Story: Kellerumbau und Renovierung

Wie aus einem kalten Keller ein wertiger Wohnraum wird

Vier Zimmer gab es in der 95 m² großen Wohnung der Familie Weigelt, als sich Sprössling Nr. 2 ankündigte. Und sowohl das Zimmer der dreijährigen Tochter als auch der bis dahin als Büro genutzte Raum für ein zweites Kind waren gerade einmal acht Quadratmeter groß – auf Dauer zu wenig für die Kleinen. Platzreserven gab es dagegen im Keller.

Da das Dreifamilienhaus der Familie Weigelt gehört und die beiden Mieter mit jeweils einem Kellerraum gut ausgerüstet waren, wurde kurzerhand vom Erdgeschoss eine Wendeltreppe nach unten eingebaut. Dort konnte auf 45 m² ein Schlaf-, ein Arbeits- und Gästezimmer sowie eine Ausbaureserve für ein zweites Bad untergebracht werden. Oben konnte daraufhin ein Teil des ehemaligen Schlafzimmers zu einem zweiten Kinderzimmer umgebaut werden.

Erfahren Sie alles zum spannenden Umbauprojekt: So wird aus einem Keller ein gemütlicher Wohnraum.

Vor dem Umbau – Keller im Rohbau

Wie immer beim Bauen ist eines vor allem wichtig: Gute Vorbereitung und ein realistischer und umsetzbarer Zeitplan. Die Familie Weigelt hat sechs Wochen für ihren Umbau veranschlagt:

  1. Woche
    Öffnung des Treppendurchbruchs, Einbringen der Trockenbauständerwerke für Raumtrennwände, Grundinstallation Elektro
  2. Woche
    Erdaushub Böschungen, Türdurchbrüche Keller, Umsetzen der ehemaligen Schlafzimmertür, Montage der Vorsatzschalen vor Außenwände (Innendämmung), Grundinstallation Elektro
  3. Woche
    Fensteröffnungen Kellergeschoss, Einbau Fenster, Montage von Zargen und Türen, Beplanken der Trockenbauwände, Grundinstallation Elektro
  4. Woche
    Abdichten der Außenwände und Anbringen des Wärmedämmverbundsystems (Außendämmung), Montage der Fensterbänke, Einbringen der abgehängten Gipskartondecke, Feininstallation Elektro, Montage der Heizungsleitungen
  5. Woche 
    Gestaltung und Bepflanzung der Böschungen, Einbau der Treppenkonstruktion, Anbringen des Wärmedämmverbundsystems, Montage Fensterbänke außen, Feininstallation Elektro, Montage Heizkörper, Vormontage Sanitär, Streichen von Wänden und Decken
  6. Woche 
    Feininstallation Elektro, Einbringen des Laminats, Einbau des Kleiderschrankes
der alte Nutzkeller bot Ausbausererven
vor dem Umbau: Rumpelkammer
Wichtig: Brandschutz & Schutz vor Einbrechern

Eine zentrale Auflage der Bauaufsicht lautete, dass die neuen Wohnräume gegen den Nutzkeller durch eine Brandschutzwand (F90) getrennt werden musste. Diese erstellte man auch in Trockenbauweise mit einem System von XPR.

Brandschutztüren vom Treppenhaus hin zu den Nutzkellern sowie zwischen Nutzkellern und neu entstandenen Wohnräumen bremsen zusätzlich mögliche Flammen.

Ohnehin widmeten die Bauherren der Sicherheit viel Aufmerksamkeit: Fenster der Widerstandsklasse 3 schützen vor Einbrechern. In allen neuen Räumen finden sich außerdem elektronische Brandmelder, die bei Feuer oder Rauch mit einem Ton warnen.

Umbaumaßnahmen: Trockenbau, Installation & Dämmung

Die Kalksandstein-Außenwände des 1989 erbauten Hauses präsentierten sich vor dem Umbau innenseitig rau, uneben und unverputzt. Schnelle Abhilfe schafften hier Vorsatzschalen aus robusten, weil stoßfesten Fermacell- Gipsfaserplatten, hinter denen auch die Elektro- und Heizungsinstallation verschwinden konnte. Gedämmt wurden die Vorsatzschalen mit Steinwolleplatten, die feuchteresistent sind, hervorragende Wärmedämmeigenschaften besitzen und im vorbeugenden Brandschutz eingesetzt werden.

Auch unter die alten Betondecken wurden abgehängte Decken mit Gipsfaserplatten eingezogen, über denen dann auch gleich wieder die Elektroinstallation der Deckenbeleuchtung verschwand.

