Flöhe bekämpfen – Anleitung

Flöhe bekämpfen - Anleitung

Es gibt viele verschiedene Floharten, wobei die meisten Flöhe, denen wir Menschen begegnen können, einen tierischen Wirt bevorzugen. Menschenflöhe gibt es in unserer westlichen Welt kaum noch, sie gelten als ausgestorben.

Tritt ein Flohbefall bei einem Haustier auf, gilt es nicht nur das Tier zu behandeln. Sie sollten vielmehr die Flöhe im ganzen Haus bekämpfen, um auch langfristig einen flohfreien Haushalt zu bekommen. Doch bevor man eine umfassende Flohbekämpfung beginnt, sollte erstmal zweifelsfrei festgestellt werden, dass es sich tatsächlich um Flöhe handelt.

Bei der Wahl der Mittel gegen Flöhe suchen viele Menschen zunächst einen Weg, Flöhe natürlich zu bekämpfen. Flöhe bekämpfen ohne Chemie ist das Bestreben, es hat aber kaum Aussicht auf Erfolg. Alternative Hausmittel können eher bei der Prävention helfen. Bei einem bereits festgestellten Befall kommen sie nicht mehr gegen die Parasiten an. Da sich Flöhe rasant vermehren, sollten sie schnell identifiziert und dann auch nachhaltig bekämpft werden.

Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Flohbefall

Keine übertriebene Sorge

Wer seine Haustiere von Anfang an durchgängig mit entsprechend Präparaten vom Tierarzt versorgt und regelmäßig saugt und wäscht, hat in der Regel keinen Flohbefall zu befürchten.

Sollte es doch einmal dazu kommen: keine Panik. Gehen Sie Schritt für Schritt gegen die kleinen Parasiten vor, dann werden Sie diese auch zuverlässig wieder los.

Schritt 1: Flöhe erkennen

Es sind weniger die Flöhe selbst, die gesehen werden, als vielmehr ihr Kot und/oder Flohstiche. Kontrollieren Sie Ihr Tier, falls es sich vermehrt kratzt. Der eindeutige Nachweis ist nicht schwer. Es reicht schon aus, mit einem Flohkamm das Fell zu durchkämmen und dabei ausgekämmte dunkle Krümel auf einem nassen Papiertuch zu verreiben. Zeigt ich dann eine rotbraune Farbe, handelt es sich ziemlich eindeutig um Flohkot. Können Sie direkt schon Flöhe auskämmen (z. B. hinten im Fell vor der Schwanzwurzel), dann ist der Befall schon fortgeschritten.

Gibt es kein Haustier, aber Stiche beim Menschen? Flohstiche treten gerne in kleinen Serien oder in einer Reihe auf und jucken stark. Sie sind kleiner als Mückenstiche. Unter Umständen kann eine Flohfalle Gewissheit bringen. Dazu einen tiefen Teller mit Wasser und einem Tropfen Spülmittel füllen und in die Mitte eine Kerze stellen. Im dunklen Zimmer, beispielsweise auf dem Teppich platzieren und nach einigen Stunden nachsehen, ob im Wasser ein Floh zu sehen ist. Es gibt solche Fallen auch mit elektrischer Lichtquelle und Klebepads im Handel. Wichtig: Bitte die Kerze so aufstellen, dass keine Brandgefahr besteht.

Ein Floh sieht aus wie auf der Mikroskopaufnahme hier im Titel, jedoch ist er braun. Die Hinterbeine sind deutlich länger als die vorderen. Er hat keine Flügel. Er hat einen sehr harten Panzer, so dass es richtig knackt, wenn man ihn zwischen zwei Fingernägeln zerdrückt. Flöhe können etwa einen Meter weit springen.

Kratzen kann ein Hinweis auf Flöhe sein, muss aber nicht.
Kratzen kann ein Hinweis auf Flöhe sein, muss aber nicht.
Mehrere Stiche in einer Reihe. Sind es Mückenstiche oder Flohstiche?
Mehrere Stiche in Reihe können ein Indiz für Flohbisse sein.

Schritt 2: Flöhe bekämpfen bei Katze, Hund und anderen Kleintieren

Haustiere sollen ganzjährig eine Flohprophylaxe bekommen, denn selbst Wohnungskatzen können Flöhe bekommen. Sei es über den Balkon oder von der Straßenkleidung der Menschen. Katzen- und Hundeflöhe wohnen am liebsten auf ihrem Wirtstier und seinen Liegeplätzen. Der Mensch dient ihnen nur notfalls als Nahrungsquelle.

Flohhalsbänder schützen dauerhaft

Von daher heißt es zuallererst: Flöhe bekämpfen bei Hunden, Katzen oder anderen Haustieren. Ist der Befall schon gut sichtbar, ist der Weg zum Tierarzt zu empfehlen, da ein starker Befall eventuell sogar medikamentös bekämpft werden muss. In jedem Fall sollte eine Wurmbehandlung auf jede Flohbekämpfung folgen, da Flöhe häufig Bandwürmer verursachen.

Haben Sie die Flöhe früh erkannt, reicht oft eine Behandlung mit einem äußerlich angewendeten Mittel gegen Flöhe, wie etwa einem Spot on-Präparat oder einem hochwertigen Floh- und Zeckenhalsband bei Ihrem Tier aus. Ihr Tierarzt berät Sie dazu, was in Ihrem Fall die beste Lösung ist.

