Hecken als Sichtschutz

Gartenhecken für einen blickgeschützten Privatbereich

Gartenhecke

Hecken wirken mit ihren warmen Grüntönen deutlich freundlicher als eine Steinmauer oder ein unansehnlicher Drahtzaun. Sie spielen daher bei einer natürlichen Gartengestaltung eine entscheidende Rolle, um den Privatbereich zu begrenzen und einzelne Gartenräume zu separieren. Bei der Pflanzung einer Hecke können Sie sich zwischen unterschiedlichen Pflanzenarten entscheiden: Einige Exemplare sind immergrün, andere Hecken werfen ihr Laub hingegen im Winter ab, sodass der im Sommer so erfreuliche Blickschutz in den kalten Monaten nicht länger gegeben ist. Zudem wachsen einige Pflanzen deutlich schneller und höher und müssen mehrmals jährlich in Form geschnitten werden.

So gilt es sich vor dem Pflanzkauf über die Wachstumsbedingungen und Standortansprüche der einzelnen Heckenpflanzen zu informieren, um die für den Garten passende Hecke zu finden. Wir geben Ihnen daher im Folgenden nützliche Tipps und stellen Ihnen die gängigsten Heckenpflanzen für eine schöne Gartengestaltung vor.

Fragen zur optimalen Heckenauswahl

Jeder Garten stellt einen eigenen Lebensraum mit unterschiedlichen Gegebenheiten dar. Daher müssen Sie sich vor dem Pflanzenkauf einige wichtige Fragen beantworten, um die optimale Hecke zu finden, die am gewählten Standort auch problemlos gedeiht und kräftig wächst.

  1. Wollen Sie eine schnell wachsende Hecke pflanzen, die in wenigen Standjahren mannshoch wird, dafür aber mehrmals jährlich geschnitten werden muss, oder sind Sie mit einer langsam wachsenden Art zufrieden, die meistens jedoch etwas teurer ausfällt?
  2. Wie steht es um die Bodenqualität Ihres Gartens? Ist das Erdreich stark verdichtet, sandig oder besonders nährstoffarm? Gedeihen bei Ihnen nur anspruchslose Gehölze gut?
  3. Präferieren Sie immergrüne Hecken, die auch im Winter einen ausreichenden Sichtschutz bieten, oder darf die Gartenhecke im Herbst ihr Laub abwerfen, das dann beispielsweise zu wertvollem Humus auf dem Kompost wird oder als natürliche Isolationsschicht für die Überwinterung empfindlicher Pflanzen dient?
  4. Können Sie bei ausladend wachsenden Hecken am gewählten Pflanzort einen ausreichenden Grenzabstand zum Nachbarsgarten einhalten, oder sollten Sie auf kleinwüchsige Sträucher zurückgreifen, die in Reihe gepflanzt werden?
  5. Halten sich in Ihrem Garten häufig Kinder auf, sodass Sie von Sträuchern und Hecken mit giftigen Pflanzenteilen Abstand nehmen sollten?

Generelle Hinweise zum Heckepflanzen

Gartenhecke bunt
Eine Hecke kann auch aus unterschiedlichen Sträuchern bestehen und wirkt dann besonders natürlich.
Hecke
Hecken begrünen dunkle Zäune und optimieren auf diese Weise das naturbezogene Gestaltungskonzept.

Hecken sind die optimale Alternative zu dunklen Zäunen oder statischen Mauern: Sie begrünen Grenzbereiche auf eine natürliche Weise, schaffen Struktur im Garten und bieten vielen Vögeln und anderen Kleinlebewesen einen geschützten Lebensraum. Nachdem Sie Ihre Heckenpflanzen im Gartencenter gekauft haben, ist eine richtige Vorbereitung entscheidend für eine erfolgreiche Pflanzung.

