Rhododendron pflanzen und pflegen

Rhododendron als frühblühender Zierstrauch

Rhododendron

Die Rhododendren bilden eine Pflanzengattung, zu der über 1.000 Rhododendron-Arten zählen. Für den Anbau im Hobbygarten eignen sich Hybriden besonders gut, die von asiatischen oder nordamerikanischen Arten abstammen.

Mittlerweile zählt der Rhododendron zu den beliebtesten Ziersträuchern. Mit seiner Vielzahl an farbenprächtigen Blüten wird er bereits im April zum Blickfang und lockt die ersten Insekten in den Garten.

Dabei übernimmt der Strauch jedoch auch eine gestalterische Funktion: Ob als Solitärpflanze, Gruppe oder Hecke gepflanzt, der Rhododendron gibt großen und kleinen Gärten Struktur und wird nach einigen Standjahren zum natürlichen Blickschutz.

Rhododendren belohnen Gartenliebhaber bei geringer Pflege mit einer langen Blüte. Erfahren Sie hier, worauf Sie für ein gesundes Pflanzenwachstum achten sollten.

Sortenvielfalt der Rhododendren

Rhododendren gibt es in vielen Größen und Blütenfarben, die sortenspezifisch zwischen April und Juni blühen. Botaniker teilen die Rhododendren in sieben Gruppen ein, sodass für jeden Standort im heimischen Garten der ideale Zierstrauch gefunden werden kann.

Die kompakt wachsenden Yakushimanum-Hybriden eignen sich mit ihrer natürlichen runden Form hervorragend für Hausgärten. Bereits in den ersten Standjahren tragen die Ziersträucher zahlreiche Blüten und vertragen auch pralle Sonne problemlos.

Großblumige Hybriden brauchen bei einer Wuchshöhe von bis zu vier Metern ausreichend viel Platz im Blumenbeet, um kleinere Pflanzen nicht ungewollt zu beschatten. Viele Vögel bauen dann zur Nistzeit ihre Nester in den schützenden Sträuchern.

Japanische Azaleen zählen zu den wintergrünen Rhododendren und werfen ihr Laub somit erst im folgenden Frühjahr ab. Mit ihren intensiven Blütenfarben verleihen sie großen Gärten Kontur. Demgegenüber stehen die sommergrünen Azaleen mit ihren duftenden Blüten. Diese Azaleen entwickeln ein ansprechend buntes Herbstlaub.

Ansprüche und gezielte Pflege des Rhododendrons

Rhododendron
Die Rhododendren blühen in den unterschiedlichsten Farben von Weiß bis Violett.

Die meisten Rhododendren gedeihen ideal im lichten Halbschatten, einige Arten bevorzugen jedoch sonnige Plätze. Informieren Sie sich daher vor dem Kauf nach entsprechenden Vorzügen, um die richtige Pflanze für den gewählten Standort zu finden.

Zudem werden viele Rhododendron-Arten mit den Jahren ausladend und hoch. Falls das Platzangebot in Ihrem Garten eher begrenzt ausfällt, sollten Sie sich für kleinwüchsigere Sorten wie beispielsweise Repens-Hybride entscheiden. Sie überzeugen durch leuchtendrote Blüten und einen kompakten Wuchs.

Rhododendren setzen hohe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit: Das Substrat sollte humos sein und einen pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5 aufweisen. Ein saurer Boden gewährleistet somit ein ideales Pflanzenwachstum.

Rhododendron
Rhododendren bilden bei optimalen Bedingungen zahlreiche Blüten.

Liegt der pH-Wert des Bodens über diesen Werten, empfehlen Experten das Pflanzen von Neuzüchtungen der Inkarho-Rhododendren. Nach einer Veredlung auf kalktoleranten Unterlagen vertragen diese Ziersträuche auch wenig sauren Boden gut.

Tipp: Pflanzen Sie Rhododendren nicht in unmittelbare Baumnähe, hier ist der Wurzeldruck zu groß.

Rhododendron erfrieren im Winter äußerst selten, weil viele Arten winterfest sind. Wenn die Ziersträucher über den Winter dennoch gelitten haben, war es für sie vermutlich zu trocken. Viele Rhododendren sind immergrün, verdunsten also auch im Winter. Fehlt ihnen dazu das Wasser, vertrocknen sie. Gießen Sie Rhododendren daher auch in anhaltenden Trockenphasen im Winter regelmäßig.

