Feuerkörbe, Feuerschalen und Tischkamine

Bauanleitung für einen kleinen Tischkamin und Tipps zu Feuerschalen und -körben

Feuerkorb

Feuerkörbe und -schalen bringen Lagerfeuer-Flair auf die Terrasse und in den Garten. An einem kleinen offenen Feuer können sie auch bei kalten Temperaturen gemütlich beisammen sitzen. Damit im Umgang mit dem Feuer nichts schief geht, sollten Sie beim Kauf einige Dinge beachten.

Wer jedoch über ein paar Erfahrungen in der Metallbearbeitung verfügt, kann in einer halben Stunde aus einem Eimer, einem Metallgitter, Steinen und Brenngel einen kleinen Tischkamin selber bauen. Unsere Anleitung führt Sie durch die einfachen Schritte.

Außerdem erfahren Sie, wie Sie mit Holz, Kaminanzünder oder Grillkohle einen Feuerkorb oder eine Feuerschale richtig anfeuern. Schließlich finden Sie hier Tipps zum Kauf, in denen wir über die Unterschiede in Fertigung und Qualität informieren, damit Sie lange Freude an den offenen Feuerstellen haben.

Kleinen Tischkamin bauen: Feuerstelle mit Brenngel

Kleinen Tischkamin bauen
Aus einem Eimer, einem Metallgitter, Brenngel und Steinen entsteht ein warmer Tischkamin für die Terrasse.

Ein kleiner Tischkamin sorgt für eine angenehme Atmosphäre auf der Terrasse und kann mit wenigen Materialien selber gebaut werden. Für die kleine Feuerstelle werden benötigt:

  • 1 niedriger Eimer aus Metall
  • 1 Dose Ethanol-Brenngel
  • 1 Metallgitter
  • Steine in unterschiedlichen Größen
  • Fettstift
  • Schutzbrille und -handschuhe
  • Multifunktionswerkzeug Dremel® 4200
  • Schutzvorsatz für Staub und Funken
  • Metalltrennscheibe Dremel® EZ SpeedClic SC 456

Bauanleitung für eine Tisch-Feuerstelle

Legen Sie den Metalleimer mit der Öffnung nach unten auf das Metallgitter, um den Durchmesser abzuzeichnen. Idealerweise sollte der Ausschnitt so gewählt werden, dass das Gitter ca. 2,5 cm tief in den Eimer gelegt werden kann.

Im nächsten Schritt schneiden Sie den Kreis mithilfe der Metalltrennscheibe aus, indem Sie mit einer niedrigen Drehzahl beginnen und diese langsam erhöhen. – Vorsicht, Funkenflug! Tragen Sie beim Schneiden von Metall immer Schutzbrille und -handschuhe. Zusätzlichen Schutz vor Funken und Metallspänen bietet der Schutzvorsatz für die Dremel® 4200, der anstelle des Haltestegs am Multifunktionswerkzeug befestigt wird.

Zum Schluss entfernen Sie die Metallspäne und legen das Brenngel mittig in den Eimer. Setzen Sie das Gitter gerade hinein und füllen es gleichmäßig mit Steinen. Schon ist die neue Tisch-Feuerstelle einsatzbereit.

Durchmesser auf Metallgitter zeichnen
Mit einem Fettstift den Eimer nachzeichnen.
Metallgitter ausschneiden
Anschließend den Eimer beiseite stellen und das Metallgitter ausschneiden.

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Darf man Gartenabfälle verbrennen?

In Deutschland hängt die Rechtslage von den unterschiedlichen Bundesländern und Kommunen ab. So ist das Verbrennen von Gartenabfällen in einigen Bundesländern grundsätzlich verboten, unabhägig davon, ob dafür eine Feuerschale, ein -korb oder ein Lagerfeuer verwendet wird.

Andere Kommunen und Bundesländer erlauben das Verbrennen von privaten Gartenabfällen unter sehr strengen Vorgaben, z. B. fehlende anderweitige Entsorgungsmöglichkeiten, und verlangen eine Genehmigung.