Benötigte Materialien:

  • Schubkarre
  • Spaten
  • Grabegabel
  • Gartenschere oder scharfes Messer
  • reifer Kompost
  • Schnur mit 2 Heringen
  • Pflanzenerde
  • Rindenmulch (optional)

Generell gilt, dass Containerware ganzjährig verpflanzt werden kann. Dennoch empfehlen Experten, Hecken im Herbst oder zeitigen Frühjahr zu setzen, sodass die Wurzeln vor dem Neuaustrieb gut anwachsen können.

Markieren Sie zunächst die gewünschte Pflanzreihe mit Hilfe der Schnur und den zwei Heringen und heben Sie die entsprechenden Pflanzlöcher aus. Hierbei gilt es bei rund 100 cm hohen Sträuchern einen Pflanzabstand von 60 cm zu beiden Seiten einzuhalten. Bei höheren Sträuchern wird ein größerer Abstand von bis zu 90 cm empfohlen.

Das Pflanzloch sollte rund eine handbreit tiefer sein, als der Pflanzcontainer hoch ist, sodass Sie ausreichend Platz für zusätzlichen Kompost am Boden des Pflanzlochs haben und der obere Rand des Wurzelballens dennoch mit der Erdoberfläche bündig abschließt. Wenn Sie viele Heckenpflanzen einsetzen, empfiehlt es sich, einen Graben anstelle der Pflanzlöcher auszuheben. Mit einer Grabegabel lässt sich zudem der Boden des Pflanzlochs auflockern, um der Pflanze ein zügiges Anwachsen zu erleichtern.

Geben Sie als erste Schicht reifen Kompost oder mit Hornspänen aufbereitete Pflanzerde in das Pflanzloch. Lehmigen Boden lassen Sie mit der Zugabe von etwas Sand durchlässiger werden. Entnehmen Sie nun den Strauch aus seinem Plastikcontainer, entfernen Sie alle kranken oder vertrockneten Pflanzen- und Wurzelteile mit einer scharfen Gartenschere und setzen Sie die Heckenpflanze mittig in das Pflanzloch. Füllen Sie die Ränder mit hochwertiger Pflanzerde auf und bilden Sie an der Oberfläche, rund um die Pflanzenbasis, einen leichten Gießrand. Abschließend wird alles gut festgetreten und bewässert, sodass sich letzte Lücken im Substrat schließen.

Tipp: Eine zusätzliche Mulchschicht verhindert ein schnelles Wasserverdunsten und beugt Unkraut vor.

Wer nicht so lange auf eine blickdichte, grüne Wand warten möchte, kann Heckenmodule pflanzen. Diese Fertig-Hecken werden in verschiedenen Größen angeboten und wachsen besonders schnell und fest im Boden an, da sie samt Topf in die Erde gesetzt werden. Die einzelnen Heckenelemente werden durch Hartholzpfähle oder Eisenstangen in Form gehalten und durch robuste Bügel miteinander verbunden.

Im folgenden Video werden die wichtigsten Schritte beim Pflanzen einer Hecke anschaulich thematisiert:

Hecken ganzjährig pflegen

Schnittmaßnahmen
Tragen Sie beim Heckenschnitt spezielle Schutzkleidung und achten Sie auf einen sicheren Stand der Leiter.

Damit Hecken ihre blickdichte Wuchsform erreichen, müssen sie ganzjährig gezielt gepflegt werden. Erste wichtige Maßnahme ist die ausreichende Nährstoffversorgung. Laubabwerfende Gartenhecken haben dabei einen deutlich höheren Nährstoffbedarf als wintergrüne Sträucher, da sie jedes Jahr ihr Laub erneuern müssen. Unterstützen Sie hier das Pflanzenwachstum bereits Ende März durch die Gabe von Langzeitsdünger oder natürlichen Hornspänen. Bei immergrünen Hecken genügt es, den Boden um die Pflanzenbasis vorsichtig aufzulockern und mit reifem Kompost aufzubereiten.

Beim Heckenschnitt ist auf die Witterung zu achten: Schnittmaßnahmen sollten niemals im Regen oder prallen Sonnenschein stattfinden, da die frischen Schnittflächen anfälliger für Verbrennungen oder das Eindringen von Krankheitserregern sind. Zudem trocknen sie nur schlecht oder aber viel zu schnell aus. Wählen Sie daher einen bewölkten Tag Mitte Februar für den ersten Formschnitt im Jahr.

