Grillfleisch

So wird Fleisch richtig gegrillt

Eingeschweißtes Grillfleisch, Bratwürste im Zehner- oder Zwanziger-Pack: Bei vielen Verbrauchern landet die Massenware im Einkaufskorb, wenn sie die Lust zum Grillen umtreibt. Kein Wunder, angesichts der strahlenden Sonne, die Deutschland derzeit einheizt. Spontan zieht es viele zum Einkauf in den Supermarkt oder nach Ladenschluss sogar in die nächste Tankstelle.

Doch die Nachteile liegen auf der Hand: Eine SB-Theke kann mit vorgepackter Ware nie auf die Bedürfnisse der Verbraucher eingehen; außerdem kaufen sie hier die Katze im Sack. Das große Angebot, die tägliche Verfügbarkeit und die Möglichkeit der individuellen Vorbestellung sind neben Frische, Qualität und Vertrauenswürdigkeit entscheidende Argumente, beim örtlichen Metzger zu kaufen.

Vor dem Kauf sollte man sich ernsthaft Gedanken machen, statt nur zu überlegen, wo die Grillwurst oder das Steak am Schnellsten und Billigsten zu besorgen sind. Zum Beispiel sind Getränke und Beilagen zum Fleisch ohnehin schon so reichhaltig, dass die meisten Verbraucher sich für magere und hochwertige Fleischarten entscheiden, wenn sie sich erst einmal Gedanken darüber machen. Der örtliche Metzger ist dafür der kompetente Ansprechpartner.

Zudem lohnt es sich, darüber nachzudenken, woher das Fleisch stammt. Fleisch zu Discountpreisen kann allen schaden – wegen des ungeheuren Preisdrucks, den es erzeugt.

Kauf von Grillfleisch und Würstchen

Ein paar grundlegende Tipps, worauf man beim Einkauf und Grillen achten sollte:

  1. Würste und Steaks rasch nach Hause transportieren – im heißen Auto in der Kühltasche – und am besten am gleichen Tag frisch grillen.
  2. Bei Zwischenlagerung darauf achten, dass der Kühlschrank im Frühjahr und Sommer kalt genug eingestellt ist – über sechs bis sieben Grad Celsius sollte die Temperatur nie steigen.
  3. Vorab bereits verpackte Würste und abgepacktes Fleisch sind vor allem wegen der Konservierungsstoffe eher mit Vorsicht zu genießen – sie können im schlimmsten Fall Allergien auslösen. Außerdem enthalten sie oft über die Maßen viel Fett, weil oft eher minderwertiges Fleisch verarbeitet ist – je niedriger der Preis, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Rohstoff eher zweifelhafter Herkunft und Güte ist.
  4. Durch die industrielle Verarbeitung bei abgepackten Grillwürsten und Steaks geht der typische Fleischgeschmack verloren – stattdessen wird übermäßig stark gewürzt mit dem Ergebnis, dass alles nur noch nach Paprika oder Salz schmeckt.
    Kasseler, Speck oder Schinken niemals grillen! Das hier enthaltene Nitritpökelsalz verwandelt sich bei hohen Temperaturen zu krebserregenden Nitrosaminen.

Grillregeln

Steak
Ein gegrilltes Steak vom Holzkohlegrill

Jeder dritte Deutsche frönt dem kulinarischen Freizeitspaß. Die meisten grillen mindestens einmal pro Monat und am liebsten mit Freunden. Egal, ob im heimischen Garten oder an öffentlichen Grillplätzen – ein Grill-Event schafft den perfekten Ausgleich zur Hektik des Alltags.

Der absolute Renner auf dem Rost ist Fleisch. Marinierte Schweinesteaks führen hier die Hitliste an, dicht gefolgt von eingelegten Schnitzeln, Koteletts, Rindersteaks und Bratwürsten. Und damit die Fleischstücke auch perfekt gelingen, hier die fünf wichtigsten Fragen und Antworten:

Sicherer Umgang
Achten Sie stets auf einen sicheren Umgang mit Feuer und glühender Kohle.
  1. Worauf ist beim Fleischkauf zu achten? Grundsätzlich kann jedes Fleisch gegrillt werden. Marmorierte Stücke, also die mit den kleinen Fettadern, sind aber besonders saftig. 
  2. Wann kommt das Fleisch auf den Holzkohlegrill? Die Kohlen dürfen nicht mehr qualmen und müssen mit einer weißen Ascheschicht überzogen sein.
  3. Wie lange müssen Fleisch und Würstchen auf dem Rost liegen? Steaks brauchen pro Seite etwa vier bis sechs Minuten, bevor sie durchgegart sind, dünnere Fleischstücke etwa drei Minuten pro Seite. Würstchen sollten von jeder Seite vier bis fünf Minuten gegrillt werden. 
  4. Woran erkennt man, dass das Fleisch gar ist? Einfach mit dem Gabelrücken auf das Fleisch drücken. Fühlt es sich weich an, ist es im Kern noch roh. Gibt es etwas nach, ist es medium. Fühlt es sich fest an, ist es auch innen durchgegart.
  5. Warum sollte man kein gepökeltes Fleisch grillen? Bei den hohen Grill-Temperaturen können die Eiweißbestandteile aus Fleisch und Wurst mit Teilen des Pökelsalzes reagieren. Dadurch ist es möglich, dass gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Deshalb sind Kasseler, Wiener oder Bockwurst für den Grill tabu.

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