstier und töten es ab. Beispiele sind Schlupfwespen und parasitische Nematoden.
  • Mikroorganismen wie Pilze, Bakterien oder Viren, die sich im Wirtstier vermehren und es schädigen beziehungsweise abtöten. Beispiele sind der Granulosevirus und Bacillus thuringiensis.

Drei Tipps für einen "nützlingfreundlichen" Garten

    1. Nahrungsangebot sichern: Das ganze Jahr über sollten blühende Pflanzen im Garten zur Verfügung stehen. Ein Mix aus Stauden, Sträuchern und spätblühenden Pflanzen wie Astern und Anemonen bieten eine besonders lange Blühperiode.
    2. Weniger Mono- mehr Mischkulturen: Auch im Gemüsebeet kann es sinnvoll sein, einfach blühende Wildblumen vereinzelt stehen zu lassen, damit sich dort nützliche Insekten ansiedeln.
    3. Unterschlupf anbieten: Viele nützliche Insekten überwintern in abgestorbenen Blütenständen. D.h. Stauden und Sträucher erst im Frühjahr zurückschneiden. Laub- und Gehölzhaufen können ebenfalls attraktiver Wohnraum sein. Für Vögel und Fledermäuse können Nistkästen zur Verfügung gestellt werden.

    Gezieltes Einsetzen von Nützlingen

    In Gewächshaus, Wintergarten oder auf dem Fensterbrett lassen sich einige Nützlinge gezielt einsetzen. Zu beachten sind lediglich folgende Punkte: erst wenn der Schädling genau bestimmt ist, lässt sich ein entsprechender Nützling auf ihn ansetzen.

    Die Lebensbedingungen für den Nützling wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit (auch die Jahreszeit spielt oft eine Rolle) müssen optimal sein, damit er arbeitstüchtig bleibt. Regelmäßige Kontrollen sind unerläßlich, um den Fortschritt bei der Bekämpfung der Schädlinge zu sichern.

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    Bildnachweis
    1. "Nützlinge im Garten"von zdenet / pixabay.com Lizenz: [CC0 1.0] Copyright: [zdenet CC0 1.0 / pixabay.com]
    2. "Eichhörnchen im Futterhaus" (Originalbild): Gerhard Gellinger (Gellinger), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
    3. "Meisen an Meisenknödel" (Originalbild): Hans Braxmeier (Hans), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
    4. "Biene auf Blüte"von condesign (pixabay.com) Lizenz: [CC0 1.0]
    5. "Bienen auf Honigwabe"von PollyDot (pixabay.com) Lizenz: [CC0 1.0]
    6. "Regenwurm im Gras" (20060131 earthworm dives) von schizoform, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
    7. "Ameisen"von harry22 / pixabay.com Lizenz: [CC0 1.0] Copyright: [harry22 / pixabay.com / CC0 1.0]

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