Grillparty im Garten

Die Grillsaison ist da – Tipps und Tricks für den geselligen Gaumenschmaus

Eine Grillparty im Garten veranstalten – das fordert Organisationsvermögen und Kreativität. Und da jeder mal an der Reihe ist, kommt es früher oder später im Sommer auch auf einen selbst zu. Denn gleich nach dem Fußball gehört das Grillen zum liebsten Hobby der Deutschen. 70 Millionen Mal im Jahr wird zu Grill, Holzkohle, Fleisch und Würstchen gegriffen. Damit die Grillparty ein voller Erfolg wird, muss man einiges beachten.

Doch keine Angst, es ist kein Hexenwerk – nur eine Frage der Organisation. Und dafür geben wir den Leitfaden an die Hand. Sind alle Punkte auf der Checkliste abgehakt? Wurde der Brandschutz beachtet, damit es zu keinem Grillunfall kommen kann? Na dann ab in den Garten und den Grill angeworfen. Oder hat es soeben angefangen zu regnen? Keine Sorge! Auch dafür haben wir einen Notfallplan parat.

Wir wünschen viel Spaß beim Grillen!

Vorbereitung der Grillparty

Mit einer guten Vorbereitung hat man die halbe Miete für die Grillparty. Um den hungrigen Besuch nicht allzu lange auf Würstchen und Co. warten zu lassen, sollte man die Holzkohle bereits eine halbe Stunde vorher anzünden. Benutzt man Holzkohlebriketts empfiehlt sich sogar eine ganze Stunde Vorlaufzeit. Denn sie brauchen länger, um gut durchzuglühen. Dafür brennen sie aber auch gleichmäßiger und halten die Hitze länger – besonders geeignet also für die langen Grillabende.

Das Fleisch sollte erst dann aufgelegt werden, wenn die Kohlen eine weiße Schicht gebildet haben. Nur dann sorgt die entstehende Hitze dafür, dass sich die Fleischporen schließen und so der Saft mit den Vitaminen, dem Eiweiß und den Mineralien erhalten bleibt.

Fleischspieße
Genießen Sie gegrilltes Fleisch in Kombination mit Gemüse.

Eine Aluschale, in der man Fleisch, Gemüse und Fisch gart, ist genauso hilfreich wie ein Stück über den Rost gelegte Alufolie, damit der Saft nicht ins Feuer tropft. So steht dem reuelosen Genuss nichts mehr im Weg. Die Grillleckereien bei den Fleischern der Republik bieten ein große Auswahl, sodass jeder Geschmack auf seine Kosten kommt. Neben dem altbewährten Nackensteak und Würstchen liegen auch Gemüsespieße und Fisch immer mehr im Trend.

Jeder Zehnte grillt bereits komplett vegetarisches Grillgut – nach aktueller Marktschätzung. Besonders Gemüse wie Zucchini, Paprika, Tomaten, Mais und Pilze bieten eine sommerlich leichte Abwechslung zum Fleisch.

Fisch vor dem Grillen
Mit einem Fischkorb wird der Fisch besonders schonend gegart.

Beim Fisch sind Sorten wie Lachs, Aal, Schwertfisch und Makrele zu empfehlen, denn sie trocknen auf dem Grill nicht so schnell aus.

Praktisch für die Zubereitung sind so genannte Fischkörbe, in denen der Fisch komplett eingespannt und dann ohne Probleme gewendet werden kann. So kann er nicht auseinanderfallen. Wichtig ist, Fisch bei niedrigerer Hitze zu grillen als Fleisch, denn er verbrennt schneller. Ein ganzer Fisch ist dann gegart, wenn sich die Rückenflosse leicht herausziehen lässt.

Wer seine Gäste mit etwas Besonderem verwöhnen will, kann Schalentierspieße beispielsweise mit Scampis oder Garnelen ausprobieren. Hier gilt: Die Meeresfrüchte immer mit Schale grillen. Das Fleisch ist zu empfindlich, um es direkt auf den Grill zu legen. Dazu passt gut ein fruchtiges Avocado-Dressing.

