Markisen – Sonnenschutz auf Terrasse und Balkon

Zu starke Sonneneinstrahlung schädigt im Sommer Mensch und Pflanzen und ist zudem sehr unangenehm. Auf Balkon oder Terrasse ist die Anbringung einer Markise daher angeraten. Sie schützt die Haut vor Sonnenbrand, spendet wohltuenden Schatten, bewahrt das Gartenmobiliar vor dem Ausbleichen und hält die angrenzenden Wohnräume angenehm kühl.

Der Fachmann für Rollladen- und Sonnenschutz berät kompetent bei der Auswahl der gewünschten Markise und sorgt anschließend für eine fachgerechte Montage. Auf welche Qualitätsmerkmale beim Erwerb einer Markise geachtet werden sollte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Markisentuch

Dekorative Markisenbezüge gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Designs. Je nach Geschmack lassen sich Markisen individuell gestalten – auch passend zu den Gartenmöbeln. Terrassen, Balkone und Fassaden erhalten dadurch ein stimmiges und unverwechselbares Aussehen. Wichtig ist, dass die Markise einen halben Meter über die Terrassenfläche hinausragt. So wird am Rand der Terrasse auch bei tiefstehender Sonne genug Schatten geworfen.

Um dauerhaft Freude an einer Markise zu haben, sollte man sich für einen Markisenstoff aus Polyacryl entscheiden. Im Gegensatz zu Baumwolle, Nylon oder Polyethylen ist Polyacryl in hohem Maße resistent gegenüber der UV-Strahlung der Sonne. So sind Reißfestigkeit und Farbschönheit des Stoffes auch noch nach vielen Jahren gewährleistet.

Neben der Reißfestigkeit und Webdichte (290 bis 320 g/qm) ist die Imprägnierung ein wichtiges Qualitätsmerkmal für einen Markisenstoff. Diese Imprägnierung –  z. B. aus Teflon, Cleangard oder Perlgard – soll vor Schmutz und Wasser schützen. Cirka 300 Millimeter Wassersäule bei 14 Grad Neigung beträgt der akzeptable Durchschnittswert in puncto Wasserdichtigkeit. Für den Einsatz einer Terrassenheizung in Form von Heizstrahlern und Heizpilzen sind auch feuerfeste Stoffe erhältlich.

Gute Markisenstoffe besitzen einen hohen Lichtschutzfaktor und lassen nur eine geringe UV-Strahlung durch. Der so genannte UV-Schutzfaktor wird als Ultraviolet Protection Factor (UPF) angegeben. Je höher der UPF-Wert, desto mehr UV-Strahlung wird vom Gewebe der Markise absorbiert bzw. reflektiert. Der Wert sollte zwischen 40 und 80 liegen. Generell halten dunklere Markisentücher die UV-Strahlen besser ab als hellere.

Markisentyp

Markisen und ihre Montage sind entsprechend einer CE-Norm in verschiedene Windwiderstandsklassen eingeteilt. Gut ist, wenn eine Markise mindestens der Klasse 2 bei Montage auf druckfestem Untergrund (z. B. Beton der Güte C20/C25) zugeordnet ist. Das bedeutet, dass diese Markise bis Windstärke fünf ausgefahren bleiben kann. Nicht zu empfehlen sind Markisen der Klasse 0, da diese überhaupt nicht bei Wind genutzt werden können.

Bei Gelenkarmmarkisen bis 6,50 Meter Breite besteht das Gestänge aus 2 Gelenkarmen, die jeweils mindestens drei Gelenke besitzen und parallel zur Markisen-Fallstange bzw. Ausfallstange montiert werden, die den vorderen Abschluss einer Markise darstellt. Die Gelenkarme mit Kette oder Stahlseil drücken in der Regel je nach Ausfall zwischen 20 und 35 kg nach außen. Die Spannkraft und die Kröpfung des Gelenkarmes müssen so angelegt sein, dass ein ausreichender Abstand zum Markisentuch vorhanden ist. Die Neigung einer Markise lässt sich – je nach Modell – auf bis zu 45 Grad einstellen.

Qualitätsmerkmale sind außerdem die Querschnittsmaße und Wandungsstärke des Profils sowie Anzahl der Zugfedern und das Material der Gelenkes. Am besten sind Gelenkarme aus gesenkgeschmiedetem Aluminium, das besonders stabil und bruchsicher ist. Für die Befestigungskonsolen, die Einhängevorrichtung und die Armlager ist stranggepresstes Aluminium das beste Material. Es zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig hoher Elastizität aus.

Eng verwandt mit der beliebten Gelenkmarkise sind die Hülsenmarkise, Halbkassettenmarkise und Kassettenmarkise. Diese haben ebenfalls einen oder mehrere Gelenkarme, sind aber in unterschiedlichem Maße durch eine Hülse, eine Halbkassette bzw. eine Kassette vor Wasser und Schmutz geschützt. Sind zusätzlich Wasserablaufkanäle in die Hülse oder Kassette integriert, handelt es sich um eine besonders hochwertige Markise.

