Dachsparren berechnen

Dachsparren berechnen

Als Dachsparren bezeichnet man die vom First schräg nach unten zur Traufe verlaufenden Holzbalken.

Bei einem Steildach bilden Sie mit dem Dachboden ein Dreieck. Auf den Dachsparren wird die Konter- und Querlattung montiert, die zur Befestigung der Dacheindeckung dient. Neben dem Gewicht der Lattung und der Ziegel, muss auch die Belastung durch Schnee, Wind, einer Isolierung und einer eventuellen Solaranlage berücksichtigt werden. Ebenfalls in die Berechnung einbezogen werden Holzqualität und Konstruktionsweise des Dachs.

Während die Dachsparren beim Sparrendach die gesamte Last tragen, spielen sie beim Pfettendach eine eher nebensächliche Rolle. Für den Hausbau gesetzlich vorgeschrieben, ist ein plausibler statischer Nachweiß eines Fachmanns. Der Statiker berechnet gemäß der geltenden Gesetzte und Baunormen neben den Sparrenmaßen auch Abstände, Sparrenteilung und Dachneigung.

Schritt 1: Unterscheidung zwischen Sparren- und Pfettendach

Die Grundlage zur Berechnung der Sparrenstärke bei einem Steildach bildet die Unterscheidung zwischen Pfettendach und Sparrendach. Das Kehlbalkendach ist eine Sonderform des Sparrendachs. Hier werden die Dachsparren durch den Einbau waagerecht verlaufender Kehlbalken unterstützt.

Während die Dachsparren beim Sparrendach die tragende Unterkonstruktion für Eindeckung und Isolierung darstellen, wird beim Pfettendach die Hauptlast von den Pfetten getragen. Auch das Flachdach zählt streng genommen zu den Pfettendächern. Die Eindeckung wird ebenfalls bei der Wahl der Sparrenmaße einbezogen. Werden leichte Doppelsteg- oder Wellplatten, wie beim Bau eines Carports mit Pultdach, verwendet, sind auch die Dachsparren geringerer Belastung ausgesetzt.

Beim Kehlbalkendach werden die Sparren durch waagerechte Kehlbalken gestützt.
Beim Kehlbalkendach werden die Sparren durch waagerechte Kehlbalken gestützt.
Der Aufbau eines Pfettendachs erlaubt größere Spannweiten und flache Dachneigungen.
Der Aufbau eines Pfettendachs erlaubt größere Spannweiten und flache Dachneigungen.

Schritt 2: Die Holzqualität

Dachsparren werden in der Regel aus Fichten-, Douglasien- oder Tannenholz hergestellt. Auch Sparren aus Eiche wurden früher häufig eingesetzt, werden heute jedoch nur noch selten verwendet.

Neben der Holzart unterscheidet man bei der Qualität der Dachsparren zwischen Konstruktionsvollholz (KVH) und Brettschichtholz (BSH). KVH und BSH sind hochwertige Vollhölzer mit DIN genormten Qualitätsanforderungen.

Der aus KVH gefertigte Sparren wird aus einem massiven Baumstamm am Stück hergestellt und verfügt nur in den Längen über Keilzinkverbindungen. Aufgrund der Schädlingsresistenz und geringen Holzfeuchte benötigt KVH keinen chemischen Holzschutz und gehört damit zu den wohngesunden Baustoffen. Optisch ansprechend werden KV Hölzer sowohl in sichtbaren und nicht sichtbaren Bereichen verbaut.

Im Gegensatz dazu wird BSH, früher auch Leimholz genannt, aus mindestens drei faserparallel verleimten Brettlagen, hergestellt. Durch diesen Aufbau ist BSH formstabiler und tragfähiger als KVH. Dadurch kann eine größere Stützweite (auch Spannweite) überbrückt werden.

KVH besteht aus massivem Holz.
KVH besteht aus massivem Holz.
Keilzinkverbindung im Dachsparren.
Keilzinkverbindung im Dachsparren.

Schritt 2: Sparrenlänge

Zur Ermittlung der Sparrenlänge wird die Dachtiefe und die Dachhöhe ODER der Winkel der Dachneigung benötigt. Bei der Dachtiefe ist zu berücksichtigen, dass es sich nicht lediglich um die halbe Breite eines Hauses handelt. Ragt das untere Ende der Sparren über die Hauswand hinaus, muss dieser Dachüberhang ebenfalls einbezogen werden. Wichtig zu wissen, die Sparrenlänge entspricht nicht der Spannweite der Sparren. Die Spannweite wird durch den Abstand der Auflagepunkte bestimmt.

Seitlichen Dachüberhang zur Gesamtbreite addieren.
Seitlichen Dachüberhang zur Gesamtbreite addieren.
Bildliche Darstellung der Maße zur Berechnung der Sparrenlänge.
Bildliche Darstellung der Maße zur Berechnung der Sparrenlänge.

Schritt 3: Sparrenstärke

Neben der Konstruktionsweise des Dachs und der Holzqualität müssen weitere Faktoren wie die Dachlast, Dämmung, Spannweite der Auflagepunkte und der Dachneigungswinkel in die Berechnung der Dachsparren einbezogen werden. Die Komplexität der Sparrenberechnung lässt daher keine Anwendung einer allgemein gültigen Formel zu sondern gestaltet sich von Dach zu Dach unterschiedlich.

Ein vereinfachtes Beispiel für eine grundlegende Berechnung der Sparrendicke sehen Sie in den unteren Bildern. Das jeweilige Ergebnis rundet man auf das übliche Schnittholzmaß auf.

Beispiel zur Berechnung der Sparrenhöhe.
Beispiel zur Berechnung der Sparrenhöhe.
Beispiel zur Berechnung der Sparrenbreite.
Beispiel zur Berechnung der Sparrenbreite.

Schritt 3: Abstand der Dachsparren

Der Sparrenabstand beschreibt den Montageabstand zwischen den einzelnen Sparren und wird in statischen Berechnungen häufig als Achsabstand e bezeichnet. Er variiert zwischen 50 und 100 cm, wobei in heutigen Neubauten ein Abstand zwischen 65 und 80 cm üblich ist. Bei der Bestimmung des Dachsparrenabstands sollten spätere Einbaumaße von Fenstern und Dachausstiegen berücksichtigt werden. Der Sparrenabstand fließt in die ausführliche, statische Berechnung der Sparrenmaße. Mit den Sparrenmaßen und Abstand können Sie die Kosten für die Dachsparren ermitteln.

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