Gasgrill

Für Gourmets: Grillen mit Gas

Mit dem Sommer kommt die Zeit des Grillens. Selbst an warmen Frühlingstagen wird die Grillsaison eröffnet und der Duft von Fleisch und Holzkohle liegt in der Luft. Das Grillen gehört zum Sommer einfach dazu.

Wir Deutschen lieben Fleisch und das sehr gut durchgebraten. Doch wir wissen auch, dass das dunkle Fleisch, welches durch den Rauch der Holzkohle noch ein besonderes Aroma bekommt, alles andere als gesund ist. Die schwarzen Wurstchen, Nackensteaks oder Koteletts enthalten krebserregende Stoffe, wie heterozyklische aromatische Amine (HAA), Acrylamid und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Ebenso sollte man den Grill nie zu sehr qualmen lassen, was oft durch das tropfende Fett der Marinade garnicht zu verhindern ist. Denn auch das ist krebserregend und äußerst ungesund. Je mehr Rauch also, desto ungesünder wird der Grill-Genuss, denn die Schadstoffe gelangen mit dem Rauch aufs Grillgut.

Eine gesunde und komfortable Alternative bietet daher ein Gasgrill. Doch viele Leute haben Angst vor den Gefahren, die vom Gas ausgehen. Diese sind jedoch unbegründet. Bei sachgemäßem Gebrauch ist auch die Aufbewahrung der Gasflaschen im Haus kein Problem. Zumal immer vergessen wird, dass umherfliegende, glühende Holzkohlestücke wesentlich gefährlicher sind, als die Anwendung eines Gasgrills.

Gasgrills sind einfach zu bedienen

Die Brenner in den Grasgrills werden mit Propan oder Butan betrieben. Diese Flüssiggase werden erst beim Austreten aus den Flaschen gasförmig. Wenn alles ordnungsgemäß in Betrieb ist, dauert es nach Zündung des Grills etwa 15 Minuten und das Fleisch kann auf den Grill gelegt werden. Somit ist das nervige Warten, bis die Kohle fertig ist, hinfällig. Dann folgen Sie den Anleitungen des Hersteller, die je nach Modell variieren können. Überprüfen Sie jedoch immer, ob sich noch genügend Gas in der Flasche befindet.
Es gibt die Möglichkeit einen Grill mit einem oder mehreren Brennern zu besitzen. Wenn man jedoch nur einen Brenner besitz, ist indirektes Grillen nur sehr schwer möglich. Bei mehr als nur einem Brenner, kann man die Temperaturzonen sicher einstellen und somit die Hitze bestens regulieren. Sollte der Grill zudem noch über einen Deckel verfügen, ist sogar das Räuchern, bei Verwendung von Räucherhölzern, möglich.

Wenn das Fett erst richtig angetrocknet ist, graut es einem schon vor dem Schruppen. Nur mit Hilfe von scharfen Putzmitteln ist es möglich, den Dreck wieder abzubekommen. Diese sind zudem nicht umweltfreundlich und zerstören oft die Oberfläche der Geräte. Viele Gasgrills verfügen deshalb über eine pyrolytische Selbstreinigung. Dabei wird das Gerät auf ca. 500Grad aufgeheizt, so das jeglicher Schmutz in Asche zerfällt. Dieses Programm kann je nach Einstellung und Verschmutzung schon ein bis zwei Stunden zuzüglich Abkühlungszeit dauern. Die Benutzung dieser Selbstreinigung ist auch nur bei Bedarf zu empfehlen und sollte unter keinen Umständen nach jedem Gebrauch benutzt werden. 

Gasgrills werden in vielen Varianten angeboten. Die Auswahl reicht von kompakten Geräten mit geschlossenen Unterschränken über Kugelgrills bis hin zu kleinen, tragbaren Modellen. Im Baumarkt sind Gasgrills schon ab etwa 60 Euro zu haben, komfortablere Geräte im Fachhandel ab etwa 200 Euro.

Mit entsprechendem Zubehör lassen sich bei manchen Modellen auch Pizzas oder asiatische Gerichte aus dem Wok zubereiten. Dem Grillspaß im Freien sind dann kaum noch Grenzen gesetzt.

Gasgrills im Test: www.gasgrill-test.de

Tipps vom TÜV

Wenn Sie sich einen neuen Grill zulegen wollen, sollten Sie bis zum Sommer warten. Da locken viele Geschäfte mit super Angeboten. Im Internet jedoch, kann man das ganze Jahr über Schnäppchen machen. Doch worauf sollte man achten, wenn man sich einen Gasgrill zulegen möchte? Oft steht man vor einer großen Auswahl und dann fällt die Entscheidung schwer. Der TÜV SÜD hat aus diesem Grund, vor einiger Zeit, ein paar Tipps zur Auswahl und Anwendung zum Thema Grill gegeben. 

Auswahl des richtigen Grills

Als erstes sollte man sich genau überlegen für Wen , für Wie viele , Wie oft man grillen möchte und vorallem Wo?

