Sommerträume mit Stauden

Farbenfrohe Stauden für einen schönen Sommergarten

Indianernessel

Mit hellen und kräftigen Farben erinnern Stauden an den Sommer. In den Farben Rot, Orange und Gelb verbreiten die Pflanzen ein echtes Sommergefühl in Ihrem Garten.

Dazu sind Stauden recht anspruchslos und somit pflegeleicht und vebreiten einen angenehmen Duft, der zum Verweilen und Genießen einlädt. Sogar im Winter können Sie die Farbpracht von winterharten Stauden bestaunen und somit gezielte Farbakzente im tristen Garten setzen.

Hier erfahren Sie wissenswerte Informationen zum Anbau und zu einzelnen Merkmalen unterschiedlicher Staudenpflanzen und können Inspirationen für eine neue Gartengestaltung gewinnen.

Sonnenbraut (Helenium) mit orangenen Blüten, gelbes Mädchenauge (Coreopsis verticillata) und roter Sonnenhut (Echinacea) werden damit zu einem Hingucker. Weiterhin lassen sie sich gut mit der rotblühenden Fetthenne (Sedum telephium Matrona) und der ebenfalls rotblühenden Indiandernessel (Monarda) kombinieren.

Attraktive sommerblühende Beete in den Farben Rosa, Blau und Dunkelrot ermöglichen Pflanzenkombinationen z.B. mit rosablühendem Storchschnabel, rotem Schafgarben (Achillea) und quirlbättrigem Salbei (Salvia verticillata). Noch dazu bringen die Rutenhirse (Panicum virgatum), die Gelenkblume (Physostega) oder die Mexiconessel (Agastache Hybr. Blue Fortune) mit blauen Blüten aufrechte Strukturen in das Beet ein.

Ein echter Dauerblüher, deren Blüten und Duft man monatelang genießen kann, ist die Präriekerze. Sie zeigt sich mit weißen oder rosafarbenen Blüten und verwöhnt ihre Umgebung mit einem herrlichen Duft.
Schon im Sommer kann man für eine Blütenpracht im Herbst vorsorgen. Herbstanemonen (Anemone japonica), Gräser wie Chinaschilf (Miscanthus) und Seggen (Carex) oder auch Pflanzen aus dem großen Asternsortiment, welches weiße, rote, blaue oder rosa Farbtöne verspricht, verzieren auch im Herbst den Garten mit Farb- und Formakzenten.

Sonnenbraut (Helenium)

Sonnenbraut
Die Sonnenbraut bevorzugt nährstoffreichen Boden.

Sonnenbraut ist eine hoch wachsende Staude, die sich ideal für den Anbau im Garten eignet. Sie wird bis zu 1,50 m hoch und zeigt ihre gelben bis roten Blüten von Juni bis Oktober. Frühsorten, welche im Juni/Juli blühen, erreichen eine nicht ganz so große Höhe, wie die Sorten, welche im September/Oktober blühen.

Helenium bevorzugt einen vollsonnigen Platz in nährstoffreichem Boden. Dieser darf keinesfalls zu trocken sein. In Stauden können sie sehr gut mit anderen Pflanzen vereinbart werden, wie z.B. mit Rittersporn, Lilien und Sonnenhut. Die Sonnenbraut ist stets eine Bereicherung mit ihren tollen leuchtenden Blüten, ob im Garten oder in der Vase, und glänzt in den Farben des Sommers. So wurde sie 2008 zur Staude des Jahres erklärt.

Gelbes Mädchenauge (Coreopsis verticillata)

Gelbes Mädchenauge
Das Gelbe Mädchenauge blüht von Juni bis September.

In einer Höhe von ca. 50 cm zeigt diese Pflanze sechs bis neun goldgelbe Blüten. Es handelt sich um Dauerblüter, welche ihre Blüten von Juni bis September zeigen.

Die anspruchslosen, ausdauernden Korbblüter mit fein gefiederten Blätter bevorzugen durchlässigen, leicht kalkhaltigen Boden in voller Sonne. Abgestorbene bzw. faule oder verwelkte Pflanzenteile sollten immer sofort entfernt werden, damit sich neue Blüten bilden können.

Normalerweise handelt es sich hierbei um eine robuste Pflanze, allerdings sollte sie in rauen und sehr kalten Klimazonen zusätzlich geschützt sein. Auch als Schnittblume ist das Gelbe Mädchenauge eine gute Wahl, da sie durch ihre Farben dunklen Räumen Glanz verleiht und lange in der Vase haltbar ist.

Sonnenhut (Rudbeckia fulgida)

Sonnenhut
Der Sonnenhut ist eine mehrjährige Staudenpflanze mit Heilwirkung.

Der Sonnenhut ist eine sehr beliebte Heilpflanze, da er die Fähigkeit besitzt, das Immunsystem gezielt anzuregen. Daher wird er gerne zur Prävention oder auch bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Das Präparat wird in Apotheken in Tablettenform oder als Saft angeboten.

