Holzschutz - gezielt und dauerhaft: Holzschutzmittel - Materialkunde

Wirksamer Holzschutz

Holzschutzmittel sind Produkte auf Lösemittel- oder Wasserbasis, die Wirkstoffe gegen Holzzerstörer enthalten. Diese Wirkstoffe tragen zur Langlebigkeit des Holzes bei.
Die laufende Forschung in Labors ermöglicht den gezielten Einsatz von Wirkstoffen gegen spezifische Holzzerstörer. Nur so kann erreicht werden, dass andere Lebewesen durch Holzschutzmittel keinen Schaden nehmen.
Es ist besonders wichtig, Holzschutzmittel vorschriftsmäßig zu verarbeiten und nur im empfohlenen Anwendungsbereich einzusetzen.

Umweltfreundliche Wetterschutzmittel

Wetterschutzmittel sind Lasuren und Farbanstriche, die durch die enthaltenen Farbpigmente und Bindemittel das Holz vor Witterungseinflüssen wie Sonne und Regen schützen. Im Vergleich zu Holzschutzmitteln enthalten Wetterschutzmittel keine Wirkstoffe gegen Pilz- und/oder Insektenbefall. Bei stark der Feuchtigkeit ausgesetzten Hölzern sollen Wetterschutzmittel daher in Kombination mit Holzschutzmitteln gestrichen werden.

Holzveredelungsmittel

Holzveredelungsmittel dienen der dekorativen Gestaltung von Holz im trockenen Wohnbereich und schützen das Holz vor Schmutz und Staub. Holzveredelungsmittel sind wirkstofffrei, da im trockenen Wohnbereich die Lebensbedingungen für Schädlinge - vorwiegend Feuchtigkeit - fehlen und dort das Holz keinen Schutz vor Schädlingsbefall benötigt.

Baulicher Holzschutz

Unter baulichem Holzschutz versteht man alle baulichen Maßnahmen, die das Holz vor Feuchtigkeit und Durchfeuchtung schützen sollen:

  • Schutz vor Niederschlag (Regen):

    Überdachen, Abdecken mit Verschleißteilen bei Mauerbank, Pfette, Zaunsäule,

    Balkonbrüstung.

  • Ableitung von Niederschlagswasser:

    Abschrägen, Tropfkanten, Wassernasen.

  • Schutz vor Reflexspritzwasser:

    Bodenabstand von 30 cm einhalten.

  • Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit:

    Anordnung von Isolierbahnen.

  • Schutz vor Kondenswasser:

    Dampfsperren, Hinterlüftung bei Schalung und Tramköpfen, Dämmung der

    Kaltwasserleitungen.

  • Schutz vor Kapillarwasser:

    Vermeidung von engen Fugen.

Baulicher Holzschutz kann die Wahrscheinlichkeit, dass Holz befallen wird, zwar reduzieren, der Schädlingsbefall kann dadurch aber nicht ausgeschlossen werden.

Chemischer Holzschutz

Unter chemischem Holzschutz versteht man die Behandlung des Holzes mit Holzschutzmitteln, die Wirkstoffe zum Schutz gegen Pilze und/oder Insekten enthalten.
Optimaler Holzschutz wird durch die Kombination beider Holzschutzarten erreicht, wobei der chemische Holzschutz als Ergänzung des baulichen Holzschutzes fungiert.

Als Grundregel für den chemischen Holzschutz gilt:
So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

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