Thuja als Heckenpflanze

Lebensbaum als immergrüne Gartenhecke

Lebensbaum

Der Lebensbaum, häufig auch Thuja genannt, wird in vielen Gärten als Hecke gepflanzt und bietet als immergrünes Gewächs einen ganzjährigen Sicht- und Lärmschutz. Am richtigen Standort wachsen die meisten Thujasorten bis zu 40 cm im Jahr, sodass Sie schnell mit einer blickdichten Hecke rechnen können.

Neben einer Heckenpflanzung wird die Thuja auch gerne als Solitärpflanze gesetzt und in eine ansprechende Form geschnitten. Hier bildet sie mit ihren grünen Schuppenblättern eine schöne Kulisse für farbenfrohe Früh- und Sommerblüher.

Generell gilt der Lebensbaum als pflegeleicht und eignet sich somit für nahezu jeden Garten. Besonders wichtig ist eine ausreichende Wasserversorgung: Besonders im Sommer neigt die Thuja zu Blattverbrennungen oder braunen Verfärbungen.

Wir erklären Ihnen im Folgenden, worauf Sie bei der Thujenpflege achten müssen, um die Pflanzengesundheit zu fördern und erhalten.

Beliebte Thujasorten

Thujen zählen neben der Kiefer und Fichte zu den Nadelgehölzen, bilden aber selber keine Nadeln aus. Die kleinen grünen Blättchen erinnern in ihrer Form an Nadeln, werden von Botanikern aber als Schuppenblätter bezeichnet. Dabei wachsen Thujen als immergrüne Sträucher oder auch Bäume. Botaniker unterscheiden generell fünf Arten, die sich in zahlreiche unterschiedliche Sorten differenzieren:

  1. Koreanischer Lebensbaum (Thuja koraiensis)
  2. Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)
  3. Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata)
  4. Japanischer Lebensbaum (Thuja standishii)
  5. Sichuan-Lebensbaum (Thuja sutchuenensis)

Neben einer abweichenden Optik und unterschiedlichen Wachstumsbedingungen können die fünf Arten auch anhand ihres Aromas differenziert werden. Wenn Sie die grünen Schuppenblätter zwischen den Fingern zerreiben, wird ein aromatischer Duft freigesetzt, der etwa an Ananas, Apfelmus, Zitrone, Nelken oder Mandeln erinnert.

Achtung: Lebensbäume sind giftig. Verzichten Sie daher auf eine Thujenhecke, wenn sich in Ihrem Garten häufig Kinder aufhalten, die Pflanzenteile verschlucken könnten.

Blumenbeet mit Thuja
Kleinwüchsige Thujen dienen auch als dekorative Solitärpflanze im Blumenbeet.

Besonders geeignet für eine Gartenpflanzung sind Sorten des Abendändischen Lebensbaums, da er auch in zahlreichen zwergwüchsigen Neuzüchtungen angeboten wird und sich somit optimal zur Pflanzung als Hecke sowie Solitärpflanze eignet.

Eine beliebte Sorte ist Thuja occidentalis Smaragd, deren besonders feine Schuppenblätter im Winter ansprechend grün bleiben und sich auch bei starken Frösten nicht braun verfärben. Pflanzen dieser Sorte wachsen schmal nach oben und müssen daher nur selten im unteren Bereich in Form geschnitten werden. Ausgesprochen schnittverträglich ist die Sorte Thuja occidentalis Brabant. Zudem gilt sie als besonders dicht und schnell wachsende Lebensbaumsorte, wodurch sie sich gut als blickundurchlässige Gartenhecke eignet. Dem gegenüber steht die Sorte Thuja occidentalis Teddy. Sie wächst ausgesprochen langsam, entwickelt dafür aber auch besonders weiche Schuppenblätter.

Wenn Sie keine Hecke, sondern eine Solitätpflanze ins Beet setzen möchten, können Sie auf Pflanzen der Sorte Thuja plicata Aurescens zurückgreifen. Diese wuchsfreudige Thuja muss jedoch regelmäßig in Form geschnitten werden, ansonsten wächst sie schnell hoch und breit und beschattet andere Stauden- und Ziergewächse.

Übrigens: Thujen werden häufig mit der Scheinzypresse verwechselt. Letztere ist jedoch deutlich wind- und kälteempfindlicher, verträgt hingegen aber Schatten besser als der Lebensbaum.

Standortansprüche und Pflanzung des Lebensbaums

Jungpflanze
Thujajungpflanzen (hier: Amber Glow) werden als Containerware angeboten. Das Alter sowie die Größe der Pflanzen variieren.
Lebensbaum
Der Lebensbaum entwickelt als Nadelgehölz keine Nadeln, sondern sogenannte Schuppenblätter.

