Schwertlilien im Garten

Die Iris als winterharte Zierstaude

Schwertlilie

Die Iris, wie die schöne Schwertlilie von Botanikern genannt wird, bildet einzigartige Blüten bei geringem Pflegeaufwand. Dabei ist die Schwertlilie nur entfernt mit den bekannten Lilien verwandt, denn sie gehört zur Pflanzenfamilie der Schwertliliengewächse.

Mit über 300 Arten wird die Iris, die nach der griechischen Göttin des Regenbogens benannt ist, als formschöne und farbenprächtige Zierblume im Außen- und Innenbereich geschätzt. Je nach Sorte fallen die Blütephase und Ansprüche aus: Die sogenannte Zwiebel-Iris, die eigentlich Knollen und keine Zwiebeln bildet, bevorzugt feuchte Standorte. Schwertlilien, die Rhizome ausbilden, vertragen anhaltende Feuchtigkeit hingegen nur sehr schlecht.

Im Folgenden haben wir wichtige Pflanz- und Pflegetipps für Sie zusammengestellt, sodass Sie Ihrer Iris ein optimales Pflanzenwachstum gewährleisten können.

Sortenvielfalt der Schwertlilie

Die Schwertlilie (Iris) wird botanisch in sechs Untergattungen aufgegliedert, für Gartenliebhaber sind hingegen nur zwei Unterscheidungsmerkmale wirklich relevant: die Zwiebel- und Rhizom-Schwertlilien. Beide Sorten sind winterhart und bevorzugen sonnige Standorte, wobei die Rhizom-Iris sandige, trockene Böden bevorzugt, in denen Zwiebel-Schwertlilien niemals gedeihen würden. Die Ansprüche der Rhizom-Arten werden dann erneut in drei Untergruppen aufgeteilt.

Sogar ausgewiesene Schwertlilien-Experten haben bei einer solchen Sortenvielfalt Probleme mit einer korrekten Zuordnung einer blühenden Einzelpflanze. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Iris schnell und leicht mit anderen Arten kreuzt, wodurch das weite Feld der Schwertlilien immer unübersichtlicher wird.

Umso wichtiger ist es, dass Sie sich vor dem Kauf über ausgeschriebene Ansprüche und Standortkriterien der Zierstaude informieren und eine für Ihre Gartenplanung passende Iris erwerben, um so ein gesundes Wachstum zu unterstützen.

Ansprüche und Pflanzung der Schwertlilie

Schwertlilien
Schwertlilien gibt es in vielen Arten, die sich in ihren Ansprüchen und ihrer Gestalt unterscheiden.

Die für die Gartenpflanzung vorgesehene Schwertlilien sind winterhart und bevorzugen einen windgeschützten und sonnigen Standort im Blumenbeet. Gerne werden Zierstauden in den hinteren Teil des Beetes gepflanzt, da ihre einzigartigen Blüten am oberen Ende des etwa 100 Zentimeter hohen Blütenstiels gebildet werden.

Wie alle Stauden, reagieren auch die Zwiebel- und Rhizom-Schwertlilien empfindlich auf anhaltende Feuchtigkeit. Um Staunässe effektiv zu vermeiden, sollten lehmige Böden mit Sand aufbereitet werden.

Ist der Gartenboden zu stark verdichtet, empfehlen Experten bei empfindlicheren Rhizom-Schwertlilien eine zusätzliche Drainageschicht aus feinem Kiesel oder Blähton für einen erleichterten Wasserabtransport.

Tipp: Wenn Sie den Beetboden gelegentlich mit einer Grabegabel vorsichtig auflockern, unterstützt dies ein gesundes Pflanzenwachstum. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie keine empfindlichen Wurzeln beschädigen.

Die Zierstaude wird zwischen August und Oktober ins Beet gesetzt. Rhizome werden vorab zusätzlich um einige Zentimeter gekürzt und von der Hälfte des Laubes befreit. Anschließend wird der Wurzelstock so tief eingesetzt, dass ein Drittel über der Oberfläche verbleibt, das gilt auch für Zwiebel-Schwertlilien. Der Pflanzabstand sollte bei etwa 40 Zentimetern liegen.

Iris pflegen

Junge Iris
Die Iris wird nach der Pflanzung bewässert und dann nicht weiter gepflegt. Dünger verträgt sie nur sehr schlecht.

Nach der Pflanzung im Herbst wird die Jungpflanze gut bewässert, um ihre Wurzelbildung zu fördern und ihr so das Einwachsen zu erleichtern. Ansonsten sind die Schwertlilien bezüglich ihrer täglichen Pflege anspruchslos und müssen nur bei länger anhaltenden Trockenperioden zusätzlich gewässert werden.