Tipp: Im Sommer wird nur die Erde unter dem Strauch regelmäßig bewässert, um ein Verbrennen der Blüten zu vermeiden.

So pflanzt man Rhododendren

Rhododendron
Rhododendren sind für jeden Garten eine Bereicherung und locken Hummeln und zahlreiche andere Insekten an.

Rhododendren verlangen humose Böden, wie sie im Oldenburger Land zu finden sind. Dort werden sie oft auf reinen Torfflächen kultiviert.

Trotzdem kann auch der Gartenliebhaber in anderen Regionen Deutschlands schöne Ziersträucher in seinen Garten pflanzen, wenn er gewisse Grundregeln bei der Pflanzung beachtet. Entscheidend sind der richtige Standort und optimale Bodenbedingungen, so spielt die gezielte Bodenvorbereitung eine entscheidende Rolle für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Ein Fachmann kann den pH-Wert des Bodens bestimmen. Gegebenenfalls hilft ein spezieller Rhododendrondünger bei der Bodenaufbereitung.

Von der Bodenvorbereitung bis zur Pflanzung

Rhododendron
Die geschlossene Knospe verspricht bereits zahlreiche Blüten.
Rhododendron
Die Knospe öffnet sich und zeigt ihre farbprächtigen Blütenblätter.

Die meisten Rhododendren werden als Containerware im Einwegtopf geliefert. Diese Sträucher können das ganze Jahr über ins Freie gepfanzt werden, dennoch hat sich bei den flachwurzelnden Rhododendren eine Frühjahrspflanzung bewährt.

Heben Sie die Pflanze aus dem Container und überprüfen Sie, ob der Wurzelballen feucht ist. Ist das nicht der Fall, wird der Wurzelballen gründlich gewässert. Dazu stellt man die Pflanze so lange in ein Gefäß mit Wasser, bis vom Wurzelballen keine Blasen mehr aufsteigen. Ist der Ballen nicht so stark verdichtet, kann er auch problemlos mitsamt Container ins Wasser gestellt werden.

Nachdem der ideale Standort ermittelt ist, wird ein Pflanzloch ausgehoben, das die doppelte Breite und Tiefe des Wurzelballens aufweist. Füllen Sie anschließend das Pflanzloch zu einem Drittel mit feuchtem Torf und organischem Rhododendrondünger für ein optimales Anwachsen.

Führen Sie nun eine gezielte Tiefenlockerung durch: Graben Sie das Pflanzloch um, sodass sich Torf und Dünger gut mit dem Unterboden vermischen. Im lockeren Erdreich gedeihen und wachsen die feinen Wurzeln dann besonders gut.

In einem nächsten Schritt geben Sie weiteren Torf an die Wände des Pflanzlochs, sodass der Wurzelballen des Rhododendron nach dem Einsetzen völlig von Torf umgeben ist. Wichtig ist, dass der Torf gut angefeuchtet wird.

Füllen Sie restliche Lücken mit dem  Aushub oder spezieller Rhododendren-Erde und wässern Sie kräftig an, damit sich Pflanze und Erde gut verbinden.

Schnittmaßnahmen am Rhododendron

Rhododendron
Rhododendren bilden unmittelbar nach der Blüte neue Knospen und sollten daher nicht geschnitten werden.

Die Ziersträuche können mit den Jahren ausladend und unübersichtlich groß werden. Unerfahrene Hobbygärtner greifen schnell zur Gartenschere und kürzen die Triebe ein. Solche Schnittmaßnahmen verträgt der Rhododendron jedoch nur äußerst schlecht, da der Zierstrauch unmittelbar nach der Blüte bereits neue Knospen für das Folgejahr ausbildet.

Schnittmaßnahmen am Rhododendron sind daher im Regelfall nicht zu empfehlen.

Veredelte Sorten leiden besonders stark unter Schnittmaßnahmen, stecklingsvermehrte Sorten sind deutlich toleranter. Soll dennoch ein Formschnitt durchgeführt werden, wählen Sie das zeitige Frühjahr, wenn es nachts nicht mehr zu starken Frösten kommt. Die Blütenknospen werden dann jedoch abgeschnitten und es besteht die Möglichkeit, dass Ihr Zierstrauch weitere zwei Jahre keine Blüten tragen wird.