Achtung: Vom 1.3. bis zum 30.9. besteht Bestandsschutz. Das bedeutet, dass Hecken in dieser Zeit nicht geschnitten werden dürfen, um die errichteten Brut-, Nist- und Lebensstätten von Vögeln nicht zu gefährden.

Während laubabwerfende Gehölze zweimal jährlich geschnitten werden, etwa Mitte Februar und Oktober, werden immergrüne Pflanzen ausschließlich im Herbst getrimmt und in Form gebracht. Experten empfehlen zudem einen Schnitt in Trapezform – so wirkt die Hecke weniger wuchtig und bietet an der Basis zugleich einen ausreichenden Blickschutz.

Tipp: Wenn Sie vorab an der gewünschten Schnittkante eine Schnur ziehen, fällt ein gerader Formschnitt deutlich leichter.

Im folgenden Video werden nützliche Pflegetipps für eine formschöne, gesunde Hecke kurz und knapp für Sie zusammengefasst:

Eibe (Taxus baccata)

Eibe
Die Beeren der Eibe sind genießbar, der Kern und alle anderen Pflanzenteile sind jedoch stark giftig.

Die Eibe ist einer der beliebtesten Heckenpflanzen, da sie bei angepasster Pflege mehrere Jahrzehnte am optimalen Standort gedeihen kann. Das Substrat sollte nährstoffreich und nicht zu trocken sein,  während der Standort sonnig als auch schattig ausfallen darf. Sogar stark durchwurzelte Bereiche, etwa in Baumnähe, haben keinen negativen Einfluss auf das Heckenwachstum. Hier erreicht die Eibe eine Wuchshöhe von bis zu vier Metern und eignet sich somit optimal für einen blickdichten Sichtschutz.

Das Nadelgehölz ist immergrün und dennoch äußerst schnittverträglich – sogar ein Rückschnitt bis zur Stammbasis, etwa nach erleideten Frostschäden, führt zu einem starken Neuaustrieb. Da die Eibe nur langsam wächst, genügt ein Formschnitt pro Jahr. Dieser Vorteil bringt jedoch auch einen Nachteil mit sich: Bis die Eibenhecke vollständig blickdicht wird, müssen Sie viel Geduld aufbringen – dann haben Sie aber viele Jahre Freude an der natürlichen Wand in Ihrem Garten.

Die Früchte der Eibe sind essbar, der Kern und alle Pflanzenteile sind hingegen stark giftig. Von einem Verzehr der ungiftigen Beeren, also des roten Samenmantels, wird aufgrund des hohen Risikos daher dennoch abgeraten.

Tipp: Experten empfehlen, auf die aufrecht wachsende Eibensorte Hicksii zurückzugreifen.

Liguster (Ligustrum vulgare)

Ligusterhecke
Die Ligusterhecke wächst sehr schnell und wird zweimal jährlich in Form geschnitten.

Der Liguster wird gerne auch als Rainweide bezeichnet, da der heimische, sommergrüne Strauch ähnlich regenerationsfähig wie die robuste Weide ist. Dabei stellt er kaum Ansprüche an den Standort oder das vorhandene Substrat und wächst schnell bis zu drei Meter hoch.

Daher sollten Sie den Liguster auch zweimal jährlich in Form schneiden, um ein kontrolliertes Wachstum zu erzielen. Achten Sie hierbei auf die ausgesprochenen Schonzeiten zwischen März und Oktober, denn Vögel nutzen den Liguster bevorzugt als Nistplatz und ernähren sich von den für Menschen giftigen, schwarzen Beeren. Wenn Sie eine Ligusterhecke pflanzen, können Sie folglich jedes Jahr mit Vogelbesuch und -nachwuchs im eigenen Garten rechnen.

Tipp: Pflanzen, die schnell sehr hoch wachsen, sind häufig preiswerter als langsam wachsende Pflanzen.

