Pfingstrosen

Pfingstrosen (Paeonia) pflanzen und pflegen

Pfingstrose

Pfingstrosen gehören zu den ältesten Blütenpflanzen – bereits in der Antike erhielten die Zierpflanzen den Namen des Gottes der Heilkunde: Paeon. Wenn Sie Pfingstrosen in Ihren Garten pflanzen, handelt sich um eine langfristige Entscheidung, denn Pfingstrosen sind Schönheiten, die einem dauerhaft Freude bereiten und jahrzehntelang an einem optimalen Standort gedeihen können.

In China sind Pfingstrosen unheimlich beliebt und gelten als Symbol für Reichtum und Glück. Pfingstrosen gibt es vielen Farben und sogar mit zweifarbigen Blütenblättern. Doch die Blumen sind nicht nur außergewöhnlich schön, sondern duften auch einmalig. Im Übrigen entfalten Pfingstrosen ihre volle Blütenpracht in der Regel erst nach drei bis vier Standjahren – hier ist also etwas Geduld gefragt.

Generell gilt es zwischen Strauch- und Staudenpfingstrosen zu differenzieren. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der gezielten Pflege achten müssen.

Pfingstrosenarten – Blütenpracht im eigenen Garten

Pfingstrosen sind außergewöhnliche Schönheiten, die ambitionierte Hobbygärtner viele Jahre mit atemberaubenden Blüten belohnen. Experten differenzieren zwischen sogenannten Stauden- und Strauchpfingstrosen, die sich in ihrer Pflege, Wuchsform und Blütezeit unterscheiden. Dabei gibt es mittlerweile viele Neuzüchtungen und Hybriden zu erwerben, die besonders große Blüten und sogar mehrfarbige Blütenblätter entwickeln. Um die Vielfalt der Pfingstrosen leichter überblicken zu können, werden die Arten in unterschiedliche Gruppen eingeteilt.

Zu den Klassikern unter den Pfingstrosen zählen die sogenannten Suffruticosa-Hybriden. Doch auch die Gruppe der Rockii-Hybriden rückt in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus der Gärtnereien. Charakteristisch für diese Zierpflanzen ist der dunkle Basalfleck an der Basis der Blütenblätter. Hybriden gelten generell als besonders standfest, da sie aus Kreuzungen mit Wildformen entstanden sind. Zudem gibt es auffällig starkwüchsige Sorten, die ausgesprochen große Blüten bilden, wie etwa Paeonia rockii ssp. linyanshanii. Hier können Holzstäbe im Beet ein gesundes Pflanzenwachstum fördern.

Pflanzung und Standort der Pfingstrose

Pfingstrosen
Vor der Pflanzung von Pfingstrosen muss der optimale Standort gefunden werden.

Pfingstrosen wirken als Solitärpflanze oder vor immergrünen Sträuchern besonders schön. Hier kommen die farbenprächtigen Blüten besonders gut zur Geltung. Da die Zierpflanzen mehrere Jahrzehnte am selben Standort stehen werden, kommt es bei Pfingstrosen auf die optimale Standortwahl an. Der Platz sollte windgeschützt und mäßig sonnig, der Boden möglichst tiefgründig und locker sein. Die Stauden werden dann mit der Zeit immer schöner und üppiger – werden sie hingegen nach einigen Standjahren versetzt, verweigern sie häufig jahrelang die Blüte. Die ideale Pflanzzeit für Pfingstrosen ist der Herbst.

Bei der Pflanzung muss zwischen Stauden- und Strauchpfingstrosen unterschieden werden: Die Austriebsknospen des Wurzelstocks einer Staudenpfingstrosen werden bei der Neupflanzung ungefähr 5 cm tief in lockeren Boden gepflanzt. Wichtig ist, dass sie nicht zu tief eingegraben werden, sonst blüht die Pflanze später nicht. Die Strauchpfingstrose hingegen wird tiefer gepflanzt, da ihre Wurzeln stärker in die Erde eindringen müssen. Experten empfehlen hier eine Pflanztiefe von 10 cm.

Pfingstrosen sind genügsame Pflanzen. Der Aushub und das Pflanzloch werden nicht mit zusätzlichem organischen Dünger, etwa Kompost oder Hornspänen, aufbereitet. Ein pH-Wert von sechs ermöglicht ein optimales Pflanzenwachstum.

Pflegehinweise für Stauden- und Strauchpfingstrosen

Pfingstrose
Am idealen Standort werden Pfingstrosen mehrere Jahrzehnte alt.

Die Echte Pfingstrose ist eine robuste Gartenpflanze. Die meisten Zuchtsorten der chinesischen Päonie sind ebenfalls einfach zu pflegen – achten Sie beim Kauf einer Pflanze jedoch stets auf die jeweiligen Pflegehinweise, da auch hier Unterschiede zwischen Stauden- und Strauchpfingstrosen eingehalten werden müssen.

Die Pfingstrosen benötigen viele Nährstoffe und sollten daher zweimal jährlich gedüngt werden – einmal zum Austrieb und schließlich nach der Blüte, sodass die Pflanze wieder neue Kraft für das Folgejahr sammeln kann. Gut geeignet sind mineralische Volldünger im Frühjahr und ein Kalidünger im Herbst. Ausgewachsene Strauchpfingstrosen sind besonders robust, da ihre Wurzeln tief ins Erdreich reichen. Diese Tatsache verschafft ihnen gegenüber Staudenpfingstrosen den Vorteil, dass sie deutlich weniger frostanfällig sind: Frische Knospen überstehen Fröste bis -10 °C und letzte Blüten bis -5 °C. Decken Sie den Boden rund um Staudenpfingstrosen hingegen mit einer isolierenden Reisigschicht ab, um die empfindlichen Wurzeln zu schützen.