Wenn Sie unsicher sind, ob dies an Ihrem Wohnort untersagt ist, empfehlen wir, sich an das zuständige Ordnungsamt zu wenden. Falls es erlaubt ist, teilt Ihnen das Amt auch die Einschränkungen mit, z. B. eine Begrenzung der Feuergröße, die Verwendung eines Feuerkorbs oder das Verbrennen zu einer bestimmten Tageszeit.

Bessere Lösung: Gartenabfälle kompostieren oder fachgerecht entsorgen

Aus Schutz der Umwelt ist es immer ratsamer, Gartenabfälle zu kompostieren oder fachgerecht zu entsorgen. Auf dem Kompost entwickelt sich aus Laub, gehäckselten Zweigen, verwelkten Pflanzen und Schnittgut ein ausgezeichneter biologischer Dünger für Ihren Garten. Außerdem können größere Mengen an Gartenabfällen, wie Schnittgut, auch zu einer offiziellen Sammelstelle der Gemeinde gebracht werden.

Qualitätsmerkmale von Feuerkörben

Prasselndes Feuer im Feuerkorb
Prasselndes Feuer in einem Feuerkorb mit Boden.

Feuerkörbe bestehen meistens aus Metall und werden durch eine Schwarzpulverbeschichtung vor Witterungseinflüssen geschützt. Hochwertige Modelle zeichnen sich durch gut gearbeitete, dichte Schweißstellen und eng stehenden Stäben aus massivem Eisen aus.

Lediglich in ihrem Aufbau unterscheiden sich die verschiedenen Feuerkörbe: So bestehen manche Modelle aus einem bodenlosen Korb und werden auf die Erde gestellt, während andere einen geschlossenen Boden haben, der den Untergrund vor Feuerschäden schützt. Gute Modelle haben Lüftungsschlitze, unter denen sich die Glutschale befindet, sodass eine bessere Luftzirkulation stattfindet. Allerdings sind solche Feuerkörbe in der Anschaffung kostspieliger als einfache Varianten. Darüber hinaus ist ein Feuerkorb transportfähig und spendet ein angenehmes Licht. Für einige Modelle werden zudem Grill- oder Kochaufsätze angeboten, um Grillgut, Suppen oder Punsch zuzubereiten.

Kaufberatung für Feuerschalen

Feuer in Feuerschale
Bei Feuerschalen und -körben ist auf ausreichend Abstand zu Pflanzen, Bäumen und Möbeln zu achten.
Gabionen-Feuerschale
Gabionen-Feuerschalen benanspruchen mehr Platz, sehen im Garten aber dekorativer aus.

Als Feuerschalen werden einfache Metall- oder Stahlpfannen oder Schalen aus einzelnen feuerfesten Keramikelementen bezeichnet, die auf kurzen Metallfüßen stehen. Wie Feuerkörbe besitzen qualitativ hochwertige Feuerschalen eine schwarze Pulverbeschichtung, die das Material besonders hitzebeständig macht und die Rostbildung senkt. Darüber hinaus befinden sich in der Mitte des Schalenbodens mehrere Löcher, damit das Regenwasser ablaufen kann.

Schalen aus Stahl können ganzjährig im Garten verwendet werden, dagegen sind Terracotta- und Keramik-Becken nicht winterfest, und sollten für die Winterzeit im Gartenhaus oder Keller untergebracht werden. Darüber hinaus dürfen sie wegen der hohen Hitzeentwicklung nicht mit Holzkohle befeuert werden – im Gegensatz zu Feuerschalen aus Metall oder Stahl.

Eine besondere Variante sind Gabionen-Feuerschalen. Wie bei einem Gabionen-Grill bestehen sie aus quadratisch, rechteckig oder rund angeordneten Stahlkästen, die mit Steinen gefüllt werden und ebenfalls eine schwarze Pulverbeschichtung besitzen. In der Mitte ist eine solide Schale eingelassen, in der das Feuer angezündet wird.

Als zusätzliches Extra bieten die meisten Hersteller spezielle Aufsätze für Feuerschalen, z. B. eine Funkenschutzhaube oder ein Grillrost, das auf die Schale gesetzt wird. Durch ihre flache Form lassen sie sich leichter transportieren als hohe Feuerkörbe.