Der Liguster gilt zwar generell als sommer- und wintergrün, er kann bei starken Frösten jedoch sein Laub verlieren. Spezielle Sorten, etwa Atrovirens und der sogenannte Ovalblättrige Liguster (Ligustrum ovalifolium), können ihr Laub besser halten. Problematisch können die starke Ausläuferbildung und das weitreichende Wurzelwerk werden, da sie auf andere Pflanzen in der unmittelbaren Umgebung einen erhöhten Konkurrenzdruck ausüben. Eine Ligusterhecke sollte somit nicht hinter ein Blumenbeet mit empfindlichen Zierpflanzen gesetzt werden.

Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana)

Scheinzypresse
Die Belaubung der Scheinzypresse kann je nach Sorte gelblich, bläulich oder grün ausfallen.

Die Scheinzypresse ähnelt den Thujen, wobei ihre Blattschuppen bei näherer Betrachtung deutlich filigraner ausfallen und die Zweige aufrechter wachsen. Zudem ist die Scheinzypresse deutlich wind- und frostempfindlicher, verträgt jedoch Schatten deutlich besser als der Lebensbaum. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit mäßig feuchter Erde wächst die Scheinzypressenhecke zwischen zwei und vier Meter hoch.

Hobbygärtner, die sich für die Pflanzung einer Scheinzypresse interessieren, können zwischen unterschiedlichen Farbnuancen wählen: Die Belaubung kann sich in gelben, grünen und sogar bläulichen Farben präsentieren.

Beim Rückschnitt gleicht die Scheinzypresse dem Lebensbaum: Auf einen radikalen Rückschnitt reagiert sie mit schlechtem oder gar keinem Neuaustrieb. Bei den gängigen Sorten sollten Sie sich daher auf einen Formschnitt im Herbst beschränken. Als eine der beliebtesten und besten Heckensorten gilt Columnaris, die ein blaugrünes Laub entwickelt.

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)

Kirschlorbeer
Der immergrüne Kirschlorbeer bildet lange, glänzende Blätter.

Der Kirschlorbeer ist ein anspruchsloser, immergrüner Strauch, der an einem guten Standort stark in die Breite und weniger in die Höhe wächst. Für einen ausreichenden Sichtschutz sollten Sie daher auf speziell hoch wachsende Sorten, wie beispielsweise Herbergii oder Rotundifolia, zurückgreifen. Dabei setzt der Kirschlorbeer keine besonderen Ansprüche an seinen Standort: Er darf sonnig als auch halbschattig sein, denn sogar im dichten Wurzelgeflecht von hohen Bäumen kann der Strauch gut gedeihen. Dabei ist der Kirschlorbeer zugleich trockenheitsresistent und somit ausgesprochen pflegeleicht.

Die auffällig großen Blätter des Kirschlorbeers glänzen leicht und bilden den optimalen Rahmen für eine mediterrane Gartengestaltung. Für ein kontrolliertes Breiten- und Höhenwachstum sollte der Strauch einmal pro Jahr mit einer Hand-Heckenschere gezielt getrimmt werden, um eine Beschädigung der langen Blätter zu vermeiden. Da der Kirschlorbeer zu den schnell wachsenden Heckenpflanzen zählt, wachsen Frostschäden, die an vollsonnigen Standorten im harten Winter durchaus auftreten können, auch zügig wieder raus.

Übringens: Wussten Sie, dass der Kirschlorbeer zur selben botanischen Gattung wie die Kirsche und Pflaume zählt? Alle drei Pflanzen gehören zu den Rosengewächsen (Rosaceae).

Stechpalme (Ilex aquifolia)

Stechpalme
Die Stechpalme bildet scharfe Blattdornen, die die gezielte Pflege erschweren.

