Trockenmörtel: die perfekte Mischung

Trockenmörtel mit der Maschine anrühren

Ob zum Mauern, zum Fliesenlegen oder zum Fundamentgießen: Mörtel kann nach sehr unterschiedlichen Rezepturen hergestellt werden. Die muss man als Heimwerker aber weder nachschlagen noch im Kopf haben: In vielen Fällen kann man auf einen Trockenmörtel zurückgreifen. Das ist eine Mischung aus Bindemitteln, Zuschlagstoffen und Hilfsstoffen, die nur noch nach Herstelleranweisung mit Wasser vermischt werden muss. Trockenmörtel – fachsprachlich: Werktrockenmörtel – erleichtert also die Arbeit und garantiert, dass für zahlreiche Arbeiten beim Bauen und Renovieren die perfekte Mischung zur Verfügung steht, die sicher funktioniert.

Natürlich könnte man auch Zement oder Kalk als Bindemittel sowie Sand oder Kies als Zuschlag einzeln kaufen und selbst die benötigten Mengen abmessen. Das wäre oft günstiger, birgt aber zahlreiche Fehlerquellen. Das beginnt bei Verunreinigungen im offen gelagerten Sandhaufen geht über Irrtümer und Ungenauigkeiten beim Abmessen und und reicht bis zu Abweichungen von der Rezeptur, die aus Unkenntnis oder leichtfertig geschehen.

Beim Trockenmörtel kann das nicht passieren. Hier werden ab Werk sämtliche Bestandteile exakt abgemessen und anwendungssicher gemischt. Da bei der Herstellung große Mengen produziert und dann in Gebinde abgefüllt werden, lässt sich die Zusammensetzung leichter steuern als bei Kleinmengen, bei denen eine halbe Schaufel Zement mehr oder weniger die Eigenschaften des Mörtels schon deutlich beeinflussen. Ein paar Kilo mehr oder weniger machen dagegen keinen merklichen Unterschied, wenn im Werk mehrere Tonnen Material auf einmal gemischt werden.

Trockenmörtel verwenden

Mörtel von Hand mischen
Im einfachsten Fall gibt man die Trockenmischung in einen Mörteleimer, gießt die vorgeschriebene Menge Wasser hinzu und mischt mit der Schaufel. Diese Methdoe ist besonders für kleinere Mengen geeignet.

Die meisten für Heimwerker interessanten Werktrockenmörtel werden in Säcken zu 15 bis 30 kg verkauft, einige Spezialitäten auch im Kunststoffeimer oder in Kleinstgebinden von 1 oder 1,5 kg. Auf der Verpackung sind die Eigenschaften und der Einsatzzweck genau angegeben. Außerdem finden sich dort Angaben zum Mischungsverhältnis, also welche Menge Wasser zur Trockenmischung gegeben werden muss.

Die Mischung gibt man je nach Menge in einen großen Eimer oder eine Mörtelwanne, gießt Wasser hinzu und vermischt das Ganze, bis eine homogene, klumpenfreie Masse entsteht. Manche Mörtel müssen nach dem Mischen noch eine Zeitlang reifen, ehe sie einsatzbereit sind – auch das vermerkt der Hersteller auf der Verpackung.

Mischen mit dem Rührwerk
Sehr bequem ist beim Anmischen ein elektrisches Rührwerk.

Zum Anmischen des Trockenmörtels kann man je nach Menge und Körperkraft eine Schaufel oder ein Rührgerät verwenden. Für große Mengen, die auf einmal verarbeitet werden sollen, bieten sich Freifallmischer an. Man kann sie bei den meisten Werkzeugverleihern mieten.

In beiden Fällen sollte man das Wasser vorsichtig zugeben, im Zweifel lieber zunächst etwas weniger als angegeben: Zu steifer Mörtel lässt sich problemlos mit weiterem Wasser vermengen, bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Hat man dagegen durch einen Fehler beim Abmessen zu viel Wasser zugegeben, ist eine Korrektur unmöglich.

Beim Rühren im Eimer oder in der Wanne sollten Sie besonders darauf achten, dass keine trockenen, unvermischten Pulvermengen darin verbleiben. Das passiert besonders gerne unten am Übergang vom Eimnerboden zu den Wänden – in dieser Innenkante ist der Trockenmörtel etwas schwerer zu erreichen und bleibt dann zuweilen unvermischt. Vermeiden lässt sich dies, indem man ganz bewusst mit der Schaufel oder dem Rührwerk diese Bereiche bearbeitet.

Einsatzgebiete für Trockenmörtel

Die Eigenschaften eines Mörtels lassen sich durch die verwendeten Substanzen und ihr Mengenverhältnis sehr genau steuern. Bindemittel wie Kalk, Zement oder Gips können mit festigenden Zuschlägen wie Kies, Quarz- oder Brechsand kombiniert werden. Leichtzuschläge wie Bims oder Blähton modifizieren den Mörtel ebenso wie Hilfsstoffe, die Abbindezeit, Klebekraft, Wasserabweisung oder Wasserrückhaltevermögen beeinflussen.

Wird für bestimmte Gewerke ein Trockenmörtel benötigt, der bestimmte Normvorgaben erfüllt, kann man sich beim Einkauf nach entsprechenden Angaben auf der Packung richten. Das gilt auch für die Einordnung in bestimmte Mörtelgruppen, von denen z. B. die Druckfestigkeit des ausgehärteten Mörtels abhängt.

Auf diese Weise werden die zahlreichen Anwendungsgebiete durch eine Vielzahl unterschiedlicher Trockenmörtelsorten abgedeckt. Vom Fliesenkleber für die Fliesenverlegung bis hin zum Trockenbeton für die Herstellung kleiner Fundamente, vom Mauermörtel in verschiedenen Festigkeitsklassen bis zum Edelputz für die dekorative Wandgestaltung stehen dem Verarbeiter alle Produkte für die wichtigsten Tätigkeiten im und am Haus zur Verfügung. Jedes Produkt ist für den entsprechenden Anwendungsfall ausgewiesen und mit einer ausführlichen Verarbeitungsanleitung beschrieben.

Fugenmörtel aus Trockenmischung
Auch die meisten zur Fliesenverlegung verwendeten Baustoffe wie mineralische Fliesenkleber und Fugenmörtel zählen zu den Trockenmörteln.
Putz als Trockenmischung
Zum Verputzen verwendet man ebenfalls Putz, der aus Trockenmischungen angerührt wird. Wie Mauer- oder Estrichbeton kommt der Putz meist als Sackware auf die Baustelle, manche Edel- und Oberputze gibt es auch im Eimer, der dann gleich zum Anmischen genutzt wird.

Nicht nur für kleine Projekte geeignet

Werktrockenmörtel werden auch im gewerblichen Einsatz verwendet. Heimwerker können davon profitieren, wenn sie größere Vorhaben planen, etwa das Betonieren einer großen Terrassenplatte.

In diesem Fall lohnt es sich, im Baustoffhandel nach größeren Mengen in sogenannten Bigbags zu fragen. Da man sich große Mengen ohnehin liefern lassen muss, kann der Kauf im Großgebinde zu 1 oder 2,5 Kubikmetern von Fall zu Fall günstiger sein.

Eins sollte man dagegen nie tun: Trockenmörtel auf Vorrat kaufen, auch wenn ein Sonderangebot noch so günstig ist. Die Mischung muss zwar nicht sofort verbraucht werden, aber nach einer Lagerzeit von wenigen bis maximal 12 Monaten verlieren die meisten Werktrockenmörtel bestimmte Eigenschaften und lassen sich nicht mehr verwenden.

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Heimwerker.de-Redaktion , d. 10-04-14 06:52:

Hallo,

solche Fragen sind genau das Richtige für unsere Experten im Heimwerker-Forum. Zu diesem gelangst du, wenn du oben rechts in der Navigation "Interaktiv" und dann das Forum auswählst. Dort helfen dir erfahrene Heimwerker gerne weiter.

Viele Grüße,
Heimwerker.de-Redaktion

Klausi , d. 09-04-14 19:03:

Hallo,
Putz 2 cm, wieviel Ltr. für einen m2. Oder, Trockenmörtel 25 kg Sack wieviel Ltr./m2

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