Styropor

Styropor ist kein Material, sondern ein geschützter Markenname von BASF und bezeichnet aufgeschäumtes Polysterol. Es ist in Deutschland auch als "Styrodur" bekannt. Gebräuchliche Kurzbezeichnungen sind EPS oder PS-E, die für "expandiertes Polysterol" stehen. Styroporplatten bestehen aus charakteristischen 2-3mm großen Polysterol-Schaumkugeln, die bei unfachmännischer Verarbeitung gerne auseinanderfallen. Wie man das vermeiden kann und was man sonst über Styropor und verwandte Materialien wissen sollte, wird hier zusammengefasst.

Styropor, 200-fach vergrößert

Anwendungsgebiete für Styropor

Styropor, in Deutschland auch als Styrodur bekannt, wird wegen seiner hervorragenden Dämmeigenschaften als EPS- und Hartschaumplatte besonders im Baugewerbe verwendet. Weil es leicht zu verarbeiten ist und praktisch in jede Form geschnitten und gepresst werden kann, kommt es auch in vielen anderen Bereichen zum Einsatz, wie zum Beispiel in der Verpackungs- und Elektroindustrie und als Modellbau- und Bastelmaterial. Styropor ist der einzige Kunststoff, der für die dauerhafte Lagerung von Fleisch und Fisch zugelassen ist. Es ist alkohol-, laugen- und bedingt säurebeständig – gegenüber Lösungsmitteln, wie Benzin oder Aceton jedoch nicht.

Styropor schneiden

Durch seine körnige Struktur fransen Schnittkanten bei Styropor leicht aus und es entstehen die charakteristischen Styroporflocken. Um das zu verhindern, schneidet man Styroporplatten entweder mit einem sehr scharfen Messer mit dünner Klinge (z.B. Teppich- oder Cuttermesser) oder man verwendet ein spezielles Styropor-Schneidegerät, das die Arbeit besonders mit dickeren Styroporplatten deutlich erleichtert. Styropor-Schneidegeräte erzeugen mithilfe einer heißen Metallklinge sehr glatte Schnittkanten, die nicht ausfransen. Das ist gerade dann besonders wichtig, wenn später die Schnittkanten als Klebeflächen dienen sollen. Die Wechselklingen sind in verschiedenen Formen erhältlich und auch für Profilschnitte geeignet.

Styropor kleben

Weil es sehr weich und wenig druckstabil ist, kommt Schrauben und Nageln für die Befestigung und das Verbinden von Styroporelementen nicht in Frage. Das Mittel der Wahl für Styropor ist das Verkleben. Das funktioniert so gut, dass flächig verklebte Styroporteile bei Belastung häufig nicht an der Klebestelle brechen. Für das Verkleben von Styroporteilen sind verschiedene Kleber geeignet. Beim Basteln oder im Modellbau kann sogar Weißleim oder Kleister verwendet werden. Wenn Heißkleber eingesetzt wird, sollte zuvor an einer Materialprobe sichergestellt werden, dass die Klebepistole nicht zu heiß eingestellt ist. Der beste Kleber für größere Styroporteile ist spezieller Montagekleber, der sofort haftet und schnell abbindet. Ob ein Klebstoff für Styropor geeignet ist, verrät die Anwendungsbeschreibung. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass der Kleber keine Lösungsmittel enthält, weil Styropor mit Lösungsmitteln reagiert und sich auflöst.

Styropor und Lösungsmittel (hier: Aceton)

Weiterführende Informationen

Bildnachweis:

Styroporplatten: © Wolfgang Kruck / Fotolia.com

Styropor 200fach: Quelle: Wikipedia; Foto: Jan Homann ; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de / Kurz

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Bildnachweis
1. "Styropor"von © Wolfgang Kruck - Fotolia.com Copyright: [© Wolfgang Kruck - Fotolia.com]
2. "Styropor 200fach"von Jan Homann Copyright: [Quelle: Wikipedia; Foto: Jan Homann ; Lizenz:]

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