Die Stechpalme ist eine heimische Waldpflanze, die sich für die Pflanzung in halbschattigen, geschützten Bereichen mit lockeren Böden eignet. Bei einem humusreichen Substrat kann die Stechpalme für bis zu vier Meter hohe Hecken eingesetzt werden. Ihr dekoratives Laub und die roten oder gelben Beeren der weiblichen Sträucher lassen die Hecke dabei zum besonderen Blickfang werden. Leider sind viele buntlaubige Sorten stark kälteempfindlich, sodass Sie vorzugsweise auf resistentere Stechpalmensorten zurückgreifen sollten: Experten empfehlen beispielsweise Siberia oder Heckenstar.

Da Stechpalmen scharfe Blattdornen entwickeln, gestaltet sich die gezielte Pflege als problematisch. Setzen Sie bereits vorab auf nahezu dornenlose Neuzüchtungen oder tragen Sie bei Schnittmaßnahmen mit der Hand-Heckenschere schnittsichere Handschuhe, um Hautverletzungen zu vermeiden. Da die Stechpalme nur sehr langsam wächst, reicht ein Formschnitt im Herbst aus – dafür sind Stechpalmen aber auch äußerst kostspielig.

Größter Nachteil der Stechpalme ist ihr schnell und häufig eintretender Befall mit der Ilex-Minierfliege. Sie schadet der gesamten Hecke erheblich und kann sich im Hausgarten nur schlecht bekämpfen lassen. Die Fraßgänge der Larven zeigen sich im Spätsommer an den Blättern. Befallene Pflanzenteile sollten umgehend entfernt und vernichtet werden. Robuste Züchtungen sind weniger anfällig und sollten bei der Pflanzung präferiert werden.

Rotbuche (Fagus sylvatica)

Rotbuche
Das Laub der Rotbuche nimmt eine schöne Herbstfärbung an und verbleibt besonders lange am Trieb.

Mit einer Rotbuche können Sie zwischen eineinhalb und vier Meter hohe Hecken pflanzen, die ganzjährig einen ausreichenden Sichtschutz bieten. Dabei gilt die Rotbuche als äußerst schattenverträglich, sodass sie sonnige bis schattige Bereiche problemlos begrünt. Achten Sie darauf, dass das Substrat nährstoffreich und nicht zu trocken ausfällt, um ein optimales Pflanzenwachstum zu realisieren.

Da die Rotbuche sehr schnell wächst, werden mit ihr besonders schmale und hohe Hecken möglich. Dies hat jedoch zur Folge, dass die Hecke zweimal im Jahr in Form gebracht werden muss – auch ein radikaler Rückschnitt bis zum Stamm schadet der Rotbuche nicht.

Die ovalen, glänzenden Blätter nehmen im Herbst eine leuchtend orangene Färbung an, sodass Ihre Hecke in den kalten Monaten zum farbenfrohen Blickfang wird, wenn die restliche Natur verblasst. Die Blätter bleiben zudem ausgesprochen lange haften, sodass Sie auch im Winter mit einem zufriedenstellenden Sichtschutz rechnen können.

Die Schwäche der Rotbuche sind ihre empfindlichen Wurzeln: Bodenaufschüttungen und ungesunde Staunässe gilt es ganzjährig zu vermeiden. Errichten Sie idealerweise bereits zur Pflanzung eine zusätzliche Drainageschicht im Pflanzloch, um einen natürlichen Wasserabfluss zu fördern.

Hainbuche (Carpinus betulus)

Hainbuche
Das Laub der Hainbuche fällt im Spätherbst schneller ab als das der Rotbuche.

Die Hainbuche zählt zur Pflanzenfamilie der Birkengewächse und ist somit keine echte Buche, obwohl sie gerne auch als Weißbuche bezeichnet wird, da sie ein helles Holz entwickelt. Die Hainbuche ist besonders pflegeleicht, anspruchslos und robust und wird daher häufig als blickdichte Hecke an weniger optimalen Standorten gepflanzt: Trockenheit als auch Staunässe sowie Sonne oder Schatten verträgt sie gut. Bei gezielter Pflege wird auch diese Hecke schnell bis zu vier Meter hoch.

