Gartenteich anlegen

Spezielle Folien machen den Teichbau im eigenen Garten ohne Schwierigkeiten möglich. Teichfolien sind eine preiswerte Alternative zu Hartkunststoffbecken, dennoch haben sie sich als durchaus haltbar erwiesen. Zudem ermöglichen sie die Anlage beliebiger Formen. Wenn das zähe, aber elastische Material richtig verlegt wird, bleibt es mehr als 20 Jahre dicht. Sie dürfen aber nur spezielle Teichfolien verwenden, gewöhnliche Plastikfolien sind hingegen ungeeignet. Sie werden schon nach kurzer Zeit brüchig und zerbröseln durch die Sonneneinstrahlung.

Gartenteich- Biotop für Tiere

Zunächst sollte der Teich im Rahmen der Gartenplanung einen geeigneten Platz bekommen. Je nach Art der Gestaltung kann eine Wasserstelle direkt an der Terrasse liegen, aber auch abseits in einer ruhigen Ecke. Hier dient sie als Refugium für Tiere, die sich in kurzer Zeit von selbst ansiedeln. Libellen kommen manchmal schon während der Bauphase. Auch Frösche wandern aus der Umgebung zu. Ihr Quaken "stört" die Gartenwelt nur solange, wie die Tiere auf Partnersuche sind. Einen besonderen Wert haben Wasserstellen für Singvögel: Sie dienen als Tränken und ersparen vor allem zur Brutzeit weite Flugstrecken zu einem natürlichen Gewässer.

Gartenteich- Grüngürtel

Am Haus kann ein Teich überschüssiges Regenwasser aufnehmen. Die Zuleitung kann ein Schlauch und Regensammler von einem Regenfallrohr übernehmen. Wenn wuchernde Pflanzen eingesetzt werden, funktioniert der Teich auch als Wasserfilter. Allerdings kommen im Hausgarten vorzugsweise wenige ausgewählte Arten ins Wasser. Rohrkolben, Schilf und dergleichen wachsen die kleine Fläche sonst in wenigen Jahren völlig zu. Die Wirkung der Wasserstelle bleibt am besten erhalten, wenn nur einige Wasserpflanzen im Teich wachsen dürfen. Rundherum kann sich aber ein üppiger Grüngürtel entwickeln. Zur Teichrandgestaltung haben sich Kiesel bewährt. Sie bedecken die schwarze Kunststoffolie und bilden eine naturnahe Übergangszone zu den umliegenden Staudenpflanzungen.

Vermeidung von Fehlern bei der Teichgestaltung

Der häufigste Fehler bei der Teichgestaltung geschieht schon beim Erdaushub und zwar werden die Uferböschungen zu steil gegraben. Später ragen dann ständig die schwarzen Folienränder aus dem Wasser. Das sieht nicht gut aus und schadet zudem der Folie. Achten Sie also darauf, dass besonders die Übergangszonen vom Wasser zum Ufer flach gegraben werden, sodass sich die Folie gut ausbreiten und mit Kieseln kaschieren lässt. Das Niveau muss rundherum in derselben Höhe liegen. Sobald das Teichbett die gewünschte Form hat und die Uferzonen richtig geschaffen und ausgeglichen sind, sollte die Folie eine Polsterung bekommen. Dazu eignet sich gewöhnlicher Bausand, der gleichmäßig im ganzen Bett verteilt wird. Falls nötig kann auch ein spezielles Teichvlies zur Polsterung dienen. Dieses Acrylfasergewebe ist aber oft teurer als die Teichfolie und nicht unbedingt erforderlich, wenn vor dem Ausbreiten der Teichfolie spitze Steine und Wurzelstücke entfernt werden. Nach den Vorbereitungen des Teichbetts lässt sich die Folie problemlos ausbreiten. Der Zuschnitt der Ränder erfolgt erst, wenn der Teich randvoll mit Wasser gefüllt ist. Vorher kommen aber erst die Pflanzen an ihre vorgesehenen Plätze. Keinesfalls darf dazu breitflächig nährstoffreiche Gartenerde eingefüllt werden. Vielmehr bekommen die Pflanzengruppen kleine Aufschüttungen, die sich mit Kieseln einfassen lassen. Sobald die Pflanzen richtig sitzen, lässt sich die gesamte noch sichtbare Folienfläche mit einer Kieselauflage unsichtbar abdecken. Dazu dient Rollkies, der günstig geliefert wird (pro Tonne etwa für 20 Euro) und der die Wasserstelle naturnah in den Garten einbindet.

Sicherheit

Wenn kleine Kinder zur Familie gehören oder erwartet werden, sollten Sie auf Wasserstellen grundsätzlich verzichten. Wasser hat eine ungeheure Anziehungskraft. Tiefe Teiche sind stets Gefahrenquellen. Falls schon vorhanden, sollten sie durch Zäune oder Absperrungen gut gesichert werden!

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heimwerker.de-Redaktion , d. 05-02-15 12:06:

Hallo Dewi,

es ist verständlich, dass Du Deine Fische schützen möchtest und das darf auch jeder gerne für sich entscheiden. Dennoch bieten flache Ufer einen natürlichen Übergang zwischen Wasser und Land, in dem sich passende Pflanzen ansiedeln können. Weiterhin haben Tiere, welche sich im Wasser verlaufen haben, die Möglichkeit sich an Land zu retten. Ein abgestürzter Igel müsste in einem Teich mit steilem Ufer ertrinken und hätte keine Überlebenschance.

viele Grüße
heimwerker.de-Redaktion

Dewi , d. 05-02-15 11:37:

Thema: Fehler bei der Teichgestaltung

Dem Artikel kann ich nicht zustimmen. Teichränder sollten in bestimmte Fällen steil nach unten gegraben werden, um Fischreihern keine Möglicheit zu geben in das Gewässer einzudringen. Solange der Fischreiher "nur auf dem Rand stehen" kann, wird es Ihm fast unmöglich sein wertvollen Fischbestand zu dezimieren.
Flache Uferböschungen geben Ihm die Möglichkeit ins Wasser zu laufen - das muß vermieden werden. Darum die Empfehlung: Einen Teich nur mit steilen Ufern versehen.

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