Nelken (Dianthus)

Dianthus im Garten pflanzen und pflegen

Nelke

Die Nelken, Botaniker sprechen von Dianthus, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse und zudem sehr alte Zierpflanzen, die bereits seit dem Altertum kultiviert werden. Dabei versprechen bis zu 600 Arten ein farbenprächtiges und formschönes Blütenmeer, das den heimischen Garten im Sommer verschönert. Die Blütezeit der Nelken beginnt im Mai und reicht bis in den September hinein.

Dabei gedeiht die Nelke an einem sonnigen Standort besonders gut – meiden Sie einen Standort, der zu viel Schatten spendet. Zudem sind Nelken absolut anspruchslos und pflegeleicht. Gerade im Wachstum befindliche Nelken sollten jedoch regelmäßig bewässert werden und der Boden muss gut durchlässig sein, um eine optimale Entwicklung zu unterstützen.

Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Pflanzung und Pflege von Nelken achten müssen.

Wissenswertes zu Nelken

Nelken bilden eine eigene Pflanzengattung innderhalb der Familie der Nelkengewächse und kommen besonders zahlreich im Mittelmeerraum vor. Einige Arten sind sogar in Asien, Amerika oder Südafrika anzutreffen. Mit dem gleichnamigen Gewürzbaum hat Dianthus jedoch nur wenig gemein – Gewürznelken stammen etwa von einem tropischen Gehölz ab.

Je nach Sorte blühen die krautigen, ein- bis zweijährigen Pflanzen zwischen Mai und August in den unterschiedlichsten Farbnuancen. Einige Arten bilden dabei lange Pfahlwurzeln aus, während andere aus knolligen Rhizomen entstehen. Dies hat auch eine Auswirkung auf die Wuchshöhe: Viele Dianthusarten bilden eine blühende Decke, während andere Sorten bis zu 30 cm hoch wachsen können.

Übrigens: Die meisten Sorten sind bis  -15 °C winterhart. Dennoch stehen bereits 68 Dianthus-Arten auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanze, in Deutschland sind es immerhin schon 19.

Ansprüche und Pflanzung der Nelke

Nelken
Kleinwüchsige Nelkensorten dienen häufig als farbenprächtiger Bodendecker.

Nelken sind wahre Sonnenanbeterinnen und gedeihen an vollsonnigen Standorten besonders gut. Für eine lange Blüte ist es jedoch erforderlich, auf einen ausreichenden Windschutz bei hochwachsenden Exemplaren zu achten

Der Boden ist idealerweise bereits tiefengelockert und mit organischem Dünger, etwa Kompost oder Sägespänen, angereichert. Gegebenenfalls wird dem Boden vor der Pflanzung noch Kalk beigefügt, um die Pflanze in der Bildung zahlreicher Blüten zu unterstützen.

Idealer Pflanzzeitpunkt ist das Frühjahr oder der Herbst. Halten Sie dabei im freien Beet einen Pflanzabstand von mindestens 30 cm ein – dieser Wert dient als Orientierung und kann bei ausladend wachsenden Sorten variieren.

Tipp: Besonders schön wirken Bodendecker, wenn sie in Horsten von mindestens fünf Pflanzen gesetzt werden. Hochwachsende Dianthusarten wirken auch als Solitärpflanze eindrucksvoll und werden zum leuchtenden Blickfang im Sommergarten.

Pflege der Nelken

Alpen-Nelke
Die Alpen-Nelke (Dianthus alpinus) bildet leuchtende Blüten.

Nelken gelten unter Experten als ziemlich pflegeleicht und eignen sich daher auch ideal für unerfahrene Hobbygärtner. Sie benötigen nicht viel Wasser, sondern bevorzugen eher die Trockenheit. Bei extremer Trockenheit ist es jedoch wichtig, sie mit ein wenig Wasser am Morgen zu versorgen – in der Mittagshitze würden die zierlichen Blütenblätter schnell verbrennen.

Probleme wie Staunässe, starke Bodenfeuchtigkeit und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind daher pures Gift für Nelken, denn diese Faktoren fördern die Wurzelfäule sowie den Befall von Pilzsporen und anderen Krankheitserregern.

Abgeblühte Stiele werden regelmäßig abgeschnitten und zu Beginn der Vegetationszeit sollte im Frühjahr ein Volldünger ausgebracht werden, der das Pflanzenwachstum und die Blüte untertsützt.

