Hecke als Sichtschutz – Hecke pflanzen

Die ideale Abgrenzung für jeden Garten ist eine Hecke. Hecken sind nicht nur ein schöner, sondern auch ein nützlicher Sichtschutz im Garten. Sie filtern Lärm und Staub und dienen zahlreichen Vögeln und anderen nützlichen Tieren als Brut- und Lebensraum. Aus diesem Grund dürfen sie zwischen dem 1. März und dem 30. September nicht radikal zurückgeschnitten werden, meldet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Leichte Formschnitte sind erlaubt, vor jeder Schnittmaßnahme sollte aber geprüft werden, ob nicht gerade Vögel in den Sträuchern brüten.

Je nach Gartengröße wählt man für die grüne Grenze entweder eine Schnitthecke oder eine freiwachsende Hecke. Schnitthecken aus Liguster, Hainbuche, Berberitze als Laubgehölze oder Taxus beziehungsweise Thuja als Nadelgehölze lassen sich in Höhe und Breite gut regulieren. Für eine freiwachsende Hecke sollte der Gartenbesitzer eine Mindestbreite von drei Metern, besser sogar fünf Metern, einkalkulieren. Hierfür eignen sich unterschiedliche Sträucher, zum Beispiel Forsythie, Zierpflaume, Flieder, Kirschlorbeer oder Schmetterlingsstrauch.

Gepflanzt wird bei frostfreiem Wetter und in abgetrockneten Boden. Pflanzen werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Je größer sie sind, desto schneller wird die Hecke dicht. Um Ärger mit dem Nachbarn zu vermeiden, muss der im Nachbarrecht festgelegte Grenzabstand eingehalten werden. In Nordrhein-Westfalen müssen Hecken von über 2 m Höhe einen Grenzabstand von mindestens 1 m und Hecken bis zu 2 m Höhe einen Abstand von 0,50 m zum Nachbargrundstück haben. Gemessen wird von der dem Nachbarn zugewandten Seitenfläche der Hecke.

Heckenpflege nicht vernachlässigen

Damit laufabwerfende Hecken in Form bleiben, benötigen sie im Juni ihren ersten Schnitt, empfiehlt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Vor jedem Heckenschnitt sollte man sich aber vergewissern, dass keine Vögel in der Hecke nisten. Der zweite Schnitt kann entweder Ende August oder im Winter erfolgen. Bei Nadelgehölzen genügt ein Schnitt im Juli. Der wichtigste Grundsatz beim Formschnitt lautet: Eine breite Basis, die sich langsam nach oben verjüngt, damit das Laub auch im unteren Bereich der Hecken genügend Licht erhält.

Beim starken Zuwachs in diesem Jahr fallen mehr Schnittreste als sonst üblich an. Falls vom Umfang her möglich, sollte das Material nicht in die Mülltonne wandern, sondern als Häckselgut zum Mulchen verwendet oder kompostiert werden, empfiehlt die Landwirtschaftskammer. Diese Empfehlung gilt nur für Hausgärten und nicht für Hecken, Röhricht und Dickicht in freier Landschaft. Hierfür besteht in der Zeit vom 1. März bis 30. September ein grundsätzliches Schnittverbot.

Wallhecken erfordern Pflege

Wallhecken gehören ins Münsterland wie die Berge ins Sauerland. Immer noch werden weite Teile der Münsterländer Parklandschaft durch diese natürliche Eigenart geprägt, teilt die Höhere Forstbehörde bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Ursprünglich hatten Wallhecken die Funktion, als lebende Zäune das Eigentum oder die unterschiedlichen Nutzungen abzugrenzen. Heute spielen sie eine wichtige Rolle als Windschutz und gliedernde Elemente in der Landschaft.

Insbesondere aber auch als Lebens- und Nahrungsstätte für Tiere und Pflanzen kommt den Wallhecken eine überragende Bedeutung zu. Reh, Hase, Rebhuhn, Igel und Eule beispielsweise haben hier ein schattiges Versteck. Insekten, Spinnen, Reptilien finden Licht, Wärme und Nahrung im Schutz der Vegetation. Nach dem Landesforstgesetz gelten Wallhecken als Wald und dürfen nicht ohne Genehmigung der Forstbehörde beseitigt werden. Daneben sind sie auch gesetzlich geschützte Landschaftsbestandteile nach dem Landschaftsgesetz.

In der Winterzeit bietet sich vielen Spaziergängern allerdings ein eher trauriges Bild der Wallhecken. Vielfach sind Bäume und Sträucher abgeschnitten, und es sind nur noch Reste der Wallhecken zu erkennen. Die Höhere Forstbehörde weist aber darauf hin, dass regelmäßiges „Auf den Stock setzen“, das Zurückschneiden in einem Turnus von acht bis 25 Jahren, für die Erhaltung der Wallhecken wichtig ist. Diese Maßnahme darf nur in den Monaten Oktober bis Februar durchgeführt werden, um die vielfältigen Wirkungen der Hecken in der Vegetationszeit nicht zu beeinträchtigen. Auch sollte das „Auf den Stock setzen“ nur abschnittsweise erfolgen. Um einen kräftigen Stockausschlag zu erzielen, dürfen Bäume und Sträucher nicht dichter als etwa eine handbreit über dem Boden abgeschnitten werden. Auch einige größere Bäume, wie vor allem Eichen, sollten grundsätzlich stehen bleiben. Ebenso wichtig ist es, dass das Reisig nicht abgefahren, sondern gleichmäßig über den Erdwall verteilt wird, um Aushagerungen zu vermeiden und Nistmöglichkeiten zu bieten.

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

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