Checkliste

Kein Zweifel, Grillen liegt dem Menschen im Blut – ist es schließlich die wohl älteste und ursprünglichste Essenszubereitung überhaupt. Da kann doch gar nichts schiefgehen, sollte man meinen. Doch schnell gerät der Grillabend zum Fiasko, deshalb einige Tipps, damit wirklich nichts anbrennt:

  • Grill sicher aufstellen.
  • Holzkohle oder Kokosnussschalen verwenden.
  • Kohle gut durchglühen lassen, bis sie eine weiße Ascheschicht aufweist.
  • Kein Fett in die Kohle tropfen lassen.
  • Grillgut am Rand auflegen, so dass es nicht direkt über der Glut liegt.
  • Fleisch marinieren, Würstchen auch vorbereiten: mit Öl bestreichen, damit sie nicht so leicht platzen, mit Bier bepinseln, damit die Wursthaut knusprig wird, oder die Würste mit Wasser leicht anfeuchten und dann einfach auf den Grill geben.
  • Würstchen in natürlicher Hülle verwenden, denn Naturdarm hat gute Brateigenschaften, die Wurst bleibt knusprig und saftig, kann atmen und bekommt durch die natürliche Hülle ihr typisches Aroma.
  • Und damit der Grillspaß jederzeit losgehen kann, ist es gut, sich einen Vorrat anzulegen. Würste lassen sich prima einfrieren und bei -18 °C bis zu drei Monate lagern Die Päckchen in eine Lage Alufolie wickeln. Auf dem Grill unter Wenden etwa 6 – 8 Minuten garen. Die Bratwürste aus der Alufolie wickeln und zusammen mit dem Dip servieren.
Grill wird angezündet
Achten Sie beim Grillen auf qulitativ hochwertige Holzkohle.
Mann am Grill
Würstchen werden besonders gerne gegrillt.

Brandschutz

Jedes Frühjahr freut man sich, neben Sommer, Sonne und Sonnenschein, natürlich auch auf das Grillen. Doch leider vergeht in der alljährlichen Grillsaison kein Wochenende, an dem die Polizeistellen keinen Grillunfall melden müssen.

4.000 Vorfälle verzeichnet die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV) jedes Jahr bundesweit. Glücklicherweise gehen viele glimpflich aus, doch leider erleiden einige Betroffene leichte bis mittelschwere Verbrennungen.

Zudem wären viele dieser Grillunfälle vermeidbar gewesen, denn über die Hälfte der Meldungen gehen auf flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin zurück. Wenn der Hunger kommt und die Kohle nicht sofort brennt, wird auf diese unzweckmäßigen Hilfsmittel zurückgegriffen. Die entstehende Verpuffung inklusive einer meterhohen Stichflamme treffen neben den Personen am Grill leider oft auch Kinder, die im Garten spielen.

Ein Grillunfall kann jedoch auch andere Gründe haben. Wackelige Billig-Grills kippen um, das Fett des Grillguts gerät in Brand oder ein starker Wind verursacht Stichflammen. Mit den folgenden sieben Maßnahmen kann man sich aber problemlos schützen:

  1. Die Wahl des Standorts kann Grillunfälle vermeiden. Ein kippsicherer Platz im Windschatten verhindert das Umfallen des Grills, sowie Stichflammen durch Luftböen. Holzkohlegrills sollten zudem nur im Freien, niemals in Innenräumen, Garagen, Übergängen oder anderen schlecht belüfteten Bereichen verwendet werden. Beim Verbrennen von Kohle entsteht giftiges Kohlenmonoxid, das zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen kann.
  2. Ein Eimer mit Sand, eine Löschdecke oder ein Feuerlöscher sollten beim Grillen jederzeit griffbereit sein. Gerät Fett in Brand, hilft kein Wasser - die Flammen müssen durch Abdecken gelöscht werden.
  3. Kinder gehören nicht an den Grill. Da ist ein Grillunfall vorprogrammiert. Sie sind zudem besonders gefährdet, da sie aufgrund ihrer geringen Körpergröße auf Augenhöhe zum Grill stehen. Der Sicherheitsabstand sollte mindestens drei Meter betragen.
  4. Weder Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin noch gelartige Brennpasten dürfen für das Grillen verwendet werden. Kommen diese mit dem heißen Grill in Berührung, entzünden sich die Gase der Grillanzünder schlagartig und lösen unberechenbare Stichflammen aus, die bis zu mehrere Meter Höhe erlangen können. Zudem kann durch den Flammenrückschlag der Behälter explodieren und aus der Hand gerissen werden.
  5. Es sollten am Grill jederzeit hochwertige Grillutensilien verwendet werden. Neben Schutzhandschuhen ist auch eine lange Grillzange ratsam.
  6. Heiße Asche gehört nicht in einen Mülleimer. Man muss abwarten bis die Holzkohle vollständig erloschen ist und sicher sein, dass der Grill vollkommen abgekühlt ist.
  7. Beim Kauf eines Grills stets auf das GS-Zeichen achten. Dies garantiert gesetzliche Anforderungen bezüglich der Standfestigkeit, Hitzefestigkeit und Solidität des Brennstoffbehälters.

