Katzenminze (Nepeta)

Katzenminze im Staudengarten

Blüten der Katzenminze

Die Katzenminze blüht von Mai bis in den Oktober fast den ganzen Sommer hindurch und taucht mit ihren überwiegend blauvioletten Blüten zahlreiche Blumenbeete in ein Farbenmeer. Dabei lockt die Katzenminze eine Vielzahl an Nützlingen wie Bienen und Hummeln in den Hausgarten und wurde daher sogar zur Staude des Jahres 2010 gewählt.

Der Name basiert auf den herb-würzig duftenden Blättern und der Vorliebe vieler Katzen für diese Pflanze. Actinidin, ein dem Baldrian ähnlicher Wirkstoff, ist der Grund, warum die Pflanze auf Katzen so anziehend wirkt und rauschartige Zustände auslöst. Wenn Sie die Katzenminze im Kübel pflanzen, können auch kleine Stubentiger den angenehmen Duft genießen.

Hier erfahren Sie wissenswerte Informationen zum Anbau und zur Pflege der robusten Katzenminze als Staudengewächs im eigenen Garten.

Katzenminze erkennen

Es gibt eine Vielzahl an gezüchteten Nepeta-Arten, die als Schnitt- und Beetstaude Verwendung finden. Allen gemeinsam sind die aromatischen Blätter und eine lange Blütezeit von Juli bis Anfang Oktober.

Die Farbpalette der Blüten reicht von Violett über Hellblau bis Dunkelblau, einige wenige Sorten blühen weiß, rosa oder sogar gelb. Bestäubt werden die Blüten von Hautflüglern wie beispielsweise Hummeln und Bienen. Dabei kann die Blütenform je nach Katzenminzenart unterschiedlich ausfallen.

Die Höhe der Pflanze variiert von 20 bis 120 cm. Die Form der Blätter ähnelt denen der Melisse, sie sind allerdings meistens mit Drüsenhaaren bedeckt, dicker und von eher graublauer Farbe. Auch der Duft der Pflanze erinnert mit seinem herb-erfrischenden Zitrusduft an die Zitronenmelisse.

Ansprüche und Standort der Katzenminze

Katzenminze im Beet
Bei der Standortwahl müssen die Ansprüche verschiedener Nepeta-Sorten berücksichtigt werden.

Die Katzenminze ist eine genügsame Pflanze, die am idealen Standort mehrjährig wächst und bei geringer Pflege lange Blüten trägt. Dennoch gilt es beim Anbau von Katzenminze zu beachten, dass unterschiedliche Sorten auch verschiedene Ansprüche an den Boden setzen.

Die häufig anzutreffenden graulaubigen Arten sind deutlich pflegeleichter und anspruchsloser. Sie gedeihen an sonnigen Plätzen mit mäßig trockenem Boden besonders gut und werden daher vorwiegend in Steingärten angepflanzt.

Die grünlaubigen Nepeta-Arten benötigen hingegen einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem und feuchtem Boden, der jedoch nicht zu Staunässe neigt. Ein Lehmboden mit einem pH-Wert von 6,4 gilt als ideal.

Tipp: Informieren Sie sich bereits vor dem Kauf, welche Pflanze für Ihre Standortwahl passend ist, um ein gesundes und optimales Pflanzenwchstum gewährleisten zu können.

Katzenminze pflanzen

Katze liegt in Katzenminze
Ob im Kübel oder im Beet – Katzen lieben Katzenminze.

Die Katzenminze wird besonders gerne in einen Duftgarten gepflanzt, doch auch im Kübel auf der Terrasse oder in Kästen auf dem Balkon gedeiht sie gut und verströmt ihr angenehmes Aroma über die Sommermonate.