Da Iriswurzeln ausgesprochen salzempfindlich sind, wird von einer zusätzlichen Düngung mit synthetischen Produkten abgeraten. Bei vielen der im Fachmarkt erhältlichen Düngemittel handelt es sich um hochdosierte Konzentrate, die bei einer Schwertlilie schnell zu einer Überdüngung führen. Daraufhin kommt es zu Wurzelfäule und die Staude nimmt erheblichen Schaden.

Tipp: Bei schlechten Bodenbedingungen kann ein Unterarbeiten mit organischem Dünger das Wachstum und die Blüte zwischen Mai und August fördern. Generell gilt jedoch, dass Schwertlilien am besten gedeihen, wenn sie ungestört wachsen dürfen.

Schwertlilien auf den Winter vorbereiten

Schwertlilie im Winter
Vor dem Winter wird die Schwertlilie teilweise zurückgeschnitten.

Schwertlilien sind winterhart und können im Außenbereich problemlos überwintern. Dennoch sind vor dem einsetzenden Frost einige Pflegemaßnahmen wichtig, um die Stauden optimal auf die Ruhephase im Winter vorzubereiten.

Nachdem die Blüten verwelkt sind, werden Sie mit einer scharfen Schere abgeschnitten. Auch verfärbte oder braune Pflanzenteile werden entfernt, zudem wird der Blütenstiel bis auf 10 Zentimeter eingekürzt. Lassen Sie jedoch einige Blätter stehen, denn das Laub dient der Zierstaude als zusätzlicher Winterschutz. Hier legt sie Nährstoffreserven für die kalten Monate an, um im Frühjahr wieder blühen zu können. Erst im Frühjahr, wenn keine Nachtfröste mehr drohen, werden alle restlichen Blätter entfernt.

Wenn Sie die Schnittmaßnahmen nach der Blüte auslassen, bildet die Staude Samen aus und verbreitet sich schnell im gesamten Garten. Schwertlilien sind Frostkeimer, Sie können daher die Samen auch gezielt sammeln und im Kühlschrank anzüchten. Im Frühling werden die kleinen Jungpflanzen dann wieder ausgepflanzt.

Iris umpflanzen und vermehren

Schwertlilien
Wenn Sie Ihre Schwertlilien alle fünf Jahre teilen, bleiben sie besonders blühfreudig.

Zeitgleich mit den Schnittmaßnahmen nach der Blüte lassen sich Schwertlilien auch problemlos zwischen August und Oktober umpflanzen. Entnehmen Sie hierfür das Rhizom bzw. die Knolle vorsichtig aus der Erde und pflanzen Sie den Wurzelstock an einen neuen Standort. Wieder sollte ein Drittel der Knolle bei der Pflanzung oberirdisch verbleiben.

Nach vier bis fünf Jahren bilden Schwertlilien auffällig weniger Blüten. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die Zierstaude zu teilen, um ein neues Wachstum anzuregen. Mit Hilfe einer Grabegabel wird die Pflanze aus der Erde gehoben und mit einem scharfen Messer geteilt. Die geteilten Wurzelstöcke können nun wieder eingepflanzt werden.

Tipp: Durch ein gelegentliches Teilen wird die Staude leicht vermehrt. Ein Heranziehen aus Samen dauert deutlich länger und ist entsprechend aufwendig.

Iris sibirica ist Blume des Jahres 2010

Sibirische Schwertlilie
Die Sibirische Schwertlilie ist Blume des Jahres 2010.

Die Iris sibirica, auch als Sibirische Schwertlilie oder Wiesen-Schwertlilie bekannt, wird bis zu 120 Zentimeter hoch und bildet farbenprächtige Blütenstände mit zwei bis fünf Blüten aus.

Ihre Bestände an Naturstandorten gehen durch Trockenlegungen und die wirtschaftliche Nutzung derzeit stark zurück. Besonders wohl fühlt die Zierstaude sich in Rabatten und an Gewässerufern.

Im Oktober 2009 wurde die Sibirische Schwertlilie von der Stiftung Naturschutz Hamburg und der Stiftung Loki Schmidt zur Blume des Jahres 2010 ausgerufen.

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Bildnachweis
1. "Irisblüte in Nahaufnahme" (Originalbild): Karsten Paulick (Kapa65), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Gelbe Irisblüten" (Originalbild): Bruno Müller (Boenz), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Neuaustrieb der Schwertlilie" (Originalbild): Christian Oehlenberg (ChristianOehlenberg), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Schwertlilie im Schnee" (Originalbild): Christian Oehlenberg (ChristianOehlenberg), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Iris von unten fotografiert" (Originalbild): Demi, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
6. "iris-sibirica-blume-des-jahres"

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