10 Tipps, wie sie ihre Heizung effektiv nutzen und Heizkosten senken

Heizkosten senken

Das Leben wird immer teurer und jeder versucht, wo es nur geht, Geld zu sparen und die Ausgaben zu senken. Äußerst effektiv und vor allem deutlich spürbar, lässt sich das bei sogenannten Fixkosten umsetzen. Fixkosten sind regelmäßig wiederkehrende Summen, wie Energiekosten oder das jährlich gekaufte Heizöl. Wird hierbei eingespart, zeigt sich das deutlich an den monatlichen Ausgaben.

Häufig kursiert die Meinung „Je mehr wir sparen und je weniger Strom verbraucht wird, desto teurer wird dieser.“ Das klingt in der Marktwirtschaft zwar plausibel, ist aber kaum ausschlaggebend. Energie, egal ob elektrische oder Heizenergie, wird zu einem großen Teil aus fossilen Brennstoffen gewonnen, die nicht unerschöpflich sind. Gerade die Vorkommen an Erdöl sind begrenzt und reichen nach vielen unterschiedlichen Schätzungen vielleicht noch 50 Jahre. Angebot, Nachfrage und natürlich auch die Förderkosten bestimmen somit den Preis. Auch wenn die Preise dank Überangebot in den letzten Jahren wieder gesunken sind, werden sie auf Dauer steigen, da der Vorrat abnimmt und die Förderung schwieriger wird.

Prinzipiell lohnt es sich, jeden Verbrauch in jeder Energieform zu senken. Bedacht werden sollte jedoch, in welchen Bereichen es effektiv und sinnvoll ist. Hierzu müssen in erster Linie die größten Kostenpunkte genauer unter die Lupe genommen werden. Diese beziehen sich in den meisten Fällen auf die Heiz- und Stromkosten, gefolgt von den Ausgaben für Wasser. Die Kosten für Wasser bilden damit den letzten Punkt, in dem sich die Kosten effektiv senken lassen und sich Investitionen zur Wassereinsparung rentieren.

Das Augenmerk sollte daher in erster Linie auf der Heiztechnik und dem dort möglichen Sparpotential liegen. Mit bereits wenigen Handgriffen und mitunter ohne großen finanziellen Aufwand  lässt sich hier viel erreichen.

Tipp 1 – Dämmung vermindert Wärmeverlust

Stark umstritten ist die nachträgliche Dämmung von Einfamilienhäusern, was sich nicht nur auf die Rentabilität bezieht. Hierbei sollte stark abgewogen werden was eine nachträgliche Dämmung kostet und welche Einsparungen sie erreichen kann. Beraten lassen sollten Sie sich immer von einem unabhängigen Energieberater, der Ihnen relativ genau aufführen kann, welche Maßnahmen möglich sind und welche Einsparungen sie erwirtschaften.

Wärmedämmung senkt die Heizkosten
Wärmedämmung senkt die Heizkosten

Dennoch ist Vorsicht bei der Wahl des Energieberaters geboten. Da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, darf sich jeder so nennen, auch wenn er nicht über die erforderlichen Sachkenntnisse verfügt. Verlassen Sie sich daher nur auf Erfahrungen im Umfeld oder wenden Sie sich an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Hier finden Sie geprüfte und unabhängige Energieberater, die spezielle Lehrgänge und Schulungen absolviert haben.

Wird ein Sparpotential nachweislich festgestellt, bietet es meist die effektivste Lösung, um dauerhaft die Heizkosten zu senken. Fachlich korrekt ausgeführt minimiert eine nachträgliche Dämmung den Verlust eingesetzter Heizenergie deutlich. Auch die Bausubstanz lässt sich nachhaltig schützen. Verlieren die Außenwände durch eine gute Dämmung ihre Wärme nicht und befindet sich der sogenannte Taupunkt außerhalb, bleiben diese nicht nur warm, sondern auch trocken. Die zusätzliche Hülle schützt vor Regen und anderen Wettereinflüssen.