Bei einer Kassettenmarkise mit Kippgelenkarm-Mechanik schützt das vordere Ausfallprofil, Markisentuch und -mechanik vor Witterungseinflüssen, sodass diese im Gegensatz zu einer Gelenkarm-, Hülsen- und Halbkassettenmarkise noch länger hält. Besonders robust sind Kassetten aus stabilen, schweren und stranggepressten Profilen. Man sollte beim Anbringen der Markise sehr sorgfältig arbeiten, da es ansonsten schnell zur Beschädigung von Markisentuch und -mechanik kommen kann.

Markisenbedienung

Die einfachste und älteste Form der Markise ist die Markise mit Handkurbel. Gerade bei großen, breiten Markisen mit Kurbel ist die Bedienung jedoch mit viel Kraftaufwand verbunden. Hat man keine Möglichkeit einen Motorbetrieb umzusetzen, sollte daher wenigstens eine Markise mit ergonomisch geformter Kurbel und Kegelradgetriebe anschaffen. Im Gegensatz zum Schneckenradgetriebe sind diese leichtgängiger und langlebiger.

Besonders empfehlenswert ist ein elektrischer Antrieb bei Gelenkarmmarkisen, weil beim Einfahren eine große Spannung überwunden werden muss. Der Elektromotor kann bereits integriert sein oder nachträglich mit einer Markise verbunden werden. Innerhalb der Tuchwelle, auf der das Markisentuch aufgewickelt ist, liegt der so genannte Rohrmotor. Bei dieser Bauweise ist der Motor von Außen nicht mehr sichtbar und vor Witterungseinflüssen geschützt. Lassen es das Budget und die Auswahl zu, sollte man eine Elektromarkise anbringen, die zusätzlich über eine Notkurbelbedienung verfügt. Nur so kann die Markise auch bei Stromausfall oder Defekt eingefahren werden.

Moderne Markisen sind per Funksteuerung auch kabellos aus der Ferne bedienbar, dank Wind- und Sonnensensoren reagieren sie selbständig auf die aktuellen Witterungsbedingungen. Ein weiterer Vorteil der Funktechnik ist, dass die einzelnen Komponenten nicht verkabelt werden müssen, was die Montage deutlich vereinfacht.

Zur Steuerung gehören ein Funk-Antrieb, eine Funk-Steuerung und eine Funk-Fernsteuerung. Der Funk-Antrieb besteht aus einem Rohrmotor mit integriertem Funk-Empfänger und benötigt eine Stromzufuhr von 230 Volt. Die Funk-Steuerung besteht aus einem Sensor, der die Windgeschwindigkeit mit einem kleinen Windrad und die Sonneneinstrahlung mit einem 360-Grad-Fühler misst. Wichtig ist, dass die Montage an einer unverschatteten Stelle erfolgt. Auch für diese Komponente wird ein 230-Volt-Kabel benötigt.

Mit der Funk-Fernsteuerung kann man von der Sonnenautomatik – auch Sonnenwächter genannt – abweichende Einstellungen manuell vornehmen, z. B. die Markise weiter ausfahren als vorgesehen. Die Windautomatik – auch Windwächter genannt – bleibt zum Schutz vor Windschäden immer aktiv und sperrt bei hoher Windgeschwindigkeit die manuelle Bedienung. Wenn die Fernbedienung gegen Spritzwasser, Stöße und Stürze unempfindlich ist, kann man sorgenlos und bequem die Markise bedienen. Weitere Extras für Markisen können Lichtspots und Heizstrahler sein, die gemeinsam mit der Markise befestigt werden können.

Markise im Gegenlicht

Markisen sind sehr robust und langlebig. Trotzdem kann nach Jahren treuer Dienste der dekorative Sonnenschutz Risse, Löcher oder offene Nähte aufweisen. Dann steht eine Markisen-Reparatur an. Dank leistungsfähigen Klebstoffen ist es glücklicherweise nicht allzu schwer, eine defekte Markise zu reparieren – wir sagen, wie Sie dabei vorgehen müssen. Markisen-Reparatur

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Von: Nga Tran

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    Stefan80 , d. 08-03-17 12:56:

    Guter Artikel. Ich möchte mich und meinen Garten langsam auf den sich langsam anschleichenden Sommer vorbereiten. Was ich noch nicht habe, sind eben Markise, damit ich mit meinen Leuten im Sommer im Garten sitzen kann.

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    Bildnachweis
    1. "Markise von weinor"von weinor (weinor.de) Copyright: [weinor]
    2. "Markisentuch"von Michael Schultze/CPZ Verlag Copyright: [CPZ Verlag]
    3. "Markise Gelenkarm"von marc falardeau (Flickr) Lizenz: [CC BY 2.0]
    4. "Markise anbringen"von CPZ Verlag Copyright: [CPZ Verlag]
    5. "Markise mit Strom verbinden"von CPZ Verlag Copyright: [CPZ Verlag]
    6. "Fernbedienung für Markise"von CPZ Verlag Copyright: [CPZ Verlag]
    7. "Funkautomatik programmieren"von CPZ Verlag Copyright: [CPZ Verlag]
    8. "Lichtleiste Markise"von CPZ Verlag Copyright: [CPZ Verlag]
    9. "Markise im Gegenlicht": tdx/Leiner Pressemeldung

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