Wohlfühlgarten

Pflegeleichte Stauden für einen schönen Garten

Katze schläft

Alle Hobbygärtner genießen den Sommer im blühenden Garten. Die farbenfrohen Blumen, Sträucher und Obstbäume locken Insekten an und laden zum Verweilen und Entspannen ein. Ein blühender Sommergarten erfordert jedoch viel Zeit und Hingabe.

Das schreckt viele Menschen ab, denn neben den fleißigen Gärtnern gibt es natürlich auch die gemütlichen Gartenbesitzer, die gerne auf ein aufwendiges Pflegen und Wässern im Sommer verzichten würden.

Sie nutzen Ihren Garten also hauptsächlich zum Verweilen und Bestaunen und ersparen sich gerne die große Gartenarbeit mit all der Pflege? Dann empfehlen wir Ihnen folgende Stauden, die besonders pflegeleicht sind und dennoch mit tollen Blütenfarben und Blattformen zu begeistern wissen.

Wüchsige Storchschnäbel (Geranium) in Tönen wie rosa, blau und weiß machen eine gute Figur in Verbindung mit robustem Frauenmantel (Alchemilla), dessen Blüten sich gut für Sträuße eignen sowie mit öfter blühendem blauen Salbei (Salvia nemorosa).

Weitere Pflanzen, die durch ihre Anspruchslosigkeit und Pflegeleichtigkeit glänzen, sind außerdem die rotblühende Fetthenne (Sedum telephium), der Wollziest (Stachys byzantina) mit seinen auffallenden silberfarbigen Blättern oder die auch bei Katzen beliebte Katzenminze (Nepeta).

Sie können sich noch mehr Arbeit sparen, wenn Sie eine Schicht aus grobem Rindenmulch um die Pflanze verteilen, so verringern Sie sich die Arbeit beim Jäten und die Pflanze speichert mehr Wasser.

Noch ein kleiner Tipp für eine zukünftige Arbeitserleichterung: Wenn Sie die Pflanzen nach dem ersten Blütenflor zurückschneiden, blühen Pflanzen wir Rittersporn (Delphinium), Salbei (Salvia nemorosa) und Katzenminze (Nepeta) ein zweites Jahr.

WüchsigeR Storchschnabel (Geranium)

Storchschnabel
Schnecken meiden die winterfeste Pflanze.

Der Storchschnabel ist sehr pflegeleicht und stellt keine besonderen Ansprüche an Boden und Standort. Die Pflanzen werden von Schnecken gemieden, wachsen recht schnell und sind winterfest. Einige Storchschnabel-Sorten sind wintergrün, andere hingegen blühen fast ununterbrochen.

Storchschnäbel werden geschmückt mit 2,5-4cm großen, hellrot-violetten Blüten. Diese zeigen sich zwischen Juni und September. Die Staude ist ein Blickfang in Gärten und Wildwiesen und eignet sich hervorragend zur Bepflanzung von Teichenbereichen, denn hier setzt sie leuchtende Farbakzente im Kontrast zum dunklen Teichwasser. Mittlerweile findet man diese Pflanzen in einer Vielzahl in zahllosen Gärten und Parks an halbschattigen bis schattigen Standorten, da sich der Storchschnabel je nach Platz und Bedingungen selbstständig vermehrt.

Frauenmantel (Alchemilla)

Blatt des Frauenmantels mit Regen
Der Frauenmantel ist eine Heilpflanze in der natürlichen Frauenheilkunde.

Fast weltweit ist diese Pflanze zu finden. Meistens ist er auf Wiesen, lichten Wäldern und Gebüschen zu bestaunen. Oft liegt er dann in ganzen Flächen vor, da er sich bei idealen Standortbedingungen sehr schnell ausweitet.

Man erkennt ihn an seinen zackigen Blättern und an kleinen, gelben Blüten, welche sich ab Ende Mai zeigen. Zu dieser Zeit sammelt man das ganze Kraut für eine gezielte Weiterverarbeitung.