Die Containerware ist ganzjährig pflanzbar. Für ein schnelleres Anwachsen empfehlen Experten ein vorzeitiges Wässern des Wurzelballens. Entfernen Sie hierfür den Einwegtopf und stellen Sie den Wurzelballen in ein Gefäß mit Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Setzen Sie den Wurzelballen nun in ein doppelt so großes Pflanzloch oder einen ausreichend großen Kübel und bedecken Sie alles mit frischer Gartenerde.

Achten Sie bei einer Freilandpflanzung auf einen Pflanzabstand von mindestens 30 Zentimetern und ermöglichen Sie Kübelpflanzen mit Hilfe einer Drainageschicht aus kleinen Tonscherben einen optimalen Flüssigkeitsabfluss, um anhaltende Feuchtigkeit und somit ein Faulen der empfindlichen Wurzeln zu vermeiden.

Tipp: Pflanzen Sie die Katzenminze neben Rosenstauden. Beide Pflanzen profitieren voneinander und ermöglichen ein fantastisches Farbenspiel im Blumenbeet.

Katzenminze pflegen und schneiden

Katzenminze
Die Katzenminze kann ein zweites Mal Blüten tragen und lockt zahlreiche Insekten an.

Auch bei der Pflege der Katzenminze gilt es nach unterschiedlichen Sorten zu differenzieren: Graulaubige Katzenminze braucht nur wenig Wasser und muss nicht weiter gepflegt werden, während grünlaubige Exemplare auf eine stetige Wasserzufuhr und gezielte Düngung mit stickstoffhaltigen Produkten angewiesen ist. Alternativ lässt sich nährstoffarmer Boden mit Kompost aufbereiten.

Dennoch sollten beide Arten nach der Hauptblüte im Juli zurückgeschnitten werden, um eine erneute Blütephase bis in den Herbst zu erzielen. Schneiden Sie dazu die Triebe bis auf wenige Zentimeter zurück, so kann die Pflanze erneut austreiben und farbenfrohe Blüten bilden.

Der nächste Rückschnitt erfolgt dann erst im zeitigen Frühjahr, da die neuen Triebe der Pflanze als zusätzlicher Winterschutz dienen. Zudem wird durch den gezielten Rückschnitt ein unkontrolliertes Pflanzenwachstum unterbunden.

Tipp: Im Fachhandel finden Sie ebenso Arten, die nur einmal blühen und im Sommer nicht geschnitten werden müssen.

Nutzung der Katzenminze

Katzenminze
Die Blüten und Blätter können frisch oder getrocknet weiterverarbeitet werden, beispielsweise zu Tee.

Die Katzenminze wird aufgrund ihrer ätherischen Öle häufig in der Naturheilkunde verwendet, etwa als Tee gegen Magenbeschwerden, Grippe oder chronische Bronchitis. Zudem schreibt die Volksmedizin dem Katzenminzen-Tee eine krampflösende, schweißtreibende und somit fiebersenkende Wirkung zu.

Aus den frischen Blättern wird der Tee zubereitet. Alternativ können Blätter und Blüten zwischen Juli und August gepflückt und getrocknet werden. Erhitzen Sie den Tee nicht bis zum Siedepunkt, sonst könnten gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe zerstört werden.

Auch in Katzenspielzeugen finden getrocknete und zerstoßene Blätter der Katzenminze Verwendung. Nähen Sie einfach die im Mörser zerstoßenen Blätter in kleine Stoffkissen ein und machen Sie Ihrem kleinen Stubentiger eine große Freude. Im Fachhandel sind solche Produkte unter der Bezeichnung "Catnip" zu finden.

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Bildnachweis
1. "Katzenminze" (Catmint / Nepeta subsessilis) von TANAKA Juuyoh, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
2. "Katzenminze" (Nepeta) von Elsa Spezio, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
3. "Katze schläft in Katzenminze" (too much cat mint) von "T"eresa, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
4. "Katzenminze mit Biene" (Nepeta Junior Walker) von thefriendsofmanito, https://www.flickr.com/, Lizenz: Public Domain Mark 1.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
5. "Blätter der Katzenminze" (Originalbild): rebeck96, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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