Wenn Sie Sonnenhut im eigenen Garten anbauen, können Sie ihn auch problemlos als Tee genießen. Im Garten gedeiht er gut auf trockenem und sandigem Boden. Als mehrjährige Staudenpflanze erfreut der Sonnenhut den Hobbygärtner auch in den folgenden Standjahren. Erntet man nicht die kompletten Wurzelstöcke, so bereichert der Sonnenhut seine Umgebung lange mit rosafarbigen Blüten. Diese erinnern zunächst nicht an Blütenblätter, sondern wirken eher wie kleine Stacheln. Nach einem weiteren Wachstumsverlauf nehmen die Blüten schließlich ihre richtige Form an.

Indianernessel (Monarda)

Indianernessel
Die Indianernessel gibt es in vielfältigen Farbnuancen.

Die Indianernessel ist eine langlebige Staude mit feurig-roten, violetten, rosafarbenen oder selten weißen Blüten, die sich von Juli bis September zeigen. Durch die intensiven Blütenfarben ist diese Pflanze stets ein absoluter Blickfang. Außerdem verleiht sie einen angenehmen aromatischen Duft, der besonders Bienen und Schmetterlinge anzieht.

Nicht nur als Staude kann sie bewundert werden, sondern auch in der Vase verleiht sie besonderen Glanz und die Blüten halten erfreulich lange.

Heimisch ist die Nessel in Nordamerika, wo sie auch ihren Namen erhielt, denn die Indianer kochten von den aromatischen, duftigen Blättern schmackhaften Tee. In Regionen rund um Deutschland wachsen diese Pflanzen vor allem in lichten Wäldern und an Gehölzrändern. Sie bevorzugen also einen halbschattigen Standort. Außerdem lieben sie nährstoffreiche, mäßig feuchte Regionen.

In Trockenzeiten muss die Pflanze regelmäßig gegossen werden, um eine Pilzkrankheit zu vermeiden, denn die Indianernessel ist im heißen Sommer anfälltig für Mehltau.

Schafgarben (Achillea)

Schfgarbe
Schafgarben zeigen sich in unterschiedlichen Farben und verfügen über starke Stängel.

Die Schafgarbe ist eine beliebte Heilpflanze, die bei Verdauungsproblemen und in der Frauenheilkunde ihren Nutzen findet. Beobachten lässt sie sich vor allem auf Wiesen und an Wegrändern.

Heimisch ist diese Pflanze in ganz Europa, sogar am Polarkreis. Sie bevorzugt sonnige und recht trockene Standorte. Außerdem ist sie ausdauernd und mehrjährig und so bleiben ihre Blätter auch teilweise im Winter an der Erdoberfläche.

Kleine weiße, selten rosige Blüten sitzen an einem zähen und markhaltigen Stengel, welcher an einer im Frühjahr ausgetriebenen Rosette wächst. Auf Grund des festen Stängels sind Schafgarben nicht unbedingt optimal als Schnittblumen geeignet.

Rutenhirse (Panicum virgatum)

Rutenhirse
Im Sommer sind die Halme des Präriegrases rot gefärbt.

Rutenhirse ist ein Präriegewächs, welches aus Nordamerika stammt. Es ist ein wirkungsvolles Ziergras für warme und sonnige Standorte. Im Spätsommer färben sich die Grashalme rot. Die Blütezeit der Rutenhirse ist von Juli bis September, dann zeigt sich eben diese braunrote Farbenpracht.

Die Halme werden vor dem Winter nicht abgecshnitten, erst im Frühjahr werden gezielte Schnittmaßnahmen durchgeführt, da in den Halmen noch Energie für den Winter enthalten ist, die die Pflanze zum Überleben benötigt. Im Winter braucht die Rutenhirse keinen zusätzlichen Frostschutz, da es sich um eine winterharte Pflanze handelt.

Gelenkblume (Physostegia)

Gelenkblume
Die Gelenkblume bildet formschöne Blüten.

Die Gelenkblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, welche eine sehr gefragte Zierpflanze für Staudenbeeten ist. Sie ist sehr anspruchslos, denn sie wächst auf nahezu allen Böden, und kann einen sonnigen sowie einen halbschattigen Standort einnehmen.

Die Besonderheit der Gelenkblume sind ihre außergewöhnlichen Blüten. Zum einen wachsen sie in tollen, rosigen Farben und zum anderen kann man diese Blüten drehen, als ob sie Gelenke hätten. Auf diesem Phänomen beruht auch ihr Name.

Zu Gesicht bekommt man diese Blüten von Juni bis Oktober. Die Pflanze stammt ursprünglich aus den US und ist eine beliebte Schnittpflanze.

Mexiconessel (Agastache Hybr.Blue Fortune) und Präriekerze (Gaura lindheimerii)

Mexiconessel
Die Mexiconessel bildet blau-violette Blütenstände aus.

