Ceramin - Wasserfester Bodenbelag fürs Badezimmer

Ceramin - Wasserfester Bodenbelag fürs Badezimmer

Das Badezimmer ist schon lange kein rein praktischer Raum mehr. Es gehört heute zu den sogenannten „persönlichen Räumen“. Hier lässt man sich gehen, genießt gerne bei einem ausgedehnten Bad die Ruhe und fühlt sich einfach nur wohl. 

Passend dazu sollte die Badgestaltung warm und dem persönlich Geschmack angepasst sein. Fliesen sind zwar praktisch und wasserfest, strahlen häufig jedoch eher Kühle als Geborgenheit aus. Für eine warme Atmosphäre ist Holz der ideale Rohstoff, der sich jedoch nur bedingt mit einem Feuchtraum kombinieren lässt, teuer ist und regelmäßigen Schutz benötigt.

Eine gute Alternative bilden Bodenbeläge, die Holz durch eine farbliche Oberfläche imitieren, aber die Vorzüge von Kunststoffe und wasserfesten Naturstoffen bieten. Wir erklären, welche es gibt und worin ihre Vor- und Nachteile liegen. 

Interessante Fakten zum Thema Badezimmer

Der Tag beginnt für die meisten Menschen mit dem Gang ins Badezimmer. Anders, als häufig angenommen, unterscheiden sich Männer hierbei kaum von Frauen und benötigen mit durchschnittlich 24,6 min/Tag gerade mal 3,5 Minuten weniger als Frauen.

Die verbrachte Zeit zeigt jedoch für beide Geschlechter, wie wichtig das Badezimmer ist und nur wenige sind mit dem aktuellen Zustand wirklich zufrieden. Über 50 % würden sich lieber eine echte Wellness-Oase als ihr bestehendes Bad wünschen.

Stark im Vordergrund steht hierbei vor allem die Wahl des Bodenbelags. Nach wie vor dominieren Fliesen, die der ideale Begleiter in Feuchträumen sind, den Markt. Die Wahl des Dekors zeigt jedoch, dass viele die warme Ausstrahlung von Holz bevorzugen. Der Kompromiss lautet Fliese mit Holzdekor. An der harten und kalten Oberfläche lässt sich damit jedoch nichts ändern.

Hoch im Kurs stehen ebenso Vinyl- oder PVC-Beläge, die jedoch häufig noch einen – inzwischen unbegründeten – schlechten Ruf genießen. Auflagen und strenge EU-Richtlinien sorgen inzwischen dafür, dass auch diese Bodenbeläge keine Giftstoffe und schädliche Weichmacher enthalten.

Ebenso fest hält sich der Gedanke, dass Laminat für Feuchträume, wie Bad oder Dusche, generell ungeeignet ist. Auch hier gibt es inzwischen Materialien, die durchaus den besonderen Belastungen gewachsen sind.

Welcher Bodenbelag ist für Feuchträume geeignet?

Die Frage lässt sich recht einfach beantworten: Unter den richtigen Voraussetzungen – jeder! Entscheidend ist hierfür jedoch häufig der Preis und der benötigte Pflegeaufwand, der sich je nach Bodenbelag deutlich unterscheidet.

Fliesen vermitteln einen kühlen und sterilen Eindruck
Fliesen vermitteln einen kühlen und sterilen Eindruck

Nicht ganz unbegründet führen Fliesen – als Bodenbelag in Feuchträumen und im Nassbereich – den Markt an. Fliesen sind in vielen Formen, Farben sowie Preisklassen erhältlich und ohne weitere Pflege unempfindlich gegen Nässe. Sie unterliegen jedoch einem Nachteil, mit dem sich so mancher nicht abfinden mag. Fliesen besitzen eine harte und kalte Oberfläche. Ein wohlig, warmes Barfußgefühl kann so nur in Kombination mit einer Fußbodenheizung erreicht werden.

Holz (Dielen oder Parkett) zählt für viele daher als der ideale Bodenbelag. Holz ist warm, erzeugt ein angenehmes Gefühl an den Füßen und strahlt eine wohlige Atmosphäre aus. Holz benötigt jedoch einen besonders hohen Aufwand bei der Pflege und muss akribisch gegen Feuchtigkeit und eindringende Nässe geschützt werden. Gute und wasserfeste Bodenbeläge aus Holz sind daher nicht gerade günstig und erfordern Fachkenntnisse bei der Verlegung.