Schon sein Namen setzt den Frauenmantel mit der Frau in Verbindung. Zu Recht, denn er wird hauptsächlich in der homöopathischen Frauenheilkunde angewandt. In  den Wechseljahren wirkt er Mangelzuständen entgegen und hilft bei nahezu allen Frauenbeschwerden entkrampfend. Bei Schmerzen kann der Frauenmantel als Tee getrunken werden.

Eine Besonderheit des Frauenmantels ist die Tatsache, dass die Pflanze herannahendem Regen erkennt und Wasser ausschwitzt, daher wird der Frauenmantel auch als Wetterpflanze bezeichnet und kann für Wetterprognosen genutzt werden.

Rotblühende Fetthenne (Sedum telephium)

Fetthenne
Die Fetthenne benötigt für ein gesundes Pflanzenwachstum nur sehr wenig Wasser.

Die Fetthenne ist eine anspruchslose Pflanze. Sie erträgt sowohl heiße Zeiten als auch kalte Witterung erstaunlich gut. Allerdings sollte sie stets an einen vollsonnigen Standort gepflanzt werden, wobei lange Trockenheit gut vertragen wird. Auf Grund dieser Eigenschaften eignet sich die Fetthenne ideal zur Dachbepflanzen oder zur Bepflanzung von Trockenmauern, denn diese Steingartenpflanzen stellen keine Ansprüche im Hinblick auf Düngung oder regelmäßiges Gießen.

Beim Pflanzen sollte allerdings darauf geachtet werden, dass seinzelne Pflanzen nicht zu nah beieinander gesetzt werden, da sie sich rasch verbreiten bzw. vermehren. So können sie auch problemlos als farbenfroher Bodendecker zwischen Bäumen und Sträuchern verwendet werden. Die auffallend roten Blüten zeigen sich mitten im Hochsommer.

Silberblättrige Wollziest (Stachys byzantina)

Wollziest
Der Silberblättrige Wollziest ist eine beliebte Blattschmuckstaude.

Wegen seiner an Eselsohren erinnernden, samtigen, weiß behaarten Blätter ist der Wollziest eine sehr beliebte Blattschmuckstaude. Die Pflanzen breitet sich kriechend aus und sind somit beliebte Bodendecker. Sie bevorzugt einen durchlässigen, höchstens mäßig nährstoffreichen Boden und einen vollsonnigen Standort.

Da Wollziest sehr empfindlich gegenüber Staunässe ist, sollte man ihn nur selten gießen: Bewässert wird immer erst zu dem Zeitpunkt, wenn die oberste Erdschicht bereits längere Zeit abgetrocknet ist. Auch im Winter benötigt die Pflanze keinen zusätzlichen Schutz, da sie winterhart ist.

Seine weißen Blüten zeigt der Wollziest zwischen Juli und September. In Gärten wird der Silberblättrige Wollziest oft mit Silbersalbei verwechselt, welcher jedoch eine kurzlebende Staude ist.

Katzenminze (Nepeta)

Katzenminze
Katzen lieben den intensiven Geruch der Katzenminze.

Katzenminzen verleihen mit ihrem individuellen Aussehen ihrer Umgebung stets einen speziellen Glanz. Bei jeder einzelnen Pflanze sind Blätter sowie Blüten verschieden. Erkennen kann man diese Pflanze jedoch an ihrem kantigen und stark behaarten Stängel.

Die Größe der Blätter kann zwischen 5-10 cm variieren und auch die Blattform kann eiförmig, rund oder herzförmig sein. So auch die Stängel, welche sich in graugrün, dunkelgrün, hellgrün oder selten auch in rötlicher Farbe zeigen.

Auch die Blüten unterscheiden sich stets in ihrem Erscheinungsbild, die Anzahl der Blütenblätter bleibt aber immer gleich: Sechs Blüten, die miteinander verwachsen sind und einen röhrigen Kelch bilden. Die Ausprägung der Farben hängt davon ab, ob sie Blau oder Lila geprägt sind. Manchmal überraschen sie auch in weißer, gelblicher oder rosafarbener Gestalt. Die Frabenpracht zeigt sich dann von Mai bis September.

