Echter Jasmin (Jasminum officinale)

Sommerblühender Jasmin für den heimischen Garten

Jasminblüten

Diese Zierpflanze gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und zur Pflanzengattung Jasminum. Jasmin verleiht dem Garten etwas ganz Besonderes, denn nicht nur die strahlenden Blüten werden zum Blickfang, auch der Duft dieser Pflanze ist einfach betörend. Von Juni bis September entwickelt der Jasmin (Jasminum officinale und Jasminum polyanthum) seine leuchtend weißen bis roséfarbenen Blüten, die viele Nützlinge in den Sommergarten locken.

Jedoch blühen nicht alle Jasminarten im Sommer: Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) beispielsweise verleiht dem Garten selbst im Winter eine angenehme Farbe, denn diese Sorte blüht in leuchtendem Gelb bei milderen Temperaturen bereits ab Dezember.

Im Folgenden erfahren Sie Wissenswertes zur Pflanzung und Pflege des Jasmins.

Häufige Verwechslung: Falscher Jasmin oder Echter Jasmin?

Viel häufiger zu finden als der Echte Jasmin ist der sogenannte Falsche Jasmin, der auch Europäischer Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius) genannt wird. Aufgrund der starken Ähnlichkeit der weißen, intensiv duftenden Blüten wird er schnell fälschlicherweise für Echten Jasmin gehalten.

Botanisch gesehen hat der Falsche Jasmin nur wenig mit dem Echten gemein, denn beide Pflanzen entstammen völlig unterschiedlichen Familien: Der Falsche Jasmin ist eine strauchige Pflanze und, im Gegensatz zum Echten Jasmin, frosthart. Von Mai bis Juli bildet der Strauch je nach Sorte gefüllte oder ungefüllte Blüten aus.

Aber Achtung beim Kauf: Nicht alle Philadelphus-Arten duften genauso gut wie der Echte Jasmin. Wenn Sie Jasmin bewusst als Duftpflanze in Ihren Garten integrieren möchten, raten wir vom Kauf der pflegeleichteren Variante, also vom Falschen Jasmin, eher ab.

Ansprüche und Standort von Jasmin

Jasmin
Im Sommer entwickelt der Jasmin seine strahlenden Blüten.

Da diese Pflanze ursprünglich aus tropischen Gebieten stammt, benötigt der Jasmin stets einen sonnigen und geschützten Standort. Hobbygärtner sollten stark darauf achten, dass die sommerblühende Pflanze ausreichend vor Frost geschützt ist. Für ein leichtes Überwintern empfehlen Experten daher den Anbau in Kübeln, die problemlos ins Winterquartier getragen werden können.

Zudem ist es wichtig, dass der Jasmin viel Sonnenenergie aufnehmen kann und mit reichlich Wasser versorgt wird. Das Substrat darf nie zu trocken, aber auch nicht zu feucht sein – hier reagiert der Jasmin sehr empfindlich. Wird die Pflanze zudem nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt, steht einem gesunden Pflanzenwachstum bis zu sieben Metern Höhe nicht mehr viel im Wege. Allerdings muss diese Pflanze mit Kletterhilfen versehen werden, um einen Windwurf oder ein Umknicken zu vermeiden – ein windgeschützter Standort wäre somit optimal.

Tipp: Stellen Sie den Jasmin Mitte Mai an einen windgeschützten Platz auf der Terasse bzw. dem Balkon, denn dann gedeiht und blüht er am besten.

Jasmin pflanzen

Jasminblüten
Neben weißblühenden gibt es auch rote Jasminsorten.

Wenn Sie den idealen Standort im Garten ermittelt haben, kann der Jasmin gesetzt werden. Dabei stellt die Pflanze keine besonderen Voraussetzungen an das Substrat, Jasmin gedeiht auf nahezu allen Böden. Lockere Erde darf dennoch gerne mit frischem Kompost aufbereitet und gut durchgelockert werden. Auf diese Weise unterstützen Sie ein gesundes Pflanzenwachstum.

Wenn Sie Jasmin in einen Kübel pflanzen, ist eine Drainageschicht aus Blähton, Kiesel oder zerkleinerten Tonscherben einzurichten. Diese stellt sicher, dass keine Staunässe entsteht, die den feuchtigkeitsanfälligen Wurzeln schadet.

