Strompreise vergleichen und den Stromanbieter wechseln

Strompreise vergleichen und den Stromanbieter wechseln

10 Fragen und 10 Antworten, die Ihnen beim Wechsel des Stromanbieters helfen.

Das Leben ist teuer und jeder sieht zu, wie er sparen kann, um über die Runden zu kommen oder sich auch mal einen schönen Urlaub leisten zu können. Ein großes Potential bieten die Stromkosten. Zum einen, da sie mitunter einen großen Posten der monatlichen Ausgaben belegen und zum anderen, da es sich um fortlaufende Kosten handelt.

Das bedeutet für Sie, wenn Sie mit einem Anbieterwechsel diesen Monat auch nur 10 € sparen, sparen Sie diese 10 € in Zukunft jeden Monat. In einem Jahr sind das 120 €, in zwei Jahren 240 €... und so weiter. Regelmäßig die Strompreise zu vergleichen und einen günstigen Stromanbieter zu finden, zahlt sich daher auf Dauer aus und spart nicht nur die 10 € in einem Monat.

Wir beantworten 10 wichtige Fragen zum Thema "Stromanbieter wechseln".

Ist die Grundversorgung an Strom bei einem Anbieterwechsel gesichert?

Bei einem Anbieterwechsel kann diese Frage mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Die Kündigung Ihres bestehenden Vertrages übernimmt fast generell der neue Anbieter. Schließlich möchte er Sie so schnell, wie möglich zu seinen Kunden zählen.

Das bedeutet er kümmert sich darum, dass die Kündigung schnellstmöglich vollzogen wird und Sie alsbald seinen Strom nutzen und natürlich auch bezahlen. Jede Verzögerung würde ihm einen Verlust bescheren und natürlich auch seinem Ruf als Stromanbieter schaden. Eine Versorgungsunterbrechung wird es daher nicht geben.

Wie soll ich die vielen Stromanbieter vergleichen?

Um zu einem günstigen Stromanbieter zu wechseln, müssten Sie die einzelnen Anbieter kennen und ihre Preise, sowie Tarife vergleichen. Wer viel Zeit mitbringt, kann das natürlich in Eigenregie übernehmen und sehr viele Stunden oder gar Tage investieren, während so mancher Anbieter vielleicht gerade seine Preise wieder ändert. Das muss nicht sein und verfehlt bei der Masse an Anbieter mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Ziel.

Ein Preisvergleich der Stromanbieter kann sehr mühsam sein.
Ein Preisvergleich der Stromanbieter kann sehr mühsam sein.

Auch wenn viele eine Abneigung gegen Vergleichsportale haben und so manchem keinen ehrlichen Stromkostenvergleich abnehmen, bieten sie doch eine große Übersicht der aktuellen Stromanbieter und vergleichen deren Preise, an denen kaum gerüttelt werden kann.

Sicher muss man sich nichts vormachen, die Betreiber solcher Portale verdienen in vielen Fällen an den abgeschlossenen Verträgen und es ist durchaus möglich, dass spezielle Anbieter wegen besserer Konditionen „schöner“ dargestellt werden. Am Ende müssen die Angaben aber stimmen, denn wer sich hier Fehler leistet, wird an einem hart umkämpften Markt kaum bestehen können.

Zusätzlich kann man als Nutzer auch die Suchergebnisse der unterschiedlichen Anbieter vergleichen. In vielen Stromkostenrechnern werden zwar verschiedene „günstigste Anbieter“ erscheinen, es ist jedoch ein einheitlicher Trend der Stromkosten und Angebote zu erkennen. Sieht man sich die vermeintlich besten fünf der verschiedenen Stromkostenrechner an, lässt sich sicher darin ein persönlicher Favorit finden. Eine gute Basis bieten Vergleichsportale hierfür allemal.

Wie ermittle ich meinen durchschnittlichen Stromverbrauch?

Um die angebotenen Stromkostenrechner effektiv nutzen zu können, ist es wichtig, den eigenen Stromverbrauch zu kennen. Zwar bieten viele Stromkostenrechner Durchschnittswerte für unterschiedliche Haushalte an, aber der Stromverbrauch eines 2 Personen Haushalts ist nicht immer gleich. Hier reicht bereits eine unterschiedliche Warmwassererzeugung aus, um einen Haushalt doppelt so viel verbrauchen zu lassen.

Der Durchschnittsverbrauch lässt sich leicht errechnen.
Der Durchschnittsverbrauch lässt sich leicht errechnen.

Da sich der Strompreisvergleich nicht nur auf die Kosten einer Kilowattstunde bezieht, sondern ebenfalls Grundgebühren und eventuelle Stromanbieter mit Prämie einbezogen werden, kann ein durchschnittlicher Stromverbrauch von 10 kW/h mehr sogar am Ende günstiger sein, da ein anderer Tarif veranschlagt werden kann.