Mit ihren leuchtenden violetten Blüten, welche sich von Juli bis Oktober zeigen, begeistert die Mexiconessel nicht nur Menschen, sondern auch Bienen und Schmetterlinge. Die Blätter versprühen einen Duft, der an Minze erinnert.

Diese Staude erreicht eine Wuchshöhe von ca. 70 cm.

Im Staudenbeet glänzen die Präriekerzen mit ihren schmalen, dekorativen Blättern und den lockeren blauen oder weißen Blütentrauben. Die Blütezeit erfolgt von April bis in den Juni hinein. Zudem erinnern die Blüten an Schmetterlinge und wirken dadurch sehr elegant und ausgefallen.

Leider ist jede Einzelblüte kurzlebig und hält nur einen Tag. Allerdings öffnen sich immer wieder, auch in der Vase, neue Blüten.

Die Präriekerzen bevorzugen einen Standort in der Sonne, gedeihen aber auch im Halbschatten noch gut und wachsen am besten in nährstoffreichen, eher trockenen bis feuchten Böden. Noch dazu sind diese Pflanzen nicht besonders winterhart, daher müssen sie, außer bei milden Wintern, an geschützten Orten stehen oder gezielt vor Dauerfrösten geschützt werden.

Herbstanemonen (Anemone japonica)

Herbstanemone
Die Herbstanemone wird zum leuchtenden Blickfang im herbstlichen Garten.

Zu dem Zeitpunkt, an dem sich das Laub der Bäume allmählich zu verfärben beginnt, beginnt die Herbstanemone in verschiedenen Farben zu blühen. Von September bis Oktober zeigen sich lange Blütenstiele mit vielen Blüten aus vollen Laubblättern.

Die Blütenfarben variieren von weiß bis hin zu einem knalligen purpurrot. Für Staudenbeete also genau das Richtige, denn die vollen Farben erinnern an den einsetzenden Frühling und warmen Sommer.

Der beste Standort für Herbstanemonen ist ein warmer, sonniger bis halbschattiger Platz im Garten in durchlässigem, humosem Boden. Es muss darauf geachtet werden, dass die Erde bei einem sonnigen Platz auch im Winter stets feucht bleibt.
                  

Chinaschilf (Miscanthus)

Chinaschilf
Das Chinaschilf stammt aus Asien und ist mittlerweile weltweit zu finden.

Chinaschilf ist leicht an der schilfartigen Wuchsform zu erkennen. Der Blütenstand ist eine ca. 30 cm lange kahle bis filzig behaarte Rispe. Heimisch ist dieses Gewächs in weiten Teilen Chinas, Japans und Koreas an Küsten oder Höhenlagen unter 2000 m.

Im asiatischen Raum wurde der Schilf als Rohstoff für Matten und Flechtwerk verwendet.

Durch eingeschleppte Samen hat sich das Chinaschilf als Zierpflanzen in den USA unkontrolliert verbreitet, das Gewächs wird daher auch als invasiv eingestuft, da die Vermehrung schnell und willkürlich erfolgt.

Seggen
Das Riedgras ist eine schilfartige Pflanze, die Schließfrüchte ausbildet.

Seggen (Carex)

Seggen kommen meist in kalten und klimatisch gemäßigten Regionen vor. Es handelt sich um krautige, schilfartige Pflanzen und zusammenstehenden männlichen und wieblichen Blüten.

Die Pflanze bildet zudem eine Schließfrucht mit Samen aus. Riedgräser, also Seggen, wachsen bevorzugt auf moorigen Flächen, zudem gedeihen sie auch in Flach- und Wechselwasserzonen von Gewässern.

Das Gras ist für Tiere meist ungenießbar, da es einen sauren Geschmack hat, und wird daher nur selten von Schädlingen oder kleinen Nagetieren befallen.

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Bildnachweis
1. "Indianernessel (Monarda)" (Originalbild): Manfred Antranias (Antranias), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Sonnenbraut (Helenium)" (Originalbild): condesign, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Gelbes Mädchenauge (Coreopsis verticillata)" (Originalbild): jcesb, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Sonnenhut (Rudbeckia fulgida)" (Originalbild): Marvin Haselbach (Marvball), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Indianernessel (Monarda)" (Originalbild): Isabel Hammermann-Merker (isabel1), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
6. "Schafgarben (Achillea)" (Originalbild): Anja Osenberg (cocoparisienne), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
7. "Rutenhirse (Panicum virgatum)" (Panicum virgatum) von Matt Lavin, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
8. "Gelenkblume (Physostegia)" (Gelenkblume (Physostegia virginiana)) von Maja Dumat (blumenbiene), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
9. "Mexiconessel (Agastache Hybr. "Blue Fortune")" (Blue Fortune Hyssop) von Patrick Standish (patrick_standish), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
10. "Herbstanemone (Anemone japonica) " (Originalbild): Alois Grundner (alsen), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
11. "Chinaschilf (Miscanthus)" (Originalbild): Thomas B. (Didgeman), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
12. "Seggen (Carex)" (Originalbild): WikimediaImages, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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