Rosen (Rosa)

Rosen pflanzen und pflegen

Rose

Die Rose gilt als die schönste Zierpflanze im Garten, als die Königin im Blumenbeet. Obwohl die Rose mit ihren Dornen einen robusten Eindruck vermittelt, reagiert sie empfindlich auf stehende Feuchtigkeit und starke Nachtfröste, obwohl viele Rosensorten auch als winterhart gelten. Schützen Sie besonders die sogenannte Veredlungsstelle, die knapp unter der Erdoberfläche zu finden ist.

Für eine dauerhafte Pflanzengesundheit gilt es zudem einige wesentliche Pflegetipps zu beachten. Auch die Pflanzung benötigt eine gewisse Vorbereitung, bevor wurzelnackte Rosen oder Containerpflanzen im Herbst ins Beet dürfen.

Im Folgenden erfahren Sie Wissenswertes rund um die Pflanzung und Pflege der schönen Rose. Zudem erklären wir Ihnen, wie Sie viele Jahrzehnte Freude an gesunden und blühfreudigen Rosen haben können und warum Sie auf eine Frühjahrspflanzung verzichten sollten.

Ansprüche und Standort der Rosen

Rosen gedeihen am optimalen Standort viele Jahrzehnte, denn er beeinflusst nicht nur ein gesundes Pflanzenwachstum positiv, sondern ebenso auch die farbenfrohe Blütenfülle. Zudem sind Rosen deutlich krankheitsresistenter, wenn Sie den idealen Platz im Garten gefunden haben. Hier gilt die Regel: Es gibt für jeden Standort die passende Rose, aber keine Rose für jeden Standort. Wenn Sie ein freies Plätzchen im Garten begrünen möchten, sollten Sie sich daher nach passenden Rosensorten im Fachhandel erkundigen.

Generell empfehlen Experten einen sonnigen und luftigen Standort, an dem die Rosen nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sind – gut geeignet sind Beete in östlicher oder westlicher Ausrichtung. Eine Südlage führt hingegen häufig zu einem ungesunden Hitzestau. Zudem ist es wichtig, dass die Blätter nach Regenschauern schnell trocknen können, um umherfliegenden Pilzsporen keine Angriffsfläche zu bieten.

Achtung: Pflanzen Sie Rosen nie unter Bäume – hier droht ein Tropfenfall, der die zarten Bütenblätter anfälliger für Krankheitserreger macht.

Optimales Pflanzsubstrat

Rosen
Der Standort und das Pflanzsubstrat beeinflussen die Pflanzengesundheit.

Neben der idealen Lage spielt auch die richtige Bodenbeschaffenheit eine entscheidende Rolle, wenn Sie gesunde Rosen im Garten halten wollen. Rosen sind starkzehrende Pflanzen, die an einem Standort, an dem vor kurzer Zeit noch alte Rosenkulturen standen, nicht gedeihen können, weil der Boden vollständig ausgelaugt ist. Experten sprechen hier von einer sogenannten Bodenmüdigkeit.

Wenn Sie daher Jungpflanzen an einen alten Standort setzen möchten, muss das Erdreich weiträumig komplett mit humusreicher, frischer Pflanzenerde ausgetauscht werden, um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu ermöglichen.

Zudem sind Rosen Tiefwurzler und benötigen daher einen tiefgründigen, lockeren Boden. Auch in tieferen Regionen muss ein Wasserstau bereits präventiv verhindert werden. Hier kann ein Zusatz von Gesteinsmehl, Sand oder feinem Kiesel die Wasserdurchlässigkeit des Bodens optimieren. Auch schwere Lehmböden müssen auf diese Weise aufbereitet werden. Weiterhin empfehlen Experten für ein gesundes Pflanzenwachstum einen pH-Wert von 6-7.

