Wartung und Reparatur von Dächern

Wartung und Reparatur von Dächern

Was erledigt der Heimwerker und wann sollte ein Profi ans Werk?

Das Dach ist der Teil des Hauses, der am meisten aushalten muss: Regen, Hagel, Schneelast, Sturm, extreme Temperatursprünge. Bei regelmäßiger Wartung steht es solche Beanspruchung gut durch. Manchmal aber ist es sinnvoller, ein in die Jahre gekommenes Dach komplett neu aufzubauen.

Nachdem 1999 der Jahrhundertsturm "Lothar" sich vor allem in Frankreich und Süddeutschland ausgetobt hatte, haben Statistiker ausgerechnet, dass der weitaus größte Teil der Schäden an Hausdächern vermeidbar gewesen wäre. Kleinere Lücken in der Eindeckung, verrutschte oder fehlende Dachsteine oder Ziegel hätten dem Unwetter erst die Angriffspunkte geliefert.

Hausbesitzer in den betroffenen Gebieten hätten lediglich die Dächer ordentlich in Schuss halten beziehungsweise Experten mit der Wartung beauftragen müssen.

Arbeiten am Dach – was kann der Heimwerker tun?

Leicht erkennbar für den Hausbesitzer kann der Dachboden Hinweise auf eine Beschädigung geben. Wasserflecken oder -pfützen auf dem Boden können auf eine mögliche Beschädigung der Konstruktion hindeuten.

Man sollte in einem solchen Fall jedoch mit Ruhe vorgehen und sich darüber vergewissern, ob nicht nur ein Leck in der Eindeckung die Ursache ist. Ist "nur" die Dacheindeckung oder die Dichtungsschicht beschädigt, ist eine Ausbesserung in der Regel mit wenig Aufwand zu bewerkstelligen.

Kleine Reparaturen

Kleine Reparaturen, wie zum Beispiel undichte Stellen im Garagendach oder auf dem Flachdach eines Bungalows, können auch vom Heimwerker mit speziellen wasserdichten und dauerelastischen Abdichtmaterialien selbst durchgeführt werden. Für eine schnelle und sofort wasserdichte Abdichtung von Leckagen auf dem Flachdach bei Wind und Wetter ist auch eine faserverstärkte Bitumen- Spachtelmasse gut geeignet.

Abdichten

Eine gänzlich ungefährliche Arbeit für den Heimwerker ist das Kontrollieren und Korrigieren von undichten Dachfenstern. Je nach Wetter reagieren Fensterrahmen z. B. aus Holz ganz unterschiedlich: Durch Sonneneinstrahlungen dehnt Holz sich aus, Kälte lässt es schrumpfen. Um die dadurch entstandenen Fugen zu schließen und Lüftungsverluste und das Eindringen von Luftfeuchtigkeit zu vermeiden, sollten regelmäßig die Dichtungen überprüft werden und gegebenenfalls erneuert werden, z. B. durch Ölkitt.

Aber auch Fensterrahmen aus Aluminium oder Plastik können durch Witterungseinflüsse undicht werden, die Dichtungen werden brüchig und marode. Sie werden sorgfältig entfernt und durch ein neues Dichtungsband ersetzt.

Profi-Hinweis

Egal unter welchem Dach man wohnt, die meisten Nachbesserung sollte man auf keinen Fall in Eigenleistung ausführen, auch wenn es sich zum Beispiel lediglich darum handelt, einzelne Pfannen auszutauschen.

Sanierung von Asbestdächern in Eigenregie ist ausdrücklich verboten, wegen der Staubbelastung, die dabei entstehen kann. Nur zertifizierte Spezialisten dürfen derartige Arbeiten übernehmen.