Wenn Sie einen Stromanbieter Preisvergleich starten wollen, sollten Sie daher Ihren Verbrauch kennen und keinen „genormten“ verwenden. Kontrollieren Sie die letzten Jahresendabrechnungen und vergleichen Sie diese. Ist der Unterschied groß oder etwa gleichbleibend? Bei nur kleinen Veränderungen, können Sie den letzten Verbrauch nutzen. Bei großen Änderungen sollten Sie den Durchschnitt der letzten Jahre berechnen. Addieren Sie dazu den Verbrauch der Jahre und teilen Sie das Ergebnis anschließend durch die Anzahl der Jahre. So erhalten Sie Ihren durchschnittlichen Stromverbrauch.

Soll ich zu einem Ökostromanbieter wechseln?

Ob Sie zu einem Ökostromanbieter wechseln, unterliegt natürlich Ihrer eigenen Entscheidung. Einbußen in der Verfügbarkeit gibt es dadurch nicht. Sie müssen also nicht befürchten, dass Sie bei bewölktem Himmel und Windstille keinen Strom bekommen.

Es ist auch nicht so, dass Sie direkt den Strom aus einer bestimmten Quelle erhalten. Ihr genutzter Strom bleibt weiterhin derselbe. Nur für jede Kilowattstunde, die Sie verbrauchen, wird eine Kilowattstunde aus regenarativen Energien in das Netz eingespeist. Damit unterstützen Sie auf jeden Fall unsere Umwelt und fördern die Nutzung von Windkraftanlagen und Solarstrom.

Auch am Preis hat sich viel getan, sodass Sie nicht befürchten müssen, für Ihren „grünen Gedanken“ bestraft zu werden. Ökostromanbieter reihen sich heute ebenbürtig und preislich neben anderen Anbietern ein und fallen weder als besonders teuer, noch als besonders günstig auf. Es gibt daher nur positive Gründe, die für Ökostrom sprechen.

Wie oft sollte ich den Stromanbieter wechseln?

Jährlich und bei einer Preiserhöhung sollte verglichen werden.
Jährlich und bei einer Preiserhöhung sollte verglichen werden.

Wie oft ein Stromanbieterwechsel angebracht oder sinnvoll ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Sinnvoll ist es jedoch wenigstens einmal im Jahr die Preise zu vergleichen. Haben diese sich kaum geändert und würde ein Anbieterwechsel nur ein paar wenige Euro im Jahr sparen, muss jeder für sich entscheiden, ob er nicht lieber bei seinem Anbieter bleibt. Vorausgesetzt natürlich, dass man mit diesem zufrieden ist.

Es spricht absolut nichts gegen einen jährlichen Wechsel zum günstigsten Anbieter. Das hat sogar den Vorteil, dass sich die großen Konzerne anpassen müssen und nicht dem Marktpreis bestimmen können. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und senkt die Preise.

Muss ich eine Kündigungsfrist einhalten?

Generell ja. Unterschiedlich ist jedoch die Dauer der Kündigungsfrist. Diese kann durchaus von „zum Ende des Monats“ bis zu einer zweijährigen Bindung reichen, die spätestens drei Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt werden muss.

Auch beim Stromanbietervergleich sollte ein wachsames Auge genau auf diese Punkte gerichtet werden. Wie lange binde ich mich mit einem Vertrag? Wann muss ich den Vertrag kündigen, weil ich zu einem günstigeren Versorger wechseln möchte?

Heute gibt es bereits Stromversorger ganz ohne Vertragsbindung, sodass jederzeit gekündigt beziehungsweise der Anbieter gewechselt werden kann. Häufig sind die Vertragslaufzeiten aber auch an die Preise gebunden. Wer eine kurze Kündigungsfrist möchte, muss meist etwas tiefer in die Tasche greifen und mehr je Kilowattstunde bezahlen. Lange Laufzeiten garantieren dem Unternehmen dagegen geregelte Einnahmen, die besser geplant werden können.

In Anbetracht eines günstigen Strompreises, ist eine jährliche Bindung mit Preisgarantie durchaus vertretbar. Bei zwei Jahren sollte der Preis schon besonders gut und vor allem dauerhaft garantiert sein. Eine zweijährige Bindung mit einer einjährigen Preisgarantie ist eher nicht zu empfehlen.

Muss ich meinen Stromtarif bzw. Vertrag selber kündigen?

Bei einem Anbieterwechsel nie selber kündigen!
Bei einem Anbieterwechsel nie selber kündigen!

Nein! Eine Ausnahme bildet natürlich ein Umzug, eine Wohnungsauflösung oder ein außerordentliches Kündigungsrecht bei übertriebener Preiserhöhung.

Bei einem Stromanbieterwechsel kümmert sich der neue Anbieter um die Kündigung und gleichzeitig um die neue Versorgung. So ist Ihre Versorgung mit Strom zu jeder Zeit garantiert.

Kündigen Sie selbst den bestehenden Vertrag und kommt es zu Verzögerungen beim neuen Anbieter, kann es passieren, dass die Wohnung dunkel bleibt.