Laminat strahlt Gemütlichkeit aus ist aber nicht wasserfest
Laminat strahlt Gemütlichkeit aus, ist aber nicht wasserfest

Laminat zu verlegen ist dank Klickmechanismen kein großer Aufwand und kann auch von ungeübten Heimwerkern erledigt werden. Echtes Laminat für Feuchträume – Feuchtraumlaminat – ist jedoch nicht leicht zu finden und sieht man sich die Angebote genauer an, besitzen sie lediglich einen Feuchteschutz und der Einsatz im Badezimmer wird mit "möglich" angegeben. Tatsächlich wasserfestes Laminat ist in vielen Fällen nur durch eine Versiegelung aller Stoßkanten zu erreichen. Wer sich jedoch vorsieht und stauende Nässe vermeidet, kann Feuchtraumlaminat durchaus auch im Badezimmer nutzen.

Vinylböden (PVC) feiern in aktueller Zeit ein Comeback, da sie viele Vorzüge vereinen. Sie sind leicht zu reinigen, wasserfest, weich und geben den Füßen ein warmes Gefühl. Geklebt als Rollenware erzeugt Vinyl eine perfekt geschützte und wasserfeste Oberfläche, sollte jedoch vom Fachmann verlegt werden. Klick-Vinyl lässt sich wie Laminat leicht selbst verlegen, für eine dichte Oberfläche muss jedoch sehr sorgfältig gearbeitet werden. Alternativ kann Vinylboden auch selbstklebend in Fliesen- oder Plankenform geklebt werden.

Klick-Designboden auf Ceramin-Trägerboard ist neu und ebenso innovativ. Ein solcher Bodenbelag lässt sich so leicht, wie Laminat verlegen, bietet jedoch einen besonderen Vorteil. Während Laminat nur oberflächlich wasserabweisend ist, das Trägermaterial dagegen jedoch extrem empfindlich auf Nässe reagiert und Feuchtraumlaminat auch nicht die perfekte Lösung bietet, ist das Ceramin-Trägerboard wasserfest.

Was ist Ceramin und was macht es für den Bodenbelag im Badezimmer so besonders?

Der momentan beliebteste Bodenbelag ist Laminat, da er sich leicht verlegen lässt, ein angenehmes Raumgefühl vermittelt und in endlos vielen Dekoren erhältlich ist. Laminat nutzt als Trägermaterial jedoch einen Holzfaserstoff, der sehr empfindlich auf Nässe und hohe Luftfeuchtigkeit reagiert. Daher ist Laminat nur bedingt und unter bestimmten Voraussetzungen für Feuchträume geeignet. Eine Ausnahme bildet Feuchtraumlaminat, welches Nässe bis zu einem bestimmten Grad verträgt.

Der Classen Klick-Designboden NEO 2.0 verzichtet auf Holzfaserstoffe als Trägermaterial und verwendet Ceramin, was die Eigenschaften des Bodenbelags gegenüber Laminat deutlich verbessert.

Classen Neo 2.0 Designboden mit Ceramin-Trägerboard
Classen Neo 2.0 Designboden mit Ceramin-Trägerboard
  1. mehrschichtige Oberflächenversieglung
  2. Digitaldruck-Dekorschicht
  3. Primerschichten
  4. mineralisches Trägerboard mit integriertem superclick Schnellverlege-System
  5. stabilisierende Lackschicht

Der Aufbau zeigt, dass eine Digitaldruck-Dekorschicht Anwendung findet, die es ermöglicht, natürliche Materialien täuschend echt zu imitieren. So lassen sich "Holzböden" gestalten, die sich jedoch leicht verlegen lassen, stabil und vor allem wasserfest sind. Ermöglicht werden diese Eigenschaften durch das Trägermaterial Ceramin.

Ceramin ist ein keramikähnlicher Verbundwerkstoff mit geringer Dichte und dennoch einer enorm hohen Festigkeit. Leicht und stabil bildet es die Basis vieler Boden- und Wandbeläge. Vor allem ist Ceramin jedoch eines - wasserfest. Damit vereint Ceramin die guten Eigenschaften des Laminats, wie Dekormöglichkeiten und leichte Verlegung, mit den besonderen Qualitäten anderer Bodenläge, verzichtet hierbei aber auf PVC, Weichmacher, Schwermetalle und anderen Schadstoffen. Selbst die Produktion fällt durch eine niedrige Verarbeitungstemperatur ökologisch aus. Ceramin nutzt natürliche und unbelastete Mineralien und lässt sich zu 100 % recyclen beziehungsweise wiederverwerten.