Tipp: Nach der Blütephase werden welke Blüten abgeschnitten. Achten Sie dabei darauf, neue Knospen nicht zu beschädigen.

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Krankheiten und Schädlinge

Schädling
Die Rhododendronzikade infiziert den Zierstrauch mit einem Schadpilz.

Die Rhododendronzikade ist ein gefürchteter Schädling am Zierstrauch. Die Fluginsekten werden bis zu 1 cm groß und sind auffällig grün-rot gefärbt.

Im Spätsommer legen die Weibchen ihre Eier unter die Knospenschuppen der Blütenknospen, wodurch sie kleine Schnittwunden an der Pflanze hervorrufen. Diese bilden eine Eintrittspforte für den Schadpilz "Pycnostysanus azaleae", der zu einem Knospenabsterben führt und den Strauch nachhaltig schädigt.

Stellen Sie braun verfärbte Knospen fest, sollten Sie diese abknispen und im Hausmüll entsorgen, denn auf dem Kompost könnte sich der Pilzerreger weiterverbreiten. Einen akuten Zikadenbefall bekämpfen Sie mit Gelbtafeln, an denen die Insekten hängen bleiben und verenden. In der Regel genügt eine Falle pro Rhododendronpflanze.

Tipp: Werden Ende August die Zikaden erneut bekämpft, lässt sich die Gefahr einer späteren Folgeinfektion verringern.

Auch der Dickmaulrüssler befällt besonders gerne Rhododendren. Wie Sie einen Befall erkennen und den Käfer umweltschonend vertreiben, erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Dickmaulrüssler bekämpfen.

Rhododendronwelke – Triebsterben beim Rhodondendron

Schadbild der Rhododendronwelke
Rhododendronwelke zeigt sich durch braune, eingerollte Blätter.

An Rhododendren kann gelegentlich ein Triebsterben beobachtet werden. Dies ist auf einen Befall mit der Phytophthora-Welke (Phytophthora spp.) zurückzuführen. Zunächst werden einzelne Triebe welk, später kann die ganze Pflanze absterben.

Die Schadpilzinfektion kann auf zwei Arten erfolgen: über die Triebspitzen oder die Wurzeln. Wenn der Boden stark verdichtet ist und es zu anhaltender Feuchtigkeit kommt, werden die Wurzeln geschwächt und bilden eine ideale Angriffsfläche für die Pilzsporen.

Das Triebsterben kann nicht direkt bekämpft werden. Falls die Infektion über die Triebspitzen und nicht über die Wurzeln erfolgt ist, werden betroffene Pflanzenteile bis in den gesunden Bereich zurückgeschnitten. Sollten sich die Pilze bereits stärker im Boden ausgebreitet und die Wurzeln befallen haben, wird die Pflanze mit großer Wahrscheinlichkeit absterben. Hier empfiehlt es sich, die Pflanze komplett zu entfernen und im Hausmüll zu entsorgen, da die Pilze mithilfe ihrer Dauersporen auch noch lange im Kompost überdauern könnten. Auch die Erde am Standort sollte vor einer Neuanpflanzung ausgetauscht und mit Kompost aufbereitet werden.

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Bildnachweis
1. "Rhododendron im Garten" (Originalbild): Davgood Kirshot (Photoman), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Rhododendron mit weißen Blüten" (Originalbild): Karsten Paulick (Kapa65), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Rhododendronblüte in Nahaufnahme" (Originalbild): Foto-RaBe (Foto-Rabe), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Rhododendron mit Hummel" (Originalbild): Werner Strube (sesam4711), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Geschlossene Rhododendronknospe" (Originalbild): Anja Osenberg (cocoparisienne), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
6. "Rhododendronknospe öffnet sich langsam" (Originalbild): Christopher Smy (chris_1974), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
7. "Rhododendron" (Originalbild): teresa (rodo2), Lizenz: CC0 1.9 / pixabay.com
8. "Rhododendronzikade" (Rhododendronzikade) von Dieter Nothnagel, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
9. "Rhododendronwelke (Phytophthora spp.)" (DSC06592) von Scot Nelson (Scot Nelson), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

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