Wühlmäuse bekämpfen

Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben

Wühlmaus

Wühlmäuse sehen niedlich aus, zählen aber zu den unbeliebtesten Schädlingen im Garten. Haben es sich die Nagetiere einmal im Garten bequem gemacht, wird man sie so schnell nicht wieder los.

Die kleinen Vegetarier bilden ihre Tunnelsysteme unterhalb der Gartenoberfläche und fressen dabei sämtliche Wurzeln, Pflanzen und Früchte. Die Folge sind irreparable Wurzelschäden an Nutz- und Zierpflanzen. Zudem vermehren sich die Nager rasend schnell und können ungehindert durch den unterirdischen Garten flitzen, was eine effektive Bekämpfung kompliziert werden lässt.

Erfahren Sie hier Wissenswertes zu möglichen natürlichen oder chemischen Bekämpfungsmitteln sowie zu verschiedenen Fallenarten für eine effektive Wühlmausbekämpfung im eigenen Garten.

Wann man Wühlmäuse bekämpfen sollte

Zu den Wühlmäusen (Arvicolinae) zählt man über 150 Arten, zu denen auch die Bisamratte oder die Lemminge gehören. Idealer Zeitpunkt zur Wühlmausbekämpfung ist der Herbst oder Frühling. Vor der langen Kälteperiode sind die Nagetiere auf der Suche nach Futtervorräten und sprechen gut auf Köderstoffe an. Im zeitigen Frühjahr sind die Tiere nach dem Winterschlaf besonders hungrig und lassen sich einfacher in eine duftende Falle locken.

Wühlmäuse legen unterirdisch weitläufige Gangsysteme an oder verwenden vom Maulwurf gegrabene Gänge, um sich fortzubewegen. Auf ihrem Weg fressen sie alles, was sie zwischen die Zähne kriegen. Wird eine schnelle Vermehrung der Wühlmäuse durch eine gezielte Bekämpfung im Frühling unterbunden, werden zukünftige Schäden an den Wurzeln junger Obstbäume, Beerensträuchern sowie am Wurzel- und Knollengemüse vermieden.

Dabei sind Wühlmäuse in der Lage, ganze Gärten zu untergraben und machen auch nicht vor dem gepflegten Rasen Halt: Mit ihrer Wühltätigkeit unterbrechen Wühlmäuse den Kontakt zwischen Erdboden und Gräsern und schon ein einziges Tier genügt, um ganze Beetkulturen zu vernichten.

Wühlmaus oder Maulwurf?

Wühlmaus
Wühlmäuse bauen unterirdische Tunnelsysteme.

Für eine gezielte Bekämpfung der Nagetiere ist es wichtig festzustellen, ob es sich um einen Wühlmausbefall oder einen Maulwurf im Garten handelt. Im Gegensatz zum Maulwurf wird die Wühlmaus nicht durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt und darf gefangen, vertrieben oder sogar getötet werden. Ein eindeutiger Ausschluss ist also unbedingt erforderlich.

Maulwurfshügel sind für Gartenbesitzer in erster Linie ein optisches Problem. Sie sollten abgetragen und eingeebnet werden. Wühlmäuse hingegen richten großen Schaden an. Anhand einiger Anhaltspunkte können Sie den Bau einer Wühlmaus von der Behausung des Maulwurfs unterscheiden:

Maulwurfshügel sind recht hoch und das Loch liegt mittig. Stammen die Erdhaufen von Wühlmausen, befinden sich die Löcher seitlich versetzt. Das aufgewühlte Erdmaterial ist wesentlich niedriger und enthält oft Wurzelstücke und Pflanzenteile.

Die einfachste Methode zum eindeutigen Identifizieren ist das Aufbuddeln des Eingangs, Experten sprechen hier von einer Verwühlprobe. Wird der Tunneleingang innerhalb der nächsten Stunde wieder geschlossen, ist die Wühlmaus der Bewohner.

Auch Feldmäuse zeigen ein ähnliches Verhalten. Eine sichere Unterscheidung von Feld- und Wühlmäusen ist durch die offenen Löcher möglich, die bei einem Feldmausauftreten zurückbleiben. Von Wühlmäusen werden offene Gänge stets wieder verwühlt.

Wühlmaus mit Maulwurfschreck verjagen

Wühlmaus
Wühlmäuse verfügen über ein empfindliches Gehör.

Wühlmäuse verfügen über ein empfindliches Gehör. Diese Tatsache machen sich Hobbygärtner zunutze und setzen auf den sogenannten Maulwurfschreck.

Dieses Gerät eignet sich nicht nur sehr gut zur Bekämpfung von Maulwürfen, sondern vertreibt ebenso die Wühlmäuse auf eine tierfreundliche und zugleich effektive Weisen.

Der Maulwurfschreck wandelt Vibrationen in Schallwellen um, die 3 Mal pro Minute in das Tunnelsystem abgegeben werden. Lassen Sie den Maulwurfschreck mehrere Wochen im Boden stecken, um alle Wühler dauerhaft zu verjagen.

Aufgrund des geringen Wirkungskreises werden mehrere Geräte im Garten aufgestellt. Hier können Gartenfreunde auf umweltfreundliche Solargeräte zurückgreifen.

Tipp: Alternativ können Sie lange Metallstäbe in die Erde treiben und diese mehrmals täglich kräftig anschlagen.

