Canna (Indisches Blumenrohr)

Die Canna – eine exotische Schönheit

Canna

Die exotische Canna ist mit ihren farbenprächtigen und dichten Blütenrispen eine echte Tropenschönheit. Die lanzettförmigen Blätter des Blumenrohrs sitzen an hohen Stengeln.

Niedrige Canna-Sorten mit einer Höhe von 50 bis 80 cm sind für Wohnräume und Wintergärten geeignet. Besonders beliebt für eine Kübelhaltung ist die kleinwüchsige Sorte Delihab. Einige Cannaexemplare können jedoch auch mannshoch werden und brauchen ausreichend Platz im Blumenbeet.

Die formschönen und vielfältigen Canna-Blüten variieren in den Farben von leuchtenden Gelb- bis dunklen Rottönen. Besonders schön sind Neuzüchtungen mit mehrfarbigen Blütenblättern.

Im folgenden Artikel erfahren Sie Wissenswertes zum Anbau und zur gezielten Pflege der Canna.

Canna als Schnittblume

Im Blumenstrauß kann die Canna hervorragend mit Gräsern oder anderen Blumen kombiniert werden. Dabei wirken nicht nur die farbenprächtigen Blüten, sondern auch die exotisch geformten, markant dunklen Blätter der Canna, die zu den Blüten einen farblichen Kontrast bilden.

Leider ist die farbenprächtige Canna als Schnittblume nicht sehr lange haltbar und wird daher nur selten in Gestecken verwendet. Als Blickfang in Hochzeitsgestecken oder als naturbezogene Tischdekoration auf einer Sommerparty eignet sich die exotische Schönheit jedoch besonders gut. Alternativ können Sie eine Topfpflanze auf die Terrasse oder den Balkon stellen.

Canna als Staude und Kübelpflanze

Canna
Die Canna kann im Kübel oder im freien Beet gehalten werden.

Canna können ab Februar/März aus Samen oder ab April aus den Wurzelstämmen (Rhizomen) im Warmen vorgezogen werden. Nach den Eisheiligen Mitte Mai kann die Canna dann ins Freie gestellt oder ausgepflanzt werden. Damit haben sie einen Vorsprung vor den im Freien gepflanzten Cannablumen und blühen schon deutlich früher. Im Beet verträgt sie sich gut mit einjährigen Sommerblumen.

Der Standort sollte allerdings möglichst sonnig gewählt sein. Während der Blütezeit wird die Canna reichlich gegossen und wöchentlich mit Flüssigdünger versorgt. So fördern Sie eine lange Blütezeit und ein gesundes Pflanzenwachstum.

Schneiden Sie im Herbst die grünen Blätter zurück, die Rhizome werden ausgegraben und in Torf eingebettet, da die Wurzelstämme der Canna nicht winterhart sind. Während der Überwinterung wird die Pflanze nicht bewässert.

Canna vermehren

Cannablüte
Neuzüchtungen können mehrfarbige Blüten hervorbringen.

Die Vermehrung findet unmittelbar nach der Überwinterung durch Teilung der Rhizome statt. Jedes Teilstück sollte 3 bis 5 Augen aufweisen.

Bei Canna in Töpfen bzw. Kübeln muss besonders auf eine gute Wasserversorgung geachtet werden, denn der Wurzelraum ist begrenzt. Wird Verblühtes entfernt, entwickeln sich die neuen Blüten besser.

Das Blumenrohr hat in hiesigen Breiten im allgemeinen keine Zeit, Samen zu bilden, denn dazu ist die Vegetationsperiode auf Grund der niedrigen Wintertemperaturen zu kurz. In wärmeren Regionen, wo sie vollständig ausreifen können, werden die schwarzen, runden und sehr harten Samenkörner unter anderem für Halsketten und Rosenkränze verwendet.

Canna richtig überwintern

Cannawurzel
Die Cannawurzeln sind frostempfindlich und müssen im Innenraum überwintern

Wächst die Canna in einem Kübel, braucht man sie im Herbst nicht auszugraben, sondern stellt sie zum frostfreien Überwintern mitsamt Gefäß in einen trockenen, hellen und kühlen Raum und schneidet sie erst im Frühjahr etwa eine Handbreit über der Erde ab.

Werden die Rhizome in den Garten gepflanzt, müssen sie im Herbst aus der Erde genommen werden. Nach den ersten Frösten im Oktober werden die Stängel und das Laub dann etwa 10 bis 15 cm über dem Boden abgeschnitten.

Die Stängel sind hohl – deshalb der deutsche Name Blumenrohr. Der botanische Name bezieht sich ebenfalls auf die hohlen Stängel, denn er stammt von dem griechischen Wort "Kanna" für Rohr oder Schilf. Nach dem Ausgraben lässt man die Rhizome und die anhaftende Erde etwas trocknen. Die Wurzelstöcke sollten nicht zu gründlich von Erde befreit werden. Die Rhizome können dann bei circa 8-12ºC vor Zugluft geschützt überwintern. Sie werden dazu in groben Sand eingeschlagen oder mit der noch anhaftenden Gartenerde in Kisten gestellt.

Sorgfältig gelagert, bringen die Cannapflanzen im nächsten Jahr wieder tropisches Flair in den Garten.

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Bildnachweis
1. "Gelbe Cannablüte" (Originalbild): Bronisław Dróżka (uroburos), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Orangene Callablüte" (Originalbild): Bishnu Sarangi (sarangib), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Bunte Cannablüte" (Originalbild): Sophia Nel (Sonel), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Wurzeln der Cannapflanze" (Blumenrohr (Canna indica)) von Maja Dumat (blumenbiene), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

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