Fachleute beauftragen – der Fachmann inspiziert das Dach

Regelmäßige Inspektion durch den Fachmann vorausgesetzt, sollte das Dach auch nach Unwettern und starken Schneefällen keinen ernsthaften Schaden nehmen. Er weiß genau, worauf er achten muss, wo sich die Schwachstellen befinden:

Einfassungen von Schornsteinen, von Dachfenstern, Durchdringungen aller Art, etwa für Antennen oder Abgasrohre, werden untersucht. Die Eindeckung wird überprüft, liegen beispielsweise bei Ziegeldächern noch alle Ziegel richtig oder gibt es Verschiebungen? Lücken erkennt man bei einem nicht verkleideten Dachstuhl besser, da die Dachkonstruktion innen einsehbar ist und das Tageslicht die beschädigte Stelle verrät. 

Auch die Entwässerung kann in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Halterung der Dachrinnen und Fallrohre kann z. B. durch herunterstürzende Schneemassen aus der Verankerung gerissen worden sein. Einer Prüfung unterzogen werden sollten auch alle metallischen An- und Abschlüsse, z. B. an Kaminen, Kehlen und Ortgängen.

Wenn vorhanden, sollten auch Schraubverbindungen getestet werden, ob diese fest sitzen. Eine Menge auszuhalten haben die Ortgänge an den Giebelseiten, und hat ein Sturm an dieser Stelle erst einmal ein paar Dachsteine oder Ziegel mitgerissen, kann er beim nächsten Mal so richtig "abräumen".

Was viele Hausbesitzer ebenso unterschätzen, ist der Windsog auf der windabgewandten Seite des Gebäudes – der erfahrene Dachdecker wird auch dort genauer nachschauen, auf der Suche nach lockeren, schadhaften Ziegeln, Dachsteinen, Faserzementplatten.

Fachleute berücksichtigen auch, in welcher Gegend das Gebäude steht, welche besonderen Klimabedingungen es auszuhalten hat. Auf freiem Feld werden das andere sein als im Wald oder am Waldrand, in Alpennähe andere als im Rheinland.

Hat der Handwerker einzelne fehlende oder beschädigte Dachziegel festgestellt, so sind diese zu ersetzen oder auszutauschen. Hier bieten sich vorallem Dachpfannen mit einem großen Decklagen- Schiebebereich an, diese können relativ problemlos an schon bestehenden Lattungen angepasst werden.

Der Blick aufs Flachdach

Flachdächer haben weniger unter hohen Windgeschwindigkeiten, mehr unter Niederschlägen und Schneelast zu leiden. Schadhafte oder von vornherein mangelhafte Abdichtung ist schlimm genug, hat in Kombination mit verstopften Abflüssen aber verheerende Folgen.

Auch sind Flachdächer doppelter Belastung ausgesetzt, wenn sich direkt unter ihnen Wohnraum befindet. Es muss verhindert werden, dass sich kleinere Schäden ausweiten und die Konstruktion als Ganzes gefährden.

Wartungsarbeiten – wann, wo und wie oft

Laut dem Qualitätsverbund DachKomplett (QVDK) stehen einige Arbeiten zur Wartung des Daches in regelmäßigen Abständen an.

... jedes Jahr

Generell einmal im Jahr sollten folgende Wartungsarbeiten und Kontrollgänge erfolgen: Prüfung der Dachausstiege, der Trittflächen, Dachleitern und der Schubtreppen, weil sich die Bewohner im Falle eines Falles eventuell über den Dachweg retten müssen.

Eine Kontrolle der Eindeckung auf Verschmutzung und Beschädigung sollte stattfinden, die Windschutzsicherungen sollten überprüft werden. Regenrinnen sollten von Laub, Geäst und Moos befreit werden, Schneefangvorrichtungen untersucht werden. Auch die Halterungen und Anschlüsse von Solaranlagen, ob Solarthermie oder Fotovoltaik, sollten in Augenschein genommen werden.

... alle drei Jahre

Bei Fenstern reicht es hingegen, wenn insbesondere die Rahmenkonstruktionen und die Glasversiegelungen nur alle drei Jahre unter die Lupe genommen werden.

