Möbel und Dielen aus Bangkirai pflegen

Möbel und Dielen aus Bankirai pflegen

Bangkirai ist eine südostasiatische Hartholzart, die auch ohne Pflege eine Lebenserwartung von bis zu 25 Jahren hat. Allerdings vergraut das Holz bald, was ihm nicht schadet, aber nicht jedermanns Geschmack ist. Wenn Sie einen wärmeren Holzton einem verwitterten Silbergrau vorziehen, können Sie Ihre Holzterrasse aus Bangkirai pflegen, indem Sie sie einmal jährlich ölen.

Liegengebliebenes Laub, Algen und Moos hinterlassen mit der Zeit eine rutschige Schmutzschicht. Die muss als Pflegemaßnahme auf jeden Fall regelmäßig beseitigt werden, ganz unabhängig davon, ob Sie Ihr Bangkirai anschließend ölen möchten oder die silbergraue Patina, also das natürliche vergrauen mögen.

Bangkirai ist übrigens nur ein Handelsname, unter dem das Holz verschiedener, asiatischer Laubbaumarten der Gattung Shorea verkauft wird. Während früher darunter überwiegend die Sorte Yellow Balau verstanden wurde, ist diese Qualität heute kaum noch im Handel. Inzwischen ist allgemein bekannt, dass heimische Lärche, Robinie oder Eiche zum einen nicht weniger geeignet, zum anderen ökologisch weit vertretbarer sind. Wer aber bereits eine Bangkirai Terrasse hat, pflege sie gut, denn lange Haltbarkeit zu gewährleisten, ist auch eine Möglichkeit die Umwelt zu schonen.

Hilfsmittel zur Pflege von Bankirai

Mittel zur Reinigung und Pflege:

Benötigte Hilfsmittel:

Bangkirai Pflegeanleitung

Schritt 1: Terrasse abfegen und Holz von losen verunreinigungen entfernen

Um allen losen Schmutz zu entfernen, sollten Sie das Holz gründlich zuerst mit einem harten Besen, dann mit einem weichen Besen abfegen. Dabei immer mit der Holzrichtung fegen bzw., bei Riffeldielen in Richtung der Rillen. Das sollten Sie ruhig häufiger machen, da Laub und dergleichen das leichte Abtrocknen verhindern und das Veralgen bzw. Vermoosen der Terrassendielen begünstigen.

Grobe Reinigung mit einem Straßenbesen
Grobe Reinigung mit einem Straßenbesen
Gründliche Reinigung mit einem weichen Handfeger
Gründliche Reinigung mit einem weichen Handfeger

Schritt 2: Dielen nass reinigen

Im nächsten Schritt geht es darum, Algen und Moose von dem Holz der Terrassendielen zu schrubben.

Algen und Moos müssen entfernt werden
Algen und Moos müssen entfernt werden.

Dazu reicht Wasser mit Spülmittel, Schmierseife oder Waschsoda (Kristallsoda) vollkommen aus. Es sei denn, man möchte den Holzton (wieder) deutlich heller haben, dann kommt man um einen Holzreiniger oder Entgrauer (meist ein Mittel mit beiden Funktionen) nicht herum. Letztere verwenden Sie genau nach den Angaben des Herstellers.

Bei der Verwendung von Holzreiniger oder Entgrauer bitte unbedingt Handschuhe und Schutzbrille tragen. Auch beim Abschrubben mit Spülwasser, Schmierseife oder Waschsoda sind Spritzer vom Putzwasser nicht angenehm in den Augen – ebensowenig spröde Putzhände.

Geschrubbt wird wieder in Richtung der Maserung bzw., der Rillen. Danach spülen Sie das Holz mit reichlich klarem Wasser ab und lassen es gut trocknen.

Mit diesem Schritt haben Sie alles gemacht, was wirklich notwendig ist, um Ihr Bangkirai zu reinigen. Alle weiteren Schritte sind optional und dienen in erster Linie der Optik.  