Pfingstrosen schneiden und vermehren

Pfingstrosen
Pfingstrosen müssen nicht verjüngt werden. Ein Stützpfahl fördert das Höhenwachstum.

Bei Pfingstrosen kann generell von einem Verjüngungsschnitt abgesehen werden. Um ein wohlgeformtes Wachstum zu fördern, kann jedoch im Herbst ein gezielter Rückschnitt erfolgen. Experten empfehlen sogar einen radikalen Rückschnitt aller Triebe auf 10 cm vor dem einsetzenden Winter. Durch diese Maßnahme entfernen Sie sämtliches Laub, an dem schädliche Pilzsporen überwintern könnten und fördern somit nicht nur das neue Triebwachstum im Frühjahr, sondern auch die allgemeine Pflanzengesundheit in Ihrem Garten.

Tipp: Nach Schnittmaßnahmen sollte sämtliches Schneidwerkzeug gründlich gesäubert und optimalerweise sogar desinfiziert werden, um eine Keimübertragung auf andere Gartenpflanzen auszuschließen.

Staudenpfingstrosen blühen bis in den Juni hinein und können durch eine gezielte Teilung im Herbst vermehrt werden. Zu diesem Zweck schneiden Sie den Wurzelballen in mehrere Stücke mit mindestens drei Augen und kürzen die Wurzeln auf rund 10 cm ein. Auf diese Weise wird einer Blühmüdigkeit entgegengewirkt und die Pflanze zum Wachstum animiert.

Strauchpfingstrosen hingegen blühen nur bis Anfang Mai und werden nicht durch Teilung, sondern durch Veredlung auf Wurzeln der Staudenpfingstrosen vermehrt. Daher werden die Austriebsknospen des Wurzelstocks dieser Pfingstrosenart auch bewusst tief gepflanzt, um ein Wachstum sogenannter "Ammenwurzeln" zu fördern. Diese werden nach einigen Standjahren von der Mutterpflanze abgestoßen und bilden eine eigenständige Pflanze, die versetzt werden kann.

Pfingstrosen als Schnittblume

Wenn Sie Pfingstrosen auch im Innenraum genießen möchten, können Sie auf kleinwüchsige Exemplare im Kübel zurückgreifen, während der Blüte einige schöne Triebe abschneiden oder Schnittblumen mit noch nicht geöffneten Knospen im Blumenladen kaufen und in eine Vase stellen. Entfernen Sie hierzu alle unteren Blätter, die der Blume unnötig viel Kraft rauben. Der Stängel wird alle 3 Tage um 5 cm gekürzt und das Wasser gewechselt. Auf diese Weise haben Sie bis zu zwei Wochen Freude an duftenden, farbenfrohen Blüten der Pfingstrose.

Krankheiten und Erreger: Grauschimmmel

Pfingstrose
Die vielen Blätter der Strauchpfingstrose bieten Pilzsporen eine große Angriffsfläche.

Pfingstrosen gedeihen am optimalen Standort sehr gut und gelten als äußerst robust – Strauchpfingstrosen können sogar im Freien ohne zusätzlichen Winterschutz überwintern. Häufig auftretendes Problem bei Pfingstrosen ist jedoch der sogenannte Grauschimmel. Er wird durch ein feucht-warmes Klima im Frühjahr gefördert und zeigt sich bei Staudenpfingstrosen durch vertrocknete Knospen und faulenden Stielen, während die gesamten Triebe der Sträucher welken.

Wird ein Befall festgestellt, müssen sämtliche Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Das Schnittgut darf nicht auf den Kompost, sondern wird im Hausmüll entsorgt oder verbrannt. Waren die Pfingstrosen bereits einmal befallen, sollte im nächsten Jahr präventiv ein spezielles Spritzmittel eingesetzt werden, um den Bestand zu schützen.

Vielfalt der Pfingstrosen im Garten genießen

Pflanzen Sie unterschiedliche Pfingstrosensorten und genießen Sie die Blütenpracht im Frühsommer, die sich in unterschiedlichen Farben, Formen und Strukturen präsentiert. Zudem locken die farbenfrohen und intensiv duftenden Blüten zahlreiche Nützlinge in den heimischen Garten.

Besondere Duftpflanzen sind Arten der Chinesischen Pfingstrose (Paeonia lactiflora). Diese aus Ostasien stammende Pfingstrosenart wird in zunehmendem Maße auch als Zierpflanze für den Garten genutzt, da sie ein angenehm süßliches, honigartiges Aroma entfaltet. Als duftende Strauchpfingstrose empfehlen Experten Paeonia rockii-Hybriden, die besonders pflegeleicht und duftintensiv sind.

Helle Pfingstrose
Helle Pfingstrosen wirken besonders edel und anmutig.
Rosane Pfingstrose
Nützlinge besuchen die duftenden Blüten.
Bunt
Einige Neuzüchtungen verfügen über mehrfarbige Blütenblätter.

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Bildnachweis
1. "Rosa Pfingstrose" (Originalbild): Qedem1611, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Neue Pfingstrosen im Beet" (Pfingstrose) von Ting Chen, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
3. "Staudenpfingstrose" (Originalbild): claude alleva (claude05alleva), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Pfingstrosen an Stützpfahl" (Paeonia suffruticosa) von Kabacchi, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
5. "Strauchpfingstrose" (Paeonia lactiflora) von Ting Chen, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Weiße Pfingstrose" (Originalbild): Stefan Schweihofer (stux), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
7. "Pfingstrosenblüte mit Hummel" (Originalbild): Bernhard Mülhens (KleeKarl), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
8. "Bunte Pfingstrose": Peony flower in dappled sunlight, Swallowtail Garden Seeds / Flickr, Flizenz: CC0 1.0

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