Beschichtung und Auffrischung mit Farbe

Eine Neubeschichtung der Dacheindeckung mit Farbe kann eine preiswerte Alternative zu einer Neueindeckung des Dachs bieten. Über Geschmack kann man streiten, mit den Nachbarn, dem Bauamt und der Denkmalpflege.

Flechten, Moos und Algen auf der Eindeckung sind dem einen ein Dorn im Auge, der andere akzeptiert sie als natürliche Form des Alterns. Wen es wurmt, dass er vor dreißig Jahren noch keine Ziegel mit Lotus- Effekt bekam oder auf Edelengobe verzichtet hat, wird sich für die Möglichkeit des nachträglichen Farbauftrags interessieren.

Dachsteine beziehungsweise Ziegel werden erst mit einem Hochdruckreiniger gesäubert und anschließend bis zu dreimal beschichtet. Allerdings scheiden sich hier die Geister: Einige Experten sehen bereits die Reinigung als sehr riskantes Verfahren an.

Wichtig ist, dass das Auftragen einer neuen Farb- und Schutzschicht nur von seriösen Fachfirmen durchgeführt wird. Wie bei einer Neueindeckung können Klinkerfassade und Dacheindeckung aus Tondachziegeln per Farbauftrag nun optisch aufeinander abgestimmt werden.

Trotz steigender Farbvielfalt werden nach wie vor die erdigen Töne bei der Wahl von Ziegeln oder beim nachträglichen Farbauftrag gewählt.

Zum Teil sind vielerorts schrille und außergewöhnliche Farben nicht erlaubt, um das einheitliche Landschaftsbild nicht zu gefährden. Bei besonderen Farbwünschen Ihrerseits also immer beim zuständigen Amt vorher erkundigen, ob diese erlaubt sind.

Neueindeckung und Neuaufbau des Dachs

Für einen neuen Aufbau des Dachs und somit zu einer Neueindeckung spricht nicht nur die Vielzahl der Formen und Materialien, die zu bekommen sind. Auch eine zeitgemäße Wärmedämmung nach den gesetzlichen Vorschriften kann eine Neueindeckung erfordern und die Betriebskosten der Hausbewohner erheblich senken.

Heutzutage ist es möglich, selbst historischen Häusern eine stilgerechte und trotzdem nagelneue fünfte Fassade zu verschaffen. Dachschmuck nostalgischer Art ist zu bekommen, daneben neuere Formen, bis hin zu Fußbällen oder Drachen aus dem Reich der Mitte.

Abgesehen von der Ästhetik kann der Neuaufbau der Dachkonstruktion samt Dämmung den energetischen Standard des Hauses enorm heben, denn die Verluste über ein schlecht gedämmtes Dach sind erheblich. Schneller und einfacher – und damit auch Kosten sparender – gelingen Neueindeckungen, wenn man sich für großformatige Dachpflannen entscheidet.

Voraussichtlich ab Mitte 2008 wird der Energiebedarfsausweis für Altbauten Pflicht, und mit einem Energiepass hat man die Wertsteigerung schwarz auf weiß.

Neuaufbau des Daches inklusive Aufsparren- Dämmung und Luftdichtheitsfolie.

Qualifizierte und seriöse Handwerker

Vorsicht ist geboten, wenn ein Handwerksbetrieb einen Vertrag für Dacharbeiten gleich an der Haustür unterschrieben haben möchte. Machen Sie sich vor dem Unterschreiben kundig, z. B. findet man seriöse Unternehmen unter anderem über den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Dort beziehungsweise auf den Internetseiten des Verbandes unter "Betriebe" erfährt man ebenso, wer in der näheren Umgebung für Aufgaben wie Wartung, Reparaturen, Neueindeckung oder Entsorgung von asbesthaltigen Eindeckungen infrage kommt:

ZVDH
Fritz- Reuter-Straße 1
50968 Köln
Postfach 51 10 67
50946 Köln

Tel.: 0221 / 39 80 38-0
Fax: 0221 / 39 80 38-99
E-Mail: zvdh@dachdecker.de
Internet: www.dachdecker.de

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