Vorteile einer Herbstpflanzung

Bei Rosen gilt es zwischen wurzelnackten Exemplaren und Containerware mit Wurzelballen zu unterscheiden. Pflanzen Sie Ihre Rosen immer im Herbst: Rosenfelder der Baumschulen werden jetzt geräumt, sodass wurzelnackte Pflanzen frisch vom Feld in den Garten umziehen können. Wenn Sie bis zum Frühjahr warten, lagen die Pflanzen bereits einige Monate im Kühlhaus, was der Qualität schadet. Zudem sind jetzt sämtliche Neuzüchtungen vorrätig, wohingegen im Frühjahr viele Sorten bereits ausverkauft sein werden. Weiterhin haben junge Rosen nach der Herbstpflanzung ausreichend Zeit, neue Wurzeln zu bilden und gut anzuwachsen – solche Exemplare haben gegenüber Frühjahrsrosen einen deutlichen Wachstumsvorsprung! Frostschäden sind über die kalten Monate nicht zu erwarten, da die meisten Neuzüchtungen winterhart sind, lediglich die Verdlungsstelle sollte mit etwas Reisig bedeckt werden.

Rosen pflanzen

Rosen
Vor der Pflanzung werden Triebe und Wurzeln für ein leichteres Anwachsen gekürzt.
Rose
An einer Hauswand oder Hecke stehen Rosen ausreichend windgeschützt.

Vor der Pflanzung werden sowohl wurzelnackte Rosen als auch Exemplare mit Topfballen in ein Wasserbad gestellt. Dabei sollte die Pflanze mindestens bis zur Veredlungsstelle im Wasser stehen. Wenn Sie im Herbst pflanzen, sollte die wurzelnackte Pflanze rund acht Stunden Wasser aufnehmen können, im Frühjahr empfehlen Experten eine Zeitspanne von rund 24 Stunden. Containerware wird so lange unter Wasser gehalten, bis der Ballen absingt und keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Nach dem Wässern werden die Triebe mit einer scharfen Gartenschere auf ca. 20 cm zurückgeschnitten, um die Verdunstungsfläche vor dem anstehenden Winter zu reduzieren – pro Trieb bleiben mindestens fünf Knospen erhalten. Beschädigte, abgestorbene oder kranke Wurzelteile und sogenannte Drehwurzeln, die sich häufig zwischen Erde und Topf bilden, werden entfernt. Feinwurzeln bleiben hingegen erhalten.

Da Rosen tiefreichende, kräftige Wurzeln besitzen, muss das Pflanzloch so tief ausgehoben werden, dass keine Wurzelteile umgeknickt werden. Zudem muss die Veredlungsstelle der Zierblume rund 5 cm unter der Erdoberfläche liegen – nicht zu tief, aber auch nicht zu flach, das ist sehr wichtig für ein gesundes Wachstum. Zudem ist die Veredlungsstelle so ausreichend vor Spannungsrissen im Winter geschützt. Der Aushub wird mit reifem Kompost oder Hornspänen aufbereitet und abschließend mit dem Fuß leicht verdichtet, um letzte Hohlräume im Erdreich zu schließen.

Tipp: Nach der Pflanzung muss die Rose reichlich angegossen werden. Hier hilft ein kleiner Gießrand, der aus Erde als Ring um die Pflanze angelegt wird – auf diese Weise kann das Wasser nicht seitlich abfließen und bis zu den tiefliegenden Wurzeln vordringen. Im Frühsommer können Sie den Rand wieder einebnen.

Als zusätzlichen Winterschutz empfehlen Experten das Anhäufeln der Rose. Das bedeutet, dass Sie um die Pflanze einen rund 15 cm hohen Erdhügel anschütten, um empfindliche Pflanzenteile vor Nachtfrösten zu schützen. Im milderen Frühjahr wird die Erde schließlich wieder entfernt. Besonders empfindliche Rosensorten können mit einem zusätzlichen Vliesstoff umwickelt werden.