  • Wer sich gerne mal schnell ein paar Würstchen auf den Grill schmeißen möchte, sollte deshalb zu einem Elektrogrill oder Gasgrill greifen. 
  • Ebenso kann man diese auf den Balkon benutzen. Man ärgert durch diese geruchsneutrale Alternative keine Nachbarn und niemand kann sich belästigt fühlen. Doch nicht in jedem Wohngebiet sind Gasgrills auf dem Balkon erlaubt. Deshalb sollte man sich vorsichtshalber vor dem Kauf bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung informieren. 
  • Achten Sie beim kauf auf eine vom TÜV geprüfte Sicherheit. Bei einem Gasgrill kommt es auf die CE-Kennzeichnung  mit einer vierstelligen Prüfstellennummer an. Hat der TÜV SÜD diese geprüft lautet diese 0123. Damit kann man sicher sein, dass Experten die Geräte unter strengsten Bedingungen geprüft haben. Diese Grills werden auf Sicherheit getestet und  müssen die Auflage des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LfbG) sowie die Prüfnorm erfüllen. 



Die richtige Anwendung

  • Wenn man auf seine Gesundheit achten möchte, sollte man auf einen Gasgrill zurückgreifen, das diese nicht qualmen und so keine krebserregenden Stoffe freisetzten. 
  • Wenn man die Hand in Höhe des Grillguts hält und es ca. drei Sekunden aushält, ist eine optimale Temperatur erreicht. 
  • Grillzangen sind eine sinnvolle Investition. Man sticht nicht, wie mit einer Gabel, in das Fleisch. So kann kein Fett hinaus tropfen und das Fleisch bleibt saftig



Der TÜV prüft

Der TÜV prüft zunächst, ob die Anleitung der Montage entspricht und wie genau die Bedienungsanleitung ist. Dann wird das Gerät selber begutachtet. Dabei wird besonders auf die Belastung der Feuerschüssel und der Roste geachtet. Außerdem auf die Stabilität des Grills und auf eventuell scharfe oder sogar gefährliche Kanten.
Für Gasgrills gilt die Gasgeräterichtlinie 90/396/EWG unter Berücksichtigung der Änderungsrichtlinie 93/68/EWG. Mit Schlauch und Druckregler versehene Flüssiggasgeräte werden nach den harmonisierten Normen EN 498 und EN 484 beurteilt. Gasgrillgeräte unterliegen der Prüfpflicht bei einer zugelassenen Stelle. Diese muss eine Baumusterprüfung durchführen und eine entsprechende Prüfbescheinigung erstellen. Der Hersteller kann die Art der Überwachung durch eine zugelassene Stelle wählen. Am Gasgrill wird erst nach erfolgreicher Prüfung und Überwachung die CE-Kennzeichnung angebracht. 

Beim TÜV SÜD ist das die CE 0123.

Vorteile und Nachteile im Überblick

Vorteile Gasgrill

  • Durch eine automatische Zündung lässt sich ein Gasgrill ganz einfach starten
  • Eine kurze Aufwärmzeit von 15 Minuten. Die auch für spontanes oder schnelles Grillen von Vorteil sind
  • Die Temperatur läßt sich regulieren
  • Durch ein indirektes Grillen ist selbst das Räuchern oder das erstellen von schwierigen Mahlzeiten möglich
  • Keine stinkenden und krebserregenden Stoffe im Fleisch und somit wesentlich gesünder
  • Durch eine pyrolytische Selbstreinigung, bei einigen Geräten, ist ein Gasgrill eine enorme Entlastung bei der Reinigung
  • Der Grill lässt sich an jedem Ort außerhalb der Wohnung benutzen

 

Nachteile Gasgrill

  • Gasgrills sind wesentlich größer als ein Holzkohlegrill und deswegen schwieriger in der Handhabung
  • Durch die fehlende Holzkohle ist das typische Grillaroma nicht mehr vorhanden
  • Es muss immer eine gefüllte Gasflasche vorhanden oder zu mindestens in Reserve sein. Sonst kann nicht weiter gegrillt werden
  • Die Anschaffung eines Gasgrills ist wesentlich teurer als bei einem Holzkohlegrill, da wesentlich höhere technische Anforderungen gestellt werden

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eKomi Bewertung: 4 Sterne


Bildnachweis

Grillgeräte: © Max Bahr

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Steffen , d. 20-06-16 05:17:

Ich liebe meinen Napoleon Gasgrill und würde ihn nicht wieder gegen einen Kohlegrill eintauschen wollen. Die Bedienung ist kinderleicht und man hat immer die Temperatur, die man benötigt.

Beste Grüße
Steffen

Konrad , d. 19-02-16 09:53:

Ich muss sagen, dass ich Gasgrills den Kohlegrills bei weitem vorziehe, weil auf diese Weise der Geschmack des Fleisches und nicht der des Rauchs im Vordergrund steht. Das ist ja auch gesünder.

Uwe , d. 27-07-15 11:53:

Ich für meinen Geschmack bleibe bei meinen herkömmlichen Kohlegrills, auch wenn seine Konkurrenten auch leckere Steaks zubereiten können. Bin noch von der alten Schule und liebe daher der duftigen Kohlegeschmack.

Gasgrill Test , d. 01-08-13 12:07:

Hallo liebe Heimwerker,

in vielen Punkten stimme ich mit dem Artikel überein. Allerdings muss ein Gasgrill nicht zwingend größer sein als ein Holzkohlegrill. Da wären zum Beispiel der Landmann Pantera oder Weber Baby Q 100 um nur mal zwei kompakte Gasgrills zu nennen. Mit diesen kleinen Grills würde ich ohne zu zögern auch in meiner Küche grillen. Mein Herd benutzt schließlich auch Gas :)

LG
Marco

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Bildnachweis
1. "gasgrill-webergrill"
2. "gasgrill"von Thomas Peters Copyright: [Fotografie]

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