Imprägnierung- Anstrichstoffe für den Schutz des Holzes

Seit Holz als Roh- und Werkstoff von den Menschen entdeckt wurde, gibt es den Wunsch, dieses Naturmaterial farblich zu gestalten und zu schützen. Ein reiner Wetterschutz mit Anstrichstoffen bringt keinen Schutz vor Pilzen und Insekten, da die für den Holzschutz notwendigen bioziden Wirkstoffe fehlen. Demzufolge handelt es sich beim Holzschutz immer um ein Einbringen von bioziden Wirkstoffen in das Holz.

Kurzinhalt:
Holzschutzimprägnierungen sind sehr unterschiedlicher Natur. Angefangen von großtechnischen Imprägnierungen bis hin zu Lasuren. Doch auch bei den Lasuren gibt es Anwendungsunterschiede, die es zu beachten gilt.

Holzschutzmittel

Holzschutzmittel für tragende oder aussteifende Bauteile benötigen eine Zulassung durch das Deutsche Institut für Bauwesen. Für nichttragende Bauteile sollten nur Holzschutzmittel mit dem RAL-Gütezeichen verwendet werden. Das bringt mehr Sicherheit für den Verbraucher, da dieses Gütezeichen nur mit Zustimmung vom Umweltbundesamt und Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin verliehen wird. In Wohnräumen ist der Einsatz von Holzschutzmitteln untersagt. Logischerweise erstreckt sich deren Einsatz auf den Außenbereich, wobei bewitterte Holzflächen im Mittelpunkt des Holzschutzes stehen.

Imprägnierungsgrundlagen

Holzschutzimprägnierungen sind sehr unterschiedlicher Natur. Angefangen von großtechnischen Imprägnierungen, wie Kesseldruckimprägnierung oder Trogtränkimprägnierungen, deren Produkte meist fix und fertig imprägniert angeboten werden (Bauholz oder Palisaden) reicht das Angebot bis hin zu Imprägnierlasuren.

Lasuren- durchsichtige Anstrichstoffe

Lasuren als durchsichtige Anstrichstoffe lassen den Naturstoff Holz voll zur Geltung kommen. Sie sind ein willkommenes Mittel zur Unterstreichung der Maserung des Holzes. Farblose und zu gering pigmentierte Lasuren sind für den bewitterten Außenbereich nicht zu empfehlen, da die UV-Strahlung der Sonne die Lasuroberfläche durchdringt und zur Vergrauung der Holzoberfläche führt. Kurze Renovierungsintervalle sind die Folge. Dünnschichtlasuren mit bioziden Wirkstoffen sind für den Schutz von nichtmaßhaltigen Bauteilen besonders geeignet. Holzschutz und dekorative Gestaltung können mit einem Produkt ausgeführt werden. Die Offenporigkeit des Holzes bleibt erhalten, der Feuchteausgleich des Holzes kann ungehindert erfolgen und der Anstrich blättert nicht ab.

Holzschützende Imprägnierung bei deckenden Anstrichstoffen

Mit einem deckenden Anstrich, das heißt, die Maserung des Holzes ist nicht mehr sichtbar, kann eine Holzoberfläche fast jeden erdenklichen Farbton erhalten. Zu beachten ist jedoch, dass deckende Anstrichstoffe nicht gleichzeitig Holzschutzimprägnierungen sind.
Das Beschichten von Nadelhölzern mit deckenden Anstrichstoffen, erfordert den unbedingten Einsatz einer holzschützenden Imprägnierung.
Diese Imprägnierungen sind in den meisten Fällen lösemittelhaltig, farblos und mindestens mit Wirkstoffen gegen Bläue ausgerüstet. Bläuepilze sind zwar "nur" holzverfärbende Pilze, können aber einen deckenden Anstrich vom Holz her mühelos durchstoßen und damit zerstören. Bei deckenden Anstrichstoffen, wie auch bei Anstrichen mit Imprägnierlasuren ist jedoch zu beachten, dass die unterschiedlichen Farbtöne auch unterschiedliche Oberflächentemperaturen bei Sonneneinstrahlung zur Folge haben. So sind Temperaturen von 60 bis 70 °C bei dunklen Farbtönen keine Seltenheit. Das kann beispielsweise bei Nadelholz zu einer ungewollt niedrigen Holzfeuchte und infolge des damit verbundenen Schwindens zu Trockenrissen führen. Holzart und Farbton sollten miteinander abgestimmt sein.

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1. "impraegnierung"

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