Tipp: Auch Wühlmäuse und Hasen können der winterharten Zierpflanze schaden. Sie fressen an ober-  als auch unterirdischen Teilen der Nelke und zerstören sie auf diese Weise dauerhaft. Zum päventiven Schutz können Sie getrockneten Fichtenreisig oder artgerechte Vergrämungsmittel anwenden, um diese Schädlinge effektiv abzuhalten.

Dianthus vermehren

Nelke
Die lichtliebende Busch-Nelke blüht von Juni bis September auf kalkarmem Boden.

Nelken lassen sich durch eine Aussaat von Samen im Topf kultivieren. Diese Herangehensweise ist jedoch sehr mühsam und nur selten von Erfolg gekrönt. Experten setzen daher vermehrt auf eine sogenannte Stecklingsvermehrung. Hierzu schneiden Sie im Spätsommer oder Herbst einzelne Pflanzenteile ab. Achten Sie auf sauberes und scharfes Werkzeug, um Quetschungen empfindlicher Pflanzenabschnitte und vor allem eine Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Die so gewonnenen Stecklinge werden in frische, nährstoffreiche Erde im Freien – oder im Topf – gepflanzt und bis zur anschließenden Wurzelbildung stets feucht gehalten.

Diese Art der Vermehrung sollte jedoch nur bei älteren, robusteren Pflanzen durchgeführt werden. Planen Sie eine Stecklingsvermehrung daher nur alle drei bis vier Jahre ein, um den bestehenden Bestand nicht unnötig zu schwächen.

Krankheiten und Erreger

Zuchtform
Auch bei Zuchtformen (hier: Feder-Nelke, lat. Dianthus plumarius) ist ein präventiver Schädlingsschutz notwendig.

Nelken reagieren empfindlich auf anhaltende Nässe und starke Sonneneinstrahlung. Bei einer Kübelhaltung wird daher empfohlen, eine zusätzliche Drainageschicht aus Blähton oder Kiesel einzubringen und die Kübel im Winter mit Styroporplatten zu isolieren. Dennoch gelten die Zierpflanzen als äußerst robust, sogar Minustemperaturen können ihnen nichts anhaben.

Größter Feind der Nelken sind Blattläuse und Schnecken. Stellen Sie einen Blattlausbefall fest, sollten die Pflanzen umgehend mit einem harten Wasserstrahl abgesprüht und zusätzlich mit chemischen Spritzmitteln behandelt werden, um einen erneuten Befall bereits präventiv zu verhindern.

Wenn Sie Fraßspuren an den Blättern der Nelke feststellen, sind häufig Schnecken der Übeltäter. Wenn es dunkler und allmählich kühler wird, sind Schnecken besonders aktiv. Daher empfiehlt es sich, zur Dämmerung im Garten auf Schneckensuche zu gehen. Hier hilft ein wachsames Auge, um weitere Pflanzenschäden abzuwehren. Wenn die Schädlinge zum permanenten Gartenbesucher werden, kann Schneckenkorn großflächig ausgebracht werden. Auch Schneckenfallen, etwa eine bis zur Schnittkante eingegrabene Plastikflasche mit einem Lockstoff aus Bier und Zucker, können die Schneckenplage eindämmen, ohne die Natur zusätzlich zu belasten.

Nelke
Die Eleganz der Nelken...
Nelke
...zeigt sich in vielen...
Nelke
...Blütenfarben und -formen.
Nelke

Nelken bringen nicht nur leuchtende Farben, sondern auch einen angenehmen Duft in die heimischen vier Wände. Zudem eignen Sie sich auch als Schnittblume für farbenprächtige Sträuße und Arrangements. Erfahren Sie mehr auf unserer Seite zur Pflege der Nelke als Zimmerpflanze.

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Bildnachweis
1. "Nelkenblüten in Nahaufnahme" (Originalbild): Anja Osenberg (cocoparisienne), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Dianthus pavonius" (Originalbild): Hans Braxmeier /Hans), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Alpen-Nelke (Dianthus alpinus)" (1024 Alpen-Nelke (Dianthus alpinus)-2142) von Hedwig Storch, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
4. "Buschnelke" (Originalbild): Hans Braxmeier (Hans), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Feder-Nelke (Dianthus plumarius)" (Feder-Nelke 2010) von 4028mdk09, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Rosafarbene Nelkenblüten" (Originalbild): Petra (Pezibear), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
7. "Nelkengewächs" (Originalbild): Petra (Pezibear), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
8. "Rote Nelke" (Originalbild): Petra (Pezibear), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
9. "Nelke im Glas" (Originalbild): nanadecoco70, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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