Diese Behandlung muss allerdings prophylaktisch konsequent fortgesetzt werden und auch die Umgebung mit behandelt werden. Sonst entwickeln sich aus überlebenden Eiern und Puppen oder durch eine neue Aufnahme draußen, in wenigen Wochen oder Monaten neue Flöhe und der ganze Spuk geht von vorne los.

Schritt 3: Umgebung behandeln – Flöhe bekämpfen in der Wohnung

Sofern der Mensch selbst zur Umgebung zählt, können Sie beruhigt sein: Flöhe bekämpfen beim Menschen selbst ist nicht nötig. Allerdings sollte die Wohnung, speziell die Liegeplätze des Haustiers, aber auch Teppiche und Polstermöbel in die Behandlung einbezogen werden.

Bei einem früh erkannten Befall reicht ein gründliche Putz- Saug- und Waschorgie zusammen mit einem guten Flohspray für Teppiche, Polster, Ritzen und Fugen weitgehend aus. Vergessen Sie nicht eventuell auch den PKW mit zu behandeln.

In den Folgemonaten sollten Decken und Körbchen viel und gründlich gesaugt und gewaschen werden. Alles, was mit mindestens 60 Grad waschbar ist, sollte auf jeden Fall gewaschen werden. Ritzen und Fugen immer gründlich mit schmalen Düsen aussaugen und Staubsaugerbeutel direkt in den Hausmüll entsorgen. Waschsauger und Staubsauger mit Wasserfilter sind in einem solchen Fall natürlich vorteilhaft.

Ist der Befall stark oder wiederholt sich sogar, kommen Sie um einen sogenannten »Nebler« nicht herum, im schlimmsten Fall sollten Sie sogar einen Kammerjäger einschalten. Nebler müssen genau nach Herstellerangaben verwendet werden. Achten Sie besonders auf die Gefahrenhinweise und auch auf die angegebene Quadratmeterzahl.

Es gibt mehrere Produkte dieser Art, beispielsweise »Fogger« gegen Flöhe. In der Regel müssen Sie und Ihre Haustiere die Wohnung dazu mehrere Stunden verlassen. Die Behandlung ist nachhaltig wirksam, was natürlich auch eine längerfristige Insektizidbelastung für Ihren ganzen Haushalt bedeutet.

Schritt 4: Flöhen vorbeugen

Haustiere erhalten vorbeugend am besten ein vom Tierarzt empfohlenes Flohmittel für Hund oder Katze als Spot-on-Präparat (der Wirkstoff wird alle paar Wochen ins Fell geträufelt) oder Halsband.

Regelmäßig alle Plätze gründlich saugen hilft vorbeugend.
Regelmäßig alle Plätze gründlich saugen hilft vorbeugend.

In der Regel wirken diese Mittel sowohl gegen Flöhe als auch gegen Zecken und andere Parasiten.

Wenn Sie das richtige Mittel für Ihr Tier gefunden haben, sollten Sie für eine lückenlose Behandlung damit sorgen. Während Zecken in den wirklich kalten Wintermonaten eher nicht aktiv sind, haben Flöhe das ganze Jahr Saison. Und gerade in der kalten Jahreszeit fühlen Sie sich in der gut beheizten häuslichen Umgebung besonders wohl. Übrigens: Die in Supermärkten erhältlichen Billigpräparate sind weniger empfehlenswert.

Hinweis: Leben in Ihrem Haushalt Katze und Hund eng zusammen, teilen sich unter Umständen Plätze, putzen sich gegenseitig? Dann sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund beispielsweise kein Halsband trägt oder Spot on erhält, dessen Wirkstoffe für die Katze gesundheitlich bedenklich sind (Permethrin und Amitraz). Außerdem sollten Halsbänder abgenommen werden, wenn Hunde schwimmen gehen, da die Wirkstoffe für Wasserorganismen ausgesprochen schädlich sind.

Wenn man Flöhe natürlich bekämpfen möchte, hat man wenig Erfolg zu erwarten, aber es gibt durchaus Hausmittel, die auf Flöhe abweisend wirken können. Natürliche Substanzen also, die vor dem Auftreten eines Flohbefall in Betracht kommen.

Waschen Sie alle Decken regelmäßig bei mind. 60 Grad.
Waschen Sie alle Decken regelmäßig bei mind. 60 Grad.

Dazu zählen vor allem stark riechende ätherische Öl. Allerdings sollte die feine Nase der Vierbeiner dabei auch berücksichtigt werden, denn die reagieren beispielsweise auf Zitrusdüfte meist auch wenig begeistert.

Viele Menschen schwören darauf, ihr Tier täglich mit etwas Kokosöl einzureiben, andere benutzen Bernsteinhalsbänder, da dem Baumharz, aus dem der Bernstein besteht, ebenfalls eine prophylaktische Funktion unterstellt wird. Tatsächlich ist es so, dass auch unter Tieren manche attraktiver für Parasiten zu sein scheinen als andere. Ob also in dem ein oder anderen Fall vorbeugend eine Mischung aus Hausmitteln und häufigen Saug- und Waschzyklen ausreicht, muss jeder der es mit Hausmittel versuchen möchte, auf eigenes Risiko ausprobieren.

Aber bitte genau informieren. Es werden in einigen Foren beispielsweise hohe Knoblauchgaben für Hunde als Repellent (abschreckendes Mittel) gegen Flöhe, Zecken und Würmer empfohlen. Knoblauch ist für Hunde jedoch gesundheitsschädlich und kann sogar zu schweren Vergiftungserscheinungen führen. Noch dazu reagieren einige Rassen besonders empfindlich auf Knoblauch. Also besser keinen Knoblauch für Hunde.

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