Grillunfall passiert – was nun?

Wenn es tatsächlich zu einem Grillunfall kommt, muss Ruhe bewahrt, der betroffenen Person geholfen und Hilfe geholt werden. Orientieren Sie sich an unseren sieben folgenden Tipps für ein richtiges Verhalten nach dem Grillunfall:

  1. Betroffene Personen müssen umgehend aus dem Gefahrenbereich des Grillunfalls gebracht werden. Jedoch darf dabei der Eigenschutz nicht vergessen werden.
  2. Die Gefahrenquelle sollte möglichst mit Sand gelöscht werden. Bei der Verwendung von Wasser muss man sich auf eine starke Rauchbildung einstellen.
  3. Sollten Kleidungsstücke der betroffenen Personen brennen, müssen diese so schnell wie möglich gelöscht werden. Ist eine Wolldecke griffbereit, kann die brennende Person damit umwickelt und zu Boden gelegt werden, um so die Flammen zu ersticken. Es darf jedoch keine Decke aus synthetischem Stoff verwendet werden.
  4. Noch glühende Kleidungsstücke sollten entfernt werden. Aber nur, wenn sich diese noch nicht mit der Haut verbunden haben.
  5. Ist die Verbrennung durch den Grillunfall kleiner als die Größe einer Handfläche, sollte die betroffene Stelle zehn bis maximal fünfzehn Minuten mit Leitungswasser (15-20°C) gekühlt werden.
  6. Großflächige Verbrennungen dürfen nur kurz abgelöscht werden, da sonst die Gefahr einer Unterkühlung besteht. Ebenso sollten keine Hausmittel wie zum Beispiel Salben oder Gels verwendet werden.
  7. Bei allen Verbrennungen, die mehr als zehn Prozent der Körperfläche betreffen, muss sofort der Rettungsdienst verständigt werden. Im Zweifel sollte immer unmittelbar nach dem Grillunfall der Notruf abgesetzt werden.

Notfallplan

Der Sommer scheint oft die Garderobe verwechselt zu haben und kleidet sich in herbstliche Gewänder. Manch einer mag mit Rudi Carrell einstimmen und sich fragen: "Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?" Bilder von geselligem Beisammensein mit Freunden rund um den Kohlegrill – das scheint unvereinbar mit der Witterung.

Und doch bombardieren uns Beilagen in Zeitungen und Werbung rund um die Uhr mit launigen Grillimpressionen. Selbstverständlich, dass dies Begehrlichkeiten weckt und fast trotzig zum Grillfest ins eigene Heim geladen wird. Doch kaum rückt der Tag näher, ballen sich die Wolken dunkel zusammen. Ungerüstet kann man die Festivität in die Wohnung verlegen und alternativ das Grillfleisch in kleinen Stücken beim "Fondue" genießen.

Wer aber auf den Aufenthalt an der frischen Luft nicht verzichten möchte, der kann sich glücklich schätzen, wenn seine Terrasse mit einem Dach gegen Nässe geschützt ist. Am besten kombiniert man dieses mit ausziehbaren Seitenschutzwänden, die tückischen Windböen Einhalt gebieten und neugierige Blicke abhalten.

Richtig gemütlich wird jedes Grillfest erst, wenn die Kohlen erloschen sind. Ohne Heizstrahler wäre es draußen dann jedoch kaum mehr zu ertragen. Wichtig ist, bei der Anschaffung darauf zu achten, dass ohne störende Nebengeräusche ausreichend Wärme erzeugt wird.

Einen gelungenen Abend zeichnet neben gutem Essen auch ein gemütliches Ambiente aus. Dieses entsteht aus dem erfolgreichen Zusammenspiel von Dekoration und stimmungsvoller Beleuchtung. Gerne werden dafür bei Anbruch der Dämmerung Kerzen angezündet. Ausgefallen wäre jedoch ein Beleuchtungssystem, das sich dank integrierter Halogenspots und Dimmerfunktion individuell regeln lässt.

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