Tipp: Junge Jasminpflanzen werden jährlich, ältere Exemplare in größeren Abständen im Frühjahr in frisches Substrat umgetopft.

Pflegehinweise für Jasmin

Jasmin
Die Jasminblüten können unterschiedliche Formen und Farben annehmen. Häufig sind sie reinweiß und ungefüllt.

Jasmin ist eine wasserfixierte Pflanze, vor allem während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer benötigt sie große Mengen an Flüssigkeit. An sehr warmen Tagen können Sie der Hitze zuvorkommen, indem Sie die Blätter in der Dämmerung oder den frühen Morgenstunden mit Wasser ansprühen. Dennoch muss darauf geachtet werden, dass sich keine Staunässe bildet: Bewässern Sie Jasmin immer erst, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Im Winter wird entsprechend weniger gegossen, der Wurzelballen sollte aber auch jetzt niemals komplett austrocknen.

Tipp: Gießen Sie Jasmin optimalerweise mit abgestandenem Regenwasser. Dieses ist besonders kalkarm.

Während der Blüte, also etwa von April bis September, wird Jasmin einmal pro Woche gedüngt, um auf diese Weise die Blütephase zu verlängern. Nach der Blüte kann der Jasmin in Form geschnitten werden, um die Blühfreudigkeit der Pflanze zu erhalten und das schnelle Wachstum zu kontrollieren.

Nach der Winterruhe im Innenbereich wird der Jasmin im Frühjahr schließlich umgetopft: Ältere Pflanzen benötigen im Abstand von ca. 2-3 Jahren neues Substrat, jüngere Pflanzen jährlich. Hier können Sie herkömmliche Einheitserde verwenden. Optimal wäre es, wenn Sie die Triebe zusätzlich an ein Spalier oder einen Rundbogen binden, um guten Halt zu garantieren.

Krankheiten und Erreger

Wollläuse
Befall mit Schmierläusen (Wollläuse)

Der Jasmin gilt als robuste Pflanze und wird nur selten von Krankheitserregern befallen. Problematischer ist ein Befall mit Schädlingen, die der Pflanze nachhaltig schaden.

Besonders häufig können Blattläuse am Jasmin beobachtet werden, wenn die Pflanze zu warm überwinter wird oder im Frühjahr besonders schnell austreibt. Zunächst sollten Sie versuchen, die Schädlinge mit einem harten Wasserstrahl abzuspülen oder mit einer mittelharten Bürste vorsichtig abzubürsten. Helfen diese Maßnahmen nicht, sollte zu chemischen Spritzmitteln oder natürlichen Fressfeinde, etwa Schlupfwespen, gegriffen werden.

Zudem treten sogenannte Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, häufig am Jasmin auf. Ein Befall lässt sich an weißen, wolligen Knubbeln erkennen, die zwischen 2 und 4 mm groß sein können und an den Blattachsen oder Stängeln kleben. Neben Beetpflanzen können zudem Zimmerpflanzen befallen werden. Auch diese Schädlinge sollten abgewaschen werden – hier hat sich im Innenraum der Einsatz biologischer Spritzmittel bewährt. Als natürliche Fressfeinde für Gartenpflanzen gelten Marienkäfer, Schlupfwespen und Florfliegen.

Tipp: Wenn Sie Insektenhotels im Garten aufhängen, locken Sie natürliche Fressfeinde von Schädlingen an.

Winterjasmin

Neben dem sommerblühenden Jasmin gibt es noch den frostharten Winterblüher, der mit gelben Blüten jedes Hobbygärtnerherz höher schlagen lässt. Erfahren Sie Wissenswertes rund um die Pflanzung und Pflege vom Winterjasmin auf unserer Seite zu winterblühenden Ziersträuchern.

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Bildnachweis
1. "Jasmin (Jasminum officinale)" (Originalbild): Bishnu Sarangi (sarangib), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Jasminblüten" (Originalbild): Alexandra (Alexas_Fotos), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Rote Jasminblüte" (Originalbild): Polly Guimaraes (AnnaMorais), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Jasminblüte in Nahaufnahme" (Originalbild): Eukalyptus, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Schadbild der Wollläuse" (Mealybug) von Eran Finkle, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Winterjasminblüten" (Originalbild): baixiaocha0912, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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