Der Lebensbaum bevorzugt einen sonnigen Standort mit einem nassen, leicht sumpfigen Boden. Fällt das Substrat zu trocken aus, verfärben sich die Schuppenblätter der Thujen unansehnlich braun oder ganze Triebe sterben ab. Ähnlich negative Auswirkungen haben viele Schattenstunden: Zu wenig Sonnenlicht bewirkt ein schwaches und deutlich blickdurchlässigeres Pflanzenwachstum, sodass die Hecke keinen ausreichenden Sichtschutz entwickelt. Zudem sollte der Boden leicht sauer ausfallen.

Tipp: Eine Thujenhecke wird gerne zur Gartenumfriedung eingesetzt. Dennoch sollten Sie bedenken, dass Thujen, wie nahezu alle Nadelgehölze, äußerst empfindlich auf eine hohe Salzkonzentration im Boden reagieren. Wird im Winter in unmittelbarer Heckennähe Salz gestreut, sollten Sie einen anderen Standort oder weniger anfällige Heckenpflanzen wählen.

Ist der ideale Standort gefunden, werden in einem Pflanzabstand von rund 40-50 cm die entsprechenden Pflanzlöcher ausgehoben: Das Loch sollte doppelt so groß wie der Wurzelballen und ebenso tief ausfallen. Lockern Sie den Untergrund mit einer Grabegabel und entfernen Sie mögliche kranke oder abgestorbene Wurzelteile. Ist der Wurzelballen sehr trocken, wird er vor der Pflanzung in ein Tauchbad gesetzt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Vor dem Einsetzen in das Pflanzloch werden die Wurzeln noch vorsichtig mit den Fingern gelockert. Richten Sie die Jungpflanze gerade aus und drehen Sie die optisch ansprechendste Seite in Blickrichtung. Nun wird der Aushub mit organischem Dünger aufbereitet, um den Wurzelballen verteilt und leicht angedrückt – versuchen Sie Lufteinschlüsse zu vermeiden und wässern Sie abschließend alles gut an. Eine zusätzliche Rindenmulchschicht verhindert ein zu schnelles Wasserverdunsten und optimiert so den Boden für das Thujenwachstum.

Tipp: Bei Heckenjungpflanzen empfiehlt es sich, zusätzliche Stützpfähle zu setzen, die für eine gesteigerte Stabilität sorgen und so der Pflanze das Anwurzeln erleichtern. Nach einigen Monaten können Sie die Stützen wieder entfernen.

Thujen pflegen

Schnee
Thujen sind immergrüne Gehölze und bleiben auch im Winter blickdicht.

Der Lebensbaum gilt generell als besonders pflegeleichte Heckenpflanze, da er bei einem geringen Pflegeaufwand, am richtigen Standort gepflanzt, bereits sehr gut und lange gedeiht. Als wasserliebende Pflanze ist beim Lebensbaum eine regelmäßige Bewässerung besonders wichtig: Das Wurzelsystem der Hecke verläuft flach unter der Erde und muss viel Feuchtigkeit aufnehmen, um die Schuppenblätter grün und ansehnlich zu halten. Kommt es zu Wassermangel, werden die Triebe braun und sterben ab.

Tipp: Ein gezieltes Mulchen – also das Abdecken der Erdoberläche rund um die Pflanzenbasis mit organischem Material – hilft, die Bodenfeuchtigkeit beizubehalten und ist bei einer Thujenhecke als präventive Schutzmaßnahme zu empfehlen.

Da der Lebensbaum stark salzempfindlich ist, darf kein Mineraldünger zur Anwendung kommen. Bereiten Sie das Pflanzsubstrat mit Hornspänen oder Humus auf und greifen Sie zur gezielten Nährstoffversorgung auf sogenannten Koniferendünger aus dem Fachhandel zurück.

Viele Thujensorten sind besonders schnittverträglich. Dennoch sollte der Rückschnitt nie bis ins alte Holz erfolgen, da Thujen auf Dauer von innen verkahlen und hier keine neuen Triebe mehr bilden – führen Sie den Schnitt daher konisch (in Trapezform) aus. Viele Sorten wachsen verstärkt in die Höhe, sodass Sie die Hecke in Bodennähe nur selten in Form schneiden müssen.

Lebensbaum vermehren

Thujen werden durch halbverholzte Stecklinge vermehrt. Diese werden im Spätsommer abgeschnitten und in hochwertige Pflanzenerde gesetzt. Wichtige Informationen zur richtigen Vorgehensweise finden Sie auf unserer Beratungsseite zur Stecklingsvermehrung.

Eine Vermehrung über Samen ist möglich, aber sehr mühsam und nur selten von Erfolg gekrönt. Eine Selbstaussaat kann hingegen am optimalen Standort durchaus erfolgen.

Krankheiten und Probleme der Thujahecke

Bei Lebensbäumen sind häufig bräunliche Blattverfärbungen und weitere Schäden zu beobachten, die ein Absterben der Triebe oder der gesamten Hecke zur Folge haben können. Die Ursachen fallen unterschiedlich aus, lassen sich jedoch auf zwei gängige Probleme der Thujen zurückführen: Anhaltende Trockenheit sowie stark saure Böden beeinflussen die Pflanzengesundheit negativ, es kommt zu Blatt- und Triebkrankheiten.