Ein warmer und sonniger Standort in durchlässigem und feuchten Boden ist perfekt. Verwendung findet die Katzenminze nicht nur im Garten, sondern auch als Tee, welcher menstruationsfördernd, krampflösend, fiebersenkend usw. wirkt.

Dank des Namens setzt man die Katzenminze schnell mit Katzen in Verbindung. Diese Verbindung besteht insofern, dass Katzen durch den starken Geruch dieser Minze angezogen werden. Katzen lieben diese Pflanze, wenn sie die Möglichkeit haben, rennen die Tiger sofort auf los und fressen die Pflanze vollständig auf. Bei Katzen lösen sie dann rauschartige Zustände aus, daher verwöhnen manche Katzenhalter ihre Lieblinge mit dieser Katzenminze, die es auch in getrockneter Form in Katzenspielzeug gibt.

Rittersporn (Delphinium)

Rittersporn
Bei leichter Pflege entwickelt der Rittersporn wunderschöne Blütenstolden.

Durch seine aparten Blüten ist der Rittersporn ein echter Blickfang. Seine zahlreichen, einfachen oder gefüllten Spornblüten, welche an aufrechten, oft verzweigten Stängeln sitzen, zeigen ihre Pracht mit violetten, selten auch weißen Blüten von Juni bis August.

Um ein gutes Pflanzenwachstum zu ermöglichen, sollten diese Pflanzen in einen nährstoffreichen, tiefgründigen Boden und an einen vollsonnigen, geschützten Platz gepflanzt werden. Außerdem benötigt Rittersporn ausreichend Wasser und sollte unbedingt Standorte mit viel Wind meiden.

Ein gelegentlichen Düngen bekommt der Pflanze, da sie eine Delikatesse für Schnecken und eine Vielzahl anderer Insekten darstellt. Die Schädlinge können mit dem Dünger gezielt vergrämt werden. Bei guter Düngung und Beachtung der Pflegehinweise beschenket dieses Hahnenfußgewächs den Hobbygärtner mit einer auffallend schönen Blütenpracht.

Rittersporn ist allerdings nicht bloß eine Gartenpflanze, sondern macht auch in der Vase als Schnittblume eine gute Figur. Allerdings ist hier die Pflege recht anspruchsvoll: Füllen Sie die hohen Stiele mit Wasser und verschließen Sie diese anschließend mit Watte, damit sie lange halten. Kombinieren lässt sich diese Pflanze sehr gut in Stauden. Beispielsweise wirkt er vortrefflich in Verbindung mit Frauenmantel.

Rittersporn ist giftig

Ein Merkmal des Rittersporns ist seine Giftigkeit für Tiere. Besonders giftig ist die Pflanze für Hunde und Katzen, Pferde, Rinder und Kühe, für Nager (wie Hasen, Meerschweinchen und Mäuse) sowie für Vögel. Erkennbar ist die Vergiftung durch Darmbeschwerden, Muskelschwächen, Benommenheit u.v.m.

Bei einer sehr schweren Vergiftung kann der Tod durch Atemlähmung eintreten. Auch Menschen und besonders Kinder sollten die Pflanze nicht verzehren, da auch auf sie das Gift wirkt.

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Bildnachweis
1. "Katze entspannt auf Gartentisch" (Originalbild): Yvonne Huijbens (YvonneH), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Wüchsige Storchschnabel (Geranium)" (Originalbild): Hans Braxmeier (Hans), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Frauenmantel (Alchemilla)" (Originalbild): Petra (Pezibear), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Rotblühende Fetthenne (Sedum telephium)" (Originalbild): Manfred Antranias (Antranias), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Silberblättriger Wollziest (Stachys byzantina)" (452. Lamb's Ear) von InAweofGod'sCreation, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Katze riecht an Katzenminze (Nepeta)" (Originalbild): CatCrazy, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
7. "Rittersporn (Delphinium)" (Originalbild): JamesDeMers, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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