Rosenpflege

Rose
Rosen sind Starkzehrer und benötigen ausreichend Nährstoffe.

Rosen sind am richtigen Standort recht pflegeleicht. Dennoch gibt es einige Rosensorten, die weniger anfällig und daher für unerfahrene Hobbygärtner leichter zu halten sind. Generell vertragen Rosen Staunässe und Wassermangel nur schlecht. Achten Sie daher darauf, dass das Substrat stets wasserdurchlässig und locker bleibt, sodass die tiefreichenden Wurzeln ausreichend Luft bekommen.

Sobald die oberste Erdschicht trocken ist, wird wieder bewässert. Besonders Jungpflanzen benötigen nach der Herbstpflanzung viel Wasser, um schnell und gut anwachsen zu können. Achten Sie darauf, dass Sie die Blüten und das Laub nicht benetzen, denn nasse Blätter machen die Rosen anfällig für Pilzerkrankungen.

Tipp: Eine zusätzliche Mulchschicht lässt das Bodenwasser langsamer verdunsten und optimiert die Bodenbeschaffenheit.

Um den Bedürfnissen der Starkzehrer gerecht zu werden, sollten Sie zum Austrieb und erneut im Sommer organischen Dünger oder speziellen Langzeitdünger für Rosen reichen.

Rosen schneiden

Rose
Jährliche Schnittmaßnahmen erhalten die Blühfreudigkeit der Rose.

Rosen werden vor der Pflanzung eingekürzt, und erneut einmal jährlich im Frühjahr in Form gebracht und von alten Trieben befreit. Für den Auslichtungsschnitt entfernen Sie abgestorbenes oder krankes Holz sowie sich kreuzende oder berührende Triebe. Auch sogenannte Wildtriebe werden möglichst zeitig direkt am Ansatz abgeschnitten.

Nach einigen Standjahren wird der älteste Trieb an der Basis abgeschnitten. Diese Maßnahme fördert einen frischen Austrieb und erhält auf diese Weise die Vitalität und Blühfreudigkeit der Rose. Wenn Sie Verblühtes zudem regelmäßig auslichten, treibt die Rose viele neue Knospen aus.

Tipp: Verwenden Sie stets scharfes und sauberes Schneidwerkzeug, um Quetschungen und Krankheitsübertragungen zu vermeiden. Im Fachhandel sind zu diesem Zweck spezielle Rosenscheren für optimale Schnittergebnisse erhältlich. Schneiden Sie Ihre Rosen zudem nie bei Regen oder prallem Sonnenschein – ein bedeckter, frostfreier Tag im Frühjahr eignet sich ideal.

Rose

Nicht jede Rose gedeiht am selben Standort. Daher ist es wichtig, über unterschiedliche Rosensorten Bescheid zu wissen und ein passendes Exemplar zu wählen. Hier erfahren Sie wissenswerte Informationen zu unterschiedlichen Rosenarten und ihren Standortansprüchen. Rosensorten

Rosenkrankheit

Rosen werden bei feuchter Witterung oft schon kurz nach dem Austrieb von zahlreichen Pilzkrankheiten heimgesucht. Besonders häufig befallen werden sie vom Echten Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau. Wir geben hilfreiche Pflegetipps und beschreiben präventive Maßnahmen. Rosenkrankheiten

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Bildnachweis
1. "Pinke Rose" (Originalbild): naturepost, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Gelber Rosenstrauch" (Originalbild): RococoNeko, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Roter Rosenstrauch" (Originalbild): Ingo Jorga (Morkin), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Gelbe Rosenblüte" (Originalbild): Leonie Schoppema (TanteLoe), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Weiße Rose" (Originalbild): condesign, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
6. "Rosenblüte" (Originalbild): AlbertoGuillen, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
7. "Rote Rose" (Originalbild): Patricia York (solskin), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
8. "Rosentaupilz" (Rose: Powdery mildew) von Scot Nelson, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

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