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Feuerkorb und Feuerschale richtig anfeuern

Holz und kleine Holzstücke im Feuerkorb
Über dem Zunder werden die Holzscheite so geschichtet, dass eine gute Luftzirkulation gegeben ist.
Brennendes Holz in Feuerschale
Legen Sie zuerst nur wenige Holzscheite in die Schale. Erst wenn diese brennen, wird nachgelegt.

Vor dem Anzünden sollten Feuerkorb oder -schale auf einen ebenen Untergrund gestellt werden. Aus Brandschutzgründen ist ein Mindestabstand von 1 m zu leicht brennbaren Gegenständen, wie Gartenmöbel, einzuhalten. Des Weiteren ist bei starkem Wind ein größerer Abstand zu Terrasseneinrichtung, Pflanzen, Sträuchern und Bäumen einzuhalten. Denken Sie auch an fliegende Funken, die in trockener Umgebung zu gefährlichen Bränden führen können, z. B. eine trockene Wiese, Sträucher oder Laub.

Welches Brennmaterial geeignet ist, erfahren Sie aus den Herstellerhinweisen. In jedem Fall sollte es trocken sein, um eine Rauchbildung zu verringern. Auch die Menge sollte der Größe der Schale entsprechen. Keineswegs darf zu viel Material auf kleiner Fläche angezündet werden!

Auf keinen Fall darf Brandbeschleuniger verwendet werden, da gefährliche Verpuffungen ausgelöst werden können.

Anfeuern mit Holz

Beim Anfeuern des Korbes oder der Schale mit Holz platzieren Sie Zunder, wie Holzspäne oder zerknülltes Papier, in der Mitte und stellen trockene Scheite in Pyramidenform um ihn herum. Wie lange Brennholz lagern muss, bis es verfeuert werden darf, hängt von seiner Holzfeuchte ab und wird im Beitrag Holzunterstand bauen und Brennholz lagern erklärt. Anschließend zünden Sie die Holzspäne an, die bei einer richtigen Schichtung des Holzes, die größeren Scheite anzündet. Eventuell ist es nötig, weiteren Zunder nachzulegen.

Anfeuern mit in Wachs getränkter Holzwolle

Eine einfache Alternative ist Kaminanzünder. Bei diesem biologischen Anzünder wurde Holzwolle in Wachs getränkt und kann nach dem Anzünden bis zu zehn Minuten brennen.

Anfeuern mit Holzkohle

Wenn Sie eine Feuerschale als Grill benutzen möchten, sind sie mit Holzkohle gut beraten. Für ein gemütliches Feuer als Licht- und Wärmequelle ist sie jedoch weniger geeignet, da für Feuerschalen sehr viel Kohle benötigt wird. Wurde jedoch auf einem herkömmlichen Grill gegrillt, können glühende Kohlestücke als Anzünder für Holzscheite verwendet werden.

Sicherheitshinweis: Offenes Feuer niemals unbeaufsichtigt lassen. Vor dem Entsorgen die Flammen löschen und Glut sowie Asche vollständig erkalten lassen. Warme Asche kann einen Brand in der Mülltonne verursachen!

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Bildnachweis
1. "Feuerkorb" © D. Franz / pixelio.de
2. "Kleinen Tischkamin bauen" freundlicherweise überlassen von Dremel
3. "Durchmesser auf Metallgitter zeichnen" freundlicherweise überlassen von Dremel
4. "Drahtgitter ausschneiden" freundlicherweise überlassen von Dremel
5. "Prasselndes Feuer im Feuerkorb": (Originalbild: Feuerkorb) von Kristina Walter (Kristina), Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain, zugeschnitten
6. "Feuer in Feuerschale" (feuerschale3) von Joho345, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
7. "Gabionen-Feuerschale": © Bewado
8. "Holz in Feuerkorb" (Originalbild): Britta van Elk (beba), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay
9. "Brennendes Holz in Feuerschale" (Originalbild): Wolfgang Dietz (wdietz), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

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