Christrose (Helleborus niger)

Winterliche Blütenpracht im Garten

Christrose

Die Christrosen sind besonders robuste Zierpflanzen, die bereits im Dezember ihre auffällig großen Blütenblätter zeigen. Somit blühen die Hahnenfußgewächse noch vor den ersten Frühblühern im winterlichen Garten und werden so zum einmaligen Blickfang. Die cremeweißen oder rosafarbenen Schalenblüten erreichen einen Durchmesser von rund 7 cm und zählen somit zu den größten Blüten der heimischen Wildblumen.

Neben einer Beetpflanzung eignet sich die Christrose auch als Kübelpflanze. Da die im Winter oft trockene Raumluft jedoch die Pflanzengesundheit negativ beeinflusst, sollte die Christrose nach der Blüte wieder in den Garten gesetzt oder direkt auf dem kühlen Balkon gehalten werden.

Im Folgenden erfahren Sie wissenswerte Informationen zur Pflanzung und Pflege der Christrose im Außen- und Innenbereich.

Mythen rund um die Christrose

Die Christrose ist eine besondere Pflanze, die bereits dann ihre formschönen Blütenblätter öffnet, wenn die restliche Natur noch im Winterschlaf liegt. Aufgrund dessen fand man diese schöne Staude auch häufig in Bauerngärtern – hier galt sie als Symbol der Hoffnung: Da ihre Blüten Temperaturen um den Gefrierpunkt überstehen, sprach man der Pflanze magische Kräfte zu, die Mensch und Tier vor Krankheiten und bösen Geistern schützen sollten.

Zudem wurde die Schneerose, wie die Christrose auch genannt wird, gerne als Orakelblume genutzt: Zeigen sich die Blüten am Weihnachtsabend, kann mit einer reichen Ernte im Folgejahr gerechnet werden. Zudem wurden die hellen Farben als Reinheit und gute Kraft gedeutet – diese Pflanze konnte nur Gutes hervorbringen.

Dennoch sollte hier betont werden: Sämtliche Arten der Christrose sind hochgiftig. Eine Überdosis ist sehr schnell erreicht und führt zu schwerwiegenden Vergiftungserscheinungen. Daher wurde die Christrose im Altertum auch bereits als Waffe gegen anrückende Feinde eingesetzt.

Standort und Ansprüche der Schneerose

Christrosen
Christrosen bleiben viele Jahre am gleichen Standort.

Eine besondere Winterschönheit ist die Christrose, die im Winter für viele Wochen bis in den März hinein blüht. Ihre weißen, manchmal rosafarbenen Schalenblüten bilden einen schönen Kontrast zu ihren immergrünen, ledrigen Blättern. Am richtigen Standort kann die robuste Christrose viele Jahrzehnte gedeihen und entwickelt zunehmend schönere Blüten.

Tipp: Wählen Sie bei der Standortwahl einen Platz, an dem nur selten gearbeitet wird, denn Christrosen sind Flachwurzler und reagieren sehr empfindlich auf kleinste Wurzelverletzungen. Zudem sollten Sie bedenken, dass Christrosen giftig sind. Besuchen Kleinkinder oder Haustiere den Garten, sollte dies bei der Platzwahl bedacht werden – beim Verzehr wird eine Überdosis schnell erreicht.

Zudem gedeiht die Schneerose gut im Halbschatten vor oder unter lichten Gehölzen, die zugleich einen wunderbaren Hintergrund für die blassen Blütenblätter darstellen. Die Erde sollte nährstoff- und humusreich sowie kalkhaltig sein, um ein optimales Pflanzenwachstum zu gewährleisten. Schwere Lehmböden werden vor der Pflanzung durch eine Untermischung mit Sand aufgelockert, um einer wurzelschädigenden Staunässe entgegenzuwirken. Im Kübel wird zudem eine zusätzliche Drainageschicht aus Blähton oder Kiesel eingebracht.

Christrose als Topfpflanze zur Weihnachtszeit

Christrosen vetragen warme Raumluft nur schlecht. Idealerweise steht sie auf dem kühlen Balkon.

Christrosen sind beliebte Zierpflanzen zur Weihnachtszeit, da spezielle Züchtungen bereits im Dezember ihre Blütenpracht entfalten. Somit werden die Pflanzen gerne als Mitbringsel zur Adventsfeier oder als stimmungsvolle Weihnachtsdekoration in den eigenen vier Wänden genutzt. Die Christrose kann durchaus einige Zeit als Topfpflanze überleben. Dennoch leidet die kälteliebende Pflanze auf Dauer unter der warmen, trockenen Heizungsluft. Stellen Sie die Zierblume idealerweise in einen unbeheizten Raum, den Wintergarten oder auf den Balkon, wenn Sie noch eine spätere Auspflanzung ins Blumenbeet planen.