Doch nicht nur die Energieeffizienz lässt sich spürbar verbessern, auch das Wohnklima wird positiv beeinflusst. Sind selbst die Außenwände warm, entstehen im Wohnraum keine unterschiedlichen Temperaturzonen und das Gefühl einer stetigen Zugluft vermieden.

Achtung, Dämmung ist nicht immer sinnvoll und rentabel!

Ältere Wohnhäuser mit dicken Lehm- oder Ziegelwänden bieten bereits eine recht gute Wärmedämmung. Zwar lassen sich mit einer zusätzlichen Wanddämmung die Heizkosten weiter senken, jedoch fällt der Gewinn meist so gering aus, dass sich die Wärmedämmung erst nach vielen Jahren rentiert. Die Vorteile liegen hier im Auge des Betrachters und nicht zuletzt in den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln.

Äußerst effektiv ist die Dämmung von Häusern mit sehr dünnen und von innen spürbar kalten Wänden. Hier bietet eine nachträgliche Dämmung der Gebäudehülle viele Vorteile und sollte als dauerhafte Wertsteigerung angesehen werden. Neben der Senkung der Heizkosten, beugt eine richtig ausgeführte Wärmedämmung der Schimmelbildung vor, verbessert das Wohnklima, entlastet die Umwelt und schützt die Fassade, sowie die Außenwände des Gebäudes.

Tipp 2 – Stetige Zugluft durch undichte Fenster und Türen vermeiden

Wärmeverluste zeigen sich nicht nur auf der Heizkostenrechnung, sie sind sogar spürbar. Schüttelt es Sie manchmal und haben Sie das Gefühl, dass es zieht, obwohl alle Fenster geschlossen sind? Dann können undichte Fenster aber auch kalte Wände oder Wärmeverluste die Ursache sein. Warme Luft steigt nach oben, kühlt dort langsam ab und vermischt sich wieder mit der unteren kälteren Luft. Unter normalen Bedingungen ist dieser Vorgang kaum spürbar und sorgt für eine relativ gleichmäßige Wärmeverteilung. Befinden sich im Wohnraum jedoch sehr kalte Wände oder dringt irgendwo kalte Luft ein, wird dieser Vorgang beschleunigt und sverursacht einen spürbaren und unangenehmen Luftzug. Kommt Ihnen das Gefühl bekannt vor, sollten Sie Ursache finden und abstellen. Das verbessert das eigene Wohlbefinden und schont den Geldbeutel.

Im ersten Schritt ist es wichtig, die Fenster auf Dichtheit zu überprüfen. Das kann durch eine visuelle Begutachtung oder durch eine Kerze, die am Fensterrahmen entlang geführt wird (Brandgefahr beachten) erfolgen. Flackert das Kerzenlicht, findet eine Luftbewegung statt, das Fenster dichtet demnach nicht zu 100 % ab. Häufig wird das auch durch feuchte oder gar schimmlige Fensterfaschen sichtbar. Die eindringende Luft kühlt das Mauerwerk aus und Luftfeuchtigkeit schlägt sich als Kondenswasser nieder. Auf Dauer führen solche feuchten Oberflächen zu Stockflecken, Schimmel und erhöhten Heizkosten. Siehe Tipp 6.

Sind undichte Fenster ausgemacht, lassen sich diese in den meisten Fällen ohne großen Aufwand abdichten. Fensterdichtungen sind in verschiedenen Breiten und unterschiedlichen Stärken erhältlich, sodass sie den Begebenheiten leicht angepasst werden können. Ein Austausch der Fenster ist in vielen Fällen nicht nötig und kann sich bei einer mäßig gedämmten Gebäudehülle sogar negativ auswirken.

Tipp 3 – Heizungsthermostate nie höher als die gewünschte Raumtemperatur stellen

Ein großer Fehler besteht zumeist in der Bedienung von Heizkörperthermostaten. Der Glaube, dass diese ähnlich einem Wasserhahn funktionieren und kalte Räume daher bei völlig geöffneten Thermostatventil schneller erwärmen ist falsch.

Eine höhere Einstellung heizt nicht schneller
Eine höhere Einstellung heizt nicht schneller

Heizkörperthermostate besitzen einen kleinen Behälter mit einem Dehnstoff, der sich bei Erwärmung ausdehnt und das Ventil schließt. Mit der Verstellmöglichkeit wird dieser sogenannte Aktor an den Übertragungsstift weiter heran oder weggeführt. Der Übertragungsstift betätigt infolgedessen das eigentliche Ventil, welches sehr empfindlich bereits auf kleinste Bewegungen reagiert. Das Öffnen und Schließen des Ventils kann daher eher als Schalter anstatt Durchlaufregulierung angesehen werden.

Ist es im Raum zu kühl reicht es völlig aus, die gewünschte Raumtemperatur (Stellung 3 entspricht etwa 20 °C) am Thermostatkopf einzustellen. Das Ventil ist in diesem Moment komplett geöffnet. Eine höhere Einstellung würde es nicht weiter öffnen und somit zu einer schnelleren Erwärmung des Raumes führen. Wird die erhöhte Temperatureinstellung jedoch vergessen, steigt der Verbrauch und damit die Kosten. Vermeiden Sie daher höhere Einstellungen als nötig.

Tipp 4 – Thermostatventile müssen frei zugänglich sein

Schlecht positionierte Thermostatventile erhöhen die Heizkosten
Schlecht positionierte Thermostatventile erhöhen die Heizkosten

Das Heizkörperthermostat nimmt die Umgebungstemperatur auf und regelt danach den Heizkörper. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass das Thermostat in der Lage ist, von der tatsächlichen Raumtemperatur beeinflusst zu werden.

Das Heizkörperthermostat muss immer frei zugänglich sein und darf nicht verbaut werden. Heizkörperverkleidungen sind zwar schön anzusehen und verstecken die Technik, sie sorgen jedoch in vielen Fallen für einen Wärmestau. Das Thermostatventil wird von diesem Wärmestau beeinflusst und schließt den Heizkörper ehe im Raum die gewünschte Temperatur erreicht ist. Mit einer höher eingestellten Temperaturvorwahl kann dem zwar gegengesteuert werden, das bedeutet jedoch ebenso, dass über einen längeren Zeitraum mehr Wärme abgegeben wird als tatsächlich nötig. Zusätzlich heizt sich die Wand hinter der Verkleidung stark auf und verliert ihre Wärme nach außen. Gardinen und schwere Vorhänge erzeugen eine ähnlichen Effekt. Achten Sie daher immer darauf, dass Thermostatventile ausreichend von der Raumluft umgeben sind und Heizkörper ihre Wärme ungehindert abgeben können.

Tipp 5 – Die Vorlauftemperatur richtig einstellen

Einen Stuff, wie das Wasser der Heizung, von der Umgebungstemperatur 20 °C auf beispielsweise 30 °C zu erhitzen, erfordert bekanntlich weniger Energie, als auf eine höhere Temperatur. Je größer der Temperaturunterschied ist, desto unverhältnismäßig mehr Energie wird für eine weitere Erwärmung benötigt. Aus diesem Grund kommen immer mehr Niedertemperaturheizungen zum Einsatz, die mit einer geringeren Vorlauftemperatur arbeiten, ihr Wärme jedoch über größere Flächen abgeben. Genutzt wird diese Möglichkeit bei Wand- und Fußbodenheizungen.

Vorlauftemperatur in Abhängigkeit der Außentemperatur
Vorlauftemperatur in Abhängigkeit der Außentemperatur

Nun ist es natürlich selten rentabel, das komplette Heizungssystem umzubauen, um die Vorzüge einer Niedertemperaturheizung zu nutzen. Es macht jedoch Sinn auch bei einer üblichen Heizung mit Flächenheizkörpern auf die Vorlauftemperatur zu achten. Gerade in diesem Anwendungsfall gibt es hierfür sogar zwei Gründe. Einerseits kostet es, wie bereits erwähnt, enorm viel Energie das Heizungswasser auf die üblichen 70 °C zu erwärmen, anderseits wird diese Wärme auch dauerhaft unkontrolliert über die Heizungsrohre abgegeben. Durch den hohen Temperaturunterschied zwischen Heizwassertemperatur und Raumtemperatur kühlt sich das Heizwasser in den Leitungen rasch ab, auch wenn das Heizungsthermostat längst die Wärmeabgabe des Heizkörpers geschlossen hat.

Für eine effektive Nutzung der eingesetzten Wärme ist es wichtig, dass diese der benötigten Heizenergie angepasst wird. Ist es draußen nur mäßig kalt, genügt eine geringere Vorlauftemperatur, als an sehr kalten Tagen. Diese Vorlauftemperatur lässt sich über die sogenannte Heizkurve einstellen, die mit einem Außentemperaturfühler die Temperatur ermittelt und danach die passende Vorlauftemperatur der Heizung regelt. Alte Heizanlagen, die keinen Außenfühler besitzen, erlauben zumeist eine manuelle Steuerung der Vorlauftemperatur. Auch wenn diese Variante je nach Wetterlage eine regelmäßige manuelle Regelung benötigt, sollte diese wahrgenommen werden. Bei einer theoretisch optimalen Einstellung der Vorlauftemperatur wäre diese so niedrig, dass der Wohnraum selbst ohne Thermostatregelung der Heizkörper stets auf der gewünschten Raumtemperatur gehalten wird. Lässt sich die Raumtemperatur nicht erreichen, muss die Heizkurve höher eingestellt werden.

Tipp 6 – Nasse Wände kosten Heizenergie

Nasse Wände sehen nicht nur unschön aus, sie führen zu Schimmel und gefährden die Gesundheit.

Was jedoch die Wenigsten wissen, nasse Wände kosten zusätzliche Heizenergie. Wird ein Mauerwerk nass, verliert es in einem sehr großen Maß seine Dämmwirkung, was sich stets in einer kalten Oberfläche bemerkbar macht. Ist die besagte Stelle kälter als der umgebene Bereich, zieht sie zusätzlich Luftfeuchtigkeit an und sich niederschlagendes Kondenswasser sorgt für eine Ausbreitung der Nässe und damit zu einer weiteren Abkühlung.

Daher kann es durchaus sinnvoll sein, einer stellenweise nassen Wand gezielt Wärme zuzuführen und diese somit zu trocknen. Ist die Wand trocken, dämmt sie wieder besser, bleibt von innen warm und nimmt weniger Feuchtigkeit auf. Hilfreich sind hier auch Luftentfeuchter. Dauerhaft sollte jedoch nach der Ursache gesucht und diese beseitigt werden.

Tipp 7 – Nachtabsenkung und Raumtemperatur gezielt steuern

Mit der angemessenen Raumtemperatur lassen sich bereits die Heizkosten im Rahmen halten. Wird diese Temperatur bei Abwesenheit oder nachts noch gesenkt, vergrößert sich das Sparpotential.

Moderne Raumthermostate zur perfekten Temperaturanpassung
Moderne Raumthermostate zur perfekten Temperaturanpassung

Viel hilft jedoch nicht immer viel und es sollte genau beachtet werden, wann und inwieweit sich eine Absenkung der Raumtemperatur bei Abwesenheit lohnt. Ist das Haus oder die Wohnung bereits gut gedämmt und verliert nur minimal Wärme, kann die Heizung sogar komplett ausgeschaltet oder so eingestellt werden, dass sich auch die Umwälzpumpe abschaltet. Der recht geringe Wärmeverlust in solchen Häusern verringert jedoch das mögliche Sparpotential und beschränkt sich zumeist auf den eingesparten Stromverbrauch der Pumpen.

In schnell auskühlenden Gebäuden erreicht eine Nachtabsenkung dagegen ein höheres Sparpotential, darf jedoch nicht übertrieben werden. Kühlt es in der Nacht oder bei Abwesenheit stark aus, muss anschließend nicht nur die Raumluft neu erwärmt werden, sondern ebenfalls das Mauerwerk. Das kostet zwar nicht unbedingt mehr Energie, benötigt jedoch seine Zeit, was unangenehm sein kann, und durch Ausschlagung von Kondenswasser zu feuchten Wänden führt. Eine Abkühlung unter 17 °C sollte daher vermieden werden.

Entscheidend für Temperaturabsenkungen ist eine effektive Umsetzung, die den Lebensgewohnheiten angepasst werden muss. Hierfür bieten moderne Heizungen bereits umfangreiche Möglichkeiten zur zeitlichen Programmierung, aber auch ältere Modelle lassen sich leicht aufwerten. Mit relativ geringen Kosten können Flächenheizkörper mit elektronisch gesteuerten Thermostatventilen ausgestattet werden oder lassen sich ältere Raumthermostate gegen moderne austauschen. Diese bieten die Möglichkeit das Heizprogramm für jeden Tag individuell anzupassen. Gute Geräte ermöglichen sogar eine mehrfache Temperaturauswahl, was sich besonders im Badezimmer sinnvoll einsetzen lässt. Beispielhaft wäre eine Nachtabsenkung auf 17 °C, eine Tagestemperatur von 20 °C und zu Badezeiten eine Erhöhung auf 24 °C. Mit dieser Ausstattung lässt sich nicht nur Heizenergie sparen, sondern sogar der Komfort verbessern.

Das gezeigte Modell ist auf Amazon.de erhältlich und unterstützt mehrere Temperaturauswahlen

SM-PC®, Raumthermostat Thermostat programmierbar..

Digitales Raumthermostat mit Touchscreen Bedienung Geeignet für folgende Heizsysteme: - Fußbodenheizung (wasserbetrieben) über Regelung eines...

Preis: EUR 17,49


Tipp 8 – Richtig lüften verhindert Schimmel und spart Energie

Lüften ist für viele ein leidiges Thema und häufig mag man es schon gar nicht mehr hören. Doch gerade hier steckt ein sehr großes Sparpotential und das Thema sollte eine besondere Beachtung finden.

Moderne und gedämmt Häuser sind Kunststoffdosen und Schimmelfallen. Neue perfekt abgedichtete Fenster verhindern den Luftaustausch und verursachen nasse Wände. So ist der Irrglaube vieler Verfechter aktueller Bauweisen und dem Streben nach einem gut gedämmten Haus. Doch diese Aussagen sind schlichtweg falsch! Ein gut abgedichtetes Haus verhindert den Wärmeverlust durch Zugluft und die Entstehung von Schimmel ist in fast allen Fällen auf Pfusch am Bau und einer falschen Lüftung zurückzuführen. Stetige Zugluft führt dazu, dass Bauelemente auskühlen und wertvolle Wärme verloren geht. Daher sind angekippte Fenster zur Lüftung immer zu vermeiden. Stoßlüften heißt das Zauberwort, von dem sicher jeder schon gehört hat. Doch was bewirkt es genau und worin liegen die Vorteile?

Stets leicht geöffnete Fenster kosten Geld
Stets leicht geöffnete Fenster kosten Geld

Stoßlüften und die Luftfeuchtigkeit

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt die Wohnqualität und ist häufige Ursache für Stockflecke am Mauerwerk. Stoßlüften verringert diese hohe Luftfeuchtigkeit, was einer rein physikalischen Ursache zugrunde liegt. Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. Zu spüren ist das im Winter, der eine sehr trockene Luft nach sich zieht oder im Gewächshaus, in dem ein feucht-warmes Klima herrscht. Gleiches liegt im Wohnraum vor. Ist das Wohnzimmer gut geheizt, kann die Luft viel Wasser aufnehmen, was den Wänden zu hohe Feuchtigkeit entzieht. Eine mäßige Zugluft würde dazu führen, dass sich die Luft am leicht geöffneten Fenster langsam abkühlt, das Wasser nicht mehr halten kann und dieses sich als Kondenswasser niederschlägt. Die Feuchtigkeit bleibt damit im Wohnraum. Um die hohe Luftfeuchtigkeit zu "entsorgen" muss der Luftwechsel demnach sehr schnell erfolgen, was nur mit Stoßlüften erreicht wird. Der schnelle Luftaustausch befördert die die warme feuchte Luft nach draußen und ersetzt sie durch kalte und trockene Luft. Je größer der Temperaturunterschied ist und je schneller der Luftaustausch erfolgt, desto deutlicher ist der Effekt. Ein Öffnen gegenüberliegender Fenster für wenige Minuten ist hierbei bereits ausreichend.

Warum Stoßlüften Energie spart

Ihre Heizung benötigt Energie, um den Wohnraum und alle darin enthaltenen Möbel und Wände zu erwärmen. Diese Energie kostet Geld und sollte natürlich größtmöglich erhalten bleiben. Lüften ist jedoch wichtig und ein gewisser Wärmeverlust ist daher unvermeidbar. Es gilt diesen Wärmeverlust so gering, wie möglich zu halten. Hier zeigt Stoßlüften seine Vorzüge. Luft erwärmt sich im Gegensatz zu festen Stoffen schnell und der Wärmeverlust lässt sich schnell ausgleichen. Kühlen jedoch aufgewärmte Möbel aus, wird deutlich mehr Energie benötigt diese wieder auf Raumtemperatur zu bringen. Bei einem kurzen Stoßlüften findet nur ein Luftaustausch statt und Möbel behalten ihre gespeicherte Energie. Daher ist es sinnvoll, nur kurz und kräftig zu lüften. Nur so lässt sich der Wärmeverlust auf ein geringes Maß reduzieren. Zwar wird häufig dazu geraten Herzkörper beim Lüften abzustellen, jedoch ist der Verlust beim kurzen Stoßlüften nur gering, da auch der Heizkörper nur wenig Wärme verliert. Gerade elektronische Thermostatventile benötigen hier mehr Einstellungsaufwand, als ein Abstellen Nutzen bringt. Mechanische Thermostate sind dagegen schnell zugedreht, was nebenbei beim Öffnen des Fensters erfolgen kann.

Tipp 9 – Selbst sparsame Wärmepumpen bieten noch Sparpotential

Wärmepumpen gehören bereits zu den modernsten und sparsamsten Heizungen. Doch gerade Luft-Wärmepumpen bieten mit der richtigen Zeitsteuerung noch mehr Sparpotential als mit den häufigen Voreinstellungen ab Werk.

Luft-Wärmepumpen nutzen die Umgebungstemperatur zur Wärmegewinnung
Luft-Wärmepumpen nutzen die Umgebungstemperatur zur Wärmegewinnung

Moderne Heizungen, wie Wärmepumpen sind sogenannte Niedertemperaturheizungen, die zumeist in Kombination mit einer Fußbodenheizung arbeiten. Ein nicht zu vernachlässigender Nachteil solcher Heizungen ist ihre lange Aufheizzeit, die durchaus drei bis vier Stunden benötigt, ehe die Wärme im Wohnraum spürbar wird. Daher wird in vielen Werkseinstellungen eine Nachtabsenkung bereits in den frühen Morgenstunden beendet. Doch genau zu dieser Zeit erreicht die Tagestemperatur ihren Tiefpunkt und Luft-Wärmepumpen, die die Wärme der Außenluft nutzen, können nicht effektiv arbeiten. Der Verzicht auf eine Nachtabsenkung kann in diesem Fall sogar Energie sparen. In einem gut gedämmten Haus sinkt die Raumtemperatur auch nach mehreren Stunden ohne Heizung nicht spürbar ab, was durch die Wärmespeicherung im Boden einer Fußbodenheizung weiter unterstützt wird. Eine wirkliche Absenkung der Temperatur findet hier nicht statt und eine Einsparung ist kaum zu erreichen. Sinnvoller ist es eine Absenkung nach der Außentemperatur vorzunehmen. Die niedrigste Tagestemperatur wird im Winter zumeist bei Sonnenaufgang, also gegen 7:00 oder 8:00 Uhr erreicht. Zu dieser Zeit sollte eine Luft-Wärmepumpe nicht arbeiten. Wird eine "Nachtabsenkung" zwischen 0:00 Uhr und 10:00 Uhr am Morgen vorgenommen, arbeitet die Luft-Wärmepumpe nur zu der Zeit, in der eine höhere Außentemperatur zu erwarten ist. Damit bietet sie weiteres Sparpotential.

Gleiches gilt für die Warmwasseraufbereitung mittels Luft-Wärmepumpe. Auch wenn in den späten Abendstunden kaum noch ein Warmwasserverbrauch zu erwarten ist, sollte sie hier noch aktiviert bleiben. Somit steht am Morgen genügend warmes Wasser zur Verfügung und die erneute Aufbereitung kann in den kalten Vormittagsstunden vermieden werden. Mit einem genügend großen Speicher kann die Wasseraufbereitung sogar auf die wärmste Tageszeit am Nachmittag verkürzt werden.

Tipp 10 – Auf die richtige Wärmeverteilung kommt es an

Warme Luft strömt nach oben, was nicht immer von Vorteil ist und gerade bei Heizkörpern zu einer ungünstigen Temperaturverteilung sorgen kann. Die von Heizkörpern abgegebene Wärme steigt auf, staut sich unter der Raumdecke und verteilt sich erst mit der Abkühlung im gesamten Raum. Der Fußboden bleibt dabei meist unangenehm kühl.

Fußbodenheizungen verteilen ihre Wärme gleichmäßig
Fußbodenheizungen verteilen ihre Wärme gleichmäßig

Klar im Vorteil sind hier Fußbodenheizungen, die ihre Wärme im gesamten Raum von unten nach oben abgeben und so für warme Füße und eine angenehme Wärmeverteilung sorgen. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass ein Raum mit Fußbodenheizung bereits bei 20 °C warm erscheint und hierfür bei Flächenkörpern eine deutlich höhere Raumtemperatur nötig ist. Befindet sich das Thermometer in Sichthöhe an der Wand, können dort durchaus angenehme Temperaturen von über 20 °C erreicht werden, während die Füße bei 18 °C frieren. Kalte Füße sind unangenehm und suggerierendem Körper eine zu geringe Raumtemperatur. Sind die Füße warm, fühlt sich jeder deutlich wärmer und nimmt eine kühlere Umgebungstemperatur kaum wahr.

In erster Linie hilft es natürlich dicke Socken oder Hausschuhe zu nutzen. Auch die hochgelegten Beine auf der Couch steigern das allgemeine Wohlbefinden und beeinflussen das Wärmegefühl positiv. Eingesetzte Ventilatoren können jedoch ebenso dabei helfen den Wärmestau unter der Decke zu vermeiden und die Wärme im Raum zu verteilen. Wichtig ist jedoch, dass sie langsam laufen und keinen unangenehmen Wind verursachen. Selbst als "Stromfresser" verschriene Heizlüfter oder Heizmatten sind durchaus in der Lage die Heizkosten zu senken. Gezielt eingesetzt sorgen sie am heimischen Bürotisch für warme Füße, sodass die gesamte Raumtemperatur deutlich gedrosselt werden kann. Voraussetzung ist jedoch ein sinnvoller Umgang mit zusätzlich genutzten Heizgeräten.

Elektronische Heizkörperthermostate online auf Amazon.de kaufen

Eqiva Heizkörperthermostat Model N, 132231K0A

eQ-3 Heizkörper Thermostat Model N

Preis: EUR 9,79


Eqiva Heizkörperthermostat Model L

Heizkörperthermostat Classic Model L

Preis: EUR 13,49


Programmierbarer Heizkörper-Thermostat..

Preishammer: Spart durch cleveres Timing bis zu 30% Heizkosten! Sparen Sie ab sofort bares Geld, ohne auf Wärme und Behaglichkeit zu verzichten!...

Preis: EUR 57,90


Übertrage Bewertung...

Bewertung: 4.8 von 5. 6 Bewertung(en). Zur Bewertung auf die Sterne klicken.

Kommentar hinzufügen (oder Link vorschlagen)

Haben Sie eine Anmerkung zu diesem Artikel oder möchten Sie uns eine passende Anleitung zur Verlinkung vorschlagen? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!





Sicherheitsabfrage*




* Pflichtfeld  | Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.

Am meisten gelesen