Hochleistungs Trockenbau mit Dämmung
Mühelos streichbare glatte Wände

Trotz der Tatsache, dass alle Arbeiten von Handwerkern ausgeführt wurden, blieben die Baukosten ohne Schwierigkeiten im knapp kalkulierten Budget.

Den Laminatboden hat der Bauherr selbst verlegt. Zum Einsatz kam wegen des attraktiven Designs ein System von Terhürne. Dieses ließ sich leicht verarbeiten und sorgt für eine sehr gute Trittschalldämmung.

Schaffung von neuen Fensteröffnungen
Viel Licht durch die größeren Fenster

Die glatten Oberflächen der Gipsfaserplatten verführten die Bauherren dazu, auf Tapeten zu verzichten und auch den Anstrich selbst zu übernehmen.

Die Koordination aller Handwerker und Arbeiten übernahm die M-AG, die Modernisierungen von der Planung über die Bauantragsstellung bis zur Fertigstellung zum Festpreis bundesweit durchführt.

Dämmplatten auf Maß zuschneiden
Platten auf gedämmte Außenwand aufbringen

Neue Wohnräume im Keller mit Einbauschrank und Wendeltreppe

Für viel Tageslicht in den ehemaligen Kellerräumen sorgen zwei große Abböschungen, die vor der Doppelhaushälfte ausgehoben wurden. Drei Fenster bringen Licht in alle Räume.

Wand mit mineralischem Kratzputz
Modern möbilierte, lichtdurchflutete Räume

Ein Wärmedämmverbundsystem mit mineralischem Edelputz, außen auf das frei gelegte Mauerwerk aufgebracht, spart in den neuen Räumen Heizenergie. So war es möglich, die zusätzlichen Wohnräume mit der vorhandenen Gasetagenheizung zu beheizen.

Durch die neuen Fensteröffnungen brachte man zunächst eine massive Stahlstütze in den Keller, die aus statischen Gründen unter die Decke gezogen werden musste, um den Durchbruch für die Wendeltreppe zu ermöglichen.

Wendeltreppe vom Erdgeschoss aus
Wendeltreppe im Keller mit Kleiderschrank

Bei der Auswahl der Trennwände, mit denen die neuen Räume im Keller gestaltet werden sollten, entschieden sich die Bauherren für Trockenbauwände der Marke XPR. Obwohl sie besonders schmal sind und so wertvolle Wohnfläche sparen bieten sie besten Schall-, Wärme- und Brandschutz.

Platz gespart wurde auch durch einen maßgefertigten Kleiderschrank, der mit einer Tiefe von 45 cm alle liegend zu lagernden Kleiderstücke aufnimmt. Hemden, Blusen und Hosen finden im Durchgang zu den angrenzenden Nutzkellerräumen Platz, der zum begehbaren Kleiderschrank ausgebaut wurde und gleichzeitig auch den Flur zum geplanten zweiten Badezimmer bildet.

Kinderzimmer, früher Elternschlafzimmer
Büro und bei Bedarf Gästezimmer

Clou des in Aluminium, Milchglas und Wengeholz gehaltenen Einbauschrankes: Im mittleren Schiebetürenelement wurde ein Flatscreen-Fernseher eingebaut.

Passend zum Schrank wählten die Bauherren einen Laminatboden von Terhürne – ebenfalls in edlem Wenge. Die weißen untapezierten Wände sind mit einem fein strukturierten Kalkputzanstrich versehen. Elegante Schalter und Steckdosen in Aluoptik von Gira setzen hier einen modernen Akzent.

Flachbild-TV in der Schrank - Schiebetür
Steckdosen in der Fensterlaibung
Partner beim Umbau

Wärmedämmverbundsystem:
Weber Broutin (www.weber-broutin.de)

Außenwanddämmung innen:
Deutsche Rockwool (www.rockwool.de)

Vorsatzschalen und abgehängte Decken:
Fermacell und Protektor (www.fermacell.de / www.protektor.com)

Wandsysteme:
XPR Premium- System (www.xpr-premium-system.de)

Spindeltreppe:
Dolle (www.dolle.de)

Brandschutztüren:
Hörmann (www.hoermann.de)

Kleiderschrank:
Komandor (www.komandor.de)

Schalter, Steckdosen und Brandmelder:
GIRA (www.gira.de)

Laminat:
Terhürne (www.terhuerne.de)

Umbauplanung und -durchführung:
M-AG (www.m-ag.com)

Kosten des Um- und Ausbaus: 35.000 Euro 

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