Nach der Blütephase wird die Pflanze spätestens im März ins Beet gesetzt. Hier benötigt sie kalkhaltige Erde – kalkarmer Boden kann mit Hilfe eines Stücks Tafelkreide aufbereitet werden. Geben Sie die Kreide einfach in kleinen Teilen zusätzlich ins Pflanzloch.

Tipp: Die Pflanze muss sich an die kalten Temperaturen gewöhnen. Stellen Sie den Winterblüher für einige Tage in den geschützten, aber ausreichend kühlen Eingangsbereich, um ihm die Eingewöhnungsphase zu erleichtern.

Christrosen in der Vase

Christrose
Besondere Züchtungen haben mehrfarbige Blätter.

Die Christrosen bilden als "Rose ohne Dornen" auch einen schönen Vasenschmuck und halten sich bei gezielter Pflege als Schnittblume einige Tage frisch. Die Christrosenstängel besitzen eine äußerst feste Haut, die sorgfältig angeschnitten werden muss, um die Leitungsbahnen zu den Knospen zu öffnen. 

Experten empfehlen daher Christrosen nicht nur alle drei Tage um frische 5 cm zu kürzen und schräg anzuschneiden, sondern auch rundum feine Löcher mit einer Nadel zu setzen. Auf diese Weise fördern Sie eine lange Blüte.

Mit etwas später blühenden Helleborus, wie den Lenzrosen (Helleborus-Orientalis-Hybriden) und der Palmwedel-Nieswurz (Helleborus foetidus), kommen auch andere Blütenfarben ins Spiel. Das Farbenspektrum der Blüten der Helleborus-Familie reicht dann von Weiß über Hellgrün und Rosa bis hin zu dunklem Rot.

Auch hier passen zur Ergänzung wunderbar hohe Gräser und immergrünes Füllgrün, um das Farbenspiel der Blüten optimal in Szene zu setzen.

Woher stammt die Bezeichnung Nieswurz?

Blüte
Christrosenblüten können grüne, weiße oder rosane Farbnuancen annehmen.

Die Christrose trägt viele Namen: Gerne spricht man von der Schneerose oder auch Weihnachtsrose, weil die zarten Blütenblätter im Dezember einen farblichen Kontrast zur schneebedeckten Umgebung bilden. Helleborus gehört zur Gattung Nieswurz und wird gerne auch einfach als Nieswurz bezeichnet. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass aus den schwarzen Wurzeln der Christrose früher der berühmte Schneeberger Schnupftabak sowie Niespulver hergestellt wurde. 

Doch der Christrose können einige unterschiedliche Anwendungsbereiche als Nutzpflanze zugeschrieben werden. Wie bereits erwähnt, sind alle Arten der Christrose giftig. Aufgrund dieser Inhaltsstoffe wurden verschiedene Christrosenarten schon im klassischen Altertum gezielt als Arzneipflanzen genutzt – hier greift der Spruch: Die Dosierung macht das Gift. Andererseits wurden die Wurzeln der Christrose unter anderem als Waffe in der Antike eingesetzt: Belagernde Feinde erhielten etwa Trinkwasser, in dem vorab die Wurzeln extrahiert wurden.

Pflanzliche Glücksbringer für das neue Jahr

Sollten sich die Knospen der Orakelblume doch nicht zur Weihnachtszeit öffnen, dann helfen immer noch die vielen anderen Glücksbringer zu Silvester: Der vierblättrige Glücks-Klee zum Neuen Jahr lässt voller Zuversicht in die Zukunft blicken, während die immergrünen Blätter der Misteln zuverlässig alles Böse abwehren und an den kräftigen Dornen der Stechpalme böse Geister gar nicht erst vorbeikommen.

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Bildnachweis
1. "Christrose (Helleborus)" (Helleborus Hybrides de jardin @Mon jardin) von Takashi .M (ai3310X), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
2. "Christrose im Wald" (Originalbild): Walter Bichler (Silberfuchs), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Christrose im Topf" (20130227_Home_HelleborusXericsmithiiAngelGlow_Cutler_P1400564) von Wendy Cutler (wlcutler), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
4. "Zweifarbige Christrose" (Helleborus) von Annette Taratuta (NettasNursery), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
5. "Bunte Christrose" (Originalbild): Hans Braxmeier (Hans), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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