Gaspreise vergleichen und nützliche Spartipps

Ein Anbieterwechsel kann sich lohnen

Geld sparen

Die Werbung ruft es uns täglich in Erinnerung: Seit Öffnung des Gasmarktes ist auch in Sachen Gaspreise Vergleichen angesagt.

Doch da vom städtischen Anbieter bis zum Gas aus dem Nachbarland die Auswahl an Gasanbietern schier unbegrenzt erscheint, scheuen viele den Anbietervergleich. Und verlieren bares Geld – bis zu 25 Prozent Kostenersparnis macht ein Anbieterwechsel möglich. Dabei dauern Preisvergleich und Anbieterwechsel nur fünf Minuten.

Informieren Sie sich im Folgenden über Möglichkeiten und Risiken.

Wechseln mit dem Gaspreise-Tarifrechner

Mit einem Tarifrechner können Sie in nur wenigen Minuten neutral, unverbindlich und kostenlos die Gaspreise von über 700 Gasanbietern und mehr als 7000 Tarife miteinander vergleichen und sich so einen Weg durch den Tarifdschungel schlagen.

Jeder, der einen eigenen Gaszähler in seinem Haus oder seiner Wohnung hat, kann den Anbieter wechseln. Mieter von Wohnungen, deren Energiekosten vom Vermieter auf alle Parteien umgelegt werden, sollten jedoch ihren Vermieter auf die Möglichkeit des Anbieterwechsels aufmerksam machen.

Lediglich die Postleitzahl, den Jahresverbrauch an Gas und die Heizleistung – steht auf der letzten Jahresrechnung – müssen in den Tarifrechner eingegeben werden. Und schon erhalten Sie ein Liste mit den günstigsten Anbietern. Alle angegebenen Gaspreise enthalten sämtliche Steuern und Gebühren. Ebenso berücksichtigen sie auch kurzzeitige Angebote.    

Haben sie dann alle Gaspreise miteinander verglichen, und sich für einen Anbieter entschieden, steht dem Wechsel nichts mehr im Wege. Schnell und kostenlos geht der Anbieterwechsel über die Bühne. Nachdem sie den Wechselauftrag unterschrieben haben, übernimmt  ihr neuer Anbieter sogar die Kündigung bei ihrem alten Gasversorger zum nächstmöglichen Termin. Nach sechs bis zehn Wochen erfolgt die Belieferung durch den neuen Anbieter.

Und keine Sorge: Während des Wechsels laufen sie zu keinem Zeitpunkt Gefahr, ohne Gasversorger zu sein. Der örtliche Gasversorger ist gesetzlich dazu verpflichtet, sie mit Gas zu versorgen. Auch technisch ändert sich durch ihren Anbieterwechsel nichts: sowohl Gasleitung als auch Gaszähler werden von ihren örtlichen Versorger zur Verfügung gestellt. 

Gas-Spartipps für den Haushalt

Heizungsentlüftung mit Vierkantschlüssel

Wenn Sie bereits zu einem günstigeren Gasanbieter gewechselt haben, können Sie dennoch mit nur wenig Aufwand ihren Gasverbrauch einschränken – ohne auf Ihren gewohnten Komfort zu verzichten - und so die Gasrechnung senken. Hier acht Tipps für den Haushalt:

  1. Heizen: Zugestellte Heizkörper gehören zu den größten Kostenfressern im Haushalt. Gardinen und sperrige Möbel vor der Heizung verhindern eine gleichmäßige Luftzirkulation. Es kommt zum Hitzestau und die Luft kann nicht gleichmäßig aufgewärmt werden. Und: Entlüften nicht vergessen!
  2. Isolierung: Sowohl die Wände hinter dem Heizkörper als auch alle Fenster im Wohnbereich sollten gut isoliert sein. So dringt nur wenig warme Luft nach draußen und sie heizen nicht „für die Straße“.
  3. Lüften: „Stoßlüften“ ist das Zauberwort für einen sparsamen Umgang mit Heizenergie. Kippfenster sollten gerade im Winter unbedingt vermieden werden. Statt dessen sollte zweimal am Tag für 10 Minuten bei weit geöffnetem Fenster gelüftet werden.
  4. Temperatur: Jedes Grad zu viel kostet sechs Prozent Energie. Darum gilt: Die 22 Grand völlig ausreichen. Im Badezimmer kann es gerne etwas wärmer, im Schlafzimmer etwas kälter sein.
  5. Herd: Nicht nur Profi-Köche wie Tim Mälzer und Co. schwören auf ihren Gasherd. Ist er doch viel effizienter als ein Elektroherd. Trotzdem sollte man darauf achten, dass der Topf die gesamte Herdplatte ausfüllt.
  6. Wäsche: Wer seine Kleidung und Handtücher gerne weich und flauschig hat, in dessen Haushalt darf ein Wäsche trockner nicht fehlen. Besonders Energiesparend sind Geräte mit Gasbrenner oder Wärmepumpe.
  7. Wasser: Gas ist bei der Bereitstellung von warmem Wasser wesentlich günstiger als Strom. Und: Duschen nicht Baden – das spart Energie.
  8. Urlaub: Auch in der schönsten Zeit des Jahres sollte man die Gaspreise nicht völlig aus den Augen verlieren. Wer über einen längeren Zeitraum seine Wohnung verlässt, der sollte seine Heizung abstellen. Ebenso wenn man tagsüber für ein paar Stunden das Haus verlässt. Dann bietet es sich an, den Temperaturregler um zwei bis drei Grad zu reduzieren. 

Tipps für den Gas-Anbieterwechsel

Wenn Sie dann alle Anbieter miteinander verglichen haben, sollten Sie vor Vertragsabschluss mit dem neuen Gasanbieter folgende Punkte beachten:

  1. Vertragslaufzeit: Je kürzer die Vertragslaufzeit ist, desto flexibler sind Sie als Kunde.

  2. Kündigungsfrist: Welche Fristen müssen Sie beim Kündigen beachten?

  3. Vertragsverlängerung: Um welchen Zeitraum verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der Erstvertragslaufzeit automatisch?

  4. Gewährt der Anbieter eine Preisgarantie? Mit Preisgarantien sichern Sie sich einen Preis für eine festgesetzte Laufzeit.

  5. Verlangt der Anbieter einen Sonderabschlag?

Wer flexibel bleiben möchte, sollte den Anbietern mit einer kurzen Vertragslaufzeit und einer kurzen Kündigungsfrist den Vorzug geben.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor Festpreisverträgen

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