Treppenrenovierung- Auswahl der Produkte

Alles aus einer Hand

Die Familie mit zwei Kindern legte großen Wert auf möglichst geruchsneutrale Oberflächenprodukte, die keine schädlichen Emissionen freisetzen. Weil eine gute Versiegelung mindestens zehn Jahre hält, wollte man hinsichtlich des Preises und der Qualität keine Kompromisse eingehen.

Denn gerade bei einer so stark beanspruchten Fläche wie der Treppe erweist sich eine vermeintlich günstigere Lösung schon bald als die teuerste. Aus diesem Grund entschied man sich für die"Woodboy"- Oberflächenprodukte (Overmat Industries), die sowohl vom Profi als auch von Heimwerkern eingesetzt werden.
Neben den Qualitätsaspekten war für die Berliner Familie wichtig, dass dieser Hersteller alle notwendigen Produkte und Mietmaschinen für die Renovierung von Holzfußböden in Bau- und Heimwerkermärkten sowie im Holzfachhandel aus einer Hand anbietet. Dies sparte Zeit und hatte den Vorteil, dass die Produkte aufeinander abgestimmt waren.

Grundierung der Treppe

Vier Lackaufträge

Da Staubkörner nach der Versiegelung das gleichmäßige Oberflächenbild stören, wird die Treppe vor der Grundierung sorgfältig mit dem "Dry Clean Set" gereinigt. Mit seinem Staub anziehenden Tuch bindet es den Schleifstaub, beschädigt aber nicht die empfindliche Holzoberfläche. Nach dem Feinschliff sollte die Treppe nur noch ganz vorsichtig – möglichst nicht mit Schuhen– begangen werden, damit keine Kratzer mehr entstehen.
Jetzt konnte der Boden grundiert werden.

Die Grundierung schließt die Holzporen und gewährleistet so, dass der Lack nicht einfach im Holz versickert, sondern einen wirksamen Oberflächenschutz bildet. Nach einer Trocknungszeit von ein bis zwei Stunden erfolgte ein manueller Zwischenschliff mit einer 180er- Körnung, der die feinen Holzhärchen entfernte, die sich im Zuge der Grundierung aufgerichtet haben.

Weil Treppen zu den strapaziertesten Flächen im Wohnbereich gehören, wählte
man insgesamt vier Lackaufträge mit dem "Woodboy Aqua-Coat".
Die Trocknungszeiten zwischen den einzelnen Lackaufträgen betrugen jeweils ein bis drei Stunden. Überstreichbar war der Boden innerhalb von drei bis fünf
Stunden, begehbar jedoch schon nach jeweils drei Stunden, sodass der familiäre Alltag nicht allzu sehr gestört wurde. Um die noch empfindliche Oberfläche nicht zu beschädigen, hielt sich die Berliner Familie an die Empfehlung, die frisch versiegelte Treppe während der siebentägigen Aushärtungszeit nicht mit Schuhen zu betreten.

Treppenrenovierung- Ergebnis

Das Ergebnis der Renovierungskur konnte sich sehen lassen: Die Treppen erhielten einen honiggoldenen, rötlichen Farbton, der hervorragend mit dem Eichenparkett des Erdgeschosses harmonierte und nicht – wie befürchtet – eine optische Bruchstelle markierte.

Treppenbau

Natürlich sind Treppen ein Blickfang in jeder Wohnung. Durch eine Vielzahl an verschiedenen Treppenarten sind der individuellen Raumgestaltung keine Grenzen mehr gesetzt. Jedoch sollte eine Treppe nicht nur vielversprechend aussehen, sondern auch langfristig Freude machen. Dazu gehört nicht nur ein robustes Material und fachmännische Bearbeitung, sondern auch gewisse bauliche Rahmenbedingungen.

Wie breit eine Treppe mindestens sein muss, ist nach DIN 18065 zu bestimmen. Das Minimum liegt dort bei etwa 80-100 Zentimeter. Eine breite Treppe ist zudem nicht nur sehr bequem, sondern auch praktisch. Gerade bei Transporten kann das von großem Vorteil sein. 

Für einen sicheren Tritt ist das Verhältnis von Stufenhöhe zu Auftrittstiefe sehr wichtig. Bei dem sogenannten Steigungsverhältnis wird ein Verhältnis von 17 zu 29 Zentimeter empfohlen. Das ergibt dann, je nach Geschosshöhe, die Anzahl der Stufen. Damit anschließend bei dem Verlegen des entsprechenden Bodenbelags keine Probleme auftreten, ist es von großer Wichtigkeit, dass alle Stufen den selben Abstand zueinander haben.

Ein Geländer muss laut Bauvorschrift mindestens 90 Zentimeter hoch sein. Weil die Sicherheit höchste priorität hat, darf der Abstand zwischen den einzelnen, vertikal verlaufenden Streben oder Stützen, nicht mehr als 12 Zentimeter betragen. Dies ist wichtig, damit die Kinder nicht durchrutschen können. Innerhalb einer Wohnung sind auch horizontale Geländerstäbe erlaubt, diese können jedoch Kinder zum Klettern verleiten und sind daher nicht ganz ungefährlich. Auf Konstruktionen mit scharftkantigen Eisen- oder Stahlteilen sollte und muss grundsätzlich verzichtet werden.

Ein Handlauf sollte möglichst an beiden Seiten der Treppe angebracht werden. So bekommen Kinder und Senioren noch zusätzlich Sicherheit. Dabei muss die Mindestbreite zwischen den Handläufen erfüllt sein.

Der TÜV-Süd hat erst kürzlich eine entsprechende Pressemitteilung zu diesem Thema rausgebracht.

 

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