Schritt 3: Bangkirai Dielen schleifen

Falls sich feine Holzfasern nach der Reinigung aufgestellt haben, sollten Sie das Holz mit einem Schleifkissen oder -vlies in Richtung der Holzfasern bzw. der Rillen abschleifen. Das sollte bei Bangkirai eigentlich nicht vorkommen, ist aber bei der Vielfalt der Materialien, die unter diesem Namen im Handel erhältlich sind, nicht auszuschließen.

Nach dem Schleifen muss das Holz abgefegt werden, abgesaugt oder mit klarem Wasser gründlich abgespült werden. Vor weiteren Behandlungen muss das Holz gut trocknen.

Yellow Balau - frisch eine sehr schöne Färbung
Yellow Balau - frisch eine sehr schöne Färbung
Vergrautes Bankirai ist Geschmackssache
Vergrautes Bankirai ist Geschmackssache

Schritt 4: Bangkirai womit ölen?

Wenn man das Vergrauen verhindern möchte, wird das Holz zum Schutz geölt. Es gibt spezielles Bangkirai Pflegeöl und sowie verschiedene Holzöle in der Pigmentierung »Bangkirai«, womit die Holzfarbe gemeint ist. Das Holzöl in der gewünschten Pigmentierung wird dazu mit einem Pinsel oder Quast auf das Holz ganz dünn aufgetragen. Dabei die Anweisungen beachten, die der Hersteller in Bezug auf die Bankiraipflege in seiner Gebrauchsanweisung angibt. 

Beim Ölen gründlich vorgehen, keine Stellen auslassen
Beim Ölen gründlich vorgehen, keine Stellen auslassen

Überschüssiges Öl auf jeden Fall mit einem Lappen abnehmen. Unbedingt wieder Handschuhe und Schutzbrille tragen, die Pigmente färben auch die Haut nachhaltig und das Öl sollte auch nicht in die Augen geraten.

Man kann auch einfaches Leinöl dafür verwenden, das enthält allerdings keine Pigmente – aber auch keine anderen Zuschlagstoffe und ist völlig natürlich. Seine Eigenschaften sind bei der Holzpflege bewährt.

Gut trocknen lassen vor dem nächsten Arbeitsgang. Meist sind 12 Stunden in den Gebrauchsanweisungen vorgesehen. Je nach Ergebnis nach dem ersten Ölen noch einmal schleifen, abfegen oder -saugen bzw. mit klarem Wasser gut abspülen und wieder trocknen lassen.

Mindestens einen Tag trocknen lassen und danach gegebenenfalls ein zweites Mal in der selben Weise ölen. Wiederum gut trocknen lassen, bevor Terrassenmöbel, Töpfe und Dekoration wieder auf das Holz gestellt werden.

Wie oft Bangkirai ölen?

Die Hersteller der Holzöle geben in der Regel zweimal im Jahr an. Tatsächlich reicht in den meisten Fällen ein Anstrich im Jahr oder sogar alle zwei bis drei Jahre gut aus. Je nachdem, wie stark das Holz der Witterung ausgesetzt ist. 

Es ist aber eine Geschmackssache und vergrautes Holz kann durchaus einen ganz eigenen Charme haben.

Ob gut gepflegt oder vergraut...
Ob gut gepflegt oder vergraut...
Jede Variante hat ihren besonderen Charme
Jede Variante hat ihren besonderen Charme

Wichtiger Hinweis zur Holzpflege

Konstruktiver Holzschutz ist durch nichts zu ersetzen. Dazu gehört es, alles zu vermeiden, was zu andauernder Nässe führt oder das leichte Abtrocknen verhindert. Holz darf daher nie direkt auf dem Boden verlegt werden. Eine Holzterrasse benötigt immer eine gute Unterkonstruktion, die für eine ausreichende Belüftung sorgt.

Um die Oberfläche des Holzes nicht zu beschädigen, sollte folgendes vermieden werden.

  • Reinigen mit einem Hochdruckreiniger
  • Harte Bürsten oder gar Metallbürsten
  • scharfe Reinigungsmittel
  • zerkratzen der Oberfläche mit scharfkantigen Gegenständen
  • versiegeln der Oberfläche mit Lasuren oder Lacken

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