Kranker Lebensbaum
Der Lebensbaum wird häufig von Pilzerkrankungen oder Wurzelfäulnis befallen. Der Schaden zeigt sich zunächst in verfärbten Schuppenblättern.

Wassermangel

Das fein verzweigte Wurzelwerk der Thujen verläuft flach unter der Erde und reagiert äußerst empfindlich auf Wassermangel, zudem treten nach dem Rückschnitt im Juni schnell Blattverbrennungen auf, wenn die Pflanze mit zu wenig Wasser versorgt wird. Es ist daher wichtig, die Lebensbäume ganzjährig, jedoch vermehrt im Sommer, durch eine regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung optimal zu stärken.

Doch nicht nur zur warmen Jahreszeit, auch in den kalten Monaten besteht während längerer Frostperioden die Gefahr, dass die Hecke austrocknet. Denn immergrüne Gehölze verdunsten auch im Winter Wasser über ihre feinen Blätter: Wird aus dem gefrorenen Boden kein Wasser nachgeliefert, kommt es zu Trockenschäden. Wässern Sie Ihre Thujenhecke daher auch im Winter regelmäßig an frostfreien Tagen.

Streusalzschäden

Nadelgehölze reagieren empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen im Boden. Diese können durch das im Winter verteilte Streusalz oder aber eine regelmäßige Mineraldüngergabe entstehen. Ein typisches Symptom sind bräunliche Triebspitzen in Bodennähe. Um Salzschäden durch eine zu hohe Salzkonzentration im Bodenwasser zu vermeiden, sollten Sie daher auf speziellen Koniferendünger oder organischen Dünger zurückgreifen und Ihre Hecke nicht unmittelbar neben den Gehweg pflanzen. Entfernen Sie braune Schadstellen mit einer Heckenschere und wässern Sie den Boden kräftig an, sodass das Salz in tiefere Bodenschichten gespült wird, die der Flachwurzler nicht erreicht.

Wurzelfäule

Besonders häufig treten bei Thujen Wurzelkrankheiten auf, die durch unterschiedliche Pilzsporen ausgelöst werden, etwa dem Pilz Phytophthora cinnamomi, der das Rindengewebe der Wurzeln zerstört, woraufhin sich die Triebe gelb und schließlich braun verfärben, bevor sie gänzlich absterben. Besonders anfällig sind Lebensbäume, die aufgrund stark verdichteter Böden geschwächt sind – eine optimale Bodenaufbereitung ist daher die beste Präventivmaßnahme.

Ist eine Pflanze infiziert, muss sie umgehend samt Wurzelballen entfernt und im Restmüll entsorgt oder verbrannt werden, da sich der Pilz schnell auf nebenstehende Heckenabschnitte und andere Gartenpflanzen übertragen kann. Wird der Pilz rechtzeitig erkannt, können spezielle Fungizidlösungen im Gießverfahren gereicht werden. Eine effektive Behandlung und langfristige Pflanzengesundheit können auch dann jedoch nicht garantiert werden, da der Schadpilz viele Monate im Boden überdauert.

Lebensbaum (Thuja) online bei Amazon kaufen

Edel Thuja Smaragd, Topf gewachsen ca100cm,..

Topf gewachsten! Mehrere Jahre Erfahrung im Versand von Pflanzen. Wir garantieren, dass die Pflanzen heile bei Ihnen ankommen. Bei größeren Mengen...

Preis: EUR 7,45


Thuja Lebensbaum"Smaragd" Topfballen 50-60 cm 50..

Lebensbaum "Smaragd" Topfballen 50-60 cm hoch. Wuchs: Mittelgroßer Baum; Stamm durchgehend fast ganz hinter dichtem Laub versteckt; Äste leicht...

Preis: EUR 142,50


Übertrage Bewertung...

Bewertung: 3.0 von 5. 4 Bewertung(en). Zur Bewertung auf die Sterne klicken.

Kommentar hinzufügen (oder Link vorschlagen)

Haben Sie eine Anmerkung zu diesem Artikel oder möchten Sie uns eine passende Anleitung zur Verlinkung vorschlagen? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!





Sicherheitsabfrage*




* Pflichtfeld  | Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.


Bildnachweis
1. "Thujahecke" (Originalbild): Hans Braxmeier (Hans), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Thujastrauch im Rosenbeet" (Thuja among roses) von Blondinrikard Fröberg (blondinrikard), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
3. "Kleine Jungpflanzen" (Thuja occidentalis 'Amber Glow', 2015) von F. D. Richards, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
4. "Heckenausschnitt" (Originalbild): Manfred Antranias Zimmer (Antranias), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Thujahecke im Schnee" (Frost) von Valdemar Fishmen (www.tOrange.biz), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Verfärbung der Nadeln" (starr-050831-4274-Thuja_plicata-with_rusty_growth-Polipoli-Maui) von Forest and Kim Starr (Starr Environmental), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

Am meisten gelesen


Diskussionen im Garten-Forum