Wühlmäuse mit Geruchsstoffen bekämpfen

Laufende Wühlmaus
Wühlmäuse lassen sich mit Duftstoffen aus den Gängen und in eine Falle locken.

Wühlmäuse verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn. Setzen Sie daher auf natürliche Bekämpfungsmittel mit intensivem Duft: Kaiserkronen, Narzissen, Knoblauch, Holunderzweige oder Katzenminze enthalten allesamt Duftstoffe, die eine abschreckende Wirkung auf die Nagetiere haben.

Legen Sie die Geruchsstoffe an den Tunneleingängen als natürliche Barriere aus. Mit der Zeit werden die Nagetiere die Ausgänge meiden und sich eine neue Bleibe suchen. Eine Garantie, dass diese natürlichen Mittel wirken, gibt es jedoch nicht. Hier setzen Gartenfreunde auf subjektive Erfahrungswerte.

Wirksamer ist Buttersäure aus dem Fachhandel. Diese wird auf Küchenpapier gegeben und anschließend im Tunnelsystem verteilt. Als günstige Alternative schwören Hobbygärtner auf vergorene Buttermilch. Der unangenehme Geruch der Produkte vertreibt die Wühlmäuse.

Weitere Spezialprodukte, die auf den empfindlichen Geruchssinn der Tiere abzielen, sind im Fachhandel erhältlich.

Unterschiedliche Wühlmausfallen

Wühlmaus im Winter
Köderfallen wirken nur im Winter oder Frühling, wenn Wühlmäuse vermehrt auf Futtersuche sind.

Wühlmäuse können Sie im Garten am einfachsten mit speziellen Wühlmausfallen bekämpfen. Die Fallen sind unterschiedlich aufgebaut und müssen entweder im Gang eingesetzt oder vor den Eingang zum Tunnelsystem aufgestellt werden. Optimal geeignet ist ein gerader Abschnitt des noch benutzten Wühlmausganges oder eine Falle an jedem sichtbaren Aus- und Eingang.

Angelockt werden die Nagetiere mit Obst- oder Gemüsestücken. Daher sind die Köderfallen auch nur wirksam, wenn die Wühlmäuse besonders hungrig sind, was im Winter und Frühjahr zutrifft. 

Draht- oder Zangenfallen werden in den Tunnel eingesetzt. Diese Fallen töten die Tiere mit einem mechanischen Schlag, wenn durch Bewegung eine spezielle Spannvorrichtung ausgelöst wird.

Kastenfallen aus dem Fachmarkt dienen hingegen als Lebendfallen und werden vor den Zugängen aufgestellt. Sobald die Tiere die Holz- oder Plastikkiste betreten, schließen sich die Tore und die Maus sitzt in der Falle. Die Kiste lässt sich nun leicht wegtragen, setzen Sie das gefangene Tier idealerweise in einem weit entfernten und ungenutzten Waldstück wieder aus.

Drei Tipps zur richtigen Anwendung einer Wühlmausfalle:

  1. Benutzen Sie einen bewohnten Wühlmausgang. Da die Tiere ihr Gangsystem ständig geschlossen halten, machen Sie zunächst die Probe: Wird eine Öffnung innerhalb einer Stunde wieder zugegraben, ist die Stelle optimal zur Auslegung der Falle geeignet.
  2. Die Wühlmaus lässt sich von menschlichem Geruch abschrecken, daher die Falle nicht mit bloßen Händen anfassen, sondern immer Handschuhe tragen.
  3. Ködermittel haben nur im Winter eine Wirkung, wenn die natürlichen Nahrungsquellen knapp sind.

Giftköder und Giftgas zur Wühlmausbekämpfung

Gemalte Wühlmaus
Skizze einer Wühlmaus, englisch: bank vole.

Führen umweltschonende und tierfreundliche Strategien nicht zum gewünschten Erfolg, können Sie professionelle Giftköder mit den Wirkstoffen Zinkphosphid oder Wafarin auslegen. Werden die Giftstoffe schließlich gefressen, verenden die Wühlmäuse kurze Zeit später.

Achtung: Setzen Sie keine Giftköder ein, wenn sich Haustiere oder Kinder im Garten aufhalten könnten.

Die Wirkung von Giftgas ist umstritten, da es sich nur schlecht im gesamten Tunnelsystem ausbreitet. Zudem sollte diese Methode nur von Kammerjägern durchgeführt werden, da die Anwendung von Giftgasen eine unnötige Umweltbelastung und potentielle Gefahr für Mensch und Tier darstellt. Hier gilt es besonders darauf zu achten, dass sämtliche Zugänge zum Tunnelsystem luftdicht verschlossen werden.

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Bildnachweis
1. "Wühlmaus beim Fressen" (Lunch Sourced) von Peter Trimming (Peter G Trimming), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
2. "Wühlmaus im Tunneleingang" (Campagnol roussâtre / Bank Vole) von Jean-Jacques Boujot, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
3. "Wühlmaus auf Terrasse" (Bank Vole (Myodes glareolus)) von Peter O'Connor aka anemoneprojectors, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
4. "Wühlmaus" (Originalbild): Rolf Tischer (Weihnachtsrolf), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Wühlmaus im Schnee" (Twigs protect) von Tomi Tapio (Tomi Tapio K), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Skizze einer Wühlmaus" (Mammals-36-072 - BANK VOLE) von artvintage1800s.etsy.com, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

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