Der Formschnitt der Hainbuche erfolgt im Februar und Oktober, wobei sie sehr schnittverträglich ist. Das Laub färbt sich im Spätherbst ockergelb, fällt aber deutlich früher ab als die Belaubung der Rotbuche, sodass die Hecke im Winter keinen guten Sichtschutz mehr bietet. Dennoch dienen auch die abgefallenen Blätter einem guten Zweck: Auf dem Kompost entsteht aus ihnen wertvoller Humus oder sie bilden eine natürliche Isolationsschicht für frostempfindliche Pflanzen.

Schwachstelle der Hainbuche ist ihre Anfälligkeit für den Echten Mehltau. Einen Befall erkennen Sie an hellen Flecken auf den Blattoberseiten. Erkrankte Pflanzenteile müssen umgehend entfernt und vernichtet oder im Hausmüll entsorgt werden. Speziell robuste Neuzüchtungen der Hainbuche sind noch nicht auf dem Markt.

Feldahorn (Acer campestre)

Feldahorn
Der Feldahorn verliert im Herbst sein verfärbtes Laub und wird blickdurchlässig.

Der Feldahorn ist eine preiswerte Pflanze, die sich sehr gut als robuste Hecke für naturbezogene Gärten eignet und sehr schnell bis zu vier Meter hoch wächst. Auch wenn der Feldahorn zweimal jährlich in Form geschnitten wird, wirkt die gesamte Hecke stets wild und besonders natürlich, was bei der Gartengestaltung zu bedenken ist: Perfekte, gerade Linien und Strukturen werden Sie mit dieser Hecke niemals erzielen. Vögel und Kleintiere lieben gerade diese Natürlichkeit der Feldahornhecke, da sie hier viele Versteck- und Nistmöglichkeiten vorfinden, die ihnen in einem kultivierten Garten verwehrt bleiben.

Für ein gesundes Wachstum benötigt der Feldahorn einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit eher trockenem Boden: Nasse und saure Böden beeinflussen sein Wachstum negativ, anhaltende Trockenheit oder starke Winde können dem Feldahorn hingegen nichts anhaben, da seine Wurzeln tief ins Erdreich reichen. Die Hecke bildet im Herbst eine schöne Laubfärbung in Goldgelb, verliert dann aber auch schnell alle Blätter und wird blickdurchlässig.

Weiterhin ist auch der Feldahorn sehr anfällig für den Echten Mehltau. Die Pilzerkrankung zeigt sich durch Blattverfärbungen und breitet sich schnell auf der gesamten Pflanze aus. Wird ein Befall festgestellt, müssen alle erkrankten Pflanzenteile entsorgt oder vernichtet werden.

Buchsbaumblatt

Der Buchsbaum wird besonders gerne in Kugelform geschnitten und begrünt so Eingangsbereiche oder grenzt den Garten zu öffentlichen Bereichen als Hecke ab. Wenn Sie mehr zur gezielten Pflege des Buchsbaums erfahren möchten, finden Sie wissenswerte Informationen auf unserer Beratungsseite über Buchsbaumhecken.

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2. "Bunte Hecke" (Originalbild): Julia Casado (juliacasado1), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Hecke begrünt Zaun" (IMGP6311_hedge) von Rae Allen (RaeAllen), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
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5. "Eibe (Taxus baccata)" (Originalbild): moka, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
6. "Liguster (Ligustrum)" (Originalbild): Karolina Grabowska (kaboompics), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
7. "Scheinzypresse (Chamaecyparis)" (Originalbild): Katrin Baustmann (TanteTati), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
8. "Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus)" (Originalbild): Romy Veccia (seelenbluete), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
9. "Stechpalme (Ilex)" (Originalbild): PublicDomainPictures, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
10. "Rotbuche (Fagus sylvatica)" (Rot-Buche_Zweig_DSC_1942) von Rudolf Schäfer (schaefer_rudolf), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
11. "Hainbuche (Carpinus betulus)" (Carpinus rankanensis) von peganum, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
12. "Feldahorn (Acer campestre)" (Field Maple (Acer campestre)) von S. Rae, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
13. "Buchsbaum" (Originalbild): Alexandra (Alexas_Fotos), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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