Wärmedämmverbundsysteme: Fassaden schützen, Energie sparen

Seit vielen Jahren werden beim Neubau und bei der Sanierungvon Gebäuden Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) eingesetzt. Wärmeverbundsysteme haben ihren Ursprung als Systeme zur Energieeinsparung. Im Laufe ihrer Anwendung zeigte sich jedoch sehr schnell, dass sie weit darüber hinaus einen vielseitigen Zusatznutzen besitzen.

Wärmeverbundsysteme erhalten und schützen die Bausubstanz, verbessern die Wohnhygiene und die Behaglichkeit; verringern den Verbrauch von knappen Rohstoffen und tragen somit zu weniger Umweltbelastungen bei. Jeder eingesparte Liter Heizöl senkt die Emission des Treibhausgases Kohlendioxid, das die Erdatmosphäre aufheizt.

Die Umsetzung dieser wirtschaftlich und ökologisch motivierten Anforderungen erfolgt beim Neubau schon mit der Planung des Bauwerks. Beim Altbau konzentrieren sich die Handlungsmöglichkeiten auf die Sanierung der Fassade, die Wärmeverluste des Hauses werden durch seine neue Wärmeverbundsystem- Außenhaut erheblich reduziert.

Je nach Anforderungen und Gegebenheiten wird unterschieden zwischen der Art der Dämmung, z. B. Mineralwolle- Dämmplatten oder Polystyrol- Hartschaum, und den verschiedenen Putzschichten. Alternativ zur Außendämmung kann auch eine Innendämmung mit Klimaplatten vorgenommen werden.

Wie der Name es bereits aussagt, werden Wärmedämmverbundsysteme in direktem Kontakt (Verbund) zum vorhandenen Wandaufbau hergestellt.
Hierbei kann entweder Mauerwerk oder Beton vorliegen oder bereits verputzte Fassaden.

Da bei Wärmedämmverbundsystemen Luftschichten wie bei der zweischaligen Wandbauweise entfallen, ist nur eine relativ geringe Erhöhung der Gesamtwandstärke gegeben. Beim Neubau kann die Wandstärke auf die statisch notwendige Dicke reduziert werden, weil die Anforderungen an die Dämmung vom WDVS übernommen werden.

Zum System gehören die Verklebung der Dämmplatten, gegebenenfalls eine mechanische Verdübelung, die Armierungsschicht mit Gewebeverstärkung sowie die außenliegende Putzschicht.

Richtlinien zu Wärmedämmsystemen

Bei der Sanierung eines Altbaus oder der Errichtung eines Neubaus sind folgenden Verordnungen zu beachten:

DIN 4108 "Wärmeschutz im Hochbau"

Die DIN 4108 beschreibt den Wärme- und Feuchteschutz im Hochbau mit dem Ziel, die Bausubstanz vor Durchfeuchtungen und vor Schäden zu schützen und somit den hygienischen Anforderungen der Bewohner gerecht zu werden.

Demnach orientieren sich die Anforderungen der Norm in erster Linie daran, dass bei einer Außenwandkonstruktion der Wärmedurchgangswiderstand eines Außenbauteils so gewählt werden muss, dass es nicht zu schädigenden Tauwasserkondensationen im Bauteil kommt.

Obwohl es bei der DIN 4108 nicht das primäre Ziel ist, Heizenergie zu sparen, so wird dennoch eine nach der Norm ausgeführte Baumaßnahme den Verbrauch an Energie senken.

Wärmeschutzverordnung WSVO - 1995 novelliert

In ihren Zielsetzungen bzgl. Energie und Wärme unterscheidet sich diese Verordnung von der DIN 4108. Sie zielt direkt darauf ab, Wärmeverluste zu reduzieren.

Die Verordnung stellt nicht nur für neu zu errichtende Gebäude Mindestanforderungen, sie gilt auch für die Sanierung von Altbauten.

Die Verordnung legt für jedes Bauteil einen Kennwert - den "k-Wert" - fest, der nicht überschritten werden darf. Die Anforderungen gelten bei einem erstmaligen Einbau ebenso wie bei Ersatz und Erneuerung von Außenbauteilen, und zwar immer dann, wenn Dämmschichten eingebaut werden. Ziel dieser baulichen Maßnahmen ist ein optimaler Wärmeschutz, der Heizenergie spart und damit die Umwelt entlastet.

Styropor ist eigentlich ein Markenname der BASF für "polystyrolen Hartschaum". Das so bekannte wie effektive Dämmmittel wird universell zur Wärmedämmung eingesetzt. Wir stellen den luftig-leichten Kunststoff in einem ausführlichen Artikel vor. Styropor als Dämmmaterial

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Bildnachweis
1. "teaser styropor"von Jan Homann Copyright: [Quelle: Wikipedia; Foto: Jan Homann ; Lizenz:]

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