Vorbereitung zur Verlegung des Designbodens im Badezimmer

Der Designboden NEO 2.0 mit Ceramin-Trägerboard ähnelt anderen Bodenbelegen mit Klicksystem und ist daher ebenso leicht zu verlegen. In Feuchträumen ist jedoch darauf zu achten, dass der Designboden zwar wasserfest ist, aber keine wasserdichte Oberfläche bildet. Der Untergrund muss daher, wie bei allen anderen Bodenbelägen gegen durchdringendes Wasser abgedichtet werden.

Nassbereiche grundsätzlich mit Flüssigfolie abdichten
Nassbereiche grundsätzlich mit Flüssigfolie abdichten

Dieses geschieht mit Flüssigfolie beziehungsweise Flüssigkunststoff, der nach Herstellerangaben mindestens zwei mal aufgetragen wird. Manschetten und Dichtband erleichtern das Abdichten von Wandübergängen und Armaturen.

Nach der Trocknung kann mit der Verlegung des Designbodens begonnen werden. Wählen Sie hierfür als erstes die passende Verlegerichtung, die sich nach verschiedenen Vorgaben richtet:

  • In schmalen Räumen sollte die Verlegung quer verlaufen, um den Raum optisch breiter wirken zu lassen. Das erfordert zwar mehr Zuschnitt, aufgrund einer fortlaufenden Verlegung geht hierbei jedoch kein Material verloren.
  • Lange Fugen können bei Lichteinwirkung Schatten werfen, daher sollte die Längsfuge in die Richtung des größten Lichteinfalls zeigen.
  • Im Badezimmer meist weniger von Bedeutung, ist Laufrichtung im Raum. Zeigen die Fugen oder das Dekor in die Richtung, in die der Raum häufig durchlaufen wird, verbessert das das Laufgefühl. Querfugen geben das Gefühl, gebremst zu werden.

Die unterschiedliche Wirkung der Verlegerichtung lässt sich gut im Designcenter von floor24.de testen. Wählen Sie hierzu mittig unten das gewünschte Design und ändern Sie anschließend links unten die Verlegerichtung. Je prägnanter die Musterung des Bodenbelags ist, desto deutlicher fallen die Unterschiede der Verlegung auf.

Die Verlegung des Designbodens mit Ceramin im Video

Wasserfeste Wand- und Bodenfliesen aus Ceramin

Was aus Feuchtraumlaminat wasserfestes Laminat macht, ist ebenso für Fliesen geeignet – Ceramin Vario Fliese.

Ceramin Vario Fliese im Kalkputz-Design
Ceramin Vario Fliese im Kalkputz-Design

Nicht jeder mag das Holz-Design und in vielen Wohnungen setzt sich gerade der Industrial-Look mit Betonoberflächen und grau verputzen Wänden durch. Der Aufwand eine solche Optik zu schaffen, ist jedoch enorm hoch und das Legen und Verfugen von Fliesen nicht einfach. Sind bereits Fliesen verlegt und soll eine neue Gestaltung erfolgen, ist der Aufwand und Schmutz doppelt so hoch.

Die Ceramin Vario Fliese vereinfacht die Neugestaltung, indem sie aufgeklebt wird. Ein Verfugen ist dank Mikrofuge mit einem selbstabdichtenden Nut-Feder-System nicht nötig und auch die staubigen Schneidearbeiten entfallen. Die Ceramin Vario Fliese lässt sich staubfrei und geräuschlos mit einem Laminatschneider oder Cuttermesser auf Maß bringen. Gegenüber Keramik-Fliesen ist sie wesentlich leichter, was den Transport und die Verarbeitung zusätzlich vereinfacht.

Dennoch steht die Vario den üblichen Fliesen aus Keramik in nichts nach. Sie ist ebenso wasserfest, pflegeleicht, langlebig und dimensionsstabil. Wie sie verarbeitet wird, zeigt das folgende Video:

Verlegung der Ceramin Vario Fliese im Video

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Heimwerker Frank , d. 13-04-17 14:40:

Vielen Dank für die Tipps zu den Bodenbelag ist für Feuchträume. Wir wollten eigentlich Vinyl aber haben uns noch doch für Fliesen entschieden.

Viele Grüße, Frank

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