Soll ich zu einem bekannten Anbieter gehen, um günstigen Strom zu erhalten?

Große und bekannte Stromanbieter mit einem großen Kundenstamm haben natürlich den Vorteil, dass sie sehr konstant am Markt stehen. Selten ist davon auszugehen, dass sie unverhofft verschwinden und der Kunde das Nachsehen hat oder die Wohnung dunkel bleibt. Mit mehr Kapital sind sie auch besser in der Lage Preisschwankungen auszugleichen.

Aber auch kleinere Versorger haben Ihre Vorzüge. So wird hier die Kundenbetreuung häufig sehr groß geschrieben und das Verhältnis ist aufgrund nur weniger Kunden mitunter persönlicher. Desweiteren kann sich das Unterstützen kleinerer Unternehmen positiv auf den Markt auswirken. Je mehr Anbieter es gibt, desto mehr Möglichkeiten haben Sie als Kunde zur Auswahl und umso mehr Firmen stehen in Konkurrenz und kämpfen um ihre Kunden. Den Vorteil genießt der Kunde durch günstigere Preise oder zusätzliche Dienstleistungen.

Soll ich in Vorkasse gehen, um einen günstigen Strompreis zu erlangen?

Würden Sie die Reparatur Ihres Autos im Voraus bezahlen, wenn sie dadurch günstiger wird? Eher nicht, denn wurde die Reparatur nicht fachmännisch ausgeführt, haben Sie als Kunde das Nachsehen. Wurde die Dienstleistung bereits bezahlt, fehlt Ihnen jegliches Druckmittel für eine Nachbesserung und korrekte Umsetzung des Auftrages.

Ähnlich ist es bei einem Stromversorger. Zwar fällt im Stromanbieter Preisvergleich auf, dass solche sogenannten "Prepaid-Tarife" auf den ersten Blick günstiger sind, Sie sollten jedoch sehr genau hinschauen. Mitunter kaufen Sie nur ein Leistungspaket und zahlen bei Mehrverbrauch deutlich mehr. Hinzu kommt natürlich, dass Sie das Risiko bei einer Insolvenz des Anbieter tragen. Kann er seinen Leistungen nicht mehr nachkommen, ist es nur sehr schwer möglich an das bereits gezahlte Geld oder seine Leistung zu kommen. Das muss natürlich nicht sein und es gibt durchaus viele Anbieter die sehr gut in dieser Form arbeiten und mit einem guten Preis locken. Das Risiko liegt aber beim Verbraucher.

Welche Alternativen habe ich, die Stromkosten zu senken?

Wessen Anbieter sich im Stromkosten Vergleich recht gut schlägt und wer auch mit den Dienstleistungen zufrieden ist, muss für einen günstigeren Preis  nicht gleich den Stromversorger wechseln. Gerade die ortsansässigen Stromanbieter (Stadtwerke) möchten natürlich ihre Stammkunden behalten, da für sie die Kundenbetreuung vor Ort einfach ist.

Stromfresser aufspüren und vermeiden

Es lohnt sich daher oft, sich die Angebote und Tarife der Stromversorger genauer anzusehen. Nicht selten gibt es günstigeren Strom, wenn vom gleichen Anbieter auch Wasser und/oder Gas bezogen wird. Solche Kombitarife sind eher seltener in einem Stromanbieter Vergleich zu finden, können aber durchaus günstiger sein. Gerade wer seinen Strom vom städtischen Stromversorger bezieht, sollte sich vor einem Stromanbieter genau informieren, welche Angebote dieser machen kann.

Für etwas weniger zu zahlen ist gut. Die Kosten  aber gar nicht erst entstehen zu lassen, natürlich viel besser. Der sinnvolle Weg die Stromkosten zu senken, besteht also nicht nur darin, den Stromanbieter zu wechseln. Den Stromverbrauch zu senken ist ebenso effektiv. Bevor Sie jetzt aber – weil viele davon reden – Ihre Beleuchtung komplett auf LEDs umzustellen, sollten Sie sich bewusst machen, wo das größte Sparpotential wirklich liegt. Die Beleuchtung ist es definitiv nicht und es dauert sehr lange, bis sich der Umstieg auf LEDs amortisiert.

Vielmehr sollten Sie die Großverbraucher ausfindig machen und überlegen, wo Sparpotential liegt. Muss die Wäsche tatsächlich in den Trockner oder kann ich mir nicht doch die Zeit nehmen und sie aufhängen? Ein Plasma-Fernseher hat tolle Farben, verbraucht aber mehr Strom als ein LED-Bildschirm. Sogenannte Energiemessgeräte geben Aufschluss über den Verbrauch des angeschlossenen Geräten und sollten sich die Stromkosten eingeben lassen, kann zusätzlich abgelesen werden, wie teuer ein Trocknergang oder eine Stunde fernsehen tatsächlich ist. Eine solche Übersicht hilft sehr gut